Zwerge und andere Kleinigkeiten

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Ronya Sotan

Zwerge und andere Kleinigkeiten

Beitrag von Ronya Sotan »

Ein Treffen war vereinbart.
Zwei der drei Anführer ihrer jeweiligen Gemeinschaft auf Lameriast waren bereit sich zu treffen um Ihren Zwist, welcher wie die meisten nur auf Missverstandnisse beruhte, mit Worten zu Regeln.
Leichtfertig einen Krieg ausrufen, das konnte jeder.
Niemand wusste es besser als Ronya das dies nach hinten losgehen konnte, wenn man sich zu sehr überschätzte.
Khazkal Deslon, Führer der Burg Eisenwart stand am Tor.
Wie vereinbahrt kam er unbewaffnet und er setzte ein Zeichen des Vertrauens den Gefährtinnen gegenüber, in dem er ohne Eskorte erschien.
Doch bevor es endlich zum ersehnten Gespräch kommen konnte,gab es da noch ein, im wahrsten Sinne des Wortes, kleines Problem.
Grade als man den Anführer derer von Eisenwart einlass gewähren wollte, trat ein aufgeregter Zwerg der Gruppe hinzu.
Ohne lange Umschweife kam er zur Sache.
Beschuldigungen über einen Letharen den die Gemeinschaft angeblich versteckte und blumige Worte wie sie nur ein Zwerg verwendet, strömten der Gruppe nur so entgegen.
Es sollte nicht lange dauern und die Kriegerinnen umringen auf ein kurzes Augenzwinkern Ronyas hin, den Zwerg von allen Seiten.
Mit gezogenen Waffen und Schussbereiten Armbrüsten umringten sie ihn.
Ein Narr wenn er jetzt noch weiter reden würde und der wiederholten Aufforderung zu gehen nicht nachkäme.
Doch der Zwerg schien dem größenwahnsinn verfallen zu sein.
Nicht nur das er seine beschuldigungen um ein weiteres mal wiederholte, nein er behaubtete sogar als Ronya ihn aufforderte ihr Land zu verlassen, das all jenes die Insel Lameriast lange vor ihnen die Heimat der Zwerge war.
War dies das Geheimniss das die Insel noch immer wie ein Nebelschleier umgab.
War dies wirklich die Heimat der Zwerge bevor sie einst nahe Berchgard im Unheilsberg auftauchten ?
Ronya blieb keine Zweit drüber nachzudenken.
Schon stiess der Zwerg mit seinen Spitzen und Dornenbesetzten Kampfhandschuhen nach vorne und riss ein Stück aus Ronya's Lederarmschützer.
Sie sprang zurück und zog ihr Schwert.
Alassea warf ihr den Schild zu und im selben Augenblick stürmten die Kriegerinnen auch schon auf den scheinbar lebensmüden Zwerg ein.
Er verfing sich mit seinem Bart in der vorgelagerten kurzen Palisade des Lagers und denoch wehrte er sich noch immer.
Statt aufzugeben schlug er wilder zu.
Ronya holte aus und drosch dem kurzbein den Schwertknauf von oben ins Genick.
Doch im Fallen riess er Xinthra um begrub sie unter sich mit seiner spitzen und Dornenbesetzten Rüstung.
" Steh auf " Herrschte Ronya ihn an .
" Steh auf und verschwinde von hier und wage es nie wieder uns mit deinen Verdächtigungen zu beleidigen, andernfalls werden wir dich das nächste mal nicht niederschlagen sondern waschen. "
Brummend und wütend fluchte der Zwerg um sich danach von dannen zu machen.
Endlich stand dem Gespräch mit Khazkal nichts mehr im Wege.
Ein gutes hatte die ganze Sache denoch, er konnte sehen wozu die oft verlachte und unterschätzte Schar - Waldweiber - wie man sie oft nannte, zu kämpfen fähig war.
Der Rest des Abends sollte ruhig verlaufen.
Man entschuldigte sich gegenseitig und wusste das es nach so einem Vorfall und den Worten des Zwerges, das dies hier angebliche deren Insel war, nur um so wichtiger sein würde, zusammen zu stehen wie man es einst schon beschloss als man die ersten Schritte auf der Insel setzte.
Zusammen gegen Invasoren die sich die frecheit anmassen wollten, diese Insel zu erobern.
Niemals würden die Gefährtinnen ihre Heimat Kampflos aufgeben.
Und wenn dazu ein Pakt mit der Burg Eisenwart notwendig war - so würde die Gemeinschaft diesen Weg gehen.
Denoch hofften die Kriegerinnen nachdem es stiller wurde im Lager, das die Zwerge mindestens ebenso Weise sein würden wie ein Diener Alatars und einen Abgesandten schicken würden um jenen Vorfall ebenfalls mit Worten zu bereinigen.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Heute sollte Eisenwart kommen.

Wer, oder wieviele, wusste Ronya nicht. Also war es besser, dass Xinthra ihre Rüstung anlegte. Man konnte nie genug vorsichtig sein bei diesen Leuten, die anscheinend taten und ließen, was sie wollten. Zur sechsten Abendstunde ward der Besuch erwartet und so postierten sich gleich drei Schwestern am Tor, Xinthra unten im Torhaus und zwei oben.

Es dauerte nicht lang, da meinte Julyana von oben, sie sähe eine Gestalt. Das war aber wohl nicht der Besuch, denn er brummelte etwas von Langbeinern und Holzwänden und Dreck. Dann murmelte er etwas auf Zwergisch, durch den tiefen Ton seiner Stimme mutete das ganze eher dem Grollen eines Gewitters an, wesentlich leiser jedoch und nur knapp über dem Boden.

Kaum dass Julyana ihn angesprochen hatte, kam das Grollen näher, er faselte etwas von einer Blauhaut die er suchte und ob sie die gesehen hätte. Anscheinend war ihm die Antwort egal, denn er forderte alsbald Einlaß, um sich davon selbst zu überzeugen. Dieses sollte ihm jedoch nicht gewährt werden.

Unterdessen traf wohl der Eisenwartsche Besuch ein, denn zu dem grollenden Zwergen gesellte sich die bekannte Stimme des Anführers der Burgleute. Als der Zwerg nun auch diesen anpöbelte, rannte Marye los zum Feuer, an dem Ronya saß und auf den Besuch wartete. Es brauchte keine Minute, da kamen sie wieder, und nicht nur Ronya, sondern auch Alassea. Beide verließen das Lager durch das Tor, Xinthra folgte automatisch, die anderen beiden Schwestern kamen auf einen Wink von Alassea hinzu.

Das freche Fordern des Zwergen blieb nicht aus und seine Zunge warf mit Worten um sich, die sich selten jemand gegenüber den Gefährtinnen erlaubte, ohne dafür bald eine entsprechende Antwort zu erhalten. Ronya baute sich vor dem Zwergen auf, Xinthra stellte sich einen Meter daneben, und die anderen Schwestern außer Alassea standen ähnlich nahe an dem Zwergen. Die Situation wurde immer angespannter. Er solle das Land verlassen, forderte nun nicht mehr nur Ronya. Ihren Speer an die Wand lehnend, zog Xinthra ihren Zweihänder, der gut einen Zwergenkopf länger war als die kleine Gestalt dort in ihrem stachligen Panzer.

Eine gute Entscheidung, sollte sie später denken, denn der Zwerg setzte unverhohlen seine Beleidigungen und Forderungen fort, blickte sich um und mit einem mal schlug er auf Ronya ein. Ein gezielter Streich mit dem Zweihänder ließen ihn davon abkommen, Ronya zog sich einen Schritt zurück und die gepanzerte Xinthra drängte sich zwischen den Stachligen und die nur in Leder gekleidete Ronya. Bolzen flogen auf den Zwergen zu, der Zweihänder wurde erneut geschwungen und landete einen Treffer. dazu gesellte sich nun auch das gezogene Schwert von Ronya, welches auf den Zwergenpanzer niederrauschte.

Obwohl sich der Bart des Zwergen in den vorgeschobenen Palisaden verworren hatte, kämpfte er weiter. Inzwischen blutete er gar, aber ließ kein Anzeichen eines Aufgebens erkennen. Inzwischen hatte er sein neues Ziel in Xinthra gefunden und bohrte seine Stachel durch dessen Rüstung in ihr rechtes Bein, sie ging nieder und der Zwerg mit ihr, dessen Stachel in ihrem Bein stecken blieben. Doch nicht genug dass sich die Rüstung in ihr Gliedmaß gebohrt hatte, nein sie hatte sich auch mit dem Boden und auch mit der Palisade verkantet. Sie müsste wohl warten, bis der Zwerg von ihr herunter ging.

Alsbald kam dieser wieder zu Bewusstsein und nahm dies zur Gelegenheit, seine Stacheln noch etwas tiefer ins Fleisch der Kriegerin zu bohren, während er sich grob aus der Verkantung zwischen Palisade, Bein und Boden befreite. Xinthra war der Ohnmacht nahe, ihr Bein blutend und durchlöchert, die Rüstung hatte ihr Metall zusätzlich in das Fleisch gedrückt. Der Zwerg zog von dannen und schleppte sein Bein hinter sich her, doch das war in dem Moment egal. Er hatte den Streit begonnen und einige Kriegerinnen verletzt, so kümmerten diese sich erst einmal um ihresgleichen. Hätte der Zwerg gewartet, wäre er sicher auch behandelt worden.

Xinthra wurde von zwei Schwestern in das Heilerzelt verbracht, wo sie die Plattenhose ablegte. Das durch die Stachel durchbohrte Metall schnitt ins Fleisch und hinterließ einige Schnitte, Torina kümmerte sich um die Rüstung und Alassea um das Bein. Ihrer Heilkunst sei Dank schlossen sich die Wunden. Xinthra kannte das helle Leuchten und die Wärme bereits von früheren Behandlungen durch Alassea, wusste was es zu bedeuten hatte. Von außen hörte sie das Hämmern Torinas, die ihre Rüstung reparierte. Keine viertel Umdrehung später erhielt sie die Rüstung wieder, konnte sich zu den anderen ans Feuer setzen und lauschte der Unterhaltung.

Gen Abend, der Eisenwartler war bereits gegangen, mahnte Ronya zur Vorsicht. Zwerge würden nicht lange fackeln, es wäre da noch etwas zu erwarten. Zugleich lobte sie das schnelle Eingreifen aller Schwestern und vielleicht würde dieser Zusammenhalt den Eisenwartlern zeigen, dass mit den Gefährtinnen nicht zu spaßen ist, sollte eine der ihren angegriffen werden. Zumindest könnte es nur nützlich sein.
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Tajara Nair
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Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

Tajara hatte am Vortag bereits davon erfahren und wusste worauf sie aufpassen musste. Gerade deshalb ging sie nur Tagsüber jagen.

Sie war stolz auf sich, zum ersten Mal konnte sie alleine einen Zweikopf besiegen, und gleich darauf sogar noch einen zweikopf-fürsten!

Als sie zurückkam bemerkte sie die toten räuber. Die Ritterin die sie vorhin antraf war wohl auch auf der Jagd, eine freundliche Frau, auch wenn sie wenig sprach.

Doch dann kam ihr ein gerüsteter Zwerg entgegen, der sie wüst beschimpfte. Sie versuchte zu erklären, warum es zu diesem Zwist kam, doch er wollte nicht hören. Noch dazu bekämpften sich nebenbei gleich ein Eisenwartler und eine Angehörige der Hinrah.

Sie versuchte dazwischenzugehen um zu klären, doch ener Zwerg, offensichtlich der vom Vortag wollte sie schlagen um sie fernzuhalten, wohl um den Kampf zu sehen.

Er drohte Tajara imemr wieder, wobei sie versuchte sich zurückzuhalten als er schließlich zuschlug. Es knackte hässlich im Nasenbereich - da verlor sie das Bewusstsein.

Als sie wieder zu sich kam kämpften die Hinrah und der Eisenwartler immer noch, wohl das Geschehen nicht beachtend. Sie musste es ronya erzählen.

Alles was sie wollte war Rache, für ihre gebrochene Nase, die hässlich blutete.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Still stand sie im Hintergrund und als der Kampf losging huschte sie schnell hinter die Palisade. Die Forderungen des Zwerges waren ihr unverständlich.
Gebt die Blauhaut raus
Welche Blauhaut? Letharen? Wohl kaum, wäre ja verwunderlich wenn einer sich bei den Gefährtinnen verirren würde, eher würde er Schutz bei der Burg Eisenwart suchen, glaubten jene doch wie die Letharen auch an Alatar. Ein leichter Wink von ihr und Marye und Julyana stellten sich um ihn herum auf, als er auf Ronyas Forderung das Land der Gefährtinnen zu verlassen und seinen Ton herunterzuschrauben nicht einging.
Mir reicht es jetzt
Sagte er mehr bruellend und grummelnd als sonst was, sofort erfolgte von ihr ein erneuter Wink und Marye spannte einen Bolzen ein und Xinthra und Julyana begaben sich in deutliche Position. Noch ehe das irgendeine von ihnen reagieren konnte stürmte der Zwerg auf Ronya los. Sofort nach dem ersten Schlag flogen Bolzen, wurden die Schwerter geschwungen. Gekonnt warf sie Ronya ein Schild zu, sowas war Übung, sowas tat sie früher auch immer. Schild, Ersatzschwert, Bolzen und Pfeile trug sie immer mit sich herum, für den Fall der Fälle. Nachdem sie Ronya das Schild zugeworfen hatte huschte sie nach innen und wartete ab. Als es still wurde trat sie wieder hinaus und sah sich um. Ruhig war ihr Blick, fast schon zu ruhig, ein Blick den sie immer drauf hatte wenn sie sich selber zwang nicht hysterisch zu werden. Ebenso ruhig behandelte sie die Wunden der Schwestern, als sie sich dem Zwergen zuwande war er schon auf den Beinen und trollte sich gerade. Leicht zuckte sie mit den Schultern.
Wer nicht will der hat schon
Murmelte sie zu sich selber und ging mit Xinthra in das Heilerzelt um ihr Bein zu behandeln.

Jetzt blickte sie in Tajas Gesicht und musterte sie wieder eingerichtete Nase. 'Eisenwartler berichteten das ein Zwerg Taja umgeschlagen habe, warum und wieso begriff Alassea nicht, dazu war ihr der Dialekt von Taja zu schwer. Mit einem hörbarem fiesen Knacken richtete sie Tajas Nase wieder und behandelte den Rest auf im Fort schon bekannte Art und Weise. Gerade Taja, wie kann man nur so ehrlos sein? Zwerge waren immer mehr in ihren Augen keine Männer, schon gar keine weisen alten kleine Männer, sondern nur noch ehrloses Pack, dass alleine herumlaufende Frauen niederschlug und eine grosse Klappe hatten. Zwerge waren hier auf Gerimor und Lameriast nicht dass was sie sonst über Zwerge zu hören bekommen hatte. Früher erzählte man ihr das Zwerge mystisch anmutende kleine versoffene aber liebe Kerlchen seien, die stolz auf ihren langen Bart waren und mehrere Hunderte an Jahren gesehen hatten. Zwerge die das Bier liebten aber Ehre im Blut. Die Zwerge die sie bisher und das waren nur wenige hier kennengelernt hatte , waren genau das Gegenteil. Sie erinnerten sie im Moment nur an dreckiges Räuberpack, nichts weiter. Leise seufzte sie, denn sie ahnte was kommen würde. Sie musste mit Serendo reden, immerhin hatte er ihr etwas versprochen.
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