Ein schreiben ergeht an malachai von v. t.

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Kemail Ifrey

Ein schreiben ergeht an malachai von v. t.

Beitrag von Kemail Ifrey »

*einen fein saeuberlich geschrieben Brief wird Malachai erhalten mit einigen Packeten wo namen drauf stehen*

Werter Mala,
grosser Bruder,
Schatten der Burg,
Freund.

wenn du diese Zeilen hier vernimmst, kannst du davon ausgehen, das ich nicht mehr unter den Lebenden weihe.
Ich meine du kanntest all meine Probleme, mein Leid. Aber sei dir eins gesagt... Ich nahm mir das Leben selbst und sonst niemand anderes.

Du fragst dich jetzt bestimmt warum?
Diese Frage wirst du dir selbst beantworten können. Du weisst alles über mich und auch wenn du meinst, es gab einen anderen Ausweg... Ich besass nicht mehr die Kraft nach diesem zusuchen.

Ja, ich bin ein Feigling. Es ist wohl einfach sich das Leben zunehmen, anstatt zukämpfen. Aber denk nur darüber nach, das ich nicht anderes konnte. Meine Verzweiflung trieb mich dahin wo ich jetzt bin.

Du musst mir einen letzten Gefallen tun. Ausser duschreien "Du IDIOT" wie ich das doch immer von dir kenne.

Die Packete... Liefer die Packete an die Leute aus, dessen Namen dort drauf stehen und kläre sie bitte ueber mein abscheiden auf.

Falls du mich jetzt suchst, ich bin in meinem Haus oder in der nähe davon.

Achja nochwas Malachai.. Es war schön einen solchen Freund, Informant und Bruder zugleich zuhaben.

Und ab jetzt werde ich wohl besser ueber dich wachen koennen, so wie du es meist fuer mich getan hast. *ein grinsendes Gesicht ist dahinter gemalt*

*eine mit Blut unterschrieben Unterschrift ist vorzufinden*




 Valion Tal
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Als der Bote langsam, aber mit festem Druck gegen die Tür hämmerte und Malachai öffnete, ihn ansah und das schreiben, kam ihm eine schlimme Befürchtung hoch. Ohne ein Wort des Grußes oder dergleichen, streckte Malachai seine Hand gen des Briefes. Sie schien zu zittern, warum auch immer, empfand er etwas wie Angst.
Er überlegte die ganze Nacht über das, was ihm am vorherigen Tage wiederfahren ist. Als er seinen kleinen Bruder in Bajard traf, wie er ihm den Rucksack gab und ihn keine Antwort auf seine Fragen geben wollte.
Er schrie ihm nach, er solle es ihm sagen, doch valion war schneller auf dem Schiff als er hinterher kam und es legte schon ab.
Er hatte sich die ganze Nacht eingeredet, dass es dafür eine logische Erklärung geben müsse, dass alles gut seie, er vielleicht eine bessere Ausrüstung hatte oder der Liebe wegen den Kampf aufgegeben hätte.
Doch Malachai machte sich nur etwas vor. Er war in seinen Augen eigendlich zu klug, um die Wahrheit zu verdrängen, es schon so früh wie möglich zu akzeptieren. Er wollte und konnte es nicht.
Er schloss langsam die Türe, der Bote erhoffte sich wohl noch ein Trinkgeld, doch an soetwas verschwendete er nun keinen Gedanken.
Er sah nur den Brief an, die Schrift verriet ihm schon, von wem er kam.
Langsam ging er nach vorne, nahm den Brieföffner von seinem Tisch und began vorsichtig das Schreiben zu öffnen.
Er nahm den Brief heraus, legte den Umschlag und den öffner wieder auf seinen Tisch und entfaltete das Pergament.
Er lass sich die Zeilen durch. Seine Augen huschten erst einmal, dann zweimal und ein drittes mal über das Schreiben.
Eine Träne rang aus seinem Auge, ein weiteres male leste er es sich durch, seine Hände zitterten nun umso schlimmer als vorher.
Seine Hände lösten sich, wie als wenn er sie nicht kontrollieren könnte und der Brief gleitete zu Boden. Dann sackte er selbst zusammen, fiel erst auf die Kante des Schreibtisches, sodass jener unter seinem Gewicht zusammen brach, dann auf die Knie und landete unsanft mit den Armen nahe des Briefes.
Er kniff die Augen zusammen, eine weitere Träne lief an jenen hinab, zu seiner Wange, darunter und auf den Boden.
Ein leises "Nein" ist zu vernehmen. Er will es nicht wahrhaben, doch sein inneres sagte ihm, dass es stimmt, dass Valion ihm niemals solch Zeilen schreiben würde, würde es nicht der Wahrheit entsprechen.
"Warum...warum nur...warum nimmt man mir jene, die mein Leben so sehr beeinflussten. Warum nimmt man mir jene, die meine Familie sind."
Er schlug mit aller Kraft auf den Boden. Wieder und wieder und seine Worte wurden Lauter, bis er förmlich schrie.
Das Holz auf dem Boden fing an zu splittern, während seine Hand langsam aber sicher anfing zu bluten.
"WARUM DU IDIOT.WARUM NUR MUSSTEST DU DAS MACHEN. WARUM VERLÄSST DU MICH AUF DIESE ART UND WEISE."
Weiteres hämmern auf den Boden ist zu vernehmen, mehrere Tränen entfliehen nun seinen zusammengekniffenen Augen.
Er dachte immer, dass man alles in der Welt regeln könnte, doch nun musste er abermals die bittere Erfahrung machen, dass der Tot unausweichlich bleibt.
Erst verlor er Stephanie, seine erste große Liebe.
Dann musste er selbst seine beste Freundin niederstrecken. Seine Freundin und seine Schwester Fiona, wie er herausfand und nun, nun nimmt sich sein bester Freund und sein Bruder, das Leben.
Er wusste, wie es um Valion steht, doch er wollte es nicht wahrhaben. Er hätte mehr tun können, er hätte es nicht einfach so ignorieren dürfen.
Wieder einmal muss Malachai sich die Schuld für den Tot eines für ihn wichtigen Menschen geben.
Mittlerweile war nun die ganze Hand mit Blut überzogen, sie schmerzte, doch war sie im Vergleich zu dem, was sein Herz für Schmerzen empfand, gar lachhaft und kaum bemerkenswert.
Malachai blickte noch einmal zum schreiben, als hoffte er, es wäre nur eine Illusion gewesen, ein böser Traum, aus dem er erwachen würde, doch dem war nicht so.
Es war zuviel für ihn, als er wie ein toter Körper zusammen brach, nun auf dem Bauch liegte und kaum atmete. Er riss sich die Maske vom Leib mit letzter Kraft, um besser Luft zu bekommen, drehte sich auf den Rücken und starrte an die Decke. Gedankenverloren, nicht im Stande zu überlegen oder gar seinen Körper noch zu beherrschen. Er brauchte Ruhe, geistige wie körperliche Ruhe. Er schloss langsam die Augen, eine Stimme sagte ihm, er solle Valion suchen, sich gewissheit holen, doch er war im Moment zu schwach und er brauchte jene Gewissheit nicht.
Er wusste:
Valion war Tot.
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Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Nebel... dichter feuchter Nebel. Es war noch nicht so kalt, das dieser ausblieb, aber auch nicht so warm, das ihn der Nebel nicht frösteln liess. Er hing in winzigen Tröpfchen gleich Diamanten an seinem Haar und in seinem Umhang, den er dicht um sich gelegt hatte.
Sich umschauend, klopfte er an die Türe. Der Ton hallte dumpf durch das Gebäude, aber nichts rührte sich. War er nicht zuhause? Vals Pferd mochte im Garten untergebracht sein... Von diesem sah er kaum etwas – der Nebel wurde hier draussen ausserhalb der Stadt dicht und Sichtbeschränkend wie ein Blizzard im tiefstem Winter.
Treibende Nebelschleier erweckten die Illusion von Bewegung und manches Mal ruckte sein Blick zur Seite, wenn man ihm auch sonst seine erhöhte Aufmerksamkeit nicht ansehen konnte. Doch wo die Augen versagten...
Die Geräusche von Hufen... er drehte den Blick und war erstaunt, nach einigem Blinzeln eine Gestalt zu Pferde im Nebel ausmachen zu können.
Die Huflaute verstummten und der Mann sass ab, nahm von ihm keine erkennbare Notiz. Konnte das Valion sein? Er war gewiss nicht so unvorsichtig, das er ihn nicht bemerkte... Aber da kam nichts von ihm. Cyrion blinzelte erstaunt, während der Mann in seinen Satteltaschen herum suchte und an Balions Postkasten ging. Ja... das musste Valion sein.
„Ach... Den Ahnen zum Grusse, Valion.“
„Grüss dich, Cyrion.“
Valion hatte ihn wohl doch bemerkt. Doch das war´s dann auch. Keine Nachfragen, wie es ihm ergangen war. Kein Angebot, aus dem kalten Nebel zu treten und sich zu einem geflegtem Bier hinzusetzen. Er interessierte er sich nicht für ihn. Seltsam, aber vielleicht war er einfach nur erschöpft? Seine Nackenhaare stellten sich auf, während er langsam zu ihm hintrat. Müdigkeit war kein Grund für Nachlässigkeit...
Er liess diesen Gedanken fallen, war er doch selbst auch nicht grad in hochform. Nicht erschöpft, aber wohl niedergeschlagen und besorgt. Die Finger legten sich auf die warmen Nüstern von Valions Pferd, während er zu diesen hinüber blickte. „Hmm... Unser gemeinsamer Freund hat noch recht lange ein Gespräch mit mir geführt. Aber das Einzige was bei rausgekommen ist, ist ein tiefer Wunsch in mir, ihm seinen Alatarglauben
rauszuprügeln und etwas Vernunft in seinen dicken Schädel“ Er seufzte schwer. Das 'Gespräch' war nicht angenehm gewesen... Er hatte Seiten an Khaz kennen gelernt, die er lieber nicht kennen gelernt hätte. Khaz, der das Leben der Rahaler hatte hinter sich lassen wollen. Khaz, der in seiner Burg das Werk der Rahaler fortführte – unnötig brutal wie die Rahaler es waren. Wenn Khaz behauptete, er würde anders sein, er würde nicht wie die Rahaler sein, er würde sich doch nur an die Gesetze halten und ein Eidbruch bedeutete halt... Ausreden... alles Ausreden. Cyrion wollte mit Valion, der Khaz länger kannte als er, darüber sprechen, doch nur nach wenigen Sätzen hielt er inne. Valion hörte nicht mal zu. Es interessierte ihn schlichtweg nicht. Das einzige, was Cyr zur Antwort bekam war ein gebrummtes 'Hmm...' Der hochgeschossene Krieger verengte die Augen und trat näher an seinen Freund heran.
„So still heute?“ fragte er leise.
Sein Gegenüber nickte nur. Irgendwas stimmte nicht mit ihm. Valion war selten still. Er war ein rauher Geselle, tatkräftig und mit klaren Meinungen.
„Was ist los?“ Fragte er, seine Augen auf den jüngeren Mann ruhen lassend. Er wirkte... seltsam. Keine Stimmung, die Cyrion von ihm kannte.
„Nichts bedeutungsvolles.“ Ruhig ausgesprochen, eher schon nebensächlich. Doch warum dann so erpicht an seinen Taschen arbeiten?
„Lüge.“ Gab der Rabenkrieger wieder, in etwa in derselben Tonlage wie Valion gesprochen hatte. Doch sein Blick wanderte zu der Tasche. Was mochte es sein, dass sein Freund ihn belog?
„Richtig.“ Er blinzelte. Lässig zugegeben, ohne Gewissensbisse. Er blickte wieder auf die Tasche. Was machte er da? Aber die Nebel und die Dunkelheit verbargen sein Tun. Was mochte es sein? Es musste sehr tatsächlich sehr bedeutungsvoll sein, sonst...
Er konfrontierte ihn mit seinen Gedanken, Gelassenheit zeigend, die er nicht fühlte. „Also. Was ist los?“
Der jüngere Krieger verschloss seine Taschen und zurrte sie wieder fest. „Entschulige. Ich muss weg.“
Die Augenbrauen hoben sich erstaunt. Er... liess ihn einfach stehen? Wieder trat er näher, den jungen Mann besorgt, wie ernst musternd. „Valion... Sag mir was los ist.“
„Ich habe noch etwas zu erledigen.“
„Und das wäre? Kann ich dir helfen?“ Er konnte sein Gesicht nicht mehr sehen, als der Mann auf sein Pferd stieg und ihm damit den Rücken zukehrte.
„Ähem nein... Ich muss nur einige Briefe verteilen.“
Unglauben machte sich ihn ihm breit... So absurd diese Erklärung, das es entweder die halbe Wahrheit war oder eine dreiste Lüge. Was konnte Valion dazu veranlassen, sowas von sich zu geben. War er in Schwierigkeiten? Was konnte es sein? Lamira kam ihm in den Sinn... Seine Brauen erhoben sich erschrocken wie auch sein Blick zu dem Reiter, welcher sich schon am abwenden war.
„Auf bald, Cyrion.“
Die veilchenblauen Augen durchdrangen ihn, als er erschrocken nachfrug: „Ist Lamira etwas passiert?!“
Der Krieger zügelte sein Pferd einen Moment, der Rücken gerade und der Blick abgewendet. „Nein... Aber mir.“ Womit er seinem Pferd die Hacken gab und lospreschte, in den Nebel hinein.
Kaum hatte Cyrion dies vernommen, löste er so rasch es ging die von Feuchtigkeit glatten Zügel und stieg auf, Valion hinterher preschend. Er lauschte den Hufen von Valions Pferd und blickte auf den Boden, auf der suche nach Spuren, doch bald schon musste er aufgeben. Der dichte Nebel hatte seinen Freund verschluckt.

Sein Herz schlug schwer in seiner Brust. Irgendetwas war vorgefallen, so sagte ihm sein Gefühl – so wie es ihm auch sagte, das er unbedingt Valion finden musste. Doch wo immer er hinritt – nach Varuna, Berchgard, nach Bajard – ja sogar in Rahal hatte er nach Valion ausschau gehalten und ihn gerufen, doch er war nirgends zu sehen gewesen. Viele Leute mochte er in dieser Nacht aus dem Schlaf gerissen haben... Doch er hatte ihn nicht gefunden. Er musste unverrichteter Dinge heimkehren... Einzig ein ungutes Gefühl blieb ihm, als er zum Turm hochging und dort sorgenvoll Ausschau hielt.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Nach und nach erschien ihn die Kraft. Er war nun bereit ihn zu suchen und seinen toten Körper nach Hause zu bringen und dann seinen Abschied vorzubereiten.
Er verband seine kaputte Hand, welche immer noch durch das schlagen auf den Boden mit blanker Faust blutete und schmerzte. Doch immer noch, gab es einen anderen Schmerz, der jenen Körperlichen überwog und so nimmt er es kaum als wahr an.
Er bestieg sein Ross und ritt los. Es wurde schon dunkel, das war kein Wunder, brauchte sein Körper einiges an Ruhe und Gedanken, um jene NAchricht zu verarbeiten.
Er ritt die Straße entlang, an der Wegkruezung durch den Wald und sah dann in Entfernung das Anwesen seines verstorbenen Bruders.
Doch was ist das?
Licht?
Aus dem Kamin steigt rauch?
Er blieb stehen, band sein Pferd an den Baum und schlich sich heran.
Ob Valion....Nein...er würde nicht solch Grausame Scherze treiben.
Er lauschte an die Tür. Stimmen von Frauen sind zu vernehmen und Malachai zog langsam sein Schwert.
Wer auch immer da drin war, er würde sich kaum als Freund darstellen.
Malachai klopfte an die Tür, doch lauschte weiter an jener, um die Schritte zu hören.
Nach wenigen Sekunden tat sich etwas, sie kamen näher und kurz bevor sie die Tür erreicht hatten, trat Malachai die Tür ein.
Die Person dahinter flog rücklings auf den Boden und rutschte gegen eine Statue, die daraufhin scheppernd zu Boden ging.
Malachai trat über die kaputte Tür, sein Schwert in ihre Richtung haltend und musterte sie.
vom Lärm angezogen kam eine zweite Frau aus der Küche. Sie zog ihr Zweihänder und stellte sich zwischen Malachai und der anderen Frau.
Sie schienen Schwestern zu sein. Eine gewisse Ähnlichkeit der beiden war klar zu erkennen. Doch was Malachai mehr ins Auge stach war, dass jene, die zu Boden ging, die ihr viel zu großen Sachen seines Bruders trugen.
Er forderte Erklärung. Jene Frau mit dem Schwerte stellte sich mehr als Stur und Malachai wüsste nicht, warum er sich jener nichgt einfach entledigen sollte, schliesslich war noch eine andere da, um ihn die Antworten zu geben, die er brauchte.
Doch nachdem er sagte, er seie der Bruder von Valion, schienen seine Worte anklang zu finden.
Die Schwerter wurden gesenkt, man ging in die Küche, und es kamen die Erklärungen.
Sie sagten, sie hätten Valion in Bajard kennen gelernt und seien von ihm ins Haus eingeladen worden. Sie schienen seinen Tot auch vorzuahnen und so schenkten sie ihm, nach ihren Aussagen, alle Freude, ehe er sich umbrachte.
Jene Frau, die die Kleidung Valions Trug ging zum Schrank und etwas in Tuch eingebundenes hervor. Sie legte das Tuch auseinander und je weiter es ging, desto blutiger wurde es, bis zu letzt ein Dolch erschien.
Valion soll sich mit jenen ins Herz gestochen haben, so war die Aussage.
Malachai forderte nun den Leichnahm und die Frau bat ihn, sie in das Untergeschoß zu begleiten.
Dort, unter der Treppe (es stank sehr nach Alkohol), war eine Mannsgroße Kiste.
Sie hatte mühe, jene hervor zubringen und Malachai packte mit seiner kaputten Hand an. Er öffnete jenen und zum Vorschein kam der tote Körper seines Bruders.
Er war in Alkohol getränkt, um der Verwesung vorzubeugen.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Mittwoch 18. Oktober 2006, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai kniete sich neben neben den Sarg und begutachtete seinen toten Bruder. Er hätte weinen können, doch es war kein guter Zeitpunkt.
Einen Dolchstoß ins Herz hiess es.
Er öffnete seine Kleidung von der Brust und sah eine große Wunde.
Groß?
Zu groß für einen einfachen Dolchstoß. Er steckte seine Finger in die Wunde. Geräusche von zerdrücktem Fleisch und herausquälendes Blut schreckten ihn nicht ab, denn er behielt recht.
Er drehte sich zu der Frau um, sein Blick wechselte von Eiskalt zu Zornentbrannt und fragte danach, wo sein Herz seie.
Jene erzählte ihm irgendeinen Humbuck über ein Ritual von dort, wo sie herkommen.
Darüber, dass man das Herz vom Körper trennt und es dann begräbt.
Malachai wollt, dass sie es zurück holte, doch jene gab nun an, dass es verbrannt und dann, als er die Asche forderte, sagte, sie seie im Meer verstreut, damit die Seele einklang ui Land, Wasser, Feuer und Luft erhalte.
Malachai´s Zweifel waren deutlich erkennbar, doch was sollte es bringen. Hätten sie das Herz, sie würden es wohl nicht freiwillig heraus geben und so beschloss er, nach jenen Ritualen zu forschen und dann, wenn er nichts darüber findet, die beiden erneut aufzusuchen.
Der Leichnahm musste nun heraus. Die Frau gab ihm Decken und er legte jenen Körper vorsichtig in diese hinein.
Dann stieg er nach oben.
Ihre Schwester war immer noch nicht gut auf ihn zu sprechen, doch das interessierte ihn herzlichst wenig.
In seinen Augen waren diese Frauen nichts weiter als Frauen, die sich für bestimmte Gaben gerne bezahlen lassen...also sollten sie ihre Bezahlung bekommen.
Er fragte, mit welchem Recht sie nun hier wohnen würden und erklärte, dass wenn einer Anspruch auf das Haus erhebt, sie vor Gericht keine Chance hätten, zu gewinnen.
Sie sahen seine Worte ein und Malachai tat nun etwas, wo er nicht wusste, warum er dieses tat.
Er holte ein Pergament und eine Feder und schrieb etwas auf.
Er rollte jenes zusammen und gab es einen der Schwestern.
Jene lass es sich durch und ihr wurde schnell klar, dass das Pergament eine Hausübertragung war.
Malachai, als Bruder Valion Tal, vermachte das Haus jenen beiden Frauen.
Er redete sich ein, dass sie ja für ihre Dienstleistungen bezahlt werden müssten. Doch vielleicht war es auch nur ein kleiner Dank dafür, dass sie den Leichnahm seines Bruders nicht einfach den Wölfen überlassen hatten.
Er hob jenes Bündel, nach Alkohol stinkend, hoch und stieg über die zertretene Tür, ging hinaus und packte es auf sein Pferd, ehe er im dunkeln der Nacht verschwand. Den rufen der erzürnten Schwester kaum hörend, nur froh, dass er seinem Bruder die letzte Ehre erweisen kann.
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Naina Naphisthim

Beitrag von Naina Naphisthim »

Herz…
Das Herz…
-Vals- Herz!
Ruhig ruhte es in einem Glasbehälter in der Kommode, nahe den vielen, zurückgebliebenen Nahrungsmitteln. In Alkohol eingelegt, wie der Besitzer…
Das Herz…
Die Naphisthim Zwillinge wussten das ihr Meister jenen Besitzer, jenen… toten Besitzer kannte. Er schien interessiert, so jene zwei von ihrer Geschichte berichteten. Interessiert, doch vermochte man herauszuhören, dass beide sich nicht wohl gesonnen warden…
Hingegeben... Niemals, es wäre nicht der Tradition angemessen sich einem Manne befleckt hinzugeben, warum sollte also jener Sterbende der ihre sein? Wahrlich nicht...
Jener welcher ward auserkohren. Ihr Meister, jener, welcher sie führen sollte durch das Leben. Es ward so Brauch... in ihrer Heimat.
Ritter der schwarzen Katze...

Tatsächlich vermochte man in ihrer Heimat, dem tiefen Südwesten, Riten jener Art durchführen, welche Naina dem werten Bruder Vals auftischte. Das Herz dem verstorbenem Leibe entnehmen… Es verbrennen und so Teile der Asche gen Luft, Meer, Feuer und Erde zurückzugeben. Ein ausgewachsener Leib verrottete zu langsam, als das das Sein des Herzens rechtzeitig der allmächtigen Mutter übergeben werden konnte und befreit ward vom irdischen sein.
Der Bruder… Malachai sein Name, hätte sie wohl alsgleich an Ort und Stelle hingerichtet, so sie zugegeben hätte, dass jenes Herz nicht auf dem Pfade in die Ewigkeit sei, sondern gar im Alkoholbad auf die Übergabe an ihren Meister neben den frischen Kirschen wartete.
Doch sei es drum… Er ging… Das Haus ward offiziell das ihre und ein Relikt jenes Selbstmörders wartete nun sehnsüchtig darauf, an ihren Meister Rasakar übergeben zu werden.
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