Schwangerschaft - Lebensbeginn oder Lebensende?
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Alassea
Schwangerschaft - Lebensbeginn oder Lebensende?
Immer öfter stand sie am Grab von Elias. Stand einfach nur da und blickt über den Stein hinweg zum Meer. Innerlich in ihrem Herzen und in Gedanken sprach sie dann immer mit Elias. Gedanken die sie sich oftmals gar nicht auszusprechen wagte, die ihr Angst machten und vor denen sie sich versuchte zu verschliessen. Serendo klang so optimistisch, sie wollte, nein sie wünschte sie wäre genauso. Manchmal wenn sie so da stand und zwisprache mit dem toten Elias hielt, lachte sie, manchmal sprach sie auch laut zu ihm, manchmal weinte sie auch nur, oder schlug auf den Stein ein.
Ende des 6ten Mondes war sie jetzt und fühlte sich eher wie an einer Kutsche gebunden und hinterhergschleift, wie ein Sack Kartoffeln. Manchmal stand sie auch einfach vor Ronyas Zelt und tat in Gedanken so, als würde sie mit ihr reden, sich Rat holen. Sie versuchte sich auszumalen was Ronya ihr sagen würde. Sie hatte sich sogar aufgerafft und hatte Sorcha einen Brief geschrieben, aber irgendwie hatte sie da Angst gehabt zuviel von sich zu sagen, zuviel preis zu geben.
Manchmal stand sie auch da und dachte einfach nur über die Schwestern nach, über Zera, Xinthra, Kyra und Ronya und Marye und July. Serendo hatte ihr gesagt das sie viel spazieren gehen solle, damit das Baby sich wieder richtig herum drehte, unbewusst hielt sie dabei auch Ausschau nach Lyna, die sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Dabei dachte sie an das letzte richtige Gespräch das sie und Ronya hatten. Sie sah noch Ronyas Gesicht vor sich als sie ihr gestand das sie befürchte dass sie die Geburt nicht überleben würde. Das erstemal seit Wochen hatte sie da ernsthaft ihren Gefühlen, Ängsten und Sorgen freien Lauf gelassen. Sie erfuhr aber auch von Ronya einiges was sie nachdenklich stimmte.
Wiedereinmal wischte sie sich durch das Gesicht und wendete sich um zum Lager. Ihr war nicht nach reden mit Elias zumute, aber auch mit sonst keinem. Sie versuchte ihre Gedanken zu sortieren, was ihr so rein gar nicht gelingen wollte und das machte sie depressiv.
[Beteiligung der mit betroffenen Chars der Story erwünscht]
Ende des 6ten Mondes war sie jetzt und fühlte sich eher wie an einer Kutsche gebunden und hinterhergschleift, wie ein Sack Kartoffeln. Manchmal stand sie auch einfach vor Ronyas Zelt und tat in Gedanken so, als würde sie mit ihr reden, sich Rat holen. Sie versuchte sich auszumalen was Ronya ihr sagen würde. Sie hatte sich sogar aufgerafft und hatte Sorcha einen Brief geschrieben, aber irgendwie hatte sie da Angst gehabt zuviel von sich zu sagen, zuviel preis zu geben.
Manchmal stand sie auch da und dachte einfach nur über die Schwestern nach, über Zera, Xinthra, Kyra und Ronya und Marye und July. Serendo hatte ihr gesagt das sie viel spazieren gehen solle, damit das Baby sich wieder richtig herum drehte, unbewusst hielt sie dabei auch Ausschau nach Lyna, die sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Dabei dachte sie an das letzte richtige Gespräch das sie und Ronya hatten. Sie sah noch Ronyas Gesicht vor sich als sie ihr gestand das sie befürchte dass sie die Geburt nicht überleben würde. Das erstemal seit Wochen hatte sie da ernsthaft ihren Gefühlen, Ängsten und Sorgen freien Lauf gelassen. Sie erfuhr aber auch von Ronya einiges was sie nachdenklich stimmte.
Wiedereinmal wischte sie sich durch das Gesicht und wendete sich um zum Lager. Ihr war nicht nach reden mit Elias zumute, aber auch mit sonst keinem. Sie versuchte ihre Gedanken zu sortieren, was ihr so rein gar nicht gelingen wollte und das machte sie depressiv.
[Beteiligung der mit betroffenen Chars der Story erwünscht]
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Xinthra
Armes Mädel, dachte Xinthra bei sich jedesmal, wenn Alassea wieder das Lager verließ. Inzwischen wusste sie genau, wo diese war wenn sie im Vorbeigehen meinte, sie ginge spazieren.
Ob es gut war, wenn sie dauernd zu diesem Grab ging? Für den Moment vielleicht, aber sie sollte doch wie Ronya sich irgendwann einmal damit abfinden, dass das Leben nun mal ein Ende hat, auch wenn es vorzeitig eintrifft.
Eines Abends, es mochte der Abend gewesen sein nach dem Sturm an Vorwürfen, der die Gefährtinnen regelrecht erschüttert hatte, fiel sie Xinthra bitterlich weinend in die Arme. Überrascht von der plötzlichen Zutraulichkeit, nachdem gestern noch die Welt krumm stand, legte sie ihre Arme um die kleine Heilerin und versuchte, sie zu beruhigen. Alsbald spürte sie die Tränen durch ihr Hemd sickern. Xinthra vergaß den Wunsch, mit ihr noch wegen des Vortages sprechen zu wollen.
Genug der Vorwürfe dachte sie sich. Und wahrlich, das Herz dieser kleinen, sonst so starken Frau musste Tonnen wiegen und von mehreren starken Pferden gezerrt werden. Nur ein verzweifelter Versuch, das kleine Persönchen zu beruhigen, legte sie ihre Hände auf deren verheulte Wangen, hob deren Kopf an, schaute ihr ins Gesicht und legte ein sanftes Lächeln auf.
Momente später lagen sich beide immer noch in den Armen, sprachen nicht, diese Situation benötigte auch kein Gespräch.
Ob es gut war, wenn sie dauernd zu diesem Grab ging? Für den Moment vielleicht, aber sie sollte doch wie Ronya sich irgendwann einmal damit abfinden, dass das Leben nun mal ein Ende hat, auch wenn es vorzeitig eintrifft.
Eines Abends, es mochte der Abend gewesen sein nach dem Sturm an Vorwürfen, der die Gefährtinnen regelrecht erschüttert hatte, fiel sie Xinthra bitterlich weinend in die Arme. Überrascht von der plötzlichen Zutraulichkeit, nachdem gestern noch die Welt krumm stand, legte sie ihre Arme um die kleine Heilerin und versuchte, sie zu beruhigen. Alsbald spürte sie die Tränen durch ihr Hemd sickern. Xinthra vergaß den Wunsch, mit ihr noch wegen des Vortages sprechen zu wollen.
Genug der Vorwürfe dachte sie sich. Und wahrlich, das Herz dieser kleinen, sonst so starken Frau musste Tonnen wiegen und von mehreren starken Pferden gezerrt werden. Nur ein verzweifelter Versuch, das kleine Persönchen zu beruhigen, legte sie ihre Hände auf deren verheulte Wangen, hob deren Kopf an, schaute ihr ins Gesicht und legte ein sanftes Lächeln auf.
Momente später lagen sich beide immer noch in den Armen, sprachen nicht, diese Situation benötigte auch kein Gespräch.
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Serendo Radil
Viele neue Eindrücke hatte er als er zum ersten male durch das Tor der Gefährtinnen ging und ihr Lager betrat. Es war für ihn recht ungewöhnlich eine Gemeinschaft nur aus Frauen bestehend zu sehen. Und doch wandten sie sich an Serendo.
Gerne bot er auch seine Hilfe an. Versucht er doch stehts dort seine Hilfe anzubieten, wo sie auch herzlich angenommen wird.
Jedoch war es diesmal etwas anderes, etwas neues für ihn. Serendo war es gewöhnt und hoch geschult, Wunden und Vergiftungen zu versorgen und zu heilen. Doch eine Schwangere Frau zu versorgen und zu behandeln war für doch schon etwas Ungewohntes.
Der Druide wollte und konnte sie jedoch nicht enttäuschen. So sammelte er seine ganzen Gedanken und sein Wissen, was er sich über die Jahre angeeignet hatte.
Auch viel es ihm nicht schwer zu sehen, welche Last Alassea trug.
Während seiner Untersuchung wurde ihm das immer deutlicher. Das Ungeborene war für den 6. Mondlauf schon ungewöhnlich groß. Und zu allem Übel erschwerte Alassea es noch , dass das Kind quer lag.
Es brauchte nicht lange und alle ahnten es wohl auch. Alassea würde noch eine schwere Zeit haben bis sie es ausgetragen hat.
Doch um ihnen keine falschen Ratschläge zu geben, suchte er auch noch eine andere Meinung auf.
So unterhielt er sich mit seinem Mentor, welcher ihm viel über jenen Lebensweg erzählen konnte. War es auch nicht ungewöhnlich. Hatte er schon einige Jahre auf den Buckel.
Aufmerksam nahm er seine Unterweisungen und Ratschläge auf, welche er an Alassea und ihre Gefährtinnen weiter gab.
Serendo nahm das Vertrauen, welches die Gefährtinnen in ihn steckten, sehr ernst. Und berührte ihm auch der Lebensweg Alassea´s.
So spendete er ihr nicht seine heilenden Fähigkeiten, sondern auch sein Gehör. Dieses brauchte Alassea ebenso, wie ihre Versorgung und Beratung.
Der Druide würde Sie nun wohl des öfteren Besuchen und nach ihrem Wohlbefinden sehen.
Möge der Segen Mutters ihr auf ihren Weg wärme, Gesundheit und Geborgenheit schenken.
Gerne bot er auch seine Hilfe an. Versucht er doch stehts dort seine Hilfe anzubieten, wo sie auch herzlich angenommen wird.
Jedoch war es diesmal etwas anderes, etwas neues für ihn. Serendo war es gewöhnt und hoch geschult, Wunden und Vergiftungen zu versorgen und zu heilen. Doch eine Schwangere Frau zu versorgen und zu behandeln war für doch schon etwas Ungewohntes.
Der Druide wollte und konnte sie jedoch nicht enttäuschen. So sammelte er seine ganzen Gedanken und sein Wissen, was er sich über die Jahre angeeignet hatte.
Auch viel es ihm nicht schwer zu sehen, welche Last Alassea trug.
Während seiner Untersuchung wurde ihm das immer deutlicher. Das Ungeborene war für den 6. Mondlauf schon ungewöhnlich groß. Und zu allem Übel erschwerte Alassea es noch , dass das Kind quer lag.
Es brauchte nicht lange und alle ahnten es wohl auch. Alassea würde noch eine schwere Zeit haben bis sie es ausgetragen hat.
Doch um ihnen keine falschen Ratschläge zu geben, suchte er auch noch eine andere Meinung auf.
So unterhielt er sich mit seinem Mentor, welcher ihm viel über jenen Lebensweg erzählen konnte. War es auch nicht ungewöhnlich. Hatte er schon einige Jahre auf den Buckel.
Aufmerksam nahm er seine Unterweisungen und Ratschläge auf, welche er an Alassea und ihre Gefährtinnen weiter gab.
Serendo nahm das Vertrauen, welches die Gefährtinnen in ihn steckten, sehr ernst. Und berührte ihm auch der Lebensweg Alassea´s.
So spendete er ihr nicht seine heilenden Fähigkeiten, sondern auch sein Gehör. Dieses brauchte Alassea ebenso, wie ihre Versorgung und Beratung.
Der Druide würde Sie nun wohl des öfteren Besuchen und nach ihrem Wohlbefinden sehen.
Möge der Segen Mutters ihr auf ihren Weg wärme, Gesundheit und Geborgenheit schenken.
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Alassea
Sie genoss die Besuche von Serendo. Es waren nicht die Untersuchungen sondern seine ruhe Art an die Dinge ran zu gehen. Er stellte ihr Fragen die sie erstmalig wirklich zum Nachdenken brachte. Sie mochte seine ruhige Nähe und seine Art wie er sie zum Lächeln bringen konnte. Alleine der Satz
Dann werde ich Ronya eine Anweisung geben zu deinem Wohl und dem Kinde sollen deine Schwestern tägliche Streicheleinheiten deinem Bauch, damit deiner Seele und dem Kind geben.
Hell musste sie da auflachen. Sie musste sich da aber auch eingestehen, dass sie seit Elias weg war es vermisste wenn jemand den sie liebte am Bauch lauschte und sanft drüber strich. Mit anderen Worten, sie vermisste den Mann an ihrer Seite, schlicht und ergreifend Elias. Zum Trauern hatte sie gar keine Zeit. Tajara hatte sie gefragt wie oder wann sie trauern würde. Alassea hatte geantwortet
Gar nicht .... er wird für mich niemals tot sein... wenn ihr alle schlaft bin ich bei ihm und rede mit ihm.
Was hätte sie auch antworten sollen? Sollte sie sagen dass sie Nachts weinend am Grab hockte? Oder sollte sie sagen, dass sie vor Angst innerlich einfach nur verging? Sie sehnte sich nach Elias, klar, aber sie wollte noch lange nicht sterben um bei ihm sein zu können, aber vielleicht würde sie es bald sein. Das machte ihr einfach nur Angst. Korghans Frage ob sie "Es" lieben würde warf sie erstmal aus der Bahn und törichterweise fragte sie
Was.... das da?
Sicher liebte sie das Ungeborene aber sie konnte es nicht beim Namen nennen. Sie konnte doch nicht dem Ungeborenen einen Namen geben ohne zu wissen was es würde. Sie konnte auch nicht das Baby sagen, denn es war noch nicht geboren und für sie damit einfach noch kein Baby. Sie versuchte den Tag zu leben wie er war. Dennoch merkte sie selber wie ungeniessbar sie wurde, einzig aus ihrer Angst heraus. Wollte sie unbewusst alle gegen sich bringen, um wenigstens keine weinende Gesichter zu hinterlassen wenn sie sterben würde? Sie wusste es nicht, aber darüber nachzudenken brachte ihr so manch schlaflose Nacht. Nächte in denen sie sich so lange herumwälzte bis sie aufstand und zum Grab ging. Lautlos in Gedanken sprach sie dann dort
Du hättest nie gehen sollen Liebster. Weist du auch warum? Weil wir dich noch brauchen. Ihr Männer macht es euch immer leicht. Sobald es irgendwie nach Ärger riecht haut ihr ab und wenn ihr euch dafür in den Tod stürzt, hauptsache ihr habt eure verdammte Ruhe. Ich glaube manchmal ihr wisst gar nicht was wir Frauen für euch alles tun. Wärend ihr in der Kneipe sitzt und euch betrinkt sind wir es die euch den ganzen Ärger vom Hals halten. Manchmal hasse ich euch einfach nur Abgrundtief. Ich wünschte ich könnte an dich gelehnt sein und einfach nur vor mich herdenken, schweigend deine Nähe geniessen können, aber auch dadrin hast du es dir leicht gemacht. Lieber tod sein als eine schwangere Frau mit ihren Launen hä? Ich habe Marel gesagt dass du uns für immer verlassen hast. Was hätte ich tun sollen? Ihne Jahrelang belügen? So leicht mache ich es dir nicht nur weil du tot bist. Er sagte das er nicht mehr an dich denken würde weil du ja gegangen bist und nie da bist, also sagte ich ihm das du auch nie mehr wieder kommen würdest und habe ihn dein Grab gezeigt. Nichtmal selber dir ein Grab schaufeln konntest du, wieder leicht gemacht hä? Ihr Männer seid allesamt schlichtweg FEIGE. Aber glauib mal sollte ich in drei Monden zu dir stossen trete ich dir in deinen hübschen Hintern bis du nichtmal mehr im Tot noch sitzen kannst. Du fehlst mir Elias. Du wirst mir immer fehlen. Ich habe die Trümmer deines Schiffes gefunden und kann mir zumindes ein wenig denken was geschehen ist und eigendlich weis ich ja, dass du nicht mit Absicht gestorben bist, aber manchmal macht es mich einfach nur stinkwütend. Ich sitze hier und habe einen Ärger nach dem anderen, mache mir Sorgen um jede einzelne Schwester und habe nichtmal mehr einen Mann an meiner Seite mit dem ich darüber reden kann, an den ich mich anlehnen kann wenn es mir Morgends schlecht geht.
Dann werde ich Ronya eine Anweisung geben zu deinem Wohl und dem Kinde sollen deine Schwestern tägliche Streicheleinheiten deinem Bauch, damit deiner Seele und dem Kind geben.
Hell musste sie da auflachen. Sie musste sich da aber auch eingestehen, dass sie seit Elias weg war es vermisste wenn jemand den sie liebte am Bauch lauschte und sanft drüber strich. Mit anderen Worten, sie vermisste den Mann an ihrer Seite, schlicht und ergreifend Elias. Zum Trauern hatte sie gar keine Zeit. Tajara hatte sie gefragt wie oder wann sie trauern würde. Alassea hatte geantwortet
Gar nicht .... er wird für mich niemals tot sein... wenn ihr alle schlaft bin ich bei ihm und rede mit ihm.
Was hätte sie auch antworten sollen? Sollte sie sagen dass sie Nachts weinend am Grab hockte? Oder sollte sie sagen, dass sie vor Angst innerlich einfach nur verging? Sie sehnte sich nach Elias, klar, aber sie wollte noch lange nicht sterben um bei ihm sein zu können, aber vielleicht würde sie es bald sein. Das machte ihr einfach nur Angst. Korghans Frage ob sie "Es" lieben würde warf sie erstmal aus der Bahn und törichterweise fragte sie
Was.... das da?
Sicher liebte sie das Ungeborene aber sie konnte es nicht beim Namen nennen. Sie konnte doch nicht dem Ungeborenen einen Namen geben ohne zu wissen was es würde. Sie konnte auch nicht das Baby sagen, denn es war noch nicht geboren und für sie damit einfach noch kein Baby. Sie versuchte den Tag zu leben wie er war. Dennoch merkte sie selber wie ungeniessbar sie wurde, einzig aus ihrer Angst heraus. Wollte sie unbewusst alle gegen sich bringen, um wenigstens keine weinende Gesichter zu hinterlassen wenn sie sterben würde? Sie wusste es nicht, aber darüber nachzudenken brachte ihr so manch schlaflose Nacht. Nächte in denen sie sich so lange herumwälzte bis sie aufstand und zum Grab ging. Lautlos in Gedanken sprach sie dann dort
Du hättest nie gehen sollen Liebster. Weist du auch warum? Weil wir dich noch brauchen. Ihr Männer macht es euch immer leicht. Sobald es irgendwie nach Ärger riecht haut ihr ab und wenn ihr euch dafür in den Tod stürzt, hauptsache ihr habt eure verdammte Ruhe. Ich glaube manchmal ihr wisst gar nicht was wir Frauen für euch alles tun. Wärend ihr in der Kneipe sitzt und euch betrinkt sind wir es die euch den ganzen Ärger vom Hals halten. Manchmal hasse ich euch einfach nur Abgrundtief. Ich wünschte ich könnte an dich gelehnt sein und einfach nur vor mich herdenken, schweigend deine Nähe geniessen können, aber auch dadrin hast du es dir leicht gemacht. Lieber tod sein als eine schwangere Frau mit ihren Launen hä? Ich habe Marel gesagt dass du uns für immer verlassen hast. Was hätte ich tun sollen? Ihne Jahrelang belügen? So leicht mache ich es dir nicht nur weil du tot bist. Er sagte das er nicht mehr an dich denken würde weil du ja gegangen bist und nie da bist, also sagte ich ihm das du auch nie mehr wieder kommen würdest und habe ihn dein Grab gezeigt. Nichtmal selber dir ein Grab schaufeln konntest du, wieder leicht gemacht hä? Ihr Männer seid allesamt schlichtweg FEIGE. Aber glauib mal sollte ich in drei Monden zu dir stossen trete ich dir in deinen hübschen Hintern bis du nichtmal mehr im Tot noch sitzen kannst. Du fehlst mir Elias. Du wirst mir immer fehlen. Ich habe die Trümmer deines Schiffes gefunden und kann mir zumindes ein wenig denken was geschehen ist und eigendlich weis ich ja, dass du nicht mit Absicht gestorben bist, aber manchmal macht es mich einfach nur stinkwütend. Ich sitze hier und habe einen Ärger nach dem anderen, mache mir Sorgen um jede einzelne Schwester und habe nichtmal mehr einen Mann an meiner Seite mit dem ich darüber reden kann, an den ich mich anlehnen kann wenn es mir Morgends schlecht geht.
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Xinthra
Wie sehr musste Alassea ihn vermissen, selbst jetzt oder gerade deshalb weil er eingetroffen war. Tot zwar, aber für Alassea anscheinend lebendig wie eh und je, so oft wie sie ihn besuchen ging. Man hörte sie schreien, sah sie weinen, keine der Schwestern wagte es, sich einzumischen. Erschöpft wie von einem Dauerlauf kehrte sie wieder, dreckige Hände, verheultes Gesicht und stapfte erst einmal an den Schwestern vorbei. Jede wusste bescheid und schwieg. Es bedurfte keiner Worte. Doch man konnte die Gedanken schwirren sehen.
Xinthra konnte nicht in die Köpfe der anderen Schwestern hinein schauen, aber sie wusste, dass alle die kleine Heilerin verstünden. Wer hatte schon das Pech, als Hochschwangere Frau den Vater ihres Kindes zu verlieren, nach seiner langen Abwesenheit zuerst zu hören, dass er tot sei. Nun war sie allein mit ihrem Sohn, der ihr noch lange keine gute Stütze sein konnte und einer Menge Schwestern, von denen welche dauernd an ihr herum meckerten.
Doch eines war klar: Keine von ihnen würde ihren Elias je ersetzen können. Man konnte vielleicht versuchen, sie zu verstehen und ihr den ärgsten Kummer zu nehmen.
"Ich hab mir Sorgen um dich gemacht" hatte sie zu Xinthra gesagt, als diese vom Gespräch mit Eldir wiederkehrte. Die Kriegerin war baff, im ersten Moment, doch dann umarmte sie Alassea, und bemerkte wie diese sich an sie schmiegte und gar einige Tränen aus ihren Augen flossen. "Ich will niemanden von euch verlieren" wimmerte sie, während Xinthra ihr über das Haar strich und mit den Fingerspitzen der anderen Hand über ihren Rücken. Eine ganze Weile dauerte es, bis sie sich wieder beruhigte.
Unfähig sich zu bewegen, hievte Xinthra die werdende Muttervom Boden hoch, trug sie auf ihren Armen und legte sie in ihr Bett, blieb dort so lange sitzen, bis Alassea eingeschlafen war.
Xinthra konnte nicht in die Köpfe der anderen Schwestern hinein schauen, aber sie wusste, dass alle die kleine Heilerin verstünden. Wer hatte schon das Pech, als Hochschwangere Frau den Vater ihres Kindes zu verlieren, nach seiner langen Abwesenheit zuerst zu hören, dass er tot sei. Nun war sie allein mit ihrem Sohn, der ihr noch lange keine gute Stütze sein konnte und einer Menge Schwestern, von denen welche dauernd an ihr herum meckerten.
Doch eines war klar: Keine von ihnen würde ihren Elias je ersetzen können. Man konnte vielleicht versuchen, sie zu verstehen und ihr den ärgsten Kummer zu nehmen.
"Ich hab mir Sorgen um dich gemacht" hatte sie zu Xinthra gesagt, als diese vom Gespräch mit Eldir wiederkehrte. Die Kriegerin war baff, im ersten Moment, doch dann umarmte sie Alassea, und bemerkte wie diese sich an sie schmiegte und gar einige Tränen aus ihren Augen flossen. "Ich will niemanden von euch verlieren" wimmerte sie, während Xinthra ihr über das Haar strich und mit den Fingerspitzen der anderen Hand über ihren Rücken. Eine ganze Weile dauerte es, bis sie sich wieder beruhigte.
Unfähig sich zu bewegen, hievte Xinthra die werdende Muttervom Boden hoch, trug sie auf ihren Armen und legte sie in ihr Bett, blieb dort so lange sitzen, bis Alassea eingeschlafen war.
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Alassea
Erschöpft vom Tag sass sie Nachts, es war schon nach der ersten Morgenstunde, an ihrem Labortisch. Sie sass einfach da, blickte in die Flamme ihrer Kerze des Kochers und lauschte dem ruhigen Atem ihres Sohnes Marel. Seit er erfuhr das sein, im Grunde, Vater tot ist, schlief er immer bei ihr. Sie liess ihn gewähren, denn sie kannte diese Angst. Immer wenn eine Schwester früher starb hatte sie sich gewünscht sich an jemanden kuscheln zu können und die Angst im Herzen einfach nur wegwerfen zu können. Das Gefühl auf einmal alleine zu sein hinter zu lassen, doch sowas gab es damals nicht, sie sass immer alleine in ihrer Hütte und starrte die fensterlosen Wände an. Jetzt sass sie wieder alleine da und blickt von der Kerzenflamme zum Vorhang, hinter dem Marel schlief. Sie dachte über den Abend nach. Una und sorcha waren dagewesen und es hatte sie innerlich aufgewühlt. Alassea konnte sich denken wie Una sich fühlte, Sorcha hatte ruhig, unnahbar und still dabei gesessen, gewirkt als wäre ihr das alles irgendwie egal gewesen. Aber Alassea würde lügen wenn sie das von ihrer Schwester denken würde. Innerlich fühlte Sorcha sich bestimmt nicht anders als Alassea oder doch nicht?
Leise seufzte sie und kontrollierte zum xten Male ihre Kräuter. Sie verspürte keine Lust zu mischen und eigendlich auch nichtmal zum Nachdenken.
Gib nicht einfach auf Alassea
Hatte Una gesagt und kurz huschte genau dieser Gedanke durch Alassea's Kopf. Aufgeben, Ruhe und Stille empfangen, so wie schon einmal. Doch dann schoss ein einziger Name durch ihren Kopf und sie schob den Gedanken ans Aufgeben beiseite. Wie konnte sie auch nur eine Sekunde an solchen Gedanken verschwenden? Hatte sie hier bei Ronya nicht alles was sie brauchte? Schwestern, Freunde, Menschen die da waren wenn sie nur endlich ihren Mund aufbekommen würde und sagen würde was sie dachte und fühlte? Sie hatte ein Dach über den Kopf, immer frisches warmes Essen, jede brachte Kräuter für sie rein, und wenn sie rief oder auf einfach nur hallo sagte sprachen sie mit ihr. Wenn sie so dasass und über sich nachdachte, dann erschien sie selber sich irgendwie unnahbar, umgeben von einer eigenen Mauer.
Sanft huschte ihr Blick in die Richtung in der Ronya schlief. Als sie Marel auf dem Schoss hatte, hatte ronya wehmütig dreingesehen und Alassea blickte sie an als wollte sie sich bei Ronya entschuldigen, entschuldigen dafür das sie Marel hatte, entschuldigen dafür das Ronya Miki nicht mehr hatte, entschuldigen dafür das sie es genoss ihren Sohn zu haben, entschuldigen dafür glücklich zu sein sobald sie den warmen Kinderkörper an sich spürte. Ronya war in ihr Zelt gegangen und Alassea war ihr einige Zeit später gefolgt, doch schlief Ronya schon und wissend dass Ronya einen leichten Schlaf hatte, wie immer, deckte sie jene ordendlich sanft zu und strich ihr eine Strähne aus der Stirn. Leise flüsterte sie
Es tut mir leid Ronya, so unendlich leid. Wenn ich könnte würde ich dir sofort Miki zurück holen, ihn dir in deinen Arm legen. Ich würde dafür freiwillig sterben nur damit du wieder glücklich sein kannst. Nichts in meinem Leben ist mir wichtiger als dich und meine Kinder glücklich zu sehen.
Danach verliess sie leise Ronyas Zelt und zeigte Marim alles was es zu zeigen gab im Fort der Gefährtinnen. Jetzt beim nachdenken des Tages weinte sie ohne es zu merken. Hier in ihrem Zimmer war sie sicher, hier sah sie niemand ausser Marel, hier fragte sie niemand was los sei. Eine Frage die ihr immer das Gefühl gab sich verschliessen zu müssen, eine Frage die sie hasste. Noch lange sass sie da am Tisch ehe sie sich erhob und mit einem strampelnden Bauch neben Marel sich kuschelte, ihn fest und doch sehr sanft an sich ziehend ohne ihn zu wecken und so mit ihm im Arm schlief sie irgendwann ein.
Leise seufzte sie und kontrollierte zum xten Male ihre Kräuter. Sie verspürte keine Lust zu mischen und eigendlich auch nichtmal zum Nachdenken.
Gib nicht einfach auf Alassea
Hatte Una gesagt und kurz huschte genau dieser Gedanke durch Alassea's Kopf. Aufgeben, Ruhe und Stille empfangen, so wie schon einmal. Doch dann schoss ein einziger Name durch ihren Kopf und sie schob den Gedanken ans Aufgeben beiseite. Wie konnte sie auch nur eine Sekunde an solchen Gedanken verschwenden? Hatte sie hier bei Ronya nicht alles was sie brauchte? Schwestern, Freunde, Menschen die da waren wenn sie nur endlich ihren Mund aufbekommen würde und sagen würde was sie dachte und fühlte? Sie hatte ein Dach über den Kopf, immer frisches warmes Essen, jede brachte Kräuter für sie rein, und wenn sie rief oder auf einfach nur hallo sagte sprachen sie mit ihr. Wenn sie so dasass und über sich nachdachte, dann erschien sie selber sich irgendwie unnahbar, umgeben von einer eigenen Mauer.
Sanft huschte ihr Blick in die Richtung in der Ronya schlief. Als sie Marel auf dem Schoss hatte, hatte ronya wehmütig dreingesehen und Alassea blickte sie an als wollte sie sich bei Ronya entschuldigen, entschuldigen dafür das sie Marel hatte, entschuldigen dafür das Ronya Miki nicht mehr hatte, entschuldigen dafür das sie es genoss ihren Sohn zu haben, entschuldigen dafür glücklich zu sein sobald sie den warmen Kinderkörper an sich spürte. Ronya war in ihr Zelt gegangen und Alassea war ihr einige Zeit später gefolgt, doch schlief Ronya schon und wissend dass Ronya einen leichten Schlaf hatte, wie immer, deckte sie jene ordendlich sanft zu und strich ihr eine Strähne aus der Stirn. Leise flüsterte sie
Es tut mir leid Ronya, so unendlich leid. Wenn ich könnte würde ich dir sofort Miki zurück holen, ihn dir in deinen Arm legen. Ich würde dafür freiwillig sterben nur damit du wieder glücklich sein kannst. Nichts in meinem Leben ist mir wichtiger als dich und meine Kinder glücklich zu sehen.
Danach verliess sie leise Ronyas Zelt und zeigte Marim alles was es zu zeigen gab im Fort der Gefährtinnen. Jetzt beim nachdenken des Tages weinte sie ohne es zu merken. Hier in ihrem Zimmer war sie sicher, hier sah sie niemand ausser Marel, hier fragte sie niemand was los sei. Eine Frage die ihr immer das Gefühl gab sich verschliessen zu müssen, eine Frage die sie hasste. Noch lange sass sie da am Tisch ehe sie sich erhob und mit einem strampelnden Bauch neben Marel sich kuschelte, ihn fest und doch sehr sanft an sich ziehend ohne ihn zu wecken und so mit ihm im Arm schlief sie irgendwann ein.
- Sorcha Llastobhar
- Beiträge: 84
- Registriert: Sonntag 7. Oktober 2012, 17:37
Sie hatte geschwiegen, die meiste Zeit. Im Gegensatz zu der völlig aufgelösten und durchwühlten Una, die auch keinen Hehl daraus machte und offen zeigte wie sehr sie das alles mitnahm, saß Sorcha nur ruhig da und schwieg; ja manchmal sah sie sogar einfach ins Leere, ihre Ohren lauschten, nahmen jedes Wort auf das Una und ihre Schwester wechselten und doch waren ihre Gedanken nicht gänzlich im Hier und Jetzt. Una redete von Hoffnung, unentwegt von Wundern und allen Dingen. Wunder … war es nicht genau das, was Sorcha sich nicht auch wünschte? Wieso konnte sie nicht so stark an diese Gedanken halten, wie es ihre junge Base tat? „Weil du es besser weißt? Weil du weißt dass es diese Wunder nicht gibt …?“. Ihr Glauben in Temora war unerschütterlich, doch sie war zeitgleich Realistin, fast so wie Alassea es die ganze Zeit über gewesen war. Sie wusste dass es einer Unmöglichkeit glich, dass ihre Schwester lebendig dieses Kind zur Welt bringen würde. Aufschneiden … als Alassea es erwähnte lief Una ein Schauer über den Rücken, Sorcha hingegen verkrampfte es das Herz innerlich. Sie malte sich das Bild nur wenige Sekunden aus, nur um es dann wieder zu verdrängen.
Die ganze Zeit über war sie ruhig gewesen, hatte sich gefragt wieso. So lange Zeit hatte sie nach ihrer Schwester gesucht, hatte sich um ihr Wohlergehen gesorgt und bangte um sie. Nun hatte sie sie wiedergefunden, zwar mit Differenzen und Unterschiedlichkeiten wie sie nie da waren, doch sie war ihre Schwester und sie liebte sie. Und jener Mensch sollte nun sterben … jung und dann auch noch in dem Moment, in dem sie ein Kind gebären würde. Es würde wieder ein leerer Platz entstehen. Wie bei Vater. Wie bei jenem Mann, wegen dessen Tod Shanna oder besser gesagt Alassea damals fort gegangen war. War es nun bittere Ironie dass gerade sie dieses Schicksal erwartete? Und war es nicht die noch größere Ironie dass gerade sie, als die Ältere, ihr nicht soviel Trost spenden konnte wie Una es gerade tat? Was sollte sie ihr sagen? Dass sie der Gedanke innerlich zu überwältigen schien, dass es Dinge gab die Jenseits ihrer Vorstellungen lagen und an die sie weder denken konnte noch wollte?
Als sie sich aus dem Lager entfernten, hatte sie Alassea umarmt. Sie hatte diese Geste erwidert und auch wenn sie in diesem Moment am liebsten die Arme um die junge Frau geschlungen hätte und sie nie wieder losgelassen hätte, so kniff sie nur die Augen zusammen und beherrschte sich.
Nun stand sie in Bajard. Una hatte sich auf den Weg nach Varuna gemacht. Sorcha hingegen war zurückgeblieben, starrte die untergehende Sonne am Horizont an. Una wollte eine Lösung suchen, sie wollte ihr helfen, sie würde alles tun damit es nur Ansatzweise einen Hoffnungsschimmer gab. Sorcha würde das tun, was sie von jener Sekunde an als sie ihre Schwester wiedergesehen und von ihrem Leid erfahren hatte, sie würde beten. Jede freie Sekunde, jeden stillen Moment. Letztendlich gab der Geist nach, und das Fleisch weinte, und nur die Sonne war Zeuge davon.
Sie würde für dieses Wunder beten. Und wenn es schon nicht hervorzurufen war, dann würde sie alles tun um für ihre Schwester da zu sein.
Die ganze Zeit über war sie ruhig gewesen, hatte sich gefragt wieso. So lange Zeit hatte sie nach ihrer Schwester gesucht, hatte sich um ihr Wohlergehen gesorgt und bangte um sie. Nun hatte sie sie wiedergefunden, zwar mit Differenzen und Unterschiedlichkeiten wie sie nie da waren, doch sie war ihre Schwester und sie liebte sie. Und jener Mensch sollte nun sterben … jung und dann auch noch in dem Moment, in dem sie ein Kind gebären würde. Es würde wieder ein leerer Platz entstehen. Wie bei Vater. Wie bei jenem Mann, wegen dessen Tod Shanna oder besser gesagt Alassea damals fort gegangen war. War es nun bittere Ironie dass gerade sie dieses Schicksal erwartete? Und war es nicht die noch größere Ironie dass gerade sie, als die Ältere, ihr nicht soviel Trost spenden konnte wie Una es gerade tat? Was sollte sie ihr sagen? Dass sie der Gedanke innerlich zu überwältigen schien, dass es Dinge gab die Jenseits ihrer Vorstellungen lagen und an die sie weder denken konnte noch wollte?
Als sie sich aus dem Lager entfernten, hatte sie Alassea umarmt. Sie hatte diese Geste erwidert und auch wenn sie in diesem Moment am liebsten die Arme um die junge Frau geschlungen hätte und sie nie wieder losgelassen hätte, so kniff sie nur die Augen zusammen und beherrschte sich.
Nun stand sie in Bajard. Una hatte sich auf den Weg nach Varuna gemacht. Sorcha hingegen war zurückgeblieben, starrte die untergehende Sonne am Horizont an. Una wollte eine Lösung suchen, sie wollte ihr helfen, sie würde alles tun damit es nur Ansatzweise einen Hoffnungsschimmer gab. Sorcha würde das tun, was sie von jener Sekunde an als sie ihre Schwester wiedergesehen und von ihrem Leid erfahren hatte, sie würde beten. Jede freie Sekunde, jeden stillen Moment. Letztendlich gab der Geist nach, und das Fleisch weinte, und nur die Sonne war Zeuge davon.
Sie würde für dieses Wunder beten. Und wenn es schon nicht hervorzurufen war, dann würde sie alles tun um für ihre Schwester da zu sein.
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Alassea
Erst tief in der Nacht kam sie zum Lager zurück. Still lag das Fort da, nur die Schwester die Wache führte, sah ihr nach. Die Maske hoch gezogen, die Fellmütze tief in die Stirn gezogen watschelte sie durch das Lager. Eine Weile lang sass sie noch am Feuer und kraulte ruhig Ronyas Wolf. Ob sie ausser der Wache jemand beobachtete wusste sie nicht, dazu waren ihre Gedanken zu weit weg.
Blau wie das Meer
Hatte sie gesagt. Seine Augen standen ihr noch immer deutlich im Geist und doch schuettelte sie es wiedermal ab und gab sich einer scheinbaren Leere hin. Eine Art Meditation, ihre Möglichkeit den ewigen Gedanken und Gefühlen zu entfliehen. Gedanken und Gefühle die sie nicht wollte, die sie nicht verstand und nicht verstehen wollte. Innerlich schrie sie sich selber an, meinte uz sich selber
Die Vernunft siegt über die Liebe Alassea, begreife es endlich. Du hattest geliebt und wie lange? Gerademal ein halbes Jahr, dann verliess er dich und kam tot zu dir wieder. Liebe ist nichts für dich, verstehe es doch. Liebe ist nur ein Gut das einen verletzt, das einen krank macht, das einem immer und immer wieder wehtut. Erinnere dich wie oft du tagelang auf Elias gewartet hattest und er dich doch mit all der Arbeit im Stich liess. Du hast immer gesagt das er gewiss seine Waren verkaufen war, aber warst du dir jemals sicher das er das tat? Hat er dir jemals davon erzählt? Und das erstemal als er nach Wochen wiederkam, die Nacht in der du empfangen hattest, da war er auch ohne ein Wort weggegangen gewesen zu seiner Schwester und hat dich in Kummer und Sorge alleine gelassen. Denke doch mal nach Alassea. Liebe ist etwas für Traumtänzer. Für Wolkenbeschauer, Leute die durch rosa Licht gucken und um sich herum nichts mehr wahrnehmen.
Wirsch hob sie die Hand, als wollte sie jemanden zum Schweigen bringen.
Ich liebe und werde es weiterhin, denn ohne meine Liebe kann mein sohn niemals richtig gross werden und seinen Traum ausüben. Meine Schwestern hier liebe ich, jede einzelne für sich und Ronya liebe ich ebenso. Sorcha und Una und Cathal liebe ich und vor allem meinen Bruder Niall. Ich kann mir nicht selber das Herz erkalten lassen wie schonmal einst, ich kann lieben und solange ich es kann werde ich es tun.
Still ruhte ihr Blick im Feuer und lauschte in sich hinein. Eine Weile schien sie still, nachdenklich.
Ich rede von einer anderen Liebe Alassea, du liebst im Grunde drei Menschen und weist nicht wen der drei du wirklich lieben kannst und sollst. Du lässt dich in deinen eigenen Wirbel hineinreissen ohne klar vorran zu sehen und Serendo hat recht. Du wühlst in deiner eigenen Vergangenheit herum um dir selber immer und immer wieder selber wehzutun. Nein sage nichts, du machst das nicht um dich selber wahrzunehmen, du tust es um einen Grund zu haben dich selber bemitleiden zu können. Sieh es mal so, sobald Ronya irgendeine anlächelt denkst du direkt dass sie das alte einfach wegwirft, obwohl du genau weist, dass das nicht wahr ist.
Du hast Angst!
Angst vor dir selber!
Angst davor zu versagen!
Angst davor das irgendjemand zu tief in dich hineinsehen kann!
Angst davor abgewiesen zu werden!
Angst vor deinen eigenen Gefühlen!
Angst wieder zu sterben!
Unwillig runzelte sie die Stirn
Du lügst, ich habe keine Angst, du weist doch genau dass ich es gewohnt bin immer und immer wieder zu verlieren. Ronya und ich sind schon mehrmals gestorben, jaja ich weis du auch, aber dennoch. Ja verflucht ich liebe drei Personen auf unterschiedlicher Weise. Du weist - hier schuettelte sie heftig den Kopf - dass ich Ronya wie eine Mutter liebe und schätze und Serendo mir ein sehr guter Freund geworden ist, einer der mich versteht, bei dem ich in meiner Sprache reden kann, ohne das er mich unwissend anblickt. Und über die dritte Person werde ich hier mit dir nicht reden, am besten gar nicht erst, weil das meine Sache ist und und dich nichts angeht, egal ob du ich bist oder ich du.
Aprupt stand sie auf und tapste in ihr Zimmer. Sie wusste, vor sich selber konnte sie nicht fliehen, aber sie ignorierte ihre eigene Stimme in ihren Gedanken, sie wollte Ruhe haben, einfach nur Ruhe. Sie wusste nicht ob sie jemand beobachtet hatte. Die Beine an sich ziehend legte sie sich angekleidet auf die Decke neben ihren Sohn und legte sanft einen Arm um ihn herum. Mit einem zärtlichen Lächeln atmete sie still den Duft des Kindes ein und fühlte sich wohl, auch wenn sie wusste, dass sie vermutlich bald wieder alleine im Bett liegen würde, neben sich nur die Kälte eines neuen leeren Platzes.
Blau wie das Meer
Hatte sie gesagt. Seine Augen standen ihr noch immer deutlich im Geist und doch schuettelte sie es wiedermal ab und gab sich einer scheinbaren Leere hin. Eine Art Meditation, ihre Möglichkeit den ewigen Gedanken und Gefühlen zu entfliehen. Gedanken und Gefühle die sie nicht wollte, die sie nicht verstand und nicht verstehen wollte. Innerlich schrie sie sich selber an, meinte uz sich selber
Die Vernunft siegt über die Liebe Alassea, begreife es endlich. Du hattest geliebt und wie lange? Gerademal ein halbes Jahr, dann verliess er dich und kam tot zu dir wieder. Liebe ist nichts für dich, verstehe es doch. Liebe ist nur ein Gut das einen verletzt, das einen krank macht, das einem immer und immer wieder wehtut. Erinnere dich wie oft du tagelang auf Elias gewartet hattest und er dich doch mit all der Arbeit im Stich liess. Du hast immer gesagt das er gewiss seine Waren verkaufen war, aber warst du dir jemals sicher das er das tat? Hat er dir jemals davon erzählt? Und das erstemal als er nach Wochen wiederkam, die Nacht in der du empfangen hattest, da war er auch ohne ein Wort weggegangen gewesen zu seiner Schwester und hat dich in Kummer und Sorge alleine gelassen. Denke doch mal nach Alassea. Liebe ist etwas für Traumtänzer. Für Wolkenbeschauer, Leute die durch rosa Licht gucken und um sich herum nichts mehr wahrnehmen.
Wirsch hob sie die Hand, als wollte sie jemanden zum Schweigen bringen.
Ich liebe und werde es weiterhin, denn ohne meine Liebe kann mein sohn niemals richtig gross werden und seinen Traum ausüben. Meine Schwestern hier liebe ich, jede einzelne für sich und Ronya liebe ich ebenso. Sorcha und Una und Cathal liebe ich und vor allem meinen Bruder Niall. Ich kann mir nicht selber das Herz erkalten lassen wie schonmal einst, ich kann lieben und solange ich es kann werde ich es tun.
Still ruhte ihr Blick im Feuer und lauschte in sich hinein. Eine Weile schien sie still, nachdenklich.
Ich rede von einer anderen Liebe Alassea, du liebst im Grunde drei Menschen und weist nicht wen der drei du wirklich lieben kannst und sollst. Du lässt dich in deinen eigenen Wirbel hineinreissen ohne klar vorran zu sehen und Serendo hat recht. Du wühlst in deiner eigenen Vergangenheit herum um dir selber immer und immer wieder selber wehzutun. Nein sage nichts, du machst das nicht um dich selber wahrzunehmen, du tust es um einen Grund zu haben dich selber bemitleiden zu können. Sieh es mal so, sobald Ronya irgendeine anlächelt denkst du direkt dass sie das alte einfach wegwirft, obwohl du genau weist, dass das nicht wahr ist.
Du hast Angst!
Angst vor dir selber!
Angst davor zu versagen!
Angst davor das irgendjemand zu tief in dich hineinsehen kann!
Angst davor abgewiesen zu werden!
Angst vor deinen eigenen Gefühlen!
Angst wieder zu sterben!
Unwillig runzelte sie die Stirn
Du lügst, ich habe keine Angst, du weist doch genau dass ich es gewohnt bin immer und immer wieder zu verlieren. Ronya und ich sind schon mehrmals gestorben, jaja ich weis du auch, aber dennoch. Ja verflucht ich liebe drei Personen auf unterschiedlicher Weise. Du weist - hier schuettelte sie heftig den Kopf - dass ich Ronya wie eine Mutter liebe und schätze und Serendo mir ein sehr guter Freund geworden ist, einer der mich versteht, bei dem ich in meiner Sprache reden kann, ohne das er mich unwissend anblickt. Und über die dritte Person werde ich hier mit dir nicht reden, am besten gar nicht erst, weil das meine Sache ist und und dich nichts angeht, egal ob du ich bist oder ich du.
Aprupt stand sie auf und tapste in ihr Zimmer. Sie wusste, vor sich selber konnte sie nicht fliehen, aber sie ignorierte ihre eigene Stimme in ihren Gedanken, sie wollte Ruhe haben, einfach nur Ruhe. Sie wusste nicht ob sie jemand beobachtet hatte. Die Beine an sich ziehend legte sie sich angekleidet auf die Decke neben ihren Sohn und legte sanft einen Arm um ihn herum. Mit einem zärtlichen Lächeln atmete sie still den Duft des Kindes ein und fühlte sich wohl, auch wenn sie wusste, dass sie vermutlich bald wieder alleine im Bett liegen würde, neben sich nur die Kälte eines neuen leeren Platzes.
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Serendo Radil
Das Gleichgewicht kam ins wanken.
Dies dachte er sich als er in ihre leuchtend blauen Augen blickte. Der Mensch wird von seiner eigenen Melodie geformt. So prägen stehts die Elemente den Geist , die Seele von einem Menschen.
Alassea stand im Zeichen der Erde. Sie wollte und will stehts fest auf den Boden stehen. Will stark und unnachgiebig sein.
Auch scheint sie zumal sehr Stur werden zu können. Nach außen will sie keine Schwäche zeigen. Doch ist ihr inneres Gleichgewicht ins Wanken gekommen.
Jene Eigenschaften, jenes Wesen der Erde, welche zugleich für Geburt und Tod steht, kommen alle plötzlich und strömen auf einmal alle zusammen auf sie ein.
Im Kreislauf des Lebens gibt es dafür eine Ordnung. Bei dem es eine Zeit für jenes gab und eine Zeit für das andere. Doch jene Ordnung war in ihrem Geist gebrochen.
Nachdenklich blickte er sie an und mitfühlend an.
Er konnte sie verstehen. Musste sie viele Verluste erleiden. So suchte sie nun stehts nach etwas was ihre Wunden verschliessen konnte.
Doch wird es Zeit brauchen. Das jene Wunden sich verschliessen.
Es wird Zeit brauchen das jene Ordnung in ihrem Geist sich wieder formt. Neue kraft musste sie sammeln. Doch woher sollte sie sie nehmen.
Wenn sie von Tag zu Tag neue Kraft aufwenden musste.
Hatte sie ihre Schwestern, welche sie brauchten.
Hatte sie ihren Sohn welcher sie brauchte.
Trug sie ein ungeborenes in sich, welches ihre Kraft braucht.
Nachdenklich ging Serendo nun durch den Wald Lameriast's.
Es betrübte ihn. Konnte er ihr nicht mehr geben als eine Freundschaft. Sein gehör konnte ewr ihr schenken.
Doch erkennen und kämpfen musste sie allein.
Sie müsste lernen die Vergangenheit ruhen zu lassen. Lernen das anzunehmen und dafür da zu sein, was sie ihr eigen nannte.
Jene Liebe den zu geben, welche sie brauchten. Doch auch die Zeit für sich zu nutzen. Und den Geist Ruhen zu lassen.
Wie auch die Erde im Kreislauf des Lebens, brauchte der Geist eines Menschen Ruhe um neue Kraft zu schöpfen. Um seinen Platz Tag für Tag von neuem einzunehmen.
Er wirde ihr wohl versuchen auf jenen Weg der Findung beizustehen, sie zu begleiten. Doch gehen musste sie ihn allein.
Dies dachte er sich als er in ihre leuchtend blauen Augen blickte. Der Mensch wird von seiner eigenen Melodie geformt. So prägen stehts die Elemente den Geist , die Seele von einem Menschen.
Alassea stand im Zeichen der Erde. Sie wollte und will stehts fest auf den Boden stehen. Will stark und unnachgiebig sein.
Auch scheint sie zumal sehr Stur werden zu können. Nach außen will sie keine Schwäche zeigen. Doch ist ihr inneres Gleichgewicht ins Wanken gekommen.
Jene Eigenschaften, jenes Wesen der Erde, welche zugleich für Geburt und Tod steht, kommen alle plötzlich und strömen auf einmal alle zusammen auf sie ein.
Im Kreislauf des Lebens gibt es dafür eine Ordnung. Bei dem es eine Zeit für jenes gab und eine Zeit für das andere. Doch jene Ordnung war in ihrem Geist gebrochen.
Nachdenklich blickte er sie an und mitfühlend an.
Er konnte sie verstehen. Musste sie viele Verluste erleiden. So suchte sie nun stehts nach etwas was ihre Wunden verschliessen konnte.
Doch wird es Zeit brauchen. Das jene Wunden sich verschliessen.
Es wird Zeit brauchen das jene Ordnung in ihrem Geist sich wieder formt. Neue kraft musste sie sammeln. Doch woher sollte sie sie nehmen.
Wenn sie von Tag zu Tag neue Kraft aufwenden musste.
Hatte sie ihre Schwestern, welche sie brauchten.
Hatte sie ihren Sohn welcher sie brauchte.
Trug sie ein ungeborenes in sich, welches ihre Kraft braucht.
Nachdenklich ging Serendo nun durch den Wald Lameriast's.
Es betrübte ihn. Konnte er ihr nicht mehr geben als eine Freundschaft. Sein gehör konnte ewr ihr schenken.
Doch erkennen und kämpfen musste sie allein.
Sie müsste lernen die Vergangenheit ruhen zu lassen. Lernen das anzunehmen und dafür da zu sein, was sie ihr eigen nannte.
Jene Liebe den zu geben, welche sie brauchten. Doch auch die Zeit für sich zu nutzen. Und den Geist Ruhen zu lassen.
Wie auch die Erde im Kreislauf des Lebens, brauchte der Geist eines Menschen Ruhe um neue Kraft zu schöpfen. Um seinen Platz Tag für Tag von neuem einzunehmen.
Er wirde ihr wohl versuchen auf jenen Weg der Findung beizustehen, sie zu begleiten. Doch gehen musste sie ihn allein.
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Una Llastobhar
"Nichts!"
Ein weiteres Buch fand den Weg zu Boden, auf welchem sich nun schon so viele der Wälzer, Pergamente und Schritrollen stapelten und das hölzerne Parkett bedeckten. Mit längst zitternden Händen, gezeichnet von Übermüdung und nervlicher Anstrengung, griff sie nach dem nächsten dicken Folianten und starrte flehend auf den, in grünlichen Lettern am Einband glänzenden, Titel:
Kräuter, Gebete, Allerley - Stützen der weisen Hebamme
Tonlos formten ihre Lippen leise Phrasen voller Bitten und Hoffnungen.
Diesmal musste doch irgendetwas zu finden sein... musste ganz einfach. Sicherlich, sie hatte bisher alles mögliche an mal informativen oder auch schwachsinnigen bis hin zu amüsanten Texten gefunden, doch nichts, rein gar nichts hatte bisher die gewünschte Erleuchtung gebracht. Der Funke Hoffnung wurde nun langsam erstickt und mit jener schwindenen Chance auf eine plötzliche, bahnbrechende Hilfe für Alassea und das Kind kam auch die Panik wieder zurück.
Ja, sie hatte Alassea beinahe angefahren, als ihre Worte heftig durch die Halle der Gefährtinnen drang und ihr nicht nur einmal mit einem verbalen Hammerschlag erklärt, dass die Aufgabe das Letzte sei, was sie von ihr erwarten würde... und doch war die Verzweiflung so erdrückend, dass nun sie, die stolze Redenschwingerin selbst merkte, wie Alasseas Worte in ihren Ohren ein weiteres Mal nachhallten. Bittere, harte aber wahre Worte.
"Magie kann sicherlich vieles aber nicht Knochen so geschmeidig biegen, dass das Becken groß genug für die Geburt ist..."
"Ich kann nichts daran ändern, man lebt und stirbt - das ist der Lebenslauf"
"Elias ist tot... ich wäre wieder bei ihm. Wieder vereint..."
Schmerzlich krampfte sich etwas unter den Rippenbögen, ganz im Inneren der Brust, zusammen, als gerade der letzte Satz länger nachklang. Mit einem Schlag hatte man Alassea den Mann genommen, den Vater eines ungeborenen, kleinen Lebensfunken und die Liebe... Stütze. Wie verdammt nachvollziehbar plötzlich die ungewohnte Schwäche der Großbase war. Ein Schauer voller Unsicherheit und kitzelnder, aberwitziger Vorahnung riss sie förmlich vom Stuhl herunter und führte sie wie an einer Schnur direkt zum Schlafgemach. In der Dunkelheit des grösseren, stillen Raumes dauerte es einige Momente bis sich das Auge an die nur mäßig bestehenden Lichtverhältnisse gewöhnt hatte und sie die schlummernde Gestalt unter den Laken ausmachen konnte. Ruhig hob und senkte sich die Brust, die Züge schienen selig entspannt, der Geist längst ins Reich der Träume geglitten. Ein wehmütiges Lächeln machte sich langsam auf den bleichen Lippen des Mädchens breit, welches nun den müden, pochenden Kopf an den Türrahmen lehnte und sich doch noch wenige Momente gönnte, in welchen sie den Anblick für immer verinnerlichte.
Wie hätte sie wohl gehandelt, wenn man ihn leblos und kalt zu ihr zurück gebracht hätte? Allein der Gedanke an eine solch grässliche Situation machte sie raßend und mit einem unterdrückten Ächzen zwang sie sich wieder den Studienraum zu betreten, als könne sie mit der heftigen Bewegung solch grauenhafte Visionen abschütteln. Sie wäre wohl zugrunde gegangen, hätte aufgehört zu kämpfen... schwach wie eh und je. Aber Alassea hatte noch nicht gänzlich aufgegeben. Die Angst in ihren strahlend blauen Augen, welche stetig wie ein faszinierendes Feuer zu glühen schienen, war Una auch nicht entgangen. Todesangst, doch nicht jene Angst, welche ein gewöhnlicher Sterblicher vor dem eigenen Ende hatte, nein, die Angst jemanden zu verlieren. Wen?
- Ein Kind, dummes Mädchen, sein Kind. Der Spross ihrer beider Liebe, ein Stück von beiden. Das will sie nicht verlieren, dafür kämpft die weisse Löwin, die Mutter noch immer -
Der Griff um das Buch wurde fester und mit einem sachten Nicken ließ sie sich wieder auf den Hocker nieder um erneut in den Schriften zu suchen. Dafür lohnte es sich zu kämpfen und auch sie würde Alassea nicht im Stich lassen wollen. Alassea UND das ungeborene Kind.
... erst Stunden später war die allerletzte Kraftreverse aufgebraucht und als Feoras in den jungen Morgenstunden sein Studienzimmer betrat, fand er in dem chaotisch verteilten Büchermeer die kindliche Magierin über einem Buch schlafend auf.
[img]http://www.rpg-boarder.de/images/avatars/avatar-368.jpg[/img]
Ein weiteres Buch fand den Weg zu Boden, auf welchem sich nun schon so viele der Wälzer, Pergamente und Schritrollen stapelten und das hölzerne Parkett bedeckten. Mit längst zitternden Händen, gezeichnet von Übermüdung und nervlicher Anstrengung, griff sie nach dem nächsten dicken Folianten und starrte flehend auf den, in grünlichen Lettern am Einband glänzenden, Titel:
Kräuter, Gebete, Allerley - Stützen der weisen Hebamme
Tonlos formten ihre Lippen leise Phrasen voller Bitten und Hoffnungen.
Diesmal musste doch irgendetwas zu finden sein... musste ganz einfach. Sicherlich, sie hatte bisher alles mögliche an mal informativen oder auch schwachsinnigen bis hin zu amüsanten Texten gefunden, doch nichts, rein gar nichts hatte bisher die gewünschte Erleuchtung gebracht. Der Funke Hoffnung wurde nun langsam erstickt und mit jener schwindenen Chance auf eine plötzliche, bahnbrechende Hilfe für Alassea und das Kind kam auch die Panik wieder zurück.
Ja, sie hatte Alassea beinahe angefahren, als ihre Worte heftig durch die Halle der Gefährtinnen drang und ihr nicht nur einmal mit einem verbalen Hammerschlag erklärt, dass die Aufgabe das Letzte sei, was sie von ihr erwarten würde... und doch war die Verzweiflung so erdrückend, dass nun sie, die stolze Redenschwingerin selbst merkte, wie Alasseas Worte in ihren Ohren ein weiteres Mal nachhallten. Bittere, harte aber wahre Worte.
"Magie kann sicherlich vieles aber nicht Knochen so geschmeidig biegen, dass das Becken groß genug für die Geburt ist..."
"Ich kann nichts daran ändern, man lebt und stirbt - das ist der Lebenslauf"
"Elias ist tot... ich wäre wieder bei ihm. Wieder vereint..."
Schmerzlich krampfte sich etwas unter den Rippenbögen, ganz im Inneren der Brust, zusammen, als gerade der letzte Satz länger nachklang. Mit einem Schlag hatte man Alassea den Mann genommen, den Vater eines ungeborenen, kleinen Lebensfunken und die Liebe... Stütze. Wie verdammt nachvollziehbar plötzlich die ungewohnte Schwäche der Großbase war. Ein Schauer voller Unsicherheit und kitzelnder, aberwitziger Vorahnung riss sie förmlich vom Stuhl herunter und führte sie wie an einer Schnur direkt zum Schlafgemach. In der Dunkelheit des grösseren, stillen Raumes dauerte es einige Momente bis sich das Auge an die nur mäßig bestehenden Lichtverhältnisse gewöhnt hatte und sie die schlummernde Gestalt unter den Laken ausmachen konnte. Ruhig hob und senkte sich die Brust, die Züge schienen selig entspannt, der Geist längst ins Reich der Träume geglitten. Ein wehmütiges Lächeln machte sich langsam auf den bleichen Lippen des Mädchens breit, welches nun den müden, pochenden Kopf an den Türrahmen lehnte und sich doch noch wenige Momente gönnte, in welchen sie den Anblick für immer verinnerlichte.
Wie hätte sie wohl gehandelt, wenn man ihn leblos und kalt zu ihr zurück gebracht hätte? Allein der Gedanke an eine solch grässliche Situation machte sie raßend und mit einem unterdrückten Ächzen zwang sie sich wieder den Studienraum zu betreten, als könne sie mit der heftigen Bewegung solch grauenhafte Visionen abschütteln. Sie wäre wohl zugrunde gegangen, hätte aufgehört zu kämpfen... schwach wie eh und je. Aber Alassea hatte noch nicht gänzlich aufgegeben. Die Angst in ihren strahlend blauen Augen, welche stetig wie ein faszinierendes Feuer zu glühen schienen, war Una auch nicht entgangen. Todesangst, doch nicht jene Angst, welche ein gewöhnlicher Sterblicher vor dem eigenen Ende hatte, nein, die Angst jemanden zu verlieren. Wen?
- Ein Kind, dummes Mädchen, sein Kind. Der Spross ihrer beider Liebe, ein Stück von beiden. Das will sie nicht verlieren, dafür kämpft die weisse Löwin, die Mutter noch immer -
Der Griff um das Buch wurde fester und mit einem sachten Nicken ließ sie sich wieder auf den Hocker nieder um erneut in den Schriften zu suchen. Dafür lohnte es sich zu kämpfen und auch sie würde Alassea nicht im Stich lassen wollen. Alassea UND das ungeborene Kind.
... erst Stunden später war die allerletzte Kraftreverse aufgebraucht und als Feoras in den jungen Morgenstunden sein Studienzimmer betrat, fand er in dem chaotisch verteilten Büchermeer die kindliche Magierin über einem Buch schlafend auf.
[img]http://www.rpg-boarder.de/images/avatars/avatar-368.jpg[/img]
-
Alassea
Wohin?
Still blickte sie in den Sternenhimmel auf Lameriast. Sterne, sie liebte Sterne und konnte ewig lange einfach nur einen Punkt nach dem anderen anblicken. Weiterhin still zog sie sich den Umhang aus grober Baumwolle enger um den Leib.
Wohin??
Drängender wurde die Frage, die sie noch immer ignorierte. Warum sollte man sich über das Wohin Sorgen machen, wenn man das herlichste der Natur sah? Langsam strich sie sich über den dicken Bauch, wärend sie die Sterne betrachtete.
Wohin????
Seufzend senkte sie den Blick und hob die Schultern. Ja wohin, das war eine gute Frage. Lange, Tagelang hatte sie darüber nachgedacht und gemerkt wie verbittert sie eigendlich wurde, etwas was sie nie war und nie werden wollte. Sie musste diesen Weg jetzt alleine gehen, vielleicht fand sie darin ihren Frieden und konnte sich endlich von Elias verabschieden, der Nacht um Nacht und Tag um Tag in ihrem Kopf herumgeisterte. Ja sie wollte auch gehen, sie wollte dass man sie in lieber und guter Erinnerung behielt, falls sie sterben sollte. Niemand sollte sie leidend, oder anders in Erinnerung behalten als sanft und ruhig lächelnd.
Ronya
Irgendwann trennen sich immer Wege. Den Weg den ich gerade gehe, den muss ich alleine gehen, den können wir nicht mehr gemeinsam gehen. Sollte es mal dringend sein, wirst du mich auch finden.
Alassea
Mehr hatte sie nicht hinterlassen. Sorgsam hatte sie ihre Kleidung zusammen gelegt, noch einmal die Tränke neu aufgefüllt und den Bestand der Kräuter durchgegangen. Sie hob den Blick und sah in die Richtung des Lagers. Nein, hier musste sie alleine weiter.
Still blickte sie in den Sternenhimmel auf Lameriast. Sterne, sie liebte Sterne und konnte ewig lange einfach nur einen Punkt nach dem anderen anblicken. Weiterhin still zog sie sich den Umhang aus grober Baumwolle enger um den Leib.
Wohin??
Drängender wurde die Frage, die sie noch immer ignorierte. Warum sollte man sich über das Wohin Sorgen machen, wenn man das herlichste der Natur sah? Langsam strich sie sich über den dicken Bauch, wärend sie die Sterne betrachtete.
Wohin????
Seufzend senkte sie den Blick und hob die Schultern. Ja wohin, das war eine gute Frage. Lange, Tagelang hatte sie darüber nachgedacht und gemerkt wie verbittert sie eigendlich wurde, etwas was sie nie war und nie werden wollte. Sie musste diesen Weg jetzt alleine gehen, vielleicht fand sie darin ihren Frieden und konnte sich endlich von Elias verabschieden, der Nacht um Nacht und Tag um Tag in ihrem Kopf herumgeisterte. Ja sie wollte auch gehen, sie wollte dass man sie in lieber und guter Erinnerung behielt, falls sie sterben sollte. Niemand sollte sie leidend, oder anders in Erinnerung behalten als sanft und ruhig lächelnd.
Ronya
Irgendwann trennen sich immer Wege. Den Weg den ich gerade gehe, den muss ich alleine gehen, den können wir nicht mehr gemeinsam gehen. Sollte es mal dringend sein, wirst du mich auch finden.
Alassea
Mehr hatte sie nicht hinterlassen. Sorgsam hatte sie ihre Kleidung zusammen gelegt, noch einmal die Tränke neu aufgefüllt und den Bestand der Kräuter durchgegangen. Sie hob den Blick und sah in die Richtung des Lagers. Nein, hier musste sie alleine weiter.
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Ronya Sotan
Früh wachte sie auf und kaum aus dem zelt getreten fiel ihre aufmerksamkeit auf eine nachricht die dort lag.
Sie nahm diese Nachricht und las sie wieder und wieder .
Auch wenn diese nur aus wenigen Worten bestand so dachte Ronya noch immer sie würde träumen.
Sie stellte den schmiedeeisernen Kessel aufs Lagerfeuer und erwärmte den Tee des tages zuvor.
Den zettel lege sie vor sich während sie ihn, den Becher zwischen zwei Händen haltend, wieder und wieder las.
" . . . . . muss ich alleine gehen " brummte sie.
Was bei allen Geistern dachte sie sich dabei.
Sie nahm ihren Becher mit heißen tee und setzte sich dran eine Nachricht zu schreiben.
Alassea,
Ich bin enttäuscht von Dir und hoffe deine Nachricht war nur eine deiner launen die du in letzter zeit sehr oft zu Tage gefördert hast.
Du tust grade so als bist du die ERSTE Frau die jemals schwanger war und ein kind bekommt.
Da draussen werden täglich Tausende und Abertausende Kinder geboren und ich wette nicht jede Geburt ist ein Zuckerschlecken.
Der Vater Deines ungeborenen Kindes schglich sich heimlich davon, entzog sich seiner Verantwortung und lies dich Schwanger alleine zurück.
Soll ich dir was sagen ?
Dieser Mistkerl hat seine Strafe bekommen.
Der Tod war noch zu wenig Strafe für dieses verhalten.
Was trauerst du diesem Dreckskerl noch nach ?
Du verschwindest wenn dir die verantwortung zu viel wird.
Du bist erst 17 Jahre alt aber es wird zeit das du endlich erwachsen wirst.
Du hast deinen Schwestern und auch mir, mit Blut besiegelt das wir stets zusammen stehen.
Das wir mit unserem leben für das wohl jeder einzelnen stehen werden.
DAS hast du uns allen versprochen und das DAS haben wir alle DIR versprochen.
Doch was tust du ? Du rennst weg.
Feige wie der Vater deines ungeborenen Balges, rennst du davon.
Ja ich bin wütend auf Dich wie du unschwer lesen kannst.
Nie war ich wütender auf dich wie jetzt grade.
Eine jede andere Schwester hätte ich warscheinlich als geächtet erklärt und als veräterin an der Gemeinschaft jagen lassen.
Du tust nämlich grade DAS.
Dein heimliches davon stehlen, das im Stich lassen der gemeinschaft wegen privater Probleme , ist ein Bruch zu dem Wort das wir uns eins alle gegenseitig versprachen.
Ich gebe dir ab heute genau EINE Woche.
Wenn Du dich nicht binnen dieser einen Woche wieder bei uns einfindest und zu deinem versprechen stehst und uns keine Chance geben willst DIR zu helfen, dann betrachte ich Deinen fortgang als endgültig.
Komm innerhalb einer Woche wieder und ich werd kein Wort drüber verlieren, es als eine laune deinerseits abtun.
Ich hoffe du kommst zur besinnung und versucht wenigstens endlich wie eine Erwachsene Frau zu denken.

Seufzend rief sie am Hafen einen Boten.
" Finde die Heilerin Alassea, finde sie heute, finde sie rasch aber finde sie"
Der Botenjunge war erstaunt.
" Mir ist es egal was es kostet sie aufzutreiben aber bring ihr diesen brief und solltest du dich aus dem staub machen und ihn nicht überbringen finden wir dich.
Also los mach dich auf den Weg "
Herrschte sie den Boten an
Missmutig ging sie zurück ins Lager irgendwie wusste Sie das Alassea nicht weit war.
Sie war irgendwo noch hier auf Lameriast oder ist sie etwa zurück zu ihrer angeblichen familie Llastobar ?
Waren DIE vielleicht sogar schuld an Alasseas seltsammen benehmen ?
haben Die ihr vielleicht irgendwelche Gedanken eingeflöst.
Ronya wusste die halbe Familie war Magisch begabt.
Versuchte diese Familie sie auf diese Weise zu beeinflussen, zurückzuholen ?
Sie würde es wissen wenn Alassea jede Chance verstreichen lies auf diesen Brief zu antworten oder zu reagieren, dann war es nicht sie selber die dieses Weggehen zu verantworten hatte- dann wurde sie beeinflusst.
Sie nahm diese Nachricht und las sie wieder und wieder .
Auch wenn diese nur aus wenigen Worten bestand so dachte Ronya noch immer sie würde träumen.
Sie stellte den schmiedeeisernen Kessel aufs Lagerfeuer und erwärmte den Tee des tages zuvor.
Den zettel lege sie vor sich während sie ihn, den Becher zwischen zwei Händen haltend, wieder und wieder las.
" . . . . . muss ich alleine gehen " brummte sie.
Was bei allen Geistern dachte sie sich dabei.
Sie nahm ihren Becher mit heißen tee und setzte sich dran eine Nachricht zu schreiben.
Alassea,
Ich bin enttäuscht von Dir und hoffe deine Nachricht war nur eine deiner launen die du in letzter zeit sehr oft zu Tage gefördert hast.
Du tust grade so als bist du die ERSTE Frau die jemals schwanger war und ein kind bekommt.
Da draussen werden täglich Tausende und Abertausende Kinder geboren und ich wette nicht jede Geburt ist ein Zuckerschlecken.
Der Vater Deines ungeborenen Kindes schglich sich heimlich davon, entzog sich seiner Verantwortung und lies dich Schwanger alleine zurück.
Soll ich dir was sagen ?
Dieser Mistkerl hat seine Strafe bekommen.
Der Tod war noch zu wenig Strafe für dieses verhalten.
Was trauerst du diesem Dreckskerl noch nach ?
Du verschwindest wenn dir die verantwortung zu viel wird.
Du bist erst 17 Jahre alt aber es wird zeit das du endlich erwachsen wirst.
Du hast deinen Schwestern und auch mir, mit Blut besiegelt das wir stets zusammen stehen.
Das wir mit unserem leben für das wohl jeder einzelnen stehen werden.
DAS hast du uns allen versprochen und das DAS haben wir alle DIR versprochen.
Doch was tust du ? Du rennst weg.
Feige wie der Vater deines ungeborenen Balges, rennst du davon.
Ja ich bin wütend auf Dich wie du unschwer lesen kannst.
Nie war ich wütender auf dich wie jetzt grade.
Eine jede andere Schwester hätte ich warscheinlich als geächtet erklärt und als veräterin an der Gemeinschaft jagen lassen.
Du tust nämlich grade DAS.
Dein heimliches davon stehlen, das im Stich lassen der gemeinschaft wegen privater Probleme , ist ein Bruch zu dem Wort das wir uns eins alle gegenseitig versprachen.
Ich gebe dir ab heute genau EINE Woche.
Wenn Du dich nicht binnen dieser einen Woche wieder bei uns einfindest und zu deinem versprechen stehst und uns keine Chance geben willst DIR zu helfen, dann betrachte ich Deinen fortgang als endgültig.
Komm innerhalb einer Woche wieder und ich werd kein Wort drüber verlieren, es als eine laune deinerseits abtun.
Ich hoffe du kommst zur besinnung und versucht wenigstens endlich wie eine Erwachsene Frau zu denken.
Seufzend rief sie am Hafen einen Boten.
" Finde die Heilerin Alassea, finde sie heute, finde sie rasch aber finde sie"
Der Botenjunge war erstaunt.
" Mir ist es egal was es kostet sie aufzutreiben aber bring ihr diesen brief und solltest du dich aus dem staub machen und ihn nicht überbringen finden wir dich.
Also los mach dich auf den Weg "
Herrschte sie den Boten an
Missmutig ging sie zurück ins Lager irgendwie wusste Sie das Alassea nicht weit war.
Sie war irgendwo noch hier auf Lameriast oder ist sie etwa zurück zu ihrer angeblichen familie Llastobar ?
Waren DIE vielleicht sogar schuld an Alasseas seltsammen benehmen ?
haben Die ihr vielleicht irgendwelche Gedanken eingeflöst.
Ronya wusste die halbe Familie war Magisch begabt.
Versuchte diese Familie sie auf diese Weise zu beeinflussen, zurückzuholen ?
Sie würde es wissen wenn Alassea jede Chance verstreichen lies auf diesen Brief zu antworten oder zu reagieren, dann war es nicht sie selber die dieses Weggehen zu verantworten hatte- dann wurde sie beeinflusst.
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Xinthra
Weg..
einfach weg..
Die Wut Ronyas berührte sie nicht. Kein Wort verließ ihre Lippen. Sie starb wieder ein wenig. Es hatte sich doch wieder bewahrheitet, ihre Befürchtung, die das Spiegelbild auf dem Boot ihr immer wieder vorgehalten hatte. Unbemerkt bildete sich eine Mauer aus Stein um ihr Herz, noch war sie niedrig und dünn, doch bedürfte es wohl keiner Anstrengung, aus dieser kleinen Mauer ein massives Bollwerk zu machen. Gerade Alassea, die die alte Mauer abgetragen hatte, setzte nun dieselben Steine wieder darauf. Nach außen hin.. Schweigen, Stille, Nichts. Innen.. Trauer, Wut und Enttäuschung. Die besten Gefühle, um eine innere Mauer stark und fest werden zu lassen. Und immer wieder der Satz von Alassea... Du kannst immer zu mir kommen... Nein. Diesmal nicht.
einfach weg..
Die Wut Ronyas berührte sie nicht. Kein Wort verließ ihre Lippen. Sie starb wieder ein wenig. Es hatte sich doch wieder bewahrheitet, ihre Befürchtung, die das Spiegelbild auf dem Boot ihr immer wieder vorgehalten hatte. Unbemerkt bildete sich eine Mauer aus Stein um ihr Herz, noch war sie niedrig und dünn, doch bedürfte es wohl keiner Anstrengung, aus dieser kleinen Mauer ein massives Bollwerk zu machen. Gerade Alassea, die die alte Mauer abgetragen hatte, setzte nun dieselben Steine wieder darauf. Nach außen hin.. Schweigen, Stille, Nichts. Innen.. Trauer, Wut und Enttäuschung. Die besten Gefühle, um eine innere Mauer stark und fest werden zu lassen. Und immer wieder der Satz von Alassea... Du kannst immer zu mir kommen... Nein. Diesmal nicht.
-
Alassea
Nachdem der Bote sie endlich fand und sie die Zeilen sich durchlas seufzte sie leise. Hatte sie so gehofft das gerade Ronya sie verstand, wurde sie in diesem Bezug enttäuscht. Sie liess den Boten warten und schrieb derweil eine Antwort, Feder, Tinte und Pergament lieh sie sich für ein wenig Gold in der Taverne.
Ronya
Erinnerst du dich das du Wochenlang deinen Weg ginst, nachdem Mikilas starb? Du warst da voller Wut und Hass, aber niemand machte dir einen Vorwurf daraus. Ich habe es versäumt mir die Zeit zu nehmen zu trauern, denn auch wenn er mich im Stich lies, so habe ich ihn geliebt. Du weist das nie ein Mann vorher an mich herankam, dass nie ein Mann ungesünd mir einen Kuss geben durfte, aber Elias war anders. Er war vom ersten Tag an zuvorkommend. Ja er liess mich im Stich und eigendlich sollte ich ihm zürnen, aber auch das verbat ich mir. Ich dachte du hättest meine wenigen Worte verstanden, denn auch du gingst einmal diesen Weg alleine. Gib mir bitte auch diese Zeit, ich möchte endlich wieder ruhig schlafen ohne von ihm zu träumen, aber dazu muss ich mich erstmal wirklich verabschieden können.
Alassea
Als der Bote weg war, legte sie sich wieder auf das Bett. Dabei blickte sie zur Decke und stellte sich die Sterne vor. Morgen würde sie wieder zum Grab gehen und reden, ihm wohl alles an den Kopf werfen was ihr durch den Kopf ging und nachdenken
Ronya
Erinnerst du dich das du Wochenlang deinen Weg ginst, nachdem Mikilas starb? Du warst da voller Wut und Hass, aber niemand machte dir einen Vorwurf daraus. Ich habe es versäumt mir die Zeit zu nehmen zu trauern, denn auch wenn er mich im Stich lies, so habe ich ihn geliebt. Du weist das nie ein Mann vorher an mich herankam, dass nie ein Mann ungesünd mir einen Kuss geben durfte, aber Elias war anders. Er war vom ersten Tag an zuvorkommend. Ja er liess mich im Stich und eigendlich sollte ich ihm zürnen, aber auch das verbat ich mir. Ich dachte du hättest meine wenigen Worte verstanden, denn auch du gingst einmal diesen Weg alleine. Gib mir bitte auch diese Zeit, ich möchte endlich wieder ruhig schlafen ohne von ihm zu träumen, aber dazu muss ich mich erstmal wirklich verabschieden können.
Alassea
Als der Bote weg war, legte sie sich wieder auf das Bett. Dabei blickte sie zur Decke und stellte sich die Sterne vor. Morgen würde sie wieder zum Grab gehen und reden, ihm wohl alles an den Kopf werfen was ihr durch den Kopf ging und nachdenken
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Marel
Der kleine Bursche verzog keine Miene, als er bemerkte das Alassea wirklich weg war. Sein Gesicht schien weiterhin traurig und kalt, dann nur ausdruckslos und in sich gekehrt. Die vorherrschende Stimmung von seiner Mutter ging auch an ihm nicht spurlos vorrüber. Er wusste, dass die kürzlich vergangenen Zeiten nicht leicht waren. Für niemanden. Auch wusste er, dass er Alassea vertrauen könnte. In jedem Belangen. Seien es ihre Taten, ihre Deutungen oder ihre Worte.
Dennoch waren ihre Pläne anfangs schwer zu verstehen und nicht zu begreifen. Lange lag er in ihren Armen, sie in seinen. Die Tränen schienen unaufhörlich über die zarten dürren Wangen des Jungen zu fließen, ehe die beiden ineinander verschlungen einschliefen.
Wieder erwacht, zurück aus dem Traumland in der oft rauhen Realität, lag er in dem großen Bett. Viel zu groß für einen Jungen seines Alters. Geweckt hatte ihn ein fieser Gedanke, ein Streich eines bösen Gottes, ein dunkler Alptraum, nicht wie sonst das Brodeln von kochendem Wasser oder der Duft frischer Kräuter, der bis in das Schlafgemach stieg. So rutschte er aus dem Bett in seine Kleidung und in die Schuhe die ordentlich neben dem kleinen Nachtschränkchen standen. Mit müdem Blick öffnete er Tür für Tür, in jedem Zimmer schaute er nach ihr. Danach ging er nach draußen. Er brauchte sich gar nicht weiter umschauen. Sie war gegangen, doch sie würde wiederkommen.
Noch wie hypnotisiert stapfte er in Richtung des Grabes von Elias, direkt am Wasser.
Dort angekommen ging er in die Hocke und schaute auf den Stein, auf die Stelle, die seine Mutter ihm gerade erst noch gezeigt hatte.
Leise begann er dann zu sprechen:
Na Elias…
Ich bekomm bald n Schwesterchen oder n Brüderchen. Hat die Ehluhvie bestimmt schon gesagt, ne?
Mama will sich nochma von dir verabschieden, also richtig. Weißt schon!
Kannst mir was versprechn? Du kannst sie doch sehn von da wo du bist?! Kannst auf sie aufpassen? Machst das ja? Ich vermiss die nämlich schon.
Ach und wo ich dich schon mal gerade sprech, kannste Miki von mir grüßen? Weißt ja wen ich meine, ne? Den Sohn von Ronya der auch zu Ehluhvie gegangen is.
Und mach bitte dass sie wieder lachn kann, also Mama. Ich mag nicht wenn sie weint und immer so traurig guckt.
Ich hoffe dir geht’s gut da. Bis bald dann…
Noch einige Zeit starrte er regungslos auf den Grabstein als würde er auf eine Antwort warten. Doch die Minuten verstrichen ohne das sich in seiner Umgebung etwas regte. Als er aufstand riss er die Stille aus dem Bild. Er drehte sich ab und eine letzte Träne kullerte an der Wange hinunter und wurde vom Wind auf das Grab getragen. Eine Träne mit einem Versprechen, eine Träne als Abschied oder eine Träne als Neuanfang.
Gedankenlos, der Blick geradeaus wie ein zielsicherer junger Mann, wartete er durch das hohe Gras, welches sich den Ideen des Windes beugte, hin bis zur Festung zurück. Zurück in sein Bett. Zurück zum Anfang.
Dennoch waren ihre Pläne anfangs schwer zu verstehen und nicht zu begreifen. Lange lag er in ihren Armen, sie in seinen. Die Tränen schienen unaufhörlich über die zarten dürren Wangen des Jungen zu fließen, ehe die beiden ineinander verschlungen einschliefen.
Wieder erwacht, zurück aus dem Traumland in der oft rauhen Realität, lag er in dem großen Bett. Viel zu groß für einen Jungen seines Alters. Geweckt hatte ihn ein fieser Gedanke, ein Streich eines bösen Gottes, ein dunkler Alptraum, nicht wie sonst das Brodeln von kochendem Wasser oder der Duft frischer Kräuter, der bis in das Schlafgemach stieg. So rutschte er aus dem Bett in seine Kleidung und in die Schuhe die ordentlich neben dem kleinen Nachtschränkchen standen. Mit müdem Blick öffnete er Tür für Tür, in jedem Zimmer schaute er nach ihr. Danach ging er nach draußen. Er brauchte sich gar nicht weiter umschauen. Sie war gegangen, doch sie würde wiederkommen.
Noch wie hypnotisiert stapfte er in Richtung des Grabes von Elias, direkt am Wasser.
Dort angekommen ging er in die Hocke und schaute auf den Stein, auf die Stelle, die seine Mutter ihm gerade erst noch gezeigt hatte.
Leise begann er dann zu sprechen:
Na Elias…
Ich bekomm bald n Schwesterchen oder n Brüderchen. Hat die Ehluhvie bestimmt schon gesagt, ne?
Mama will sich nochma von dir verabschieden, also richtig. Weißt schon!
Kannst mir was versprechn? Du kannst sie doch sehn von da wo du bist?! Kannst auf sie aufpassen? Machst das ja? Ich vermiss die nämlich schon.
Ach und wo ich dich schon mal gerade sprech, kannste Miki von mir grüßen? Weißt ja wen ich meine, ne? Den Sohn von Ronya der auch zu Ehluhvie gegangen is.
Und mach bitte dass sie wieder lachn kann, also Mama. Ich mag nicht wenn sie weint und immer so traurig guckt.
Ich hoffe dir geht’s gut da. Bis bald dann…
Noch einige Zeit starrte er regungslos auf den Grabstein als würde er auf eine Antwort warten. Doch die Minuten verstrichen ohne das sich in seiner Umgebung etwas regte. Als er aufstand riss er die Stille aus dem Bild. Er drehte sich ab und eine letzte Träne kullerte an der Wange hinunter und wurde vom Wind auf das Grab getragen. Eine Träne mit einem Versprechen, eine Träne als Abschied oder eine Träne als Neuanfang.
Gedankenlos, der Blick geradeaus wie ein zielsicherer junger Mann, wartete er durch das hohe Gras, welches sich den Ideen des Windes beugte, hin bis zur Festung zurück. Zurück in sein Bett. Zurück zum Anfang.