Ein Schreiben für Sahid Yazir

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Khazim Yazir
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Ein Schreiben für Sahid Yazir

Beitrag von Khazim Yazir »

Im Familienhaus der Yazir liegt ein Brief offen auf dem Tisch.

Salam Sahid Ibrahim, dem die Allmara das Geschick, die Klugheit, die Tapferkeit und die Beharrlichkeit schenkte, das Oberhaupt der Familie Yazir zu sein, deren Blut auch in meinen Adern fließt.

Lange war ich der Familie, der Armee, meinen lieben Freunden fern, ohne dass ich euch über die Umstände meines Fortganges hätte Kunde bringen können.
Erlaube mir, ehe ich drei Bitten an Dich richte, daher zunächst die Schleier der Unwissenheit zu lüften, hinter denen meine Spuren euch verborgen waren.
Viele Monde ist es her, dass ich bei einem meiner vielen Besuche auf dem Basar unvermittelt ein mir vertrautes Gesicht erblickte. Beinahe hätte ich deshalb die Beherrschung verloren und den Unseligen mit lauten Worten verflucht. Denn kein anderer war es als einer jener Schergen, die einst meine Karawane überfielen und das Blut der Meinen vergossen, mögen sie auf ewig dürstend durch die sengenden Sande der Durrah irren!
Fürchtend, ihn in der Menge zu verlieren, heftete ich mich an seine Fersen und da er geraden Weges die Stadt verließ, sah ich keine Gelegenheit, innezuhalten, zu groß waren mein Wunsch, Rache zu nehmen und zugleich die Furcht, jener Möglichkeit durch Zögern beraubt zu werden.
Ich verfolgte ihn in die Durrah in der Hoffnung, er würde mich zu seinen Kumpanen führen.
Zu vieles ist in der Durrah geschehen, als dass ich es auf diesem Blatt niederschreiben könnte.
Daher will ich mich damit begnügen zu sagen, dass ich letztendlich an einigen dieser schändlichen Verbrecher Rache üben durfte. Doch auch nachdem ich viele Monde durch die Durrah zog, war es mir nicht vergönnt, den Anführer zu finden.
Stattdessen geschah etwas anderes. Mit jedem verstreichenden Tag schwand mein Durst nach Rache und wich einem anderen Verlangen. Jenem, wieder im Kreise der Familie in Menek'Ur zu sein, wo ich so viel Liebe, Nähe und Zusammenhalt erfahren durfte. Und so kehrte ich heim.

Ich sprach von drei Bitten, die ich an Dich richte und es sind diese:
Erlaube mir als Oberhaupt der Yazir, erneut im Hause der Familie mein Heim zu finden.
Erlaube mir ferner weiterhin mit Stolz den Namen und die Farben der Yazir zu führen.
Zuletzt bitte ich Dich als Sajneen, auch künftig als Janitschar dienen zu dürfen.

Wie auch immer Du Dich entscheiden magst, soll es geschehen.

Mögest Du allzeit Wasser und Schatten finden
Khazim
"Komm mit mir in ein Land, ein exotischer Fleck, wo die Lamas durch die Durrah zieh'n."
bekannt
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