Es gibt keine Zufälle
Verfasst: Montag 29. Dezember 2025, 15:57
(Fertigung Magierstab)
Zunehmend fragte man ihn, ob er sich schon Gedanken über seinen Stab gemacht hatte, oder gar seine Fertigung begonnen.
MANN!
Was für ein nerviges Thema!
Was für einen angehenden Magus ein Thema freudiger Aufregung, vielleicht auch Sorge war, "es zu vermasseln", auf jeden Fall aber etwas, auf das man sich wohl freute wie Kinder auf den Tag der Geschenke, war für ihn etwas, das am ehesten... Wut auslöste. Frust.
"Wofür soll ich den Stab denn schnitzen?!
Damit er im Kleiderschrank in der Ecke steht wie mein jetziger? Oder als eine von zwei Krücken?!"
Schockiert-empörte Blicke waren ihm bei der Härte dieser Wahrheit begegnet. Aber bisher kein "Ja, stimmt... Dann lass es."
Ein Magier brauchte einen Stab. Wofür? Damit er einen Stab hatte. Warum? Um einen Teil seiner Macht darin zu verankern, einen Teil seiner Persönlichkeit. Das erste Artefakt, das ein Magus fertigte. Warum? Um einen Stab zu haben. Ein Standessymbol. Weil man eben einen Stab hatte.
Welch Irrsinn.
Selbst mit Nyome geriet er darüber fast in Streit:
Sie erklärte und zeigte ihm, dass der Stab eines Magus jede gewünschte Form annehmen könne,dass die allermeisten Magier ihn auf diese Art als sonstwas verwandelt stets unauffällig bei sich trugen, bis sie ihn brauchten.
Ja, schön. Aber begriff sie die Unlogik nicht, die das für ihn mit sich brachte? Wenn er sich abstützen wollte, brauchte er zwei Achselkrücken, wo sollte dann der Stab hin? Wozu brauchte er überhaupt einen Stab, wenn er dabei einen Teil seiner Macht "auslagerte" in einen Gegenstand, der gestohlen werden konnte?
Aha. Er erfuhr also immerhin, dass der Stab dann in der Lage war, über die Zeit hinweg mehr Kraft in den Magier zurück zu leiten, als dieser in die Fertigung investiert hatte, mhm... das war schon mal immerhin ein Punkt, gut - aber wie sollte er ihn verwenden?
"Versteht Ihr mich nicht?", fragte Nyome mit vermutlich noch aller Nachsicht, die sie angesichts seiner Bockigkeit erübrigen konnte, "Der Stab kann, wie ich Euch zeigte, jede erdenkliche Form annehmen, auch die..." Sie vollendete den Satz nicht, sondern blickte nur demonstrativ auf den fehlenden Teil seines Unterschenkels.
Er würde dadurch also so, wie er es bisher für sein Artefakt angedacht hatte, eine magische "Prothese" endlich tragen können? Ein magisch nachgebildeter Fuß mitsamt fehlendem Beinstück? Das klang verlockend! Konnte er sich die Fertigung des Extra-Artefaktes also ersparen?!
"Entfaltet der Stab denn die Macht dieser Regeneration, während ich ihn als Fuß trage?"
"Nein. Er muss dafür in der Form des Stabes sein", antwortete Nyome ruhig.
Er lehnte sich vor und faltete die Hände. "Ruhig bleiben! Nicht unhöflich werden!"
"Verstehe ich Euch also recht, Arcomaga: In den Höhlen, wo ich den Stab brauche, kann ich ihn nicht benutzen, weil ich dort meinen Fuß bräuchte, um den Stab zu nutzen.
Zu den Anlässen der Repräsentation, die Ihr erwähntet, stünde ich dann OHNE Fuß da, also wie ein Depp, weil ich mich mit zwei Händen an dem Stab festklammern muss, um nicht umzufallen!"
"Wie oft seht Ihr denn Magiere mit ihrem Stab in der Hand? Doch fast nie..."
"Ich soll den Stab also fertigen, um dann die Vorteile, die der Stab bringt, nicht zu nutzen?"
So langsam wusste sie auch nicht mehr. Ob sie die Problematik begriff, oder so wirklich wahr haben wollte, wusste er nicht so recht einzuschätzen und argwöhnte leise: nein.
"Ich werde also ein gesondertes Artefakt brauchen, um meinen Fuß zu ersetzen, Arcomaga.
Und dann werde ich den Stab mit Freuden tragen und Ihr werdet mich kaum noch ohne sehen, mein Wort darauf!"
Zwei Artefakte. Parallel. Das eine, das seinen Fuß, wenigstens in "taubem" Zustand, ersetzen sollte, eine Neuerschaffung, soweit er es bisher hatte recherchieren können. Mal ganz abgesehen davon, dass es ungemein schwierig schien, an Wissen diesbezüglich heran zu kommen.
Gut, dass er sonst nichts zu tun hatte...
Zunehmend fragte man ihn, ob er sich schon Gedanken über seinen Stab gemacht hatte, oder gar seine Fertigung begonnen.
MANN!
Was für ein nerviges Thema!
Was für einen angehenden Magus ein Thema freudiger Aufregung, vielleicht auch Sorge war, "es zu vermasseln", auf jeden Fall aber etwas, auf das man sich wohl freute wie Kinder auf den Tag der Geschenke, war für ihn etwas, das am ehesten... Wut auslöste. Frust.
"Wofür soll ich den Stab denn schnitzen?!
Damit er im Kleiderschrank in der Ecke steht wie mein jetziger? Oder als eine von zwei Krücken?!"
Schockiert-empörte Blicke waren ihm bei der Härte dieser Wahrheit begegnet. Aber bisher kein "Ja, stimmt... Dann lass es."
Ein Magier brauchte einen Stab. Wofür? Damit er einen Stab hatte. Warum? Um einen Teil seiner Macht darin zu verankern, einen Teil seiner Persönlichkeit. Das erste Artefakt, das ein Magus fertigte. Warum? Um einen Stab zu haben. Ein Standessymbol. Weil man eben einen Stab hatte.
Welch Irrsinn.
Selbst mit Nyome geriet er darüber fast in Streit:
Sie erklärte und zeigte ihm, dass der Stab eines Magus jede gewünschte Form annehmen könne,dass die allermeisten Magier ihn auf diese Art als sonstwas verwandelt stets unauffällig bei sich trugen, bis sie ihn brauchten.
Ja, schön. Aber begriff sie die Unlogik nicht, die das für ihn mit sich brachte? Wenn er sich abstützen wollte, brauchte er zwei Achselkrücken, wo sollte dann der Stab hin? Wozu brauchte er überhaupt einen Stab, wenn er dabei einen Teil seiner Macht "auslagerte" in einen Gegenstand, der gestohlen werden konnte?
Aha. Er erfuhr also immerhin, dass der Stab dann in der Lage war, über die Zeit hinweg mehr Kraft in den Magier zurück zu leiten, als dieser in die Fertigung investiert hatte, mhm... das war schon mal immerhin ein Punkt, gut - aber wie sollte er ihn verwenden?
"Versteht Ihr mich nicht?", fragte Nyome mit vermutlich noch aller Nachsicht, die sie angesichts seiner Bockigkeit erübrigen konnte, "Der Stab kann, wie ich Euch zeigte, jede erdenkliche Form annehmen, auch die..." Sie vollendete den Satz nicht, sondern blickte nur demonstrativ auf den fehlenden Teil seines Unterschenkels.
Er würde dadurch also so, wie er es bisher für sein Artefakt angedacht hatte, eine magische "Prothese" endlich tragen können? Ein magisch nachgebildeter Fuß mitsamt fehlendem Beinstück? Das klang verlockend! Konnte er sich die Fertigung des Extra-Artefaktes also ersparen?!
"Entfaltet der Stab denn die Macht dieser Regeneration, während ich ihn als Fuß trage?"
"Nein. Er muss dafür in der Form des Stabes sein", antwortete Nyome ruhig.
Er lehnte sich vor und faltete die Hände. "Ruhig bleiben! Nicht unhöflich werden!"
"Verstehe ich Euch also recht, Arcomaga: In den Höhlen, wo ich den Stab brauche, kann ich ihn nicht benutzen, weil ich dort meinen Fuß bräuchte, um den Stab zu nutzen.
Zu den Anlässen der Repräsentation, die Ihr erwähntet, stünde ich dann OHNE Fuß da, also wie ein Depp, weil ich mich mit zwei Händen an dem Stab festklammern muss, um nicht umzufallen!"
"Wie oft seht Ihr denn Magiere mit ihrem Stab in der Hand? Doch fast nie..."
"Ich soll den Stab also fertigen, um dann die Vorteile, die der Stab bringt, nicht zu nutzen?"
So langsam wusste sie auch nicht mehr. Ob sie die Problematik begriff, oder so wirklich wahr haben wollte, wusste er nicht so recht einzuschätzen und argwöhnte leise: nein.
"Ich werde also ein gesondertes Artefakt brauchen, um meinen Fuß zu ersetzen, Arcomaga.
Und dann werde ich den Stab mit Freuden tragen und Ihr werdet mich kaum noch ohne sehen, mein Wort darauf!"
Zwei Artefakte. Parallel. Das eine, das seinen Fuß, wenigstens in "taubem" Zustand, ersetzen sollte, eine Neuerschaffung, soweit er es bisher hatte recherchieren können. Mal ganz abgesehen davon, dass es ungemein schwierig schien, an Wissen diesbezüglich heran zu kommen.
Gut, dass er sonst nichts zu tun hatte...



