[MMT] Der Silberquellhof. Nur ein Hof oder?

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Lucius Kalaris
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Registriert: Freitag 25. Dezember 2020, 13:10

[MMT] Der Silberquellhof. Nur ein Hof oder?

Beitrag von Lucius Kalaris »

Alles fing an vor etwa 5 Jahren als Lucius sich auf machte um das Gehöft seines alten Herrn zu verlassen.
Wie das so ist wenn Jungs ihr Elternhaus verlassen, war auch Lucius der Meinung niemals das gleiche machen zu wollen wie sein alter Herr.
Auf Gerimor angekommen musste er jedoch fest stellen das er ein recht lausiger Kämpfer ist.
Und so kam es, wie es kommen musste und die Erkenntniss hielt Einzug bei der jungen Mann.
Das war vor gut drei Jahren als er sich dann doch entschied in die Fußstapfen seines alten Herrn zu treten und das zu machen was er wirklich gut konnte.
Und so hatte er seine offizielle Knechtzeit vorbei welche man auf Gerimor absolvieren musste um einen eigenen Hof zu bekommen und pachtete sich einen eigenen Hof in Junkersteyn.
So ganz alleine musste er jedoch fest stellen das ein eigener Hof auch unheimlich viel Arbeit bedeutet.
Und so plagte er sich eine ganze Weile durch das Leben welches im Grunde nur aus Arbeit bestand.
Ein Jahr lang ging das so bis sich auf dem Hof Lichtblicke auf taten.
Nicht nur das eine Zephi eine Bleibe fand und sich fleißig mit einbrachte und im Haushalt und bei der Obsternte half, eine alte Freundin aus Kindertagen fand den Weg zu ihm auf den Hof.
Matilda und Lucius kannten sich bereits ewig und durch die Freundschaft zu Matildas Bruder verbrachte man auch einiges an Zeit zusammen.
Matilda fing als Magd bei ihm an und so wurde die viele Arbeit, geteilt durch drei schon viel angenehmer.
Doch wie das Leben halt so spielt, verändert sich immer irgend etwas.
Lucius beschloss den Hof in Junkersteyn auf zu geben und einen ungewissen Schritt zu wagen.
Er und Matilda beschlossen einen Hof vor Bajard zu übernehmen um diesen zu bewirtschaften.
Er wurde schon oft belächelt weil er seinen Hof nicht wie einen Hof führt und man sagte ihm nach er sei ja kein Bauer sondern mehr ein Kerl der Mädels um sich scharte um Familie zu spielen.
Doch er war Glücklich so wie es lief und er sah keinen Grund das zu ändern.
Und da die Arbeit vor Bajard um ein vielfaches mehr war als nich zuvor, nutzte er die Gelegenheit und antwortete auf das Gesuch von dieser jungen Frau welche eine Anstellung suchte.
Natürlich war sie offiziell als Magd bei ihm angestellt, doch auch Imke machte er von anfang am klar das er den Hof ehe wie eine Familie führen würde.
Imke war ein wirklich fleißiges Bienchen und entlastete die anderen am Hof so sehr, das tatsächlich auch etwas Zeit für private Unternehmungen blieb.
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Imke Uhlenhoff
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Beitrag von Imke Uhlenhoff »

All dieser Ärger. Sie hatte Emma geliebt. Ihre Ziehmama, die sie damals vor diesem zornigen Händler gerettet hatte. Ihr Zuhause, ihr altes Zuhause, es lag schon so lang zurück. Nur noch vage Erinnerungen an ihre Eltern, die durch eine Krankheit aus dem Leben gegangen waren. Sie hatte doch nur Hunger. Die Kinder der Straße teilten nicht gern. Man konnte die Tricks von ihnen abschauen, mehr nicht. Aber sie war einfach nicht wirklich geschickt darin gewesen und wollte es auch nicht.

Lange hatte sie Glück gehabt, die Güte der Menschen liess ihr immer mal hier und da etwas zu Essen zukommen. An dem Morgen war es anders und sie hatte in der Verzweiflung einmal, zum ersten Mal, versucht einen Apfel zu erlangen. Sieben Sommer zählte ihr Leben damals. Und natürlich ging es schief! Während ihre Tränen liefen und der Händler ausholte, ihre Dummheit zu bestrafen, hatte sie plötzlich da gestanden. Dessen Hand aufgehalten und ihn ausgeschimpft. Er solle gefälligst ihre Tochter in Ruhe lassen, sie würde das Obst schon bezahlen. Ihre Tochter? Die Fremde damals mit den gütigen Augen und doch giftigen Worten, die auf den Händler einprasselten.

So wuchs sie sicher auf dem Gestüt auf, immer zusammenzuckend, wenn ihre Ziehmama sich mal wieder mit irgendwem stritt. Sie war scheinbar die einzige hier, die deren fürsorgliche Art kennenlernen und geniessen durfte. Mit den Jahren konnte sie immer mehr zur Hilfe werden und lernen. Doch dann kam der Tag, an dem Mama Emma wohl den falschen verärgert hatte. Sie beide wurden vom Hof gejagt, der ihr Heim war. Alle Pferde fortgeschafft und eben reichte ihr Gold noch für eine Überfahrt. Die alte Heimat, wie Mama sie nannte. Hoffend dort, durch alte Bekanntschaften, Hilfe für einen Neuanfang zu erlangen.

Die Überfahrt geriet zur Katastrophe. Mama ertrank und sie stand da mit nichts als den Kleidern auf dem Leib, die zugegeben auch nicht die besten waren. Wo sollte sie hin? Einzig blieb ihr der Versuch, auf einem Hof eine Anstellung zu finden und zu hoffen, eine Zukunft aufzubauen, wieder allein wie sie nun war. Wenn auch nicht mehr so hilflos und verloren wie damals mit 7 Jahren.

Und so fand sie zumindestens hier, durch die freundliche Aufnahme auf dem Silberquellhof, ein neues Heim. Sie würde dies danken, durch Fleiss und Eifer. Das Wissen nutzend, das sie auf dem Gestüt sammeln konnte und immer bereit neues zu lernen.
Lucius Kalaris
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Registriert: Freitag 25. Dezember 2020, 13:10

Beitrag von Lucius Kalaris »

Ein ganz normaler Morgen wie jeder andere begann damit, das Lucius die Augen auf machte und als er dann so nach oben schaute den neuen Traumfänger erblickte der über dem Bett hing.
Gut das du nur Alpträume abhalten sollst. Denn der Traum war toll.
Meinte er vor sich her brummelnd als er sich einmal ausgiebig streckte und dann gemächlich aus dem Bett krabbelte.
Schon im Begriff die Leiter vom Dachboden runter zu gehen hielt er mit mal inne und ging erneut brummelnd rauf.
Der Griff ging zum Morgenmantel den er sich dann über warf um nun aber runter in die erste Etage zu gehen.
Ein kurzer prüfender Blick ging im Blumenzuchtzimmer umher ehe er raus auf den Balkon ging und wie jeden Morgen die frische Luft vor den ersten Sonnenstrahlen tief in seine Lungen zu ziehen.
Dann ging sein Blick runter auf das Feld und wie jeden Morgen seid einiger Zeit erblickte er dann auch schon Imke die fleißig über das Feld huschte und emsig die erste Ernte des Tages einholte.
Sich auf das Geländer mit den Händen abstützend betrachtete er sie eine Weile schweigend bis ein leises Magengrummeln sich bemerkbar machte.
Ins haus wieder rein gehend kam ihm da auch schon der Duft von gut riechendem Frühstück in die Nase. Inne haltend schnupperte er kurz an der Treppe.

Schweinshaxe, Kartoffelbrei und Sauerkraut.
Murmelte er leise mit einem vorfreudigen leisen Schmatzen und machte sich dann auf den Weg in die große Gemeinschaftsküche.
Es dauerte auch nicht lange, da wurde er schon mit einem warmherzigen Lächeln von Matilda begrüßt die ihm ungefragt einen vollen Teller mit den Leckereien hin stellte.
So ging es nun schon einige Wochen. Wochen in denen Lucius sich warlich zu Hause angekommen fühlte. Es war fast wie damals zu Hause auf dem Hof wo sogar mehrere Generationen unter einem dach lebten.
Er hatte allen Grund ein glücklicher Mann zu sein und das wollte er den Mädels unter seinem dach auch zeigen und nutzte die frei gewordene Zeit in dem er sie immer mal mit kleineren Aufmerksamkeiten bedachte.
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Imke Uhlenhoff
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Beitrag von Imke Uhlenhoff »

Wieder ein Tag der eifrigen Feldarbeit. Eben war das Feld bestellt, die Blumen waren auch frisch gegossen. Die Tiere waren versorgt.. Die Arbeit war anstrengend, aber auch abwechslungsreich. Trotzdem es war Zeit sich ruhig eine Pause zu gönnen und etwas zu essen.

Die auf dem Tablett liegenden Kekse sahen zu köstlich aus und sie griff munter zu. Irgendwie schmeckten sie seltsam, konnte der leckere Überzug so täuschen?

Ihr wurde übel, alles begann sich zu drehen. Die Farben stimmten nicht mehr. Warum war alles so bunt und verschwommen? Durch die offene Tür drangen von draussen seltsame Geräusche herein. Ein bedrohliches Fauchen und brüllen. Sie wagte nicht hinaus zu schauen, sank stattdessen völlig ermüdet am Küchentisch zusammen.

Es musste eine ganze Weile vergangen sein, als sie wieder aufwachte, zudem mit bohrenden Kopfschmerzen und immer noch diese Übelkeit. Mühsam schleppte sie sich in ihr Zimmer und war bis zum Abend nicht mehr zu sehen.

Das Feld war längst erntereif als sie wieder hervorkam, nur um sich wegen der Kopfschmerzen zu entschuldigen, die sie immer noch quälten und auf diese seltsam verdorbenen Kekse hinzuweisen. Dankenswerter Weise wurde sie nur noch ins Zimmer verbracht und schlief auch gleich wieder ein. Hoffend der morgige Tag würde besser aussehen.
Lucius Kalaris
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Beitrag von Lucius Kalaris »

Es war noch früh am Morgen als das erste Schiff mit der Flut in den Hafen von Bajard einlief.
Emsig machten sich die Matrosen daran die Ladung zu löschen und frisches Trinkwasser und Proviant auf zu stocken für die Heimfahrt.
Jedoch wurde nicht alles an Ladung gelöscht.
Einer der Matrosen wurde von seinem Kapitän los geschickt um zum Silberquellhof zu gehen um den Bauern zu informieren.

Ey Bauer. Dein Stier aus Goldenfall ist da.
Lucius schaute an dem Matrosen vorbei um den Stier zu suchen, dann blickte er fragend den Matrosen an.
Vergiss es Bauer. Den kannst du selber vom Schiff holen.
Der hat uns unterwegs eine unserer Koppeln zertrümmert und 2 von uns zum Schiffsheiler geschickt.

Seinen drei Tagebart kurz reibend nickte er verstehend und machte sich gemeinsam mit dem Matrosen auf den Weg zum Schiff.
Dem Kapitän eine Entschädigung zahlend ging er dann unter Deck zu dem Stier den er sich von seinem alten Herrn aus Goldenfall hat einschiffen lassen.
Eine geschlagene Stunde und jede menge Gepolter und verschreckte Matrosen später war der Stier dann endlich vom Schiff runter.
Erst als er dann im Stall des Hofes bei den Kühen stand schien er sich zu beruhigen.
Ob es an der Gesellschaft der weiblichen Artgenossen lag oder an den nicht mehr schaukelnden Boden war schwer zu sagen.
Zuletzt geändert von Lucius Kalaris am Dienstag 2. September 2025, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
Lucius Kalaris
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Beitrag von Lucius Kalaris »

In den letzten Tagen sah man immer mehr Händler die mit ihren Karren und Wagengespannen Werkzeuge, Schaniere, Nägel und jede menge Holz zur Baustelle kurz hinter den Silberquellhof schafften.
Emsig wurde mit all dem Zeug gewerkelt und mit jedem weiteren Tag konnte man mehr erkennen.
Erst munkelte man, es würde eine Pferdekoppel werden.
Dann aber nach einiger Zeit als man auf den Bauern zu kam und fragte, erzählte er das dies wohl eine Arena werden würde für das anstehende Rodeo.
Kaum war das Geheimniss glüftet, sah man auch schon die Bajader Kinder stets an der Baustelle wenn dort gerade mal nicht gebaut wurde.
Offensichtlich hatten sie Freude daran Stierkämpfe und Rodeo zu spielen.
Sie wechselten sich damit ab wer gerade der Stier war und wer der Reiter.
Einige gingen sogar zum Bauern und fragten ob sie nun auch auf dem echten Stier reiten dürften, jetzt wo sie geübt hätten.
Doch der Bauer zeigte mit seiner Hand hebend auf Höhe seiner Schulter an und meinte.

Wenn ihr mir bis dahin reicht, dürft ihr.
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Matilda Treublum
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Registriert: Montag 23. Oktober 2023, 12:10

Re: [MMT] Der Silberquellhof. Nur ein Hof oder?

Beitrag von Matilda Treublum »

Da saß sie vor dem großen Kamin im Dachgeschoss um sich nach dem frischen Herbstwind und den geselligen Stunden bei Wein und Bier wieder aufzuwärmen.
Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen draußen zu feiern, denn sobald die Sonne weg war, wurde es sehr schnell sehr kühl. Auch warme Blicke oder die Feuerschale hatten ihr nur mäßig geholfen und so blieb die Hoffnung, dass sie sich nicht verkühlt hatte.
Hier unter der kuscheligen Decke vor dem Kamin aber war es herrlich warm.
Müde und glücklich betrachtete sie das knuffeligste Kuschelkätzchen, dass sie jemals erhalten hatte. Achtsam berührte sie das Näschen des Stofftiers, bedacht sich die liebevollen Details einzuprägen und es gleichsam nicht zu viel zu berühren aus Angst, sie könnte es kaputt machen.

Ein liebevolles Seufzen, während sie an die beiden Männer denkt, die ihr dieses Geschenk gemacht haben. Hoffentlich fühlten sie sich genau so gewertschätzt, wie sie es tat.
Auch der Gedanke an eine vielleicht neu gewonnene Freundin, ließ die junge Frau wohlig an den Abend denken.
Und während sie so dachte und schwärmte und sich unter der Kuscheldecke einmummelte, schlummerte sie ein.

Als sie am nächsten Morgen erwachte fand sie sich im großen Bett wieder. Teleportation? War sie vielleicht doch eine lang vergessene Liedwirkerin? Leise gähnend fiel ihr Blick nach rechts. Dort schlief der Bauer fest wie ein Stein.
Keine Teleportation also. Aber die Alternative stellte sie ebenfalls sehr zufrieden.
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