Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Boden berühren und die ersten Pferdekarren scheppernd die Straße entlang fahren, offenbart sich rund um den Grenzposten Wetterau ein schreckliches Bild:
Die rahalischen Soldaten Radik, Erindo und Sigvalt die gestern Abend Dienst hatten liegen tot auf dem Boden. Das Blut mittlerweile getrocknet, lassen sich ihre tödlichen Verletzungen deutlich schweren Klingen zuordnen. Ein paar Pfeile liegen rund um die Leichen herum am Boden oder im Geäst.
Die Straße, wie auch das nahe Grün drumherum ist aufgewühlt, eine große Zahl von Pferdehufen scheint hier unterwegs gewesen zu sein. Insofern man sich die Mühe macht der Richtung dieser Spur zu folgen, wird man entdecken können, dass die Meute sich zum Schrein der Ehre des heiligen Alsamar bewegt hat. Tief im Wald, umschlossen von ruhigem Wasser, wirkt dieser Ort bis auf die Spuren der Pferde im Gegensatz zum Schlachtfeld am Wachposten regelrecht ruhig und friedvoll.
Ein leerer Wachposten in Wetterau
- Melyna Fuxthal
- Beiträge: 24
- Registriert: Sonntag 26. Mai 2024, 14:03
- Jynela Dhara
- Beiträge: 629
- Registriert: Montag 28. Dezember 2020, 18:02
Es war früh. Zu früh für Katastrophen und ganz sicher zu früh für Nachrichten, die mit dem Satz begannen: "Hauptmann, da gibt es ein Problem in Wetterau."
Ja, der Morgen hatte früh begonnen, verdammt früh, aber einigermaßen harmlos. Und das war wahrscheinlich schon verdächtig. Harmlos war meist in der Kommandantur ein Fremdwort, das mit „H“ begann wie "Hinterhalt" oder "Halsabschneider", von jenen beiden Worten man allerdings zugegebenerweise in den letzten Wochen tatsächlich wenig gehört oder gespürt hatte. Es war eben nun einmal für Garde Verhältnisse ziemlich ruhig gewesen.
Sie allerdings hatte schlecht geschlafen, die Zeit vor dem Sonnenaufgang mehr schlecht als recht auf dem Truppenübungsplatz verbracht und saß nun mit schmerzenden Muskeln - so alt war sie doch verdammt nochmal noch nicht - in der Kommandantur an ihrem Schreibtisch, zwischen wachsendem Papiergebirge und dem letzten Rest Hoffnung, dass vielleicht dieser Tag ausnahmsweise nicht mit einem weiteren Problem wie: "Das aber so bestimmt nicht im Dienstplan", beginnt.
Vor sich eine Tasse Kaffee und zwischen den Schulterblättern schon jetzt das seltsame Gefühl, dass irgendetwas gleich sehr schief laufen würde. Der Kaffee war natürlich kalt. Und dünn. Viel zu dünn. Wenn Lingor nicht gerade Dienst hatte, gab es einfach keinen Anständigen. Das dürre Gebräu war dann immer entweder zu heiß, oder schon kalt und vollkommen geschmacklos. Nie dazwischen. Wie das Schicksal.
Ein leises Klopfen an der Tür.
Dann ein weiteres, eiliges.
Und schließlich ein wirklich dringendes Klopfen, das sich anhörte wie jemand, der etwas Schreckliches erlebt hat – oder etwas Schreckliches berichten muss, bevor jemand anderes es tut und er dann für die Verspätung Ärger bekommt.
"Herein", sagte Jynela, und dachte: Wenn es wieder ein Bericht über einen Unfall mit Karren, drei Fässern Fisch und einem widerspenstigen Ziegenbock ist. schick ich ihn zum Eimer leeren in die Kerker. Alle Kerkern. Im ganzen Reich.
Der Kamerade, ein noch junger Gardist war allerdings ein wenig blass um die Nase, als er salutierte. Sein Blick verhieß absolut nichts Gutes.
Jynela hob eine Braue. "Ich hoffe mal stark, dass ihr nicht hier seid, um noch eine der Diskussionen zu führen, ob Nachtwachen wirklich nachts sein müssen?" fragte sie mit der trockenen Stimme einer Frau, die wusste, dass die Antwort ihr wahrscheinlich genauso wenig gefallen würde, wie tatsächlich eine weitere Diskussionen dieser Art.
"Nein, Hauptmann. Die Patrouille hat den Grenzposten bei Wetterau leer vorgefunden. Niemand da. Also.....keiner, der noch aufstehen konnte. Oder überhaupt wieder sollte."
Jynela seufzte. Nicht laut, sondern auf die Art, wie ein altes Gebäude bei Regen seufzt – still, aber tragend.
„Tot?“ fragte sie, als gäbe es da noch Zweifel.
Er nickte. „Alle. Wie hingeworfen. Sie lagen da, als ob sie... also... gestört haben. Die Patrouille meldet, dass die Spuren auf eine größere Truppe hindeuten. Und die Wachen… na ja. Sie waren wohl einfach im Weg.“
„Im Weg“, wiederholte Jynela flach. „Unsere Leute. Mit Ausrüstung. Uniform. Offizieller Auftrag. Und jemand ist da einfach durch, als wären sie Geröll.“
Jarel nickte kleinlaut. „Sie wurden nicht mal durchsucht. Keine geplünderten Gürtel, keine Ausrüstung gestohlen. Nur umgelegt. Und weitergegangen.“
Jynela schloss die Augen und zählte innerlich bis fünf. Dann noch mal, weil es beim ersten Mal nicht geholfen hatte.
"Also. Eine bewaffnete Truppe – sagen wir fünfzehn Männer – läuft durch unser Gebiet, macht sich nicht einmal die Mühe zu plündern oder zu schleichen, sondern schaltet unsere Wachen wie Türstopper auu und zieht weiter, als hätten sie Wichtigeres zu tun?"
"So sieht es aus, Hauptmann. Ketzer, sagen die Kameraden. Die Spur geht bis zum Schrein."
Sie stand auf, langsam. Die Stiefel knarrten ein wenig, aber nicht so deutlich wie ihr Geduldsfaden.
Eine Weile blieb es still im Arbeitszimmer.
Nicht die unangenehme Art von Stille, wie wenn jemand fragt, wer zuletzt den Wachhund gefüttert hat – sondern die andere.
Die Schwere.
Die, die sich auf die Luft legt wie Staub auf alten Rüstungen.
Jynela stand noch immer neben dem Schreibtisch, eine Hand auf der Platte abgelegt, als suche sie gerade eine Stütze. Ihre Gedanken ratterten, wie sie es immer taten – Bewegungen, Patrouillenrouten, Konsequenzen –, aber etwas in ihr hatte kurz den Dienst verweigert.
Nur für einen Moment.
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus Anstand.
Es waren ihre Männer.
Erfahrene Wachen.
Keine Helden.
Keine Balladenvorlagen.
Nur Männer mit Schwertern, vielleicht mal einer schief geschnallten Brustplatten und der Fähigkeit, bei Regen zu fluchen wie ausgebildete Seemänner.
Und nun lagen sie irgendwo im Dreck, erschlagen wie Hindernisse.
Das hatte nichts Glorreiches.
Nur Gewicht.
Und sie kannte dieses Gewicht. Sie kannte es nur zu gut. Es gab für sie auch wenig Zweifel, wem sie das zu verdanken hatten. Aber gerade in diesem einen Moment, war da einfach nur Bedauern, Schmerz und die Frage nach dem: Musste das immer der Weg sein? Die Antwort darauf kannte sie jedoch. Von allen Seiten.
Sie holte leise Luft, als würde sie etwas sagen wollen, tat es aber nicht. Noch nicht. In der Garde gab es ungeschriebene Regeln.
Eine davon lautete: Man schweigt, wenn man Männer verliert.
Reden kam später. Wenn man den Befehl gibt, weiterzumachen. Wenn man den nächsten Dienstplan schreibt – mit Lücken.
Dann, ruhig, fast wie für sich:
"Ich werde ihre Namen notieren und alles weitere in die Wege leiten."
Kein Schwur, kein großes Wort. Nur die eine Pflicht, die bleibt, wenn alles andere zu spät ist.
Ein bitterer Satz. Und genau deswegen einer, den ein Hauptmann in so einem Moment sagen darf oder sogar muss.
Sie sah den Kameraden aus den Augenwinkeln nicken und gab ihm das Zeichen, dass er entlassen war. Als er sich umwandte, hielt sie ihn doch noch einmal mit knappen Worten zurück.
"Keine gebrüllten Befehle – noch nicht. Ich will bis zur Mittagsstunde Ruhe in der Kommandantur."
Sie wartete einen Herzschlag, dann fügte sie hinzu:
"Und wenn du Melia siehst – sag ihm, ich brauche einen anständigen Kaffee. Bevor noch jemand stirbt, weil ich einen mit der Kanne erschlage."
Ja, der Morgen hatte früh begonnen, verdammt früh, aber einigermaßen harmlos. Und das war wahrscheinlich schon verdächtig. Harmlos war meist in der Kommandantur ein Fremdwort, das mit „H“ begann wie "Hinterhalt" oder "Halsabschneider", von jenen beiden Worten man allerdings zugegebenerweise in den letzten Wochen tatsächlich wenig gehört oder gespürt hatte. Es war eben nun einmal für Garde Verhältnisse ziemlich ruhig gewesen.
Sie allerdings hatte schlecht geschlafen, die Zeit vor dem Sonnenaufgang mehr schlecht als recht auf dem Truppenübungsplatz verbracht und saß nun mit schmerzenden Muskeln - so alt war sie doch verdammt nochmal noch nicht - in der Kommandantur an ihrem Schreibtisch, zwischen wachsendem Papiergebirge und dem letzten Rest Hoffnung, dass vielleicht dieser Tag ausnahmsweise nicht mit einem weiteren Problem wie: "Das aber so bestimmt nicht im Dienstplan", beginnt.
Vor sich eine Tasse Kaffee und zwischen den Schulterblättern schon jetzt das seltsame Gefühl, dass irgendetwas gleich sehr schief laufen würde. Der Kaffee war natürlich kalt. Und dünn. Viel zu dünn. Wenn Lingor nicht gerade Dienst hatte, gab es einfach keinen Anständigen. Das dürre Gebräu war dann immer entweder zu heiß, oder schon kalt und vollkommen geschmacklos. Nie dazwischen. Wie das Schicksal.
Ein leises Klopfen an der Tür.
Dann ein weiteres, eiliges.
Und schließlich ein wirklich dringendes Klopfen, das sich anhörte wie jemand, der etwas Schreckliches erlebt hat – oder etwas Schreckliches berichten muss, bevor jemand anderes es tut und er dann für die Verspätung Ärger bekommt.
"Herein", sagte Jynela, und dachte: Wenn es wieder ein Bericht über einen Unfall mit Karren, drei Fässern Fisch und einem widerspenstigen Ziegenbock ist. schick ich ihn zum Eimer leeren in die Kerker. Alle Kerkern. Im ganzen Reich.
Der Kamerade, ein noch junger Gardist war allerdings ein wenig blass um die Nase, als er salutierte. Sein Blick verhieß absolut nichts Gutes.
Jynela hob eine Braue. "Ich hoffe mal stark, dass ihr nicht hier seid, um noch eine der Diskussionen zu führen, ob Nachtwachen wirklich nachts sein müssen?" fragte sie mit der trockenen Stimme einer Frau, die wusste, dass die Antwort ihr wahrscheinlich genauso wenig gefallen würde, wie tatsächlich eine weitere Diskussionen dieser Art.
"Nein, Hauptmann. Die Patrouille hat den Grenzposten bei Wetterau leer vorgefunden. Niemand da. Also.....keiner, der noch aufstehen konnte. Oder überhaupt wieder sollte."
Jynela seufzte. Nicht laut, sondern auf die Art, wie ein altes Gebäude bei Regen seufzt – still, aber tragend.
„Tot?“ fragte sie, als gäbe es da noch Zweifel.
Er nickte. „Alle. Wie hingeworfen. Sie lagen da, als ob sie... also... gestört haben. Die Patrouille meldet, dass die Spuren auf eine größere Truppe hindeuten. Und die Wachen… na ja. Sie waren wohl einfach im Weg.“
„Im Weg“, wiederholte Jynela flach. „Unsere Leute. Mit Ausrüstung. Uniform. Offizieller Auftrag. Und jemand ist da einfach durch, als wären sie Geröll.“
Jarel nickte kleinlaut. „Sie wurden nicht mal durchsucht. Keine geplünderten Gürtel, keine Ausrüstung gestohlen. Nur umgelegt. Und weitergegangen.“
Jynela schloss die Augen und zählte innerlich bis fünf. Dann noch mal, weil es beim ersten Mal nicht geholfen hatte.
"Also. Eine bewaffnete Truppe – sagen wir fünfzehn Männer – läuft durch unser Gebiet, macht sich nicht einmal die Mühe zu plündern oder zu schleichen, sondern schaltet unsere Wachen wie Türstopper auu und zieht weiter, als hätten sie Wichtigeres zu tun?"
"So sieht es aus, Hauptmann. Ketzer, sagen die Kameraden. Die Spur geht bis zum Schrein."
Sie stand auf, langsam. Die Stiefel knarrten ein wenig, aber nicht so deutlich wie ihr Geduldsfaden.
Eine Weile blieb es still im Arbeitszimmer.
Nicht die unangenehme Art von Stille, wie wenn jemand fragt, wer zuletzt den Wachhund gefüttert hat – sondern die andere.
Die Schwere.
Die, die sich auf die Luft legt wie Staub auf alten Rüstungen.
Jynela stand noch immer neben dem Schreibtisch, eine Hand auf der Platte abgelegt, als suche sie gerade eine Stütze. Ihre Gedanken ratterten, wie sie es immer taten – Bewegungen, Patrouillenrouten, Konsequenzen –, aber etwas in ihr hatte kurz den Dienst verweigert.
Nur für einen Moment.
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus Anstand.
Es waren ihre Männer.
Erfahrene Wachen.
Keine Helden.
Keine Balladenvorlagen.
Nur Männer mit Schwertern, vielleicht mal einer schief geschnallten Brustplatten und der Fähigkeit, bei Regen zu fluchen wie ausgebildete Seemänner.
Und nun lagen sie irgendwo im Dreck, erschlagen wie Hindernisse.
Das hatte nichts Glorreiches.
Nur Gewicht.
Und sie kannte dieses Gewicht. Sie kannte es nur zu gut. Es gab für sie auch wenig Zweifel, wem sie das zu verdanken hatten. Aber gerade in diesem einen Moment, war da einfach nur Bedauern, Schmerz und die Frage nach dem: Musste das immer der Weg sein? Die Antwort darauf kannte sie jedoch. Von allen Seiten.
Sie holte leise Luft, als würde sie etwas sagen wollen, tat es aber nicht. Noch nicht. In der Garde gab es ungeschriebene Regeln.
Eine davon lautete: Man schweigt, wenn man Männer verliert.
Reden kam später. Wenn man den Befehl gibt, weiterzumachen. Wenn man den nächsten Dienstplan schreibt – mit Lücken.
Dann, ruhig, fast wie für sich:
"Ich werde ihre Namen notieren und alles weitere in die Wege leiten."
Kein Schwur, kein großes Wort. Nur die eine Pflicht, die bleibt, wenn alles andere zu spät ist.
Ein bitterer Satz. Und genau deswegen einer, den ein Hauptmann in so einem Moment sagen darf oder sogar muss.
Sie sah den Kameraden aus den Augenwinkeln nicken und gab ihm das Zeichen, dass er entlassen war. Als er sich umwandte, hielt sie ihn doch noch einmal mit knappen Worten zurück.
"Keine gebrüllten Befehle – noch nicht. Ich will bis zur Mittagsstunde Ruhe in der Kommandantur."
Sie wartete einen Herzschlag, dann fügte sie hinzu:
"Und wenn du Melia siehst – sag ihm, ich brauche einen anständigen Kaffee. Bevor noch jemand stirbt, weil ich einen mit der Kanne erschlage."
- Leandra Kalveron
- Beiträge: 747
- Registriert: Samstag 1. Februar 2020, 23:05
Erst vor zwei Tagen...
Vom Kloster ausgehend ziehen sich deutliche Spuren schwerer Rösser westwärts durch das Land. Der Weg führt an den überwucherten Mauern Varunas vorbei, hinein in das Grenzland.
Unweit der Pfade, dort wo sich der Wald verdichtet, innerhalb des Alatarischen Reiches liegt eine einzelne Wache tot am Wegesrand. Der Körper zeigt mehrere Schnittverletzungen, das Gesicht halb im Moos versunken. Ringsum ist der Boden aufgewühlt. Zahlreiche Hufspuren überlagern einander, ein Überrennen, keine Schlacht. Die Reiter haben nicht gezögert. Weiter westlich tote Dämonen. Die Kreaturen sind grob entstellt, ihre Körper verstreut im Laub, Kampfesspuren, gar tote Reittiere liegen im Matsch. Die Spuren der Pferde führen doch auch hier hindurch.
Am Schrein der Geistigkeit schließlich, einem abgelegenen Ort inmitten des Waldes, sind eindeutige Hinweise auf ein kurzes Verweilen zu erkennen. Die sonst unberührte Umgebung ist zertrampelt, das Gras niedergetreten, Äste abgebrochen. Kein Zeichen von Gewalt, doch es ist offensichtlich, dass hier eine größere Gruppe für kurze Zeit verweilt hat. Vielleicht wurde noch ein Buch gefunden, zumindest schien eines abgelegt.
Einige Bewohner aus der Gegend könnten gesehen haben, dass sich über dem Schrein goldene Schwingen am Himmel zeigten, eine leuchtende Silhouette, die über dem Ort schwebte und immer wieder herabstürzte. Kurz darauf sei die Reitertruppe, wie auch das Wesen am Himmel weitergezogen – nach Osten, scheinbar zurück in die Heimat.
Vom Kloster ausgehend ziehen sich deutliche Spuren schwerer Rösser westwärts durch das Land. Der Weg führt an den überwucherten Mauern Varunas vorbei, hinein in das Grenzland.
Unweit der Pfade, dort wo sich der Wald verdichtet, innerhalb des Alatarischen Reiches liegt eine einzelne Wache tot am Wegesrand. Der Körper zeigt mehrere Schnittverletzungen, das Gesicht halb im Moos versunken. Ringsum ist der Boden aufgewühlt. Zahlreiche Hufspuren überlagern einander, ein Überrennen, keine Schlacht. Die Reiter haben nicht gezögert. Weiter westlich tote Dämonen. Die Kreaturen sind grob entstellt, ihre Körper verstreut im Laub, Kampfesspuren, gar tote Reittiere liegen im Matsch. Die Spuren der Pferde führen doch auch hier hindurch.
Am Schrein der Geistigkeit schließlich, einem abgelegenen Ort inmitten des Waldes, sind eindeutige Hinweise auf ein kurzes Verweilen zu erkennen. Die sonst unberührte Umgebung ist zertrampelt, das Gras niedergetreten, Äste abgebrochen. Kein Zeichen von Gewalt, doch es ist offensichtlich, dass hier eine größere Gruppe für kurze Zeit verweilt hat. Vielleicht wurde noch ein Buch gefunden, zumindest schien eines abgelegt.
Einige Bewohner aus der Gegend könnten gesehen haben, dass sich über dem Schrein goldene Schwingen am Himmel zeigten, eine leuchtende Silhouette, die über dem Ort schwebte und immer wieder herabstürzte. Kurz darauf sei die Reitertruppe, wie auch das Wesen am Himmel weitergezogen – nach Osten, scheinbar zurück in die Heimat.