Aushänge werden in Varuna und Berchgard angebracht...

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Adrian von Hohenfels

Aushänge werden in Varuna und Berchgard angebracht...

Beitrag von Adrian von Hohenfels »

Den ausreitenden Herolden ist die Unruhe wohl selbst anzusehen, doch scheinen sie überzeugt, spricht man sie hierauf an, dass der Graf noch immer Herr seiner Sinne ist, sah man ihn am Morgen doch höchst selbst die Order aufgeben.

Folgenden Inhalt findet der lesebegabte Bürger auf den Aushängen vor, welcher auch für die, des Lesens nicht mächtigen, verlesen wird.

Unter dem Zeichen der gütigen Tugendbewahrerin Temora
und dem Siegel derer von Hohenfels
sei dem Volke des Reiches und der Grafschaft bekanntgegeben:

Die Gerüchte um die Ritterin des Reiches, namentlich als Darna von Elbenau genannt, drangen auch an mein Ohr und ich wurde in jeder Weise über die Vorfälle um diese Frau informiert.

Es sei einem jeden Bürger in Sorge versichert, dass ich vollends Herr meiner Gedanken und Taten bin und diese Vorfälle in jeder gegebenen Weise untersuchen werde und so es gegeben ist ein Urteil fällen werde, Kraft meines freien Willens.

In die Untersuchung wird in vollem Maße die Kirche der Temora, erfüllt durch ihre Güte und Weisheit, mit einbezogen, auf dass in jeder gegebenen Weise eine Gefahr erkannt und gebannt werden möge, sollte sie von der besagten Ritterin ausgehen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in vollem Maße der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sein. Mögen eure Herzen nicht in Sorge versinken, wissend doch, dass unser Reich schon viele Gefahren überstanden hat und überstehen wird. So wird auch in dieser Angelegenheit eine Lösung gefunden sein.

Ich verbeuge mich vor eurer Tapferkeit ein weiteres mal
Adrian von Hohenfels
rechtmässig ernannter Truchsess des Reiches zu Alathair unter Kronprinz Ador dem Ersten.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Schieres Entsetzen meißelt sich in die Züge der drei Bürgerinnen, als ihnen bewußt wird wer da vor ihnen steht. Die Hexe! Sie ist es.. kein Zweifel!
Für den Moment stehen sie wie angewurzelt, sie mit weit aufgerissenen Augen anstarrend, darauf wartend, dass SIE ihre Hand nach ihnen ausstreckt und sie sich in Luft auflösen würden.
Allein der großen, über alle Maßen gütigen und gerechten Göttin Temora ist es wohl zu verdanken, dass sich die Hexe Elbenau abgelenkt von ihnen abwendet, weil ein Herr sie grüßend anspricht.
IHN hat die Göttin wohl selbst geschickt, um sie vor dem Bösen zu bewahren!
Ihre letzte und sicherlich einzige Chance, mit dem Leben davon zu kommen, nehmen die drei nun wahr und die Beine in die Hand und suchen panisch das Weite.. preschen davon in alle Richtungen.
In jeder Gasse, durch die sie laufen, gellen ihre Schreie durch Fenster und Türen:
„Die Hexe ist frei! Sie hat das Schloß verlassen! Sie kommt, um uns zu holen!“
„Schließt die Fenster und die Türen!“
Die Schreie verstummen, als ihnen bewußt wird, dass eine Hexe doch sicher Mittel und Wege kennt, sich auch in verschlossene Häuser Einlaß zu verschaffen.
Dann ertönt es erneut:
„Gebt acht! Die Hexe ist in der Stadt!“

Überall mag ein Krachen zu vernehmen sein, welches darauf schließen läßt, dass die Fensterläden zugeschlagen werden. Ebenso das Scharren, wie von vor die Türen gerückten Tischen, Kommoden und gar Schränken.
Die Rufe der Herolde des Grafen mögen bei vielen Bürgern ungehört verklingen.
Viola Ser´Rhal

Beitrag von Viola Ser´Rhal »

Sie verengte die Augen und starrte an die Decke ihrer Schlafkabine. Was bildete sich dieses Pack eigentlich ein? Was gab ihnen die Frechheit über Darna zu urteilen und sie als Hexe zu beschimpfen? Sie hatte sich durch die Stadt bewegt, hatte immer wieder das Getuschel gehört. Sie war nicht Adelig, sie kannte man innerhalb der Stadt nicht, also war es auch kein allzugroßes Problem den Bürgern zu lauschen. Doch dann war es ihr zuviel geworden. Gerade als sie vor einer Gruppe von Menschen vor den Toren Varunas stand, hörte sie es wieder, jenes Wort; "Hexe". Ihre Augen verengten sich und sie trat näher, jedoch mit einem BLick, der aus geheucheltem Interesse bestand. Sie log ihnen vor etwas über die Hexe zu wissen, vergewisserte sich, dass sie auch wirklich darüber sprachen und neugierig hingen sie an ihren Lippen. Und wieder tuschelten sie, als Viola jedem Einzelnen drohte die Knochen zu brechen wenn man noch einmal ein solches Wort über die edle Lady Darna verlieren würde.

Sie wollte sich umdrehen und gehen, da verstellte einer von ihnen ihr den Weg, wurde patzig, fragte wo sie hinwollte und innerlich begann sie zu kochen. Wenn dieser Kerl es drauf anlegte würde sie ihm hier und jetzt einen Bolzen quer durch die Brust jagen, und sie machte ihm das deutlich klar, vielleicht einer der Gründe wieso er Platz machte und sie mit raschen Schritten gen Schloss schritt. Energisch waren ihre Schritte, ihre Gedanken fixierten sich auf dieses Pack von Städtern. Es war doch immer so; früher hatten sie auf dem Grafen herumgehackt, dann auf Eileen und nun war Darna dran, sie waren doch nur froh wenn sie etwas hatten, dass sie hassen konnten und dass sie verurteilen konnten, etwas was nur sie als Gefahr sahen, diese großen, weisen Helden. Sie merkte im ersten Moment nichtmal, dass sie verfolgt wurde, doch als sie sich dann umdrehte und die beiden Kerle entdeckte, die ebenfalls vor den Toren standen, drehten sich die beiden erschrocken schnell ebenfalls um. Viola schüttelte den Kopf, was für Dummköpfe. Sie ging zum Schloss, sie folgten ihr immer noch aber sie kamen natürlich nicht durch das Tor. Sie hatte Darna davon erzählt und sie hatte den ganzen Tag über beobachtet wie schlecht es ihr ging.

Jetzt lag sie da und dachte über alld as nach. Immer noch war sie wütend. Doch etwas in ihrem Hinterkopf fragte sich; hatten diese Leute nicht irgendwas getuschelt als sie ging? Sie winkte ab. Sie würde Darna verteidigen vor diesen Menschen. Koste es was es wolle.
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