Die Reise des Glauben

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Leyle Darsus

Die Reise des Glauben

Beitrag von Leyle Darsus »

Mit einem merkwürdigem ungutem Gefühl in sich steht Leyle vor den Toren Rahals. Sein Blick gleitet zunächst auf die Stadt hinter sich und daraufhin auf das Land vor ihm. Viel mag es verstecken, Wälder, Seen, Flüsse oder Steppen und all jenes leidet unter dem falschen Glauben. Nocheinmal wirft Leyle einen Blick zurück, zurück auf seine Heimat, zurück auf das wunderschöne Rahal, welches friedlich und ruhig hinter ihm liegt.
Dann beginnen seine Beine sich langsam zu bewegen, ewas gequält mögen sie wirken, als würden sie wissen das diese Schritte ihre letzten sein könnten. Doch Leyle konnte den Werdegang Gerimor nicht mehr ertragen. Die Zeit mag sich gebessert haben, doch die Eppoche des Einen war noch nicht angbrochen. Noch schlimmer, Leyle vermochte die Stärke welche aus Tirell ausging nun noch mehr spühren. Jetzt wo er seinem Gott so nah war, jetzt wo er die Wunde der Ahads auf der Innenseite seiner Hand wusste.
Leyle Blick wandert noch einmal zurück zu dem Gebirge welches Rahal umschloss, dann hinab an sich selbst. Er erblickt seinen Körper wie er in wallen immer weiter vorwärts läuft, fast wie von selbst. Das grosse unheilvoll glimmende Schwert der Ahads baumelt an seiner Seite und wippt bei jedem seiner Schritte gegen seine Plattenhose.
Da vernimmt Leyle ein flüstern hinter sich, er dreht sich ruckartig an, wie selbstverständlich legt sich seine Hand auf den Knauf seines Schwertes, doch im selben Moment greift er sich mit seinen Händen an den Kopf als würde er schreckliche Schmerzen erleiden. Kurz sinkt er auf die Knie und stüzt sich mit seinen Händen am Boden neben sich ab.
Genau dies war es was Leyle spührte in den letzten Tagen, die Schmerzen nahmen Überhand, sie waren kaum mehr zu ertragen. Leyle war sich sicher, dies müssen die Schmerzen sein welche Alatar erleiden musste, Schmerzen für den Hohn und die Missachtung, welche ihm entgegengebracht wurde. Leyle spührte sie jetzt wo er in Runde der Ahads aufgenommen wurde. Er war Ihm so nahe, in seinem Kopf und in seinem Herzen und dies war der Grund weshalb er Ihm helfen wolle. Die Schmerzen welche ihn Quälten mussten aufhören. Sollte er sie beenden können, so würde es auch dem Allmächtigen besser gehen. Doch dafür mussten jene dahin scheiden, jene welche ihm diesen Hohn entgegen brachten, jene welche ungläubig waren und vor allem jene, welche gegen Sie arbeiteten.
Die Knochen in Leyles Hand schienen weiss durch die Haut in jener hindurch, als er sich kraftvoll auf ihnen abdrückte um wieder auf seine Beine zu kommen. Dann setzte er seinen Weg fort, wie von selbst schienen sich seine Beine wieder zu bewegen, eine Kraft schien in ihm zu wachsen, eine Kraft dessen ursprung sein Glauben sein musste. Eine Macht welcher sich niemand freiwillig entgegen stellen konnte.
Leyle Schritte trugen ihn immer weiter in den Wald, er bewegte sich fast wie von allein weiter in Richtung Varuna, vorbei an abgestorbenen Büschen und töten Bäumen. Viele von jenen waren in diesen Tagen zu sehen. Nachdem die Risse sich autaten leidete die Natur unter ihnen. Als er sich das nächste mal umsah wurde ihm bewusst wo er war. Er war auf dem Schlachtfeld der alten Eppoche. Dem Feld auf welchem seine Brüder einst vielen, vor vielen Jahren. Hier geschah es, hier nahm alles seinen Anfang und die jetztige Eppoche, die Eppoche Tirells wurde eingeleutet.
Eine Träne rinnt aus Leyles Augen, langsam bahnt sie sich ihren Weg über seine Wange, gefolgt von weiterem Nass. Jenes sammelt sich an seinem Kinn und tropft als es sich gemehrt hat in einem dicken Tropfen zu Boden, auf jenen Boden, auf dem soviele seiner Brüder vielen. Wieder bemekrte Leyle wie die Macht in ihm größer wurde, er konnte sie wahrlich in sich spühren. Seit den Tagen, als der Alka die Zeremonie mit ihm ablegte, als er die Wunde an seiner Hand bekam. Seit diesen Tagen hatte Leyle diesen Wunsch in sich und seit diesen Tagen wuchs etwas in ihm heran.
Als Leyle die Träne verfolgt, welche direkt unter seinem Kopf zu Boden viel, wischt er sich abrupt über sein Gesicht um das Nass zu trocknen. Dann kniet er sich nieder und zieht sein Schwert. Jenes lässt Leyle vor sich im Boden versinken, an jener Stelle an welcher die Träne mit der Erde einst wurde. Dann beginnt er leise vor sich her zu murmeln.

Euer aller Leid wird gerecht werden, ihr werdet euren Frieden finden meine Brüder. Ich werde euch rächen, dass was euch angetan wurde, soll nicht länger vergessen sein, es soll gerächt werden und die Zeit der Rache soll nahe sein. Die ersten die sie zu spühren bekommen sollen sind jene die den Anfang machten, jene die ihre Lieder über uns brachten.

Mit diesen Worten stüzt Leyle sich an seinem Schwert wieder auf seine Beine, die Wunde in der Innenseite seiner Hand schmerzte wieder ein wenig. Daraufhin zog Leyle das Schwert wieder aus dem Boden und lässt es in der Scheide an seiner Seite verschwinden, er murmelt dabei immer weiter wie in Trance vor sich her das sie dafür büssen werden, dass er stolz auf ihn sein wird und der ihr Blut die Erde aufsaugen solle.
Wieder wie in einem Traum beginnt Leyle sich vor zu bewegen, immer tiefer in den Wald und immer weiter weg von Varuna in Richtung der nördlichen Gebirge in die Richtung, aus welcher die Gesänge Eluves am lautesten zu hören waren. Doch jeder Schritt den Leyle machte war eine Qual und zugleich eine Stärkung für ihn. Er merkte wie sein Fleisch schwächer zu werden schien doch die Macht, welche in ihm wuchs, wurde mit jedem Schritt größer und mächtiger.
Leyle Darsus

Beitrag von Leyle Darsus »

Immer weiter sich durch den tiefen Wald kämpfen wurde das Licht um Leyle herum immer schwächer. Die Sonne war gerade dabei sich zu verabschieden, als Leyle am Himmel einen riesigen Vogel sichtete. Zunächst dachte Leyle das es ein Adler wäre, doch dieses Wesen war größer, es war einer der Harpyn. Ein Vogel so groß wie zwei ausgewachsene Männer und das wenn er die Flügel nicht ausspreizt. Beeindruckt von der Impulsanten Gestalt des Vogels blieb Leyle einen Moment stehen und schaut dem Tier hinterher, wie es langsam im licht der Sonne nur noch zu Konturen und schliesslich gar nicht mehr erkennbar war. Die Berge und der Wald um Leyle herum sahen aus als würden die Blätter in Feuer stehen und als würden die Berge bluten. Die Rote Abendsonne hatte das Land um Leyle herum etwas mystisches verliehen. Es war als würde er in einer anderen Welt wandeln.
Dies war der Moment an welchem Leyle sich das erstemal in seinem Leben einfach in den Wald setzte und genoss wie die Sonne langsam am Horizont untergeht. Vollkommen ungestört, nur das surren der Grillen und das zwitschern einiger Vögel war um ihn herum zu hören. Voller Stolz schaute Leyle sich um, auf das was ihn umgab. Die Welt welche Alatar geformt hatte. Er verstand genau in diesem Moment all jene, welche sich gegen Alatar stellten noch weniger, wie sie nur an ihm Zweifeln können wo er den Menschen doch eine solch schöne und geheimnisvolle Welt schenkte.
Leye blickte sich noch einmal um, doch er konnte nichts ausser dem Wald und den Wipfeln des Unheilgebirges erkennen. Nichts was von Menschen, Angurer oder Menekaner Hand gebaut war umgab ihn hier, nichts ausser der reinen Natur. Jenem Werk welches vollkommen sein musste, da es von seinem Herrn erschaffen wurde.
Das Schwert an seiner Seite kam ihn in diesem Moment so nutzlos vor, ebenso das Schild welches sich unter seiner Robe an seinem Rücken befand. Dies alles brachte ihm hier draussen nichts und Leyle begriff langsam das die Wahre Macht welche Leyle besaß nicht an seiner Hüfte baumelte und ebenso wenig an seinen Rücken geschnallt war. Es befand sich in seinem Kopfen und in seinem Herzen. Der Glaube war es, welcher Leyle in diesen Moment seine Kraft gab, eine Kraft welche mehr Macht besaß als jedes Metall oder Jedes Stück Holz. In diesem Moment vernahm Leyle hiner sich im Unterholz ein knachen eines Stockes, als er sich umdrehte kam es ihm vor als würde er die Konturen einer großen Raubkatze hinter einen der Bäume verschwinden sehen.
Lange blieb Leyle noch an dieser Lichtung stehen und schaute in die Richtung in welcher er die Konturen sah. Nachdenklich war er gestimmt, niemals hätte er gedacht, dass er jemals das würde was er nun war. Niemals hatte Leyle dies auch nur ansatzweise gedacht. Er, der ein Sohn eines Bauern aus Bajard war, welche bei dem Angriff der Orken einst ums leben kamen, er sollte nun einer der mächtigsten Mannen aus ganz Gerimor sein, welcher über Friede und Krieg, über das Schicksal einzellner bestimmten konnte.
Dies konnte nicht richtig sein, dies konnte auch nicht im willen des einen sein. Er war es, er ist der einzige welcher über solch dinge entscheiden sollte. Der Glaube in Leyle war zwar wahrlich groß doch sah er bei sich zuviel Macht über andere in den Händen eines einzellnen. Er wollte niemals über Leute befehligen und auf diese Art und Weise lenken. Er wollte immer nur den Leuten die Augen öffnen für den wahren Weg. Den Weg Alatars.
Immernoch stand Leyle auf der Lichtung, doch waren die Konturen der Katze schon lange keine Konturen mehr und die Schatten um ihn herum waren gewachsen. Die Sonne am Horizont muss schon einige Zeit hinter den Bergen verschwunden sein und der Mond begann nun über der Insel Gerimor empor zu steigen.
Leyle Darsus

Beitrag von Leyle Darsus »

Viele Tage wanderte Leyle nun schon durch dieses unwegsame Gelände den dichte Wald hat er hinter sich gelassen und ein großer Gebirgspass welchen er während seiner Reise stets am Horizont sehen konnte lag nun zum greifen nah vor ihm. Als Leyle seine Hand zögernd dem Gestein entgegen streckte um an ihm zu Tasten, so kam es ihm selbst beinah wie ein Traum vor. Dies war das Land der Hochelfen. Hinter diesen Bergen mussten sie Leben.
Leyles Hand weicht schnell wieder zurück und er ballt eine Faust aus jener. Als würde er aus einem Traum aufwachen schaut er sich daraufhin um und dann wieder zum Gebirge vor sich. Hier irgendwo müssen sie sein, jene die für alles verantwortlich sind. Jene, welche Schuld an dem Leid Gerimors sein. Jene, welche die Lieder der Hexe Eluve als erste sangen.
Die Bäume um Leyle herum waren dicht mit Blättern bewachsen, das Zwischtern der Vögel um ihn herum ging in eine merkwürdige, nicht von den Ohren, aber vom Geist vernehmbare Melodie über. Dies musste sie sein, die Melodie welche das Volk der Hochelben stets sangen.
Rasch bewegt Leyle sich wieder einige Schritte zurück in den Wald hinter ihm. Er sollte nicht die Deckung verlierne, nicht hier, wo seine Totfeine doch so nahe waren. Mit gesenktem Kopf und dem Schwert in seiner Hand bewegt Leyle sich nun rascher am Waldrand stets dem Pass folgend voran. Seine Augen stets zur seite haschend auf der Suche nach eventuellen Verfolgern und Beobachtern.

Unter dessen kreist ein Adler weit über Leyle seine Kreise, völlig unbeachtet von Leyle welcher Feinde nicht in der Luft sondern nur im Unterholz um sich herum vermutet. Als das Tier Leyle entdeckt stösst es einen lauten Schrei aus und lässt von seinen kreisenden Bewegungen ab um daraufhin die Verfolgung von Leyle aufzunehmen, welcher sich wohl immer mehr dem Eingang der Hochelben Stadt nähert.

Kurz schreckt Leyle auf als er einen Schrei über sich hört. Doch er vermag nichts am Himmel zu erspähen ausser der sich langsam rot färbenden Sonne. Die Nacht kam wieder schnell auf Gerimor zu. Es war Zeit sich auf sie vorzubereiten und ein Nachtlager aufzuschlagen.
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