Es war schon Wochen vorher ausgemacht. Doch das Ereignis am Markt regte ihn noch mehr an, es zu tun. Langsam näherte er sich Valia, die, wie er wusste immer einen prallen Geldbeutel besass. Unter dem Vorwand einen Hut zu kaufen versuchte er, den Goldbeutel abzuschneiden. Alles wäre ein Erfolg gewesen, wäre nicht ihre Schwester Julia am Markt - in voller Uniform und bewaffnet -. Leider bemerkte er sie erst viel zu spät, sodass er auf ein kleines versteck hinter dem Baum vertrauen musste, was ihm gottseidank genügend Schutz bietete.
Sollte er sich so etwas wirklich gefallen lassen? Eine so gute Goldquelle durch eine einfache Gardistin vermiest? Veilleicht war es seine einmalige Chance. Wäre nur sie nicht gewesen, wäre alles glatt gelaufen.
Da war noch die Idee des Einbruches. Das haus von Julia Famrock lag vor den Toren. Weit genug, dass die müden wachen unaufmerksam darauf werden könnten. Sein engster Freund war zwar ein Taugenichts in solchen Sachen, aber er dachte sich, dass er eine gute Hilfe darstellen würde.
Am späten Abend trafen sie sich im lager und sprachen alles durch. Wenn jemand verdächtiges kommt soll der, der ewache schiebt laut "Temora und Reich zu Ehr" rufen. Das würde am unaufälligsten sein. und so gingen sie zum Haus von ihr. Er kletterte über den Zaun, während sein Freund Wache schob. Nach mehreren Versuchen konnte er endlich die Tür öffnen und spähte ins innere. Nur eine lästige Katze lauerte auf einem stuhl und miaute laut - zu laut. Er zog seinen Dolch und versuchte sie zu töten. Doch sie erschien ihm so leibevoll und ungefährlich, dass er es nicht machen konnte, was sein großer Fehler war. Er holte seinen Kumpanen durchs fenster herein und sie plünderten das Haus. viele Goldmünzen und tränke nahmen sie mit nach Hause, bevor die Katze seinem Freund wild das Gesicht ausgekratzt hat.
Das Haus stand schon ziemlich verwüstet da, wohl mehr wegen seinem nicht taugendem Mitverbrecher, als wegen seinen ungeschickten Fingern. Dann hörten sie Shritte, die zur Tür gingen. Voll von Panik rannten sie aus dem Fenster und verwüsteten das Haus noch mehr und mehr. Drausen im garten versuchten sie, über den Zaun zu springen und wegzulaufen. Doch er verhederte sich und sein umhang blieb hängen. Mit aller Kraft riss er sich von ihm los und lies den Umhang am Zaun zurück, ehe er sich das Labyrinth am Kinderspielplatz als voräufiges versteck aussuchte. Den Dolch bereit in der Hand haltend...
Rache für den Markttag - Ein Einbruch
-
Magnus Alkar
Das zerlumpte Hemd, die zerissene Hose, das Bier in der Hand und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen...so würde ihn niemand so wirklich beachten. Zusammengekauert lungerte er am Hause der besagten Frau herum und beobachtete die Gegend. Das war ihm zwar nicht lieber als Feinde mit seiner Axt zu spalten, aber weniger anstrengend und (in wie fern sein Kumpane Recht behalten sollte) auch wahrscheinlich auch Gewinnbringender.
Sein Blick schweifte zu dem Hühnergehege. Magnus hatte sich als kleine Überraschung etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sein Alchemist hatte ihm das Giftigste zusammengebraut was er auf Lager hatte und einen Fisch fast die halbe Nacht über darin gären lassen. Das tote Tier stank nicht nur bis zum Himmel, sondern sollte auch tödlich genug sein um den Futtertrog der Tiere komplett zu verseuchen. Entweder waren die Tiere klug genug den Trug nicht anzurühren und würden hoffendlich bald an Hunger leiden, oder sie waren wirklich so dämlich und würden sich literweise das verseuchte Futter zuführen. Der Gedanke daran, dass die Hühner bald alle leblos am Boden liegen würden ließen ihn ein heiseres Lachen ausstoßen.
Irgendwo knarrte ein Fenster. Magnus drehte sich um und erblickte seinen Kumpanen aus einem Fenster; hecktisch winkend. Die Straßen waren leer. Zeit seine Tarnung aufzuheben. Mit einem Satz hastete er über den Zaun. Ein Wiehern....verfluchtes Gaul....hätte er es doch auch direkt mitvergiftet!
Dennoch schien ihn keiner gesehen zu haben. Jetzt galt es! Ungeschickt zog er sich am Fenster hoch und fiel förmlich in die Wohnung. War doch alles viel zu einfach...
Die beiden Männer durchwühlten alle Schränke und Schubladen. Es wäre ein Spaziergang gewesen, hätte da nicht diese verfluchte Katze herumgelungert. Da man aus Fehlern bekanntlich lernt versuchte der Einbrecher das Tier anzulocken und mit dem Dolch zu erdrosseln. Das Vieh schien seine Attacke jedoch vorrauszuahnen und wehrte sich nach Leibeskräften. Der Schlag ging daneben und die Katze war fort. Auch egal...es gab noch viel mitzunehmen und vor allem sollte die Besitzerin wissen, dass jemand bei ihr gewesen war. Magnus durchwühlte Bücherregale, beschädigte Möbelstücke und warf alles auf den Boden was ihm in die Finger kam.
Plötzlich der Knall: Sein Kumpane hatte doch tatsächlich mit einer ungeschickten Bewegung einen kompletten Schrank von den Wänden gerissen, der mit einem lauten Schlag auf den Fußboden donnerte.
Im ersten Moment wollte er vor Wut losbrüllen, hielt dann jedoch inne....
.............waren das nicht eben Stimmen? VON DRAUßEN???
Ohne weitere Zeit zu verlieren flohen die beiden aus dem Fenster aus dem sie gekommen waren...
Sein Blick schweifte zu dem Hühnergehege. Magnus hatte sich als kleine Überraschung etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sein Alchemist hatte ihm das Giftigste zusammengebraut was er auf Lager hatte und einen Fisch fast die halbe Nacht über darin gären lassen. Das tote Tier stank nicht nur bis zum Himmel, sondern sollte auch tödlich genug sein um den Futtertrog der Tiere komplett zu verseuchen. Entweder waren die Tiere klug genug den Trug nicht anzurühren und würden hoffendlich bald an Hunger leiden, oder sie waren wirklich so dämlich und würden sich literweise das verseuchte Futter zuführen. Der Gedanke daran, dass die Hühner bald alle leblos am Boden liegen würden ließen ihn ein heiseres Lachen ausstoßen.
Irgendwo knarrte ein Fenster. Magnus drehte sich um und erblickte seinen Kumpanen aus einem Fenster; hecktisch winkend. Die Straßen waren leer. Zeit seine Tarnung aufzuheben. Mit einem Satz hastete er über den Zaun. Ein Wiehern....verfluchtes Gaul....hätte er es doch auch direkt mitvergiftet!
Dennoch schien ihn keiner gesehen zu haben. Jetzt galt es! Ungeschickt zog er sich am Fenster hoch und fiel förmlich in die Wohnung. War doch alles viel zu einfach...
Die beiden Männer durchwühlten alle Schränke und Schubladen. Es wäre ein Spaziergang gewesen, hätte da nicht diese verfluchte Katze herumgelungert. Da man aus Fehlern bekanntlich lernt versuchte der Einbrecher das Tier anzulocken und mit dem Dolch zu erdrosseln. Das Vieh schien seine Attacke jedoch vorrauszuahnen und wehrte sich nach Leibeskräften. Der Schlag ging daneben und die Katze war fort. Auch egal...es gab noch viel mitzunehmen und vor allem sollte die Besitzerin wissen, dass jemand bei ihr gewesen war. Magnus durchwühlte Bücherregale, beschädigte Möbelstücke und warf alles auf den Boden was ihm in die Finger kam.
Plötzlich der Knall: Sein Kumpane hatte doch tatsächlich mit einer ungeschickten Bewegung einen kompletten Schrank von den Wänden gerissen, der mit einem lauten Schlag auf den Fußboden donnerte.
Im ersten Moment wollte er vor Wut losbrüllen, hielt dann jedoch inne....
.............waren das nicht eben Stimmen? VON DRAUßEN???
Ohne weitere Zeit zu verlieren flohen die beiden aus dem Fenster aus dem sie gekommen waren...
-
Julia Famrock
Die Erschöpfung war ihr deutlich anzusehen, als sie morgens an ihr Haus trat. Nur schlafen... In den letzten beiden Nächten hatte sie ihren Dienst nachts zu halten gehabt, was ihr auch ganz recht war. Die Straßen wirkten ruhig, wie ausgestorben, es war in der letzten Nacht noch stiller als sonst. Selbst in dem Viertel mit den weniger ansehnlichen Behausungen, in dem sonst zu dieser Uhrzeit ein recht geschäftiges Treiben zu beobachten war, schien annähernd leergefegt. Ihr sollte es recht sein, machte es den Dienst doch ruhiger und angenehmer, was sie nach dem regen Treiben am Markttag gut gebrauchen konnte.
Als sie sich dem Garteneingang mit halb zugefallenen Augen näherte, drang aus dem Hühnergehege ein entsetzlicher Gestank hervor. Sie hielt sich den Umhang vor Mund und Nase, näherte sich und die sich plötzlich einstellende Verwunderung vertrieb die Müdigkeit wieder für den Moment. Der Geruch war kaum auszuhalten, erregte Übelkeit und sie war sich sicher so etwas noch nie wahrgenommen zu haben. Im Gehege sah sie dann die Hühner. Tot und mit unnatürlich aufgeblähten Leibern - Ein Zustand, der der durch den Geruch angeregten Übelkeit zuspielte und ihr übriges tat, das im Kastell eingenommene Frühstück vorzeitig der Verdauung zu entziehen.
Nachdem sie wieder etwas zu sich gekommen war, eilte sie durch den Garten, um im Haus nach einer Schaufel oder irgendetwas anderem langstieligem zu suchen. Die Tiere zu berühren, das war ein Gedanke, der gerade jetzt besser vermieden werden sollte. Gerade als sie nach dem Schlüssel zur Tür greifen wollte, schreckte sie auf. Die Tür stand einen Spalt offen... Die Übelkeit verflog schlagartig und sie spürte wie ihr Herz zu pochen begann. Ganz leise nahm sie ihre Armbrust in Anschlag und lauschte einen Moment. Es war still gewesen, kein Laut war zu hören abgesehen von ihrem Puls, den sie deutlich zu hören glaubte, bis ein Schaben an ihr Ohr drang.
Ruhig versuchte sie einzuatmen, nahm die Armbrust hoch, Visierte die Tür an und gab dieser mit einem Tritt den nötigen Schwung sich ganz zu öffnen und hinten am Küchentresen anzuschlagen. Ihr Blick ging schnell hin und her, doch niemand war zu sehen. Was sich dafür ihren Augen anbot, krönte das bisher Erblickte. Das Zimmer war vollkommen verwüstet. Langsam mit stockendem Atem betrat sie den Raum und bei jedem Schritt zeigte sich ein Stück mehr von der Verwüstung. Umgerissene und demolierte Stühle, eingetretene Schränke, herausgerissene Bücher - und die Katze, die am Schrank schabend ihre Krallen wetzte.
Mitten im Raum blieb sie stehen, nahm die Armbrust herunter und wandte sich um. Schockiert blickte sie umher, kaum in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, bevor sie rückwärtsgewandt wieder aus dem Haus tapste. Wer konnte nur all das getan haben? So etwas ... Gemeines und Hinterhältiges. Niemand war da, auf den man hätte schießen können, nur ein Bild der Verwüstung und Zerstörung...das Haus, die Möbel, die Hühner... es war erschütternd. Kurz blieb sie stehen und lehnte sich schockiert und verzweifelt an die kleine Mauer gegenüber der Tür. Was sollte sie nur machen, was macht man da nur ... dann fiel es ihr ein...die Garde, natürlich. Kurz blickte sie dann stirnrunzelnd an sich herab. Sie war selbst bei der Garde. Doch was jetzt zu tun wäre am Besten wollte ihr nicht einfallen, wilde Gedanken schoßen ihr ungeordnet durch den Kopf.
Sie wusste gar nicht wo sie anfangen sollte. Den Schutt zusammen räumen, nach der Tür sehen, die Hühner und den elendigen Gestank beseitigen? Nach einer ganzen Weile beruhigte sie sich ein wenig und beschloß zum Kastell der Garde zurück zu kehren und dort zu berichten was vorgefallen war. Mit großen Schritten, den Blick vom Gatter abgewandt, eilte sie durch den Garten und das Tor zur Stadt, dem Kastell der Garde entgegen, wo sie angekommen das Beobachtete zusammenschreiben würde. "Schreiben ordnet die Gedanken", entsannte sie sich der Worte, die sie gerne früher immer bei passender Gelegenheit hervorbrachte.
Als sie sich dem Garteneingang mit halb zugefallenen Augen näherte, drang aus dem Hühnergehege ein entsetzlicher Gestank hervor. Sie hielt sich den Umhang vor Mund und Nase, näherte sich und die sich plötzlich einstellende Verwunderung vertrieb die Müdigkeit wieder für den Moment. Der Geruch war kaum auszuhalten, erregte Übelkeit und sie war sich sicher so etwas noch nie wahrgenommen zu haben. Im Gehege sah sie dann die Hühner. Tot und mit unnatürlich aufgeblähten Leibern - Ein Zustand, der der durch den Geruch angeregten Übelkeit zuspielte und ihr übriges tat, das im Kastell eingenommene Frühstück vorzeitig der Verdauung zu entziehen.
Nachdem sie wieder etwas zu sich gekommen war, eilte sie durch den Garten, um im Haus nach einer Schaufel oder irgendetwas anderem langstieligem zu suchen. Die Tiere zu berühren, das war ein Gedanke, der gerade jetzt besser vermieden werden sollte. Gerade als sie nach dem Schlüssel zur Tür greifen wollte, schreckte sie auf. Die Tür stand einen Spalt offen... Die Übelkeit verflog schlagartig und sie spürte wie ihr Herz zu pochen begann. Ganz leise nahm sie ihre Armbrust in Anschlag und lauschte einen Moment. Es war still gewesen, kein Laut war zu hören abgesehen von ihrem Puls, den sie deutlich zu hören glaubte, bis ein Schaben an ihr Ohr drang.
Ruhig versuchte sie einzuatmen, nahm die Armbrust hoch, Visierte die Tür an und gab dieser mit einem Tritt den nötigen Schwung sich ganz zu öffnen und hinten am Küchentresen anzuschlagen. Ihr Blick ging schnell hin und her, doch niemand war zu sehen. Was sich dafür ihren Augen anbot, krönte das bisher Erblickte. Das Zimmer war vollkommen verwüstet. Langsam mit stockendem Atem betrat sie den Raum und bei jedem Schritt zeigte sich ein Stück mehr von der Verwüstung. Umgerissene und demolierte Stühle, eingetretene Schränke, herausgerissene Bücher - und die Katze, die am Schrank schabend ihre Krallen wetzte.
Mitten im Raum blieb sie stehen, nahm die Armbrust herunter und wandte sich um. Schockiert blickte sie umher, kaum in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, bevor sie rückwärtsgewandt wieder aus dem Haus tapste. Wer konnte nur all das getan haben? So etwas ... Gemeines und Hinterhältiges. Niemand war da, auf den man hätte schießen können, nur ein Bild der Verwüstung und Zerstörung...das Haus, die Möbel, die Hühner... es war erschütternd. Kurz blieb sie stehen und lehnte sich schockiert und verzweifelt an die kleine Mauer gegenüber der Tür. Was sollte sie nur machen, was macht man da nur ... dann fiel es ihr ein...die Garde, natürlich. Kurz blickte sie dann stirnrunzelnd an sich herab. Sie war selbst bei der Garde. Doch was jetzt zu tun wäre am Besten wollte ihr nicht einfallen, wilde Gedanken schoßen ihr ungeordnet durch den Kopf.
Sie wusste gar nicht wo sie anfangen sollte. Den Schutt zusammen räumen, nach der Tür sehen, die Hühner und den elendigen Gestank beseitigen? Nach einer ganzen Weile beruhigte sie sich ein wenig und beschloß zum Kastell der Garde zurück zu kehren und dort zu berichten was vorgefallen war. Mit großen Schritten, den Blick vom Gatter abgewandt, eilte sie durch den Garten und das Tor zur Stadt, dem Kastell der Garde entgegen, wo sie angekommen das Beobachtete zusammenschreiben würde. "Schreiben ordnet die Gedanken", entsannte sie sich der Worte, die sie gerne früher immer bei passender Gelegenheit hervorbrachte.