Wie so oft schaffte es Trabant Grander sich um die körperliche Arbeit zu drücken, während die Kameraden unter ihrem Kommando die vergiftete Erde abtrugen, sicher in Fässern verstauten und zuletzt in die Schmiede der Kommandatur schafften, um die vergiftete Erde dort zu lagern
2 Wochen später ging es dann um die sichere Entsorgung der Erde
Man wollte unter keinen Umständen, dass jene Erde nochmals die fruchtbare Erde im alatarischen Reich vergiftet, vorallem kurz vor dem bevorstehenden Winter und damit eventuelle Nahrungsmittelengpässe hervor ruft… was das alumenische Reich betraf, war man weniger verantwortungsvoll
Nach einem sehr kurzen Apell trennte man sich in 2 Gruppen auf
Eine Gruppe führte Dienst nach Vorschrift, während die 2. Gruppe, in welcher sich auch Viktoria befand, sich in den Keller verzog und begann sich umzuziehen, die Haare zu färben, einige Schnitten sich diese auch raspelkurz, jemand klebte sich einen Bart an und wieder andere beschmierten ihre Haut um ihr die Illusion einer Sonnebräune zu geben
Mit einem vollbepackten Pferd, welches neben Verkaufsware wie Töpfe auch die vergiftete Erde bei sich trug, machte man sich auf den Weg in den Osten, genauer gesagt nach Junkernsteyn, zu einem bereits im Vorfeld ausgespähten Hof
Entgegen der Hoffnung, schnell rein und raus zu kommen, war die Bäuerin auf dem Hof und so überrumpelte man diese und stellte ihr seine Dienste zu Verfügung. Während Grander zusammen mit einem Mietzekätzchen auf dem Arm die salbergische Bäuerin in ihrem Haus dachte abzulenken, begannen die anderen 3 Kameraden die angefallene Arbeit auf dem Hof zu erledigen. Man erntete in routinierter Manier die Feldfrüchte und lockerte die Erde auf um auch die eigene, vergiftete Erde unterzumischen.
Pflichtbewusst wie es sich gehört, pflanzte man auch neue Saat an, welche jedoch nach wenigen Tagen bereits erste Anzeichen der Vergiftung aufwies und letztlich in kurzer Zeit einging.
Auch wurden einige Tropfen des Giftes in die bereitgestellte Wasserquelle gegeben, in der Hoffnung vielleicht nicht nur die Erde zu vergiften, sondern auch ein paar der Nutztiere zu vergiften
Nach getaner Arbeit wollte man eigentlich schnell den Osten verlassen, jedoch verhinderte die überaus freundliche und herzliche Bäuerin diesen Plan und zwang die „Tagelöhner“ noch ein, zugegeben, köstliches Mahl auf und selbstverständlich waren die „Tagelöhner“ auch nicht von den 20 Kronen abgeneigt, welche die Bäuerin Viktoria in die Hände drückte… Viktoria empfand dies als kleine Genugtuung, denn die Bäuerin ging ihr während der Ablenkung mit ihrer Freundlichkeit, ihrer Freude und ihrer Geschwätzigkeit doch mächtig auf die Nerven. Immerhin plapperte die Bäuerin aus, dass ihr Verwandter, der Ritter Keylon von irgendwas, in Kronwalden wohnt
Nachdem man es endlich geschafft hat, den Bauernhof zu verlassen, machte man sich wieder auf den schnellsten Weg zurück ins alatarische Reich, um die gelungene Missetat zu feiern und sich über das vertrauensvolle Verhalten der Bewohner im Osten lustig zu machen
Verweis auf viewtopic.php?t=121643 , womit alles begann
Die Legion leistet Aushilfsarbeit im Osten
- Viktoria Grander
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- Ivy Salberg
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Es war noch recht dunkel, als Ivys Tag begann und sie ihren bäuerlichen Pflichten nachkam. Zuerst kümmerte sie sich um all ihre Tiere, die schon auf ihr Futter warteten. Als es dann langsam hell wurde, sammelte sie die Früchte ein. Erst nach längerem Hinsehen fiel ihr auf, dass die Pflanzen auf ihrem Acker ziemlich klein und schlapp aussahen. Manche waren umgefallen, und bei genauerem Hinsehen sahen sie richtig schlecht aus. Besorgt ging sie der Sache sofort nach. Was war geschehen? Hatte sie doch alles wie immer ausgesät und bepflanzt. Doch … nein, das waren doch diese freundlichen Helfer, die sie unterstützt und ihr die Arbeit abgenommen hatten. Es dauerte nicht lange, bis nach und nach alle Pflanzen eingingen, und sie bemerkte, dass ihr Acker vergiftet worden war. Mit einem betrübten Blick wurde ihr klar, dass diese „freundlichen“ Menschen wohl aus dem alatharischen Reich stammten und sie ihnen zum Opfer gefallen war. Zuvor hatte sie sich gefreut, so netten Besuch gehabt zu haben, der ihr jedoch nichts Gutes hinterlassen hatte. Doch Ivy wäre nicht Ivy, wenn sie sich unterkriegen lassen würde. Sie brachte zuerst alle Tiere in den Stall. Glücklicherweise hatte sie das Wasser am Abend zuvor noch gewechselt. Ohne lange zu zögern, ging sie zum Stallburschen und ließ ihre besten Lastpferde vorbereiten. Packsättel wurden aufgezäumt, und dann ging es zu ihrem Acker, wo sie alle Pflanzen samt dem vergifteten Erdboden abtrug. Sie arbeitete wie ein Pferd, um den Boden wieder zu neutralisieren. Nun musste es nur noch viel regnen. Mitten in der Nacht, als alles schlief, transportierte sie die vergiftete Erde samt den Pflanzen in eine Höhle, zurück ins alatharische Reich. Erschöpft und schmutzig fiel sie nur noch ins Bett. Eine Weile würde sie ihren Acker nicht mehr bewirtschaften können; er müsste brachliegen. „Gerade jetzt“, dachte die junge Bäuerin. Wie jeden Tag stand sie auf und sah sich ihren Acker an. Ohne auch nur einen Handschlag getan zu haben, ließ sie sich ins noch feuchte Gras sinken. Kraftlos starrte sie auf das Feld und schüttelte immer wieder den Kopf. An diesem Tag ließ sie nach so vielen Jahren die Arbeit ruhen – sie schien erschöpft und leer.