Vaters Zorn mit all seinen Streitern, heute mehr denn je.
- Dieses Schreiben wird der Bruderschaft übergeben, um die Gefangennahme des Knappen Drapenstein durch den Kronritter des Ostens und seiner Knappin mitzuteilen.
Knappe Drapenstein begab sich mit einer kleineren Gruppe meiner Geschwister und mir in den Osten, um unter anderem die dortige Ritterfestung zu begutachten auf mögliche Schwachstellen. Wir zogen dann weiter durch die Klamm, am Hort des Wissens vorbei bis zu einer Baustelle zwischen Kronwalden und Berchgard.
Dort wurden wir zuerst von einem Mann am Waldrand bemerkt, bis kurze Zeit später der Kronritter, seine Knappin und eine handvoll weiterer Ketzer auflief.
Bei dem Gesprächsverlauf wurde ein Duell zwischen beiden Knappen, dem euren und der des Kronritters ausgehandelt. Vor diesem Duell wurden keine Bedingungen gestellt und auch keine Konsequenz des Ausgangs.
Der Knappe unterlag und von dort an zeigte sich die wahre Ehrhaftigkeit des Ostens. Während sich die Knappin noch halbwegs respektvoll ob des Sieges zeigte und unsere Gruppe die Niederlage an diesem Abend eingestand und wir im Begriff waren daraufhin abzurücken mit dem Knappen, forderte uns der Kronritter auf zu bleiben. Seine Worte waren in etwa "Ihr habt die Niederlage eingestanden und stellt keine Forderungen." Die Knappin sollte hier entscheiden. Daraufhin entbrannte ein erneuter Gesprächslauf, der so nicht zu erwarten war. Das Duell fand ohne vorherige Forderungen für einen etwaigen Ausgang statt und wir waren bereit abzurücken. Doch der Kronritter wollte das nicht zulassen und währenddessen schrillten die Alarmglocken des Umlandes, so das kurze Zeit später auch zwei Thyren und andere Schaulustige dazu stießen. Der Thyre Trygve schien dabei besonders darauf bedacht zu sein, dem Kronritter zu gefallen und wollte tatkräftig unterstützen bei einer Situation, die er nicht einmal überblickte und die zu diesem Zeitpunkt an sich bereits endete.
Durch das mehren der Schaulustigen wurden auch die Worte der anderen sehr untypisch zum vorherigen Gesprächsverlauf. Es klang fast so, als würden sie das was sie Vaters Streitern vorwerfen nun selber praktizieren.
Am Ende mussten wir ohne den Knappen davon ziehen, da die Übermacht der Ketzer mittlerweile unüberschaubar wurde. Und auch der Knappe selbst forderte uns auf zu gehen und wollte seinerseits zu seiner Niederlage und der Strafe stehen.
Seine Strafe sollten Peitschenhiebe sein, es ist also mit seiner halbwegs aufrechten Rückkehr zu rechnen.
Falls nicht wird das Verhalten des Kronritters und seiner Anhänger gewiss entsprechend beantwortet.