Der Ursprung eines Flusses
ist immer eine Quelle
ist immer eine Quelle
Ein Meer aus Blut und Schmerz.
Die Luft vibriert unter einem nicht lauten aber anhaltenden Dröhnen und ist vom penetranten Geruch von Eisen geschwängert.
Ohne die Fähigkeit sich zu bewegen schwimmt der einsame Körper inmitten der endlos wirkenden roten Weiten, der Blick starr zum finsteren Himmel gerichtet.
Für einen Moment könnte man es fast als entspannend und ruhig empfinden, wie der Körper sich einfach treiben lässt.
Doch mehr und mehr nimmt das Dröhnen an Intensität zu und ein intensiver Schmerz durchzuckt den bisher ruhig daliegenden Körper, der krampfhaft zusammen zuckt und die ruhige Blutoberfläche in Wallung bringt.
Unfähig der willentlichen Bewegung kann nur zugesehen werden, wie der Körper mehr und mehr in Rot getaucht wird, sich immer wieder von selbst zu wehren scheint und nach Kräften versucht nicht unterzugehen.
Dann.. Stille. Kein Dröhnen, kein Schmerz, keine einzige weitere Zuckung des Körpers mehr. Doch das Unbehagen ist in dieser absoluten Stille noch stärker präsent, als zuvor schon.
Eine kräftige Hand, fast prankenartig, umgreift das linke Bein und im Bruchteil einer Sekunge wird der wehrlose Körper in die blutigen Tiefen gezogen.
Wieder umfängt Stille den Körper, begleitet von einer tiefen Schwärze, die undurchdringlich zu sein scheint. Ein paar mal blinzelst du in die Dunkelheit hinein, bis sich feine, rote Linien er erkennen geben, die unwillkürlich und scheints ziellos das tiefe Schwarz durchziehen, nicht viele, aber genug, dass sie seine Aufmerksamkeit erregen. Fast lockend wirken siefür einen Moment, doch verschwinden sie mit dem nächsten Blinzeln wieder und nur die Dunkelheit bleibt zurück.
Mitten in der Nacht schreckst du aus dem Traum auf, als droehnender Donner die nächtliche Stille vertreibt. Doch.. der erhellende Blitz bleibt aus. Auch der Mond scheint kein Licht auf das Land zu werfen. Und auch sonst kannst du keine Lichtquelle ausmachen. Tatsächlich scheint dich die tiefe Dunkelheit aus deinem Traum verfolgt zu haben, die dein Augenlicht in ein tiefes Schwarz taucht.
Nur eine klare, knurrende Stimme erklingt in der Schwärze, die fast schon penetrant nach dir ruft.
Komm!
Betroffen: Till Angerlohe