In den frühesten Morgenstunden wird ein Schreiben seinen Weg zum Rathaus der Hauptstadt finden und dort auf seinen geneigten Leser warten. Das Schriftbild ist jenes eines geübten Schreibers mit Sinn für Ästhetik und Sorgfalt. Die Buchstaben an sich sind nur seicht geschwungen, aber keineswegs verschnörkelt. Das Pergament selbst ist von hochwertiger Qualität und mit einem schlichten Wachsklecks versiegelt.
Grünwaid - Landgut zum Waldkauz,
den 11. Lenzing im Jahre 266
Seinen Segen Statthalterin Perera,
ich schreibe Euch im Ansinnen, die Bürgerschaft des Heiligen Alatarischen Reiches zu erlangen.
Nachweise über die Teilnahme an den öffentlichen Unterrichtungen der Legion des Panthers
in den hiesigen Gesetzen sowie dem Tempel des All-Einen in den Geboten des Herrn liegen Euch,
nach Zusicherungen von Grundausbilder Melia und Clericus Angerlohe vor. Falls nicht, bin ich mir
sicher, dass die Herren Euch meine Teilnahme jeweils noch einmal gesondert bestätigen werden.
Um Euch nicht am Abend meiner Vorsprache mit etwaigen Informationen zu überrumpeln, möchte
ich hiermit vorab mitteilen, dass ich - so Euch noch nicht bekannt geworden offiziell als Überläufer
gelte, gleichwohl ich seit einem knappen Jahr nicht mehr im Herzogtum Lichtenthal gelebt habe
und darüber hinaus auch bereits seit gut zwei Mondläufen hier im Reiche, bei Herrn Lemandt lebe.
Außerdem bin ich jüngst, am 05.03. als Studiosus dem Orden der Arkorither beigetreten und würde
dementsprechend - so dem bürokratisch nichts mehr im Wege steht auch gleich eine sogenannte
Vermummungslizenz für meinen Dienst am Orden innerhalb der Städte des hl. Alatarischen Reiches
beantragen wollen.
So Ihr mir ein wenig Eurer Zeit und Eures Gehörs schenken wollt, könnte ich Euch vorschlagsweise
gleich am heutigen Abend oder an jenem des 14.03.266 im Rathaus zu Rahal aufsuchen. Alternativ
wäre ich erst wieder ab dem 20. Lenzing dazu in der Lage.
Es verbleibt mit hochachtungsvollen Grüßen Samuel Flammenstern
*...mit recht verquollenen Augen wird das Schreiben aus dem Postwurfkasten gezerrt...auch nach schlaflosen Naechten wird schließlich noch gearbeitet...*
*...einige Worte auf dem Schriftstueck zaubern da vielleicht gar ein kleines Laecheln auf die Visage, bei der Ueberlaeuferthematik wird moeglichweise das Zuenglein geschnalzt...*
*...klar ist - die Anfrage findet einen Weg zur Terminfindung...*
hl. Alatarisches Reich - Rahal,
den 22. Lenzing im Jahre 266
Seinen Segen Statthalterin Perera,
nach Rücksprache mit dem Elegido darf ich Euch höflichst um eine Neuausstellung meiner
erst gestern erworbenen Vermummungslizenz bitten. Zur Erläuterung dieses Anliegens
erlaube ich mir, den Elegido zu zitieren.
"Die Vermummungslizenz darf keinen Namensinhalt tragen, um so eine Erkennung zu verhindern.
[...] Werdet Ihr von einem Mitglied der Garde in Vermummung kontrolliert, so reicht es aus, die
Vermummungslizenz ihm vorzuzeigen. Sie haben nicht das Recht, Eure Enttarnung zu verlangen
und den Bürgerbrief zu fordern."
Gerne richte ich mich möglichst nach Euch oder Euren Assistenzen, um einen kurzfristigen Termin
für den Tausch der alten mit der neuen Vermummungslizenz zu finden.
Es verbleibt mit hochachtungsvollen Grüßen Samuel Flammenstern