Eine Melodie verklingt...
Verfasst: Dienstag 31. Januar 2023, 17:20
[OOC: die Lieder im Text finden sich alle im Forum, wer sie lesen mag:
viewtopic.php?t=32254
viewtopic.php?t=50005]
In der Wärme dieses Winters saß Viridian am Ufer des Flusses. Natürlich wieder ein Fluss, seit er denken konnte hatten Gewässer ihn fasziniert, allen voran das ewige, endlose Meer aber auch all die Flüsse, deren Weg letzten Endes immer in ebendieses Meer mündete. Hier saß er – nach Jahren zum ersten Mal wieder auf Gerimor – und er erinnerte sich an das Lied, das einst ein Narr am Hofe eines Königs sang: „Mein Schwert, den Schild leg‘ ich nun nieder. Unten am alten Fluss, unten am alten Fluss.“ Leise die Melodie summend tauchte er ein in seine eigenen Gedanken und Erinnerungen.
Auch er hatte etwas niederzulegen, nicht Schwert, nicht Schild, nein eine Bürde. Eine Last, die er seit Kindertagen mit sich getragen hatte und die nun endlich, endlich nach dreißig Jahren von ihm genommen war. Auf seiner letzten Reise hatte er vollbracht, woran er all die Male zuvor gescheitert war. Er hatte seine Schwestern wiedergefunden. Als Kinder waren sie durch die grausame Alltäglichkeit der Grenzkriege einander entrissen worden. Damals war er ohnmächtig gewesen, hatte es geschehen lassen müssen, konnte nichts tun außer schwören, nie aufzugeben nach ihnen zu suchen. Und er hatte nie aufgegeben. Hatte Berge, Flüsse und Meere überquert, war lang erkalteten Spuren und Gerüchten gefolgt, oftmals falsch oder ungenau. Irgendwann hatte er die Hoffnung verloren, sie noch lebend zu finden, doch nie hatte er das Versprechen aufgegeben, sie zu finden. Und dann das kleine Dörfchen inmitten wogender Wiesen, umgeben von tiefen Wäldern. Diese kleine, und doch so gemütliche Hütte, in der es nichts im Überfluss gab und es zugleich an nichts mangelte. Das Kinderlachen ringsumher. Die beiden Frauen – natürlich längst erwachsen. Der Moment als sich die Erinnerung an ihre Gesichter mit dem tatsächlichen Anblick überlagerte, eins wurde. Als tief in ihm eine Fessel, dick und rostig wie eine Ankerkette, riss und er zum ersten Mal seit Jahrzehnten dastand und einfach nur hemmungslos weinte. Nur dass es Tränen der unsäglichen Freude waren. Viele Monate hatte er in dem Dörfchen verbracht, dabei von ihrer abenteuerlichen und langen Flucht erfahren und wie es ihnen endlich gelang – gemeinsam! – ihren Ort der Ruhe und des Glücks zu finden. Hier, fernab der Kriege und Gräuel. Und er hatte ihnen von seinem Leben erzählt unter Zuhilfenahme all der Gedichte und Lieder, die er seither darüber geschrieben hatte.
Er begann natürlich mit jenem Söldnerhaufen, bei dem er zuerst unterkam, sang ihnen die „Ballade der Einsamen Wölfe“ von Arnaut, Jason, natürlich auch von Arlon. Und Samantha. Erzählte, wie er als junger Mann von Anfang zwanzig nach Gerimor kam, ein Ruheloser voller Hass und Wut in sich, doch ohne ein klares Ziel. Der sein Ziel darin fand, das Ziel eines anderen Mannes zu verwirklichen, der ihm dafür bot, wonach er sich sehnte: einen Platz und klare Ordnung. Dieser Mann war Khazkal Deslon, der Herr der Eisenwart auf der Insel Lameriast. Beim Erzählen fielen ihm Namen ein: Kalisha, Taskia, Armoran, Keldaron, Leon, Rowan, oh ja auch Shessidyr und viele viele andere. Von ihren Widersachern, von Rafael, Darna, Adrian, Falk, Marye… Von der Ambition Khazkals erzählt er, ein eigenes Fürstentum auszurufen, wie es ihm sogar gelang, wie sie in dieser kurzen Zeit an der Seite Rahals an der Vernichtung der Stadt Varuna beteiligt waren. Wie das „Fürstentum“ durch die vereinten Kräfte seiner Feinde schließlich beendet wurde, wie Khazkal der Eisenwart wütend und sich verraten fühlend den Rücken kehrte und wie er, Viridian, als Einziger dadurch von seinem Eid, der Eisenwart bis in den Tod zu dienen, entbunden wurde. Wie er sodann wieder ohne Ziel durch die Welt irrte, erst nach Bajard, dann in die Stadt Adoran kam. Wo er sich freiwillig in Gefangenschaft begab, aufdass man ihm als Reichsfeind den Prozess mache. Wie Mariella, damals noch von Dornwald, ihm die Möglichkeit bot, dem Strick zu entgehen, indem er sich dem Reich verpflichtete. Wie aus sechs Monaten Zwangsdienst im Regiment zwei Jahre wurden und aus dem Gefreiten Viridian der Korporal. Wieder Namen: Ador, Friedolin, Nyome, Raindri, Liliana, Arenvir und wieder so, so viele andere. Das Nachtvolk, Karawyn und Tulena, schließlich die Hüter des Nordlichts. Kaleya, Earon und ihre Kinderschar. Dazu weitere Namen, Namen, Namen. Helisande, Heinrik, Amelie,Moira, Merrik…
Und natürlich das Mädchen. Für fast alle war sie Anney, für ihn war sie…
Im Hier und Jetzt nahm Viridian das grüne Halstuch mit den eingestickten Initialen S. E. K. drei Worte… ja, hierbei musste er daran denken, „Es waren einst drei Worte…“
Fünfzehn Jahre waren vergangen, seit er Gerimor zum ersten Mal betrat. Bald würde er seinen vierzigsten Geburtstag feiern. Wenn er ihn je gefeiert hätte, denn so etwas als nutzlos anzusehen, das hatte er sich all die Jahre über nicht abgewöhnt. Nun war er wieder hier, wieder auf Gerimor. Doch er spürte, dass er diesmal zu lange fort gewesen war. In den fast zwei Jahren bei seinen Schwestern war er nur kurz Gast in deren Hütte gewesen, stattdessen hatte er sich selbst ein kleines Lager in den nahen Wäldern gesucht. Nah bei ihnen und doch nicht so, dass er sich zu sehr in ihr Leben mischte. Denn er wusste, er würde einmal wieder gehen müssen, zurück nach Gerimor.
Die erste Zeit im Wald war ihm trotz vieler Jahre Lebenserfahrung nicht leicht gefallen, da er es zwar gewöhnt war, mit wenig auszukommen, hart zu liegen und mit einem offenen Auge zu schlafen. Nie jedoch hatte er sich all seine Nahrung selbst jagen müssen, hatte sich einen eigenen Unterschlupf schaffen müssen, der länger als ein, zwei Nächte halten sollte. Seine Schwestern hatten bald aufgegeben, ihm Hilfe anzubieten, wenn er sie besuchte, und lachend darauf hingewiesen, dass er sich zumindest seinen Sturkopf auch nach dreißig Jahren noch erhalten hatte. Nicht zu schaffen machte ihm hingegen das Alleinsein, zumal er ja durchaus regelmäßig seine Schwestern und deren Familien besuchte. Auch als die Tage kürzer und kälter wurden lehnte er das wohlmeinende Angebot, wenigstens den Winter in der warmen Hütte zu verbringen, ab. Denn er hatte gelernt, mühsam und voller Rückschläge aber stetig genug, um sich gerüstet zu fühlen für diese Zeit. Aus Kaninchenfell hatte er Schuhe und Handschuhe… nun gut schneidern lassen, trotzdem… Die kleine Höhle, die er eines Tages durch einen glücklichen Zufall entdeckte, war mit trockenem Gras, Lehm, Holz und Blattwerk wind- und regendicht, sein Lager aus Fellen warm und bequemer als so manches Bett in dem er schon hatte schlafen müssen. Und er bemerkte, wie sich seine Sinne veränderten. Hier, wo das Lärmen der Städte nicht hallte, schienen seine Ohren und Augen besser zu werden, leisere Töne, kleinere Bewegungen erkennen zu können. Anfangs hatte er zum Zeitvertreib seine eigenen Lieder gesungen oder gesummt, doch immer mehr hatte er stattdessen auf die Melodien der Natur gelauscht. Auf die Gesänge der Vogel, auf das Brausen des Windes in den Wipfeln, das Gurgeln und Gluckern des Wassers im Bach. So kam es, dass die Melodie des Barden Viridian nach und nach verklang. Doch sie starb nicht etwa, sondern ging ein in die eine große Melodie, welche das Schöpfungslied Eluives ist und vermischte sich dort mit all den anderen Klängen und Liedern, um verändert und gänzlich neu zu erschallen!
Dann war dieser Winter gekommen. Oder vielmehr, er war nicht gekommen. Es blieb warm, ungewöhnlich warm. Was ihn hätte erfreuen müssen, machte es ihm doch das Leben etwas leichter, erfüllte ihn stattdessen mit einer tiefen Unruhe und Sorge. Dies war… falsch. Das spürte er mit jeder Faser seines Selbst. Darum hatte er sich von seinen Schwestern verabschiedet, nicht mit „Lebewohl“, sondern mit „auf baldiges Wiedersehen“, und war zurückgereist an den Ort, wo sein Herz spürte, dass es Antworten gab. Nach Gerimor.
viewtopic.php?t=32254
viewtopic.php?t=50005]
In der Wärme dieses Winters saß Viridian am Ufer des Flusses. Natürlich wieder ein Fluss, seit er denken konnte hatten Gewässer ihn fasziniert, allen voran das ewige, endlose Meer aber auch all die Flüsse, deren Weg letzten Endes immer in ebendieses Meer mündete. Hier saß er – nach Jahren zum ersten Mal wieder auf Gerimor – und er erinnerte sich an das Lied, das einst ein Narr am Hofe eines Königs sang: „Mein Schwert, den Schild leg‘ ich nun nieder. Unten am alten Fluss, unten am alten Fluss.“ Leise die Melodie summend tauchte er ein in seine eigenen Gedanken und Erinnerungen.
Auch er hatte etwas niederzulegen, nicht Schwert, nicht Schild, nein eine Bürde. Eine Last, die er seit Kindertagen mit sich getragen hatte und die nun endlich, endlich nach dreißig Jahren von ihm genommen war. Auf seiner letzten Reise hatte er vollbracht, woran er all die Male zuvor gescheitert war. Er hatte seine Schwestern wiedergefunden. Als Kinder waren sie durch die grausame Alltäglichkeit der Grenzkriege einander entrissen worden. Damals war er ohnmächtig gewesen, hatte es geschehen lassen müssen, konnte nichts tun außer schwören, nie aufzugeben nach ihnen zu suchen. Und er hatte nie aufgegeben. Hatte Berge, Flüsse und Meere überquert, war lang erkalteten Spuren und Gerüchten gefolgt, oftmals falsch oder ungenau. Irgendwann hatte er die Hoffnung verloren, sie noch lebend zu finden, doch nie hatte er das Versprechen aufgegeben, sie zu finden. Und dann das kleine Dörfchen inmitten wogender Wiesen, umgeben von tiefen Wäldern. Diese kleine, und doch so gemütliche Hütte, in der es nichts im Überfluss gab und es zugleich an nichts mangelte. Das Kinderlachen ringsumher. Die beiden Frauen – natürlich längst erwachsen. Der Moment als sich die Erinnerung an ihre Gesichter mit dem tatsächlichen Anblick überlagerte, eins wurde. Als tief in ihm eine Fessel, dick und rostig wie eine Ankerkette, riss und er zum ersten Mal seit Jahrzehnten dastand und einfach nur hemmungslos weinte. Nur dass es Tränen der unsäglichen Freude waren. Viele Monate hatte er in dem Dörfchen verbracht, dabei von ihrer abenteuerlichen und langen Flucht erfahren und wie es ihnen endlich gelang – gemeinsam! – ihren Ort der Ruhe und des Glücks zu finden. Hier, fernab der Kriege und Gräuel. Und er hatte ihnen von seinem Leben erzählt unter Zuhilfenahme all der Gedichte und Lieder, die er seither darüber geschrieben hatte.
Er begann natürlich mit jenem Söldnerhaufen, bei dem er zuerst unterkam, sang ihnen die „Ballade der Einsamen Wölfe“ von Arnaut, Jason, natürlich auch von Arlon. Und Samantha. Erzählte, wie er als junger Mann von Anfang zwanzig nach Gerimor kam, ein Ruheloser voller Hass und Wut in sich, doch ohne ein klares Ziel. Der sein Ziel darin fand, das Ziel eines anderen Mannes zu verwirklichen, der ihm dafür bot, wonach er sich sehnte: einen Platz und klare Ordnung. Dieser Mann war Khazkal Deslon, der Herr der Eisenwart auf der Insel Lameriast. Beim Erzählen fielen ihm Namen ein: Kalisha, Taskia, Armoran, Keldaron, Leon, Rowan, oh ja auch Shessidyr und viele viele andere. Von ihren Widersachern, von Rafael, Darna, Adrian, Falk, Marye… Von der Ambition Khazkals erzählt er, ein eigenes Fürstentum auszurufen, wie es ihm sogar gelang, wie sie in dieser kurzen Zeit an der Seite Rahals an der Vernichtung der Stadt Varuna beteiligt waren. Wie das „Fürstentum“ durch die vereinten Kräfte seiner Feinde schließlich beendet wurde, wie Khazkal der Eisenwart wütend und sich verraten fühlend den Rücken kehrte und wie er, Viridian, als Einziger dadurch von seinem Eid, der Eisenwart bis in den Tod zu dienen, entbunden wurde. Wie er sodann wieder ohne Ziel durch die Welt irrte, erst nach Bajard, dann in die Stadt Adoran kam. Wo er sich freiwillig in Gefangenschaft begab, aufdass man ihm als Reichsfeind den Prozess mache. Wie Mariella, damals noch von Dornwald, ihm die Möglichkeit bot, dem Strick zu entgehen, indem er sich dem Reich verpflichtete. Wie aus sechs Monaten Zwangsdienst im Regiment zwei Jahre wurden und aus dem Gefreiten Viridian der Korporal. Wieder Namen: Ador, Friedolin, Nyome, Raindri, Liliana, Arenvir und wieder so, so viele andere. Das Nachtvolk, Karawyn und Tulena, schließlich die Hüter des Nordlichts. Kaleya, Earon und ihre Kinderschar. Dazu weitere Namen, Namen, Namen. Helisande, Heinrik, Amelie,Moira, Merrik…
Und natürlich das Mädchen. Für fast alle war sie Anney, für ihn war sie…
Im Hier und Jetzt nahm Viridian das grüne Halstuch mit den eingestickten Initialen S. E. K. drei Worte… ja, hierbei musste er daran denken, „Es waren einst drei Worte…“
Fünfzehn Jahre waren vergangen, seit er Gerimor zum ersten Mal betrat. Bald würde er seinen vierzigsten Geburtstag feiern. Wenn er ihn je gefeiert hätte, denn so etwas als nutzlos anzusehen, das hatte er sich all die Jahre über nicht abgewöhnt. Nun war er wieder hier, wieder auf Gerimor. Doch er spürte, dass er diesmal zu lange fort gewesen war. In den fast zwei Jahren bei seinen Schwestern war er nur kurz Gast in deren Hütte gewesen, stattdessen hatte er sich selbst ein kleines Lager in den nahen Wäldern gesucht. Nah bei ihnen und doch nicht so, dass er sich zu sehr in ihr Leben mischte. Denn er wusste, er würde einmal wieder gehen müssen, zurück nach Gerimor.
Die erste Zeit im Wald war ihm trotz vieler Jahre Lebenserfahrung nicht leicht gefallen, da er es zwar gewöhnt war, mit wenig auszukommen, hart zu liegen und mit einem offenen Auge zu schlafen. Nie jedoch hatte er sich all seine Nahrung selbst jagen müssen, hatte sich einen eigenen Unterschlupf schaffen müssen, der länger als ein, zwei Nächte halten sollte. Seine Schwestern hatten bald aufgegeben, ihm Hilfe anzubieten, wenn er sie besuchte, und lachend darauf hingewiesen, dass er sich zumindest seinen Sturkopf auch nach dreißig Jahren noch erhalten hatte. Nicht zu schaffen machte ihm hingegen das Alleinsein, zumal er ja durchaus regelmäßig seine Schwestern und deren Familien besuchte. Auch als die Tage kürzer und kälter wurden lehnte er das wohlmeinende Angebot, wenigstens den Winter in der warmen Hütte zu verbringen, ab. Denn er hatte gelernt, mühsam und voller Rückschläge aber stetig genug, um sich gerüstet zu fühlen für diese Zeit. Aus Kaninchenfell hatte er Schuhe und Handschuhe… nun gut schneidern lassen, trotzdem… Die kleine Höhle, die er eines Tages durch einen glücklichen Zufall entdeckte, war mit trockenem Gras, Lehm, Holz und Blattwerk wind- und regendicht, sein Lager aus Fellen warm und bequemer als so manches Bett in dem er schon hatte schlafen müssen. Und er bemerkte, wie sich seine Sinne veränderten. Hier, wo das Lärmen der Städte nicht hallte, schienen seine Ohren und Augen besser zu werden, leisere Töne, kleinere Bewegungen erkennen zu können. Anfangs hatte er zum Zeitvertreib seine eigenen Lieder gesungen oder gesummt, doch immer mehr hatte er stattdessen auf die Melodien der Natur gelauscht. Auf die Gesänge der Vogel, auf das Brausen des Windes in den Wipfeln, das Gurgeln und Gluckern des Wassers im Bach. So kam es, dass die Melodie des Barden Viridian nach und nach verklang. Doch sie starb nicht etwa, sondern ging ein in die eine große Melodie, welche das Schöpfungslied Eluives ist und vermischte sich dort mit all den anderen Klängen und Liedern, um verändert und gänzlich neu zu erschallen!
Dann war dieser Winter gekommen. Oder vielmehr, er war nicht gekommen. Es blieb warm, ungewöhnlich warm. Was ihn hätte erfreuen müssen, machte es ihm doch das Leben etwas leichter, erfüllte ihn stattdessen mit einer tiefen Unruhe und Sorge. Dies war… falsch. Das spürte er mit jeder Faser seines Selbst. Darum hatte er sich von seinen Schwestern verabschiedet, nicht mit „Lebewohl“, sondern mit „auf baldiges Wiedersehen“, und war zurückgereist an den Ort, wo sein Herz spürte, dass es Antworten gab. Nach Gerimor.