Ein Feuer und eine Flucht
Verfasst: Montag 4. April 2005, 10:58
Müde streckte er sich, und genoss das Gefühl das ihn durchströmte.
Er lag noch immer in dem Haus das sie gemeinsam erbaut hatten. Vor dem Kamin auf den Fellen und hielt Marian in den Armen.
Nachdem sie sich geliebt hatten war Marian eingeschlafen, doch er selber fand keinen Schlaf.
Ihre Meinungsverschiedenheit über ihre Hochzeit beschäftigte ihn.
Beide wollten sobald als möglich heiraten, aber Gray selber wollte es geheim halten, alleine wegen dem Hauptmann, der dann sicher dafür Sorge tragen würde das sie keinen gemeinsamen Dienst mehr taten und aus Sorge darüber das Marian, dann auch in den Augen des Hauptmanns sinken würde, und er beginnen könnte sie genauso zu schikanieren wie ihn.
Marian jedoch war das egal. Sie wollte eine offene Heirat, ihre Beziehung nicht mehr verstecken.
Sie machte sich über die möglichen Folgen keine Gedanken.
Gray war hin und her gerissen.
Müde streichelte er Marian und küsste sie zart, bevor er sich vorsichtig aus ihren Armen befreite und aufstand.
Die Decke zog er fein säuberlich wieder über sie und deckte sie damit zu.
Was sollte er nur tun.
Marian hatte eine Karriere vor sich. Sie war eine vorbildliche Gardistin und würde sicher bald befördert, wo hingegen er sich zu oft mit dem Hauptmann angelegt hatte, so das dieser schon jedes noch all zu kleine Haar an ihm suchte.
Er wollte Marian da nicht mit hinein ziehen.
Er zog sich seine Hose über, öffnete die Truhe um sich einen Apfel zu nehmen, als sein Blick auf ein kleines Kästchen fiel.
Vorsichtig öffnete er es und erstarrte einen Moment.
Das Gold... Marians Gold für die letzte Rate des Hauses.
15ooo Goldstücke waren es.
12ooo brauchte er nur noch um seinen Bruder frei zu kaufen. 12ooo ...
Wayne... er hatte ihn seit über einem Jahr nicht sehen dürfen.
Dieses Geld würde es ihm ermöglichen seinen Bruder zu sich zu holen.
„Vertrauen.“ Hatte Marian gesagt... Das war ihr am Wichtigsten.
Würde sie ihm vertrauen ... wieder vertrauen ... gar noch lieben können wenn er das Geld nun einfach so nahm?
Nein sicher nicht!
Er schloss die Kiste wieder, stand auf. Ratlos sah er zu der schlafenden hinüber.
Er könnte sie wecken, könnte sie fragen? Aber auch diesen Gedanken verwarf er wieder.
Den Blick konnte er kaum noch von der Kiste wenden, und er setze sich wieder, zögerlich die Hand ausstreckend, doch als er die Kiste berührte, hielt er inne.
Hier lag die Lösung zu all seinen Problemen... aber auch die Lösung zu seinem Unglück.
Vertrauen ... hörte er Marians Stimme wieder in seinem Ohr, und wie als hätte er sich verbrannt ließ er die Kiste los.
Nein... er konnte es Marian nicht antun.
Dennoch wollte er nicht mehr warten. Er wollte Wayne... nein musste Wayne holen.
Er nahm ein Pergament, dazu Feder und Tinte und begann zu schreiben.
Liebste Marian,
sei mir nicht böse das ich fort bin, aber ich werde mir Wayne nun holen.
Ich weiß das du mich begleiten wolltest, aber da diese Aktion mehr als illegal ist, möchte ich dich da nicht mit hinein ziehen.
Denn wenn Harms mir ihn nicht geben will, werde ich ihn mit Gewalt holen.
Ich bin bald zurück, und dann wirst du meinen Bruder kennen lernen.
In Liebe.
Gray.
Er legte das Pergament auf den Tisch dann schlich er hinaus und machte sich auf zum Anwesen von Harmsen.
Es brannte noch Licht im Flur und so klopfte er, ungeduldig darauf wartend das der Bauer öffnete.
Fast ungläubig starrte dieser Gray an um dann zu schnauzen. „Was willst du.“
„Wayne abholen.“ Erklärte er und baute sich so weit es ging vor dem Bauer auf.
„Ich hab alles Geld was ich noch habe zusammengekratzt... HIER!“ er drückte dem Mann den Beutel mit seinem gesamten Sold in die Hand. 3600 Goldstücke, und jetzt hole mir Wayne!“
Harmsen griff nach dem Gold und gleichzeitig nach Gray. „Nichts da! Abgemacht waren 12ooo. Du schuldest mir noch 12ooo Goldstücke.“
Gray war unter dem Griff Harmsens hindurch gewischt und einfach ins Haus hineingelaufen.
„WAAAAAAAAAAAAAAAAYNE!“ brüllte er schon und stockte als eine Tür aufging und die Frau des Bauers den Kopf herausstreckte.
Ihr Blick war voller Unverständnis und Angst. „Gray? Was willst du?“
„Meinen Bruder!“ antwortete er dem Griff des Bauerns nicht mehr entkommen könnend, der ihn nun am Kragen packte und ihn gegen die Wand drückte, das Gray die Luft aus den Lungen getrieben wurde.
„Harms hast du es ihm denn nicht gesagt? Weiß er denn nichts von dem Unfall?“ „Halt die Klappe WEIB!“ fuhr der Bauer ihn an und Gray der sich vehement gegen dessen Griff gewehrt hatte, hielt inne, sah die Frau nur durchdringend an. „Unfall? Was... für einen Unfall?“
„Nichts... die Frau redet wirr.“ Fauchte Harms ihn an und beförderte Gray Richtung Tür.
„Harms, nein... er hat ein Recht darauf es zu erfahren... Sein Bruder.. Gray, dein Bruder ist tot... es tut mir leid... er hatte einen Unfall. Ich dachte Harms hätte es dir gesagt, er wollte, sollte,... und ich hatte mich gewundert warum du nicht kamst.“
Um Gray drehte sich alles. Sein Bruder... tot... wirklich tot... und er, er wusste es nicht, hatte sich nicht einmal von ihm verabschieden können.
Aber das Gold... das wollten sie noch immer haben.
„Das Gold... es ging euch nur um das Gold!“ sprach er matt und spürte wie in ihm die Wut
hochstieg. Wut und Trauer die zu unbändigem Hass wurden. Er holte aus und schmetterte dem Wirt seine Faust vor das Kinn das dieser zurück taumelte, dann stürzte er sich auf ihn.
„Du wirst so enden wie er! Du Halsabschneider.“
Er spürte kaum wie der Bauer sich wehrte. Seine Gefühle machten ihn taub für jeglichen anderen körperlichen Schmerz und erst als die Frau hilfeschreiend hinaus stürzte und zwei Männer auf ihre Rufe hinzukamen und dem Bauern zur Hilfe kamen, hielt er in seiner Raserei inne. „Ich bringe dich um! Dein Hof werde ich dir über deinen Kopf hin anzünden!“
Brüllte er und wurde weiter von den beiden unbekannten zurückgedrängt.
Harms lachte nur. „Schwachkopf! Verschwinde! Sonst lasse ich dich einsperren!“
Dann wurde die Tür zugeschlagen.
„Geh besser! Verschwinde von ihr.“ Hörte er den gut gemeinten Rat der Beiden und einer von Ihnen, drückte ihm einen Flasche in die Hand. „Hier nimm das, ist besser als sich zu
prügeln.“
Gray nahm wie betäubt die Flasche an sich und tatsächlich drehte er sich herum und hetzte davon.
Getrieben von dem einen Gedanken... Sein Bruder war tot.
Er hörte erst auf zu laufen als er nicht mehr konnte und einfach in sich zusammenbrach.
Nun ließ er den Tränen freien Lauf.
Wayne hatte ihn gebraucht und er war nicht da gewesen.
Es war zu spät es wieder gut zu machen.
Wie in Trance hatte er die Flasche geöffnet und sie dann geleert.
Der Alkohol der wie brennend seine Kehle hinabfloss half ihm aber nicht wirklich.
Einzigst benebelte sie ihn etwas, da er lange nichts mehr getrunken hatte.
Wie lange er da gesessen hatte, wusste er nicht... der Morgen graute schon fast als er aufstand und wie schlafwandlerisch gen Hof torkelte.
Den Bauern denen er begegnete beachtete er nicht. Er wollte nur zum Hof... wollte wissen was geschehen war, wollte wissen wo sein Bruder lag, und er wollte sein Geld zurück.
Als er fast die Scheune des Hofes erreicht hatte, rebellierte sein Magen ob des ungewohnten Alkoholkonsums. Sein Schädel schien ihm fast zu platzen und es begann sich alles um ihn zu drehen.
Er stützt sich an der Wand ab, um sich etwas zu erholen als er plötzlich einen scharfen Schmerz am Kopf spürte und es dunkel um ihn herum wurde.
Geweckt wurde er durch ein Geräusch.
Mühsam öffnete er die Augen, riss sie dann auf.
Um ihn herum brannte alles.
Er befand sich in der Scheune, und unweit von ihm lag der Bauer.
Gray wusste nicht was geschehen war und Grauen erfasste ihn.
Der Rauch war schon fast undurchdringlich, zog aber in eine Richtung ab, so das Gray hoffte das dort der Ausgang war.
Er taumelte zu Harms hinüber, versuchte wieder einen klaren Gedanken fassen zu können, und packte den Bauern unter die Arme zog ihn ins Freie, wo er schon aufgeregte Menschen hören konnte, die mit dem Löschen begonnen hatte.
Er drückte einem der ankommenden den Bauern in die Arme, wollte sich gerade niederlassen als er jemanden rufen hörte. „DAS ist er! ER hat den Hof in Brand gesteckt. Packt ihn!
Gray sah auf und sah das man ihn meinte.
„Lasst ihn nicht entkommen!“ brüllte jemand, aber er rannte schon.
Den ersten der ihm sich in den Weg stellte konnte er noch fortschubsen, dann war er auch schon im Wald.
Nur wenige verfolgten ihn, die meisten blieben beim Hof um zu retten was zu retten war, und Gray hatte bald die letzten Verfolger abgeschüttelt.
Voller Grauen taumelte er nur noch.
Seine Lungen brannten sein Kopf dröhnte und er wusste nicht was geschehen war.
Mit einer Hand hielt er sich die Schläfe und versuchte sich zu erinnern, aber das letzte was er wusste war das er vor der Scheune gestanden hatte.
War es zum Streit gekommen?
Er wusste es nicht. Wusste es wirklich nicht.
Wohin sollte er nun... Zum Hauptmann? Er schüttelte sofort den Kopf. Der würde sich wahrhaft freuen und ihn sofort einsperren lassen. Aber er wollte sich nicht einsperren lassen. Hatte ihn die Wut so übermannt? Hatte er den Bauern niedergeschlagen und dann alles angesteckt oder erst alles angesteckt und dann den Bauern niedergeschlagen?
Hatte er überhaupt was gemacht?
Wo sollte er hin... Marian? Oh Himmel... nein. Er würde sie mit hineinziehen. Sie wäre enttäuscht. Enttäuscht von ihm.
Er konnte ihr nicht mehr unter die Augen treten.
Wütend und Hilflos hielt er an und sah erst jetzt wohin ihn sein Weg getrieben hatte.
Er stand vor dem Hof Irmalinds.
Er hatte vertrauen zu ihr, vielleicht würde sie ihm helfen.
Er wollte sich nur ausruhen. Ein wenig schlafen und dann... dann musste er fort von hier.
Fort von dem Leben das er sich aufgebaut hatte und vor allem, was ihm am meisten weh tat, fort von Marian.
Taumelnd hielt er an der Tür des Hofes an, dann klopfte er.
Er lag noch immer in dem Haus das sie gemeinsam erbaut hatten. Vor dem Kamin auf den Fellen und hielt Marian in den Armen.
Nachdem sie sich geliebt hatten war Marian eingeschlafen, doch er selber fand keinen Schlaf.
Ihre Meinungsverschiedenheit über ihre Hochzeit beschäftigte ihn.
Beide wollten sobald als möglich heiraten, aber Gray selber wollte es geheim halten, alleine wegen dem Hauptmann, der dann sicher dafür Sorge tragen würde das sie keinen gemeinsamen Dienst mehr taten und aus Sorge darüber das Marian, dann auch in den Augen des Hauptmanns sinken würde, und er beginnen könnte sie genauso zu schikanieren wie ihn.
Marian jedoch war das egal. Sie wollte eine offene Heirat, ihre Beziehung nicht mehr verstecken.
Sie machte sich über die möglichen Folgen keine Gedanken.
Gray war hin und her gerissen.
Müde streichelte er Marian und küsste sie zart, bevor er sich vorsichtig aus ihren Armen befreite und aufstand.
Die Decke zog er fein säuberlich wieder über sie und deckte sie damit zu.
Was sollte er nur tun.
Marian hatte eine Karriere vor sich. Sie war eine vorbildliche Gardistin und würde sicher bald befördert, wo hingegen er sich zu oft mit dem Hauptmann angelegt hatte, so das dieser schon jedes noch all zu kleine Haar an ihm suchte.
Er wollte Marian da nicht mit hinein ziehen.
Er zog sich seine Hose über, öffnete die Truhe um sich einen Apfel zu nehmen, als sein Blick auf ein kleines Kästchen fiel.
Vorsichtig öffnete er es und erstarrte einen Moment.
Das Gold... Marians Gold für die letzte Rate des Hauses.
15ooo Goldstücke waren es.
12ooo brauchte er nur noch um seinen Bruder frei zu kaufen. 12ooo ...
Wayne... er hatte ihn seit über einem Jahr nicht sehen dürfen.
Dieses Geld würde es ihm ermöglichen seinen Bruder zu sich zu holen.
„Vertrauen.“ Hatte Marian gesagt... Das war ihr am Wichtigsten.
Würde sie ihm vertrauen ... wieder vertrauen ... gar noch lieben können wenn er das Geld nun einfach so nahm?
Nein sicher nicht!
Er schloss die Kiste wieder, stand auf. Ratlos sah er zu der schlafenden hinüber.
Er könnte sie wecken, könnte sie fragen? Aber auch diesen Gedanken verwarf er wieder.
Den Blick konnte er kaum noch von der Kiste wenden, und er setze sich wieder, zögerlich die Hand ausstreckend, doch als er die Kiste berührte, hielt er inne.
Hier lag die Lösung zu all seinen Problemen... aber auch die Lösung zu seinem Unglück.
Vertrauen ... hörte er Marians Stimme wieder in seinem Ohr, und wie als hätte er sich verbrannt ließ er die Kiste los.
Nein... er konnte es Marian nicht antun.
Dennoch wollte er nicht mehr warten. Er wollte Wayne... nein musste Wayne holen.
Er nahm ein Pergament, dazu Feder und Tinte und begann zu schreiben.
Liebste Marian,
sei mir nicht böse das ich fort bin, aber ich werde mir Wayne nun holen.
Ich weiß das du mich begleiten wolltest, aber da diese Aktion mehr als illegal ist, möchte ich dich da nicht mit hinein ziehen.
Denn wenn Harms mir ihn nicht geben will, werde ich ihn mit Gewalt holen.
Ich bin bald zurück, und dann wirst du meinen Bruder kennen lernen.
In Liebe.
Gray.
Er legte das Pergament auf den Tisch dann schlich er hinaus und machte sich auf zum Anwesen von Harmsen.
Es brannte noch Licht im Flur und so klopfte er, ungeduldig darauf wartend das der Bauer öffnete.
Fast ungläubig starrte dieser Gray an um dann zu schnauzen. „Was willst du.“
„Wayne abholen.“ Erklärte er und baute sich so weit es ging vor dem Bauer auf.
„Ich hab alles Geld was ich noch habe zusammengekratzt... HIER!“ er drückte dem Mann den Beutel mit seinem gesamten Sold in die Hand. 3600 Goldstücke, und jetzt hole mir Wayne!“
Harmsen griff nach dem Gold und gleichzeitig nach Gray. „Nichts da! Abgemacht waren 12ooo. Du schuldest mir noch 12ooo Goldstücke.“
Gray war unter dem Griff Harmsens hindurch gewischt und einfach ins Haus hineingelaufen.
„WAAAAAAAAAAAAAAAAYNE!“ brüllte er schon und stockte als eine Tür aufging und die Frau des Bauers den Kopf herausstreckte.
Ihr Blick war voller Unverständnis und Angst. „Gray? Was willst du?“
„Meinen Bruder!“ antwortete er dem Griff des Bauerns nicht mehr entkommen könnend, der ihn nun am Kragen packte und ihn gegen die Wand drückte, das Gray die Luft aus den Lungen getrieben wurde.
„Harms hast du es ihm denn nicht gesagt? Weiß er denn nichts von dem Unfall?“ „Halt die Klappe WEIB!“ fuhr der Bauer ihn an und Gray der sich vehement gegen dessen Griff gewehrt hatte, hielt inne, sah die Frau nur durchdringend an. „Unfall? Was... für einen Unfall?“
„Nichts... die Frau redet wirr.“ Fauchte Harms ihn an und beförderte Gray Richtung Tür.
„Harms, nein... er hat ein Recht darauf es zu erfahren... Sein Bruder.. Gray, dein Bruder ist tot... es tut mir leid... er hatte einen Unfall. Ich dachte Harms hätte es dir gesagt, er wollte, sollte,... und ich hatte mich gewundert warum du nicht kamst.“
Um Gray drehte sich alles. Sein Bruder... tot... wirklich tot... und er, er wusste es nicht, hatte sich nicht einmal von ihm verabschieden können.
Aber das Gold... das wollten sie noch immer haben.
„Das Gold... es ging euch nur um das Gold!“ sprach er matt und spürte wie in ihm die Wut
hochstieg. Wut und Trauer die zu unbändigem Hass wurden. Er holte aus und schmetterte dem Wirt seine Faust vor das Kinn das dieser zurück taumelte, dann stürzte er sich auf ihn.
„Du wirst so enden wie er! Du Halsabschneider.“
Er spürte kaum wie der Bauer sich wehrte. Seine Gefühle machten ihn taub für jeglichen anderen körperlichen Schmerz und erst als die Frau hilfeschreiend hinaus stürzte und zwei Männer auf ihre Rufe hinzukamen und dem Bauern zur Hilfe kamen, hielt er in seiner Raserei inne. „Ich bringe dich um! Dein Hof werde ich dir über deinen Kopf hin anzünden!“
Brüllte er und wurde weiter von den beiden unbekannten zurückgedrängt.
Harms lachte nur. „Schwachkopf! Verschwinde! Sonst lasse ich dich einsperren!“
Dann wurde die Tür zugeschlagen.
„Geh besser! Verschwinde von ihr.“ Hörte er den gut gemeinten Rat der Beiden und einer von Ihnen, drückte ihm einen Flasche in die Hand. „Hier nimm das, ist besser als sich zu
prügeln.“
Gray nahm wie betäubt die Flasche an sich und tatsächlich drehte er sich herum und hetzte davon.
Getrieben von dem einen Gedanken... Sein Bruder war tot.
Er hörte erst auf zu laufen als er nicht mehr konnte und einfach in sich zusammenbrach.
Nun ließ er den Tränen freien Lauf.
Wayne hatte ihn gebraucht und er war nicht da gewesen.
Es war zu spät es wieder gut zu machen.
Wie in Trance hatte er die Flasche geöffnet und sie dann geleert.
Der Alkohol der wie brennend seine Kehle hinabfloss half ihm aber nicht wirklich.
Einzigst benebelte sie ihn etwas, da er lange nichts mehr getrunken hatte.
Wie lange er da gesessen hatte, wusste er nicht... der Morgen graute schon fast als er aufstand und wie schlafwandlerisch gen Hof torkelte.
Den Bauern denen er begegnete beachtete er nicht. Er wollte nur zum Hof... wollte wissen was geschehen war, wollte wissen wo sein Bruder lag, und er wollte sein Geld zurück.
Als er fast die Scheune des Hofes erreicht hatte, rebellierte sein Magen ob des ungewohnten Alkoholkonsums. Sein Schädel schien ihm fast zu platzen und es begann sich alles um ihn zu drehen.
Er stützt sich an der Wand ab, um sich etwas zu erholen als er plötzlich einen scharfen Schmerz am Kopf spürte und es dunkel um ihn herum wurde.
Geweckt wurde er durch ein Geräusch.
Mühsam öffnete er die Augen, riss sie dann auf.
Um ihn herum brannte alles.
Er befand sich in der Scheune, und unweit von ihm lag der Bauer.
Gray wusste nicht was geschehen war und Grauen erfasste ihn.
Der Rauch war schon fast undurchdringlich, zog aber in eine Richtung ab, so das Gray hoffte das dort der Ausgang war.
Er taumelte zu Harms hinüber, versuchte wieder einen klaren Gedanken fassen zu können, und packte den Bauern unter die Arme zog ihn ins Freie, wo er schon aufgeregte Menschen hören konnte, die mit dem Löschen begonnen hatte.
Er drückte einem der ankommenden den Bauern in die Arme, wollte sich gerade niederlassen als er jemanden rufen hörte. „DAS ist er! ER hat den Hof in Brand gesteckt. Packt ihn!
Gray sah auf und sah das man ihn meinte.
„Lasst ihn nicht entkommen!“ brüllte jemand, aber er rannte schon.
Den ersten der ihm sich in den Weg stellte konnte er noch fortschubsen, dann war er auch schon im Wald.
Nur wenige verfolgten ihn, die meisten blieben beim Hof um zu retten was zu retten war, und Gray hatte bald die letzten Verfolger abgeschüttelt.
Voller Grauen taumelte er nur noch.
Seine Lungen brannten sein Kopf dröhnte und er wusste nicht was geschehen war.
Mit einer Hand hielt er sich die Schläfe und versuchte sich zu erinnern, aber das letzte was er wusste war das er vor der Scheune gestanden hatte.
War es zum Streit gekommen?
Er wusste es nicht. Wusste es wirklich nicht.
Wohin sollte er nun... Zum Hauptmann? Er schüttelte sofort den Kopf. Der würde sich wahrhaft freuen und ihn sofort einsperren lassen. Aber er wollte sich nicht einsperren lassen. Hatte ihn die Wut so übermannt? Hatte er den Bauern niedergeschlagen und dann alles angesteckt oder erst alles angesteckt und dann den Bauern niedergeschlagen?
Hatte er überhaupt was gemacht?
Wo sollte er hin... Marian? Oh Himmel... nein. Er würde sie mit hineinziehen. Sie wäre enttäuscht. Enttäuscht von ihm.
Er konnte ihr nicht mehr unter die Augen treten.
Wütend und Hilflos hielt er an und sah erst jetzt wohin ihn sein Weg getrieben hatte.
Er stand vor dem Hof Irmalinds.
Er hatte vertrauen zu ihr, vielleicht würde sie ihm helfen.
Er wollte sich nur ausruhen. Ein wenig schlafen und dann... dann musste er fort von hier.
Fort von dem Leben das er sich aufgebaut hatte und vor allem, was ihm am meisten weh tat, fort von Marian.
Taumelnd hielt er an der Tür des Hofes an, dann klopfte er.