"Der Käpt'n is wech, da kann ich endlich mal in ruh' meine Bomben basteln. Da, dieser Leinensack is' genauch richtig. Schön einwickeln den Mist, richtich scheppern muss das!". Verstohlen sieht er sich unter Deck um. Nach dem Kampf gegen den Kraken war ihm klar geworden, dass die Kanonen einen erheblichen Nachteil haben: Wenn etwas zu nah dran ist, geht zu oft etwas daneben. Und so lange wie die Besatzung zum Nachladen braucht und so dösbaddelig wie sich einige dabei angestellt haben, musste er eine Alternative schaffen.
Anstelle eine der Pulverkartuschen für die Kanone mit Schwarzpulver zu füllen, stopfte er diese mit ordentlich Metallschrott und einigen Steinen voll. Das Mischverhältnis war immer etwas unterschiedlich und als er die vorbereiteten Papierkartuschen Leinen einrollte, markierte er jedes dieser Bündel mit einer Nummer und versteckte es erstmal zwischen den Kisten neben der ersten Kanone steuerbord. Kurz fährt er sich über das Kinn - ein skeptischer Blick, den er dann mit einem Schulterzucken abtut. "Ach dat geit schon...", raunt er leise zu sich selbst. Irgendwann wird er die Dinger schon ausprobieren können und dann sehen, welches Bündel sich wohl als nützlich erweisen könnte.
Was tatsächlich passieren würde, wenn man eines dieser Bündel nach einer Pulverkartusche ins Rohr stopft, das wusste Japser nicht. Würde man aber jedes Leinenbündel nach dem Laden mit dem Messer anschneiden, dann sollte es aufreißen und mit der Mündung des Laufes das ganze Schrapnell vor sich verteilen. So die Theorie, wenn er alles richtig zusammenklamüsert hat. "So plietsch muss man da och net sein". Viel wumms war ja nicht dahinter. Schiffe würde man damit kaum versenken, aber so ein Seeungetüm in de Lücht jagen? Vielleicht.
Spitzbübisch rieb er sich die Hände - das würde sicher ein Spaß werden!
Auch an Land wackeln die Laternen mal
- Jasper Garver
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