Es war wieder einer dieser Nächte, wo Malachai keine Ruhe seit Stephanies Tot fand. Zuviele Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Der Mord an Laheria, die Frau des Ahads und auch sonstige Ereignisse der letzten Tage. Es war eine unruhige Nacht und er konnte eine Person nicht vergessen: Inara.
Stetig kreiste sie durch seinen Kopf, er konnte kaum klar denken, seit er sie das letzte mal traf. Anfangs dachte er, würde seine Zuneigung zu ihr nur bestehen, weil sie seiner geliebten Verstorbenen so ähnlich sah. Doch je mehr er sich in letzter Zeit mit ihr traf, umso mehr erkannte er die Unterschiede und heute würde er nicht einmal mehr im Traume daran denken, Sie mit Stephanie zu vergleichen.
Der Schmerz um den Verlust war schon weniger geworden, die Zeit heilt viele Wunden. Er wusste, er hatte sich in Inara verliebt, doch er konnte es ihr nicht sagen. Er konnte doch keine andere lieben, wo jene Person, für die sein Herz schlug, vor deren Hause begraben lag. Doch das Gefühl, dass Inara ihm gab, jenes Gefühl, empfand er zuvor für niemanden. Nicht einmal für Stephanie, das sagte ihm sein Herz. Doch ginge dies? Er hielt Stephanie für die Frau seines Lebens, er liebte sie....ginge es denn nun, dass er mehr für eine andere Empfinden konnte?
Was würde er tun, wenn Stephanie noch leben würde? Wie würde er dann fühlen. Dann viel es ihm ein...er hat Inara kennen gelernt, als er den toten Körper im Schiffe fest hielt. Der Kapitän holte sie wegen ihrer Ähnlichkeit, Vielleicht hätten beide sich sonst nie kennen gelernt.
Er drehte sich im Bett um, er war fertig und müde, doch er konnte nicht schlafen. Stetig dachte er an Inara, an die Zeit, die er mit ihr verbrachte, das gemeinsame Lachen, die Angst, die er empfand, als sie schwer Krank war, der Kuss, den Sie ihm gab und den beide abgestritten hatten, die Wut, die er jenen Mördern ihres Kindes zeigte, als er sie folterte und richtete. Unbekannte Menschen, er hat für Malachai unbekannten Menschen gefoltert und getötet, nur weil er jedes Wort glaubt, was Inara ihm erzählen mag.
Der Mond schien in seine bescheidene Hütte, er lauschte dem ruhigen Walde. Er wünschte nun bei ihr zu sein, sie zu halten, sie zu berühren, ja sie zu küssen. Sein Herz machte abermals einen Sprung, als er an Inara dachte, doch konnte er nun eine lieben, konnte er sich eingestehen, dass sein Herz noch nie zuvor so schlug wie für diese Farmerin, wie für Inara.
Er schloss die Augen und plötzlich schien sein Zimmer Hell erleuchtet.
"Malachai.....Malachai mein Liebster....öffne die Augen."
Es war schwer die Augen zu öffnen, das Licht war so hell und blendete ihn. Er hielt seine Hand vor jenen um zu erkennen, wer mit ihm sprach und er sah eine wunderschöne Frau in einem weissen seidenen Kleid. Sie schien zu schweben, ihr schwarzes langes Haar schien vom Winde getragen, obwohl kein Wind im Hause war und alle Fenster verschlossen.
"Ina...", begann er zu sagen, stockte dann aber. "Stephanie?"
"Ja mein liebster."
"Das...ist unmöglich...du bist tot...du kannst nicht reden."
Die Person kam näher, es war immer noch als ob sie schweben würde und setzte sich neben seinem Bett auf die Knien.
Sie legte ihren Finger vorsichtig auf seinen Mund und streichelte ihm durchs Haar.
"Dort wo ich bin, ist nichts unmöglich." , sprach sie leise, ihre Stimme klang wie ein schöner Gesang.
"Warum....warum bist du hier?"
"Ich bin hier, um dich von deinem Schmerzen zu befreien."
Malachai erhob sich leicht und schloss sie in die Arme, sie umfasste seinen Körper ebenso. Es war ein Gefühl der Erleichterung für ihn.
Mit zittriger Stimme began Malachai zu sprechen.
"Es....es tut mir....leid....es war meine Schuld...wegen mir musstest du Sterben."
Doch Stephanie deutete nur eine Geste, er solle nicht reden und streichelte weiter durch sein Haar.
"Shhhh mein Liebster...hör mir zu, meine Zeit in deiner Welt ist knapp. Es ist nicht deine Schuld, du hättest nichts anderes tun können. So ist das Schicksal nun einmal. Was geschehen ist, ist geschehen. Wichtig für mich ist nun, dich nicht mehr leiden zu sehen, dir deine Sorgen vom Herzen zu nehmen und die Last von deinen Schultern abzulegen."
Malachai wurde es warm ums Herz und er fühlte sich geborgen.
"Du musst deinem Herzen folgen, es schlägt für eine andere Frau, wohl möglich mehr als es je für mich schlug und das ist auch gut so. Lass deiner Liebe, die du zu vergeben hast, freien Lauf. Ich bitte dich, werde glücklich mit der Frau, die du liebst und führe kein Leben in Einsamkeit und Verbitterkeit. Liebe wieder,gar mehr als wie du micht liebtest und geb dir nicht die Schuld an allem, was passiert ist. Niemand hat Schuld, es geschah und was geschehen musste, geschah auch.Es ist alles ein Kries des Schicksals, dass du soviel für diese Frau empfindest, ist vorher bestimmt. Ihr gehört zusammen, dass weisst du wie ich es auch weiss. Mein tot sollte euch zusammen bringen.So vergiss nicht,mir geht es gut, und hör auf, die Liebe, die du zu ihr empfindest, abszutreiten. Werd glücklich mein Geliebter, werd glücklich mit dieser Frau, so bin dann auch ich glücklich, wenn ich weiss, es geht dir gut."
Stephanie erhob sich leicht, schaute ihm ins Gesicht und küsste ihn leicht. Sie griff auf ihrem Rücken und holte eine weiße Rose hervor und legte sie neben ihn hin.
"Nun schlaf mein Geliebter...schlaf um geruht zu sein....schlaf, um dein Leben von neuem zu beginnen. Ich werde dich nicht vergessen, so wie ich weiss, dass du mich nicht vergisst."
Sie entfernte sich leicht, immer weiter, lächelnd schien es, als würde sie zurück schwebend. Sie warf ihm noch einen Luftkuss zu, dann wurde es hell und urplötzlich dunkel.
Malachai öffnete die Augen. Er fühlte sich frisch und nach langem wieder ausgeschlafen. Er stieg aus dem Bett, es war schon Tag und die Sonne schien durch die Fenster auf seinen Boden.
Er wollte aufstehen, als er etwas auf dem Kissen liegen sah:
Eine weiße Rose.
Er kratzte sich kurz am Hinterkopf, dann lächelte er und küsste kurz die Blüten der Rose. Er würde nie jemanden von dem Traum erzählen, da war er sich sicher. Er selbst war sich sicher: Es war kein Traum.
Sein Herz fühlte sich erleichtert an, er lächelte und ging hinaus.
Er beugte sich zu Stephanies Grab nieder und pflanzte die weiße Rose dort hinein. Er schaute auf jenen und sprach leise:
"Ich werde und kann dich nie vergessen. Ich danke dir"
Dann ging er hinein, zog sich an und trat hinaus.
Er ging direkt auf den Hafen von Bajard zu, bestieg das Schiff und reiste nach Lamerias. Er wusste, was er tun würde. Er würde Inara nun seine Liebe und Zuneigung zu ihr gestehen. Er merkte schon lange, seit dem ersten Kuss in Mikhails Praxis, dass Sie auch so empfand, selbst wenn sie es sich zu ausreden versuchte. Er möchte sein Leben mit ihr verbringen, er schenkte ihr das Kleid, was er für jene Person kaufte, die sein Herz eroberte, er musste ihr dies erzählen und hoffen, dass er sich nicht irrt.
Er stand vorne am Bug, die Sonne stand schon weiter unten und er genoss die Seeluft. Sie wollte mit ihm sprechen, so hiess es im Brief, den er von ihr bekam und auch Malachai wollte ein Gespräch mit ihr.
Nun würde er es tun, nun würde sein Leben von neuem beginnen.
Ein Leben mit Inara und ihm zusammen. Ein glückliches Leben.
Ein Herz,das began zu schlagen...
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
- Malachai Schwarzmourne
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Jene Geschehnisse liegen nun ein paar Tage zurück. Es kam, wie er es wollte. Er traf sich noch an jendem Abend mit Inara, sie redeten, er erklärte ihr, warum er ihr das Kleid schenkte. Er war so dumm, es ihr nicht vorher gesagt zu haben und es tat ihm so schrecklich leid.
Er schenkte es ihr, nicht weil er Inara in Stephanies Kleidung stecken will oder weil er gar keinen nutzen mehr dafür hatte, nein er schenkte es ihr, weil er es damals für eine Person gekauft hatte, die sein Herz eroberte und das Tat sie. Er schenkte es ihr, weil Sie jene war, für welche sein Herz nur schlug.
Sie redeten lange, eins bis zweimale konnte er heraushören, was sie sagen wollte, doch sie tat es nicht und klang dann nur trauriger. Er musste es wissen, es hören, er wollte es ihr auch sagen, so fragte er sie, was sie bedrückte, was es gebe und was Sie ihm nicht sagen konnte.
Sie gab nach, sie gestand ihm, was Sie für ihm empfand und Malachai´s Herz schien einen Sprung zu machen.
Er schaute sie an, sie war so wunderschön in seinen Augen, dann nahm er vorsichtig ihre Hand und gestand nun auch, dass seine Gefühle für sie mehr als hoch war. Er küsste die Hand vorsichtig, nahm sie in den Arm. Es tat so gut ihre Nähe zu spüren, sie zu berühren, er wollte sie nie mehr los lassen, sie nie mehr verlassen.
Die Zeit verging, sie redeten noch einiges und nach einer Weile fragte Inara, ob er mit ihr das Grab ihres Sohnes besuchen würde.
Er stimmte sofort ohne bedenken ein und sie ritten zum Hause Eisenwart, wo nahe jenes Gebäudes das Grab an einem Baume war.
Sie standen davor, sie kniete sich hin, sprach einiges aus und er fasste ihr auf die Schulter. Er wollte ihr beistehen, so wie er es immer tat. Sie nicht alleine lassen in ihren schweren Stunden und ihr Leid mit ihm teilen.
Sie stand auf, sie standen sich gegenüber, er nahm sie in den Arm.
Der Mond bildete diese Nacht einen vollen Kreis und leuchtete auf sie hinab. Er schien nur für sie zu scheinen und jenen Moment mit Licht zu erfüllen. Jenen Moment, als Malachai seinen Kopf den ihren nährte, jenen Moment, als er langsam seine Augen schloss und dann seineLippen leicht gegen die ihre drückte und anfing sie zu küssen.
Es war geschehen, sie küssten sich, innig und liebend, das merkte man. Sie beide hatten sich gefunden, nach langen Wegen der Verluste und des Leides, konnten sie nun anfangen sich zu lieben.
So vergingen für Malachai glückliche Tage, er nahm sich alle Zeit, die er hatte und verbrachte sie mit Inara. Es gab keine Sekunde, wo er jenen ersten Kuss auch nur bereut hätte. Nein, denn er war glücklich. Glücklich wie nie zuvor in seinem Leben. Glücklich nach langer Zeit wieder.
Eisenwart gab ihnen ihren Segen, von nun an würde jenes Glück länger als ein Leben halten und jene Liebe stärker sein, als jemals überhaupt.
Er schenkte es ihr, nicht weil er Inara in Stephanies Kleidung stecken will oder weil er gar keinen nutzen mehr dafür hatte, nein er schenkte es ihr, weil er es damals für eine Person gekauft hatte, die sein Herz eroberte und das Tat sie. Er schenkte es ihr, weil Sie jene war, für welche sein Herz nur schlug.
Sie redeten lange, eins bis zweimale konnte er heraushören, was sie sagen wollte, doch sie tat es nicht und klang dann nur trauriger. Er musste es wissen, es hören, er wollte es ihr auch sagen, so fragte er sie, was sie bedrückte, was es gebe und was Sie ihm nicht sagen konnte.
Sie gab nach, sie gestand ihm, was Sie für ihm empfand und Malachai´s Herz schien einen Sprung zu machen.
Er schaute sie an, sie war so wunderschön in seinen Augen, dann nahm er vorsichtig ihre Hand und gestand nun auch, dass seine Gefühle für sie mehr als hoch war. Er küsste die Hand vorsichtig, nahm sie in den Arm. Es tat so gut ihre Nähe zu spüren, sie zu berühren, er wollte sie nie mehr los lassen, sie nie mehr verlassen.
Die Zeit verging, sie redeten noch einiges und nach einer Weile fragte Inara, ob er mit ihr das Grab ihres Sohnes besuchen würde.
Er stimmte sofort ohne bedenken ein und sie ritten zum Hause Eisenwart, wo nahe jenes Gebäudes das Grab an einem Baume war.
Sie standen davor, sie kniete sich hin, sprach einiges aus und er fasste ihr auf die Schulter. Er wollte ihr beistehen, so wie er es immer tat. Sie nicht alleine lassen in ihren schweren Stunden und ihr Leid mit ihm teilen.
Sie stand auf, sie standen sich gegenüber, er nahm sie in den Arm.
Der Mond bildete diese Nacht einen vollen Kreis und leuchtete auf sie hinab. Er schien nur für sie zu scheinen und jenen Moment mit Licht zu erfüllen. Jenen Moment, als Malachai seinen Kopf den ihren nährte, jenen Moment, als er langsam seine Augen schloss und dann seineLippen leicht gegen die ihre drückte und anfing sie zu küssen.
Es war geschehen, sie küssten sich, innig und liebend, das merkte man. Sie beide hatten sich gefunden, nach langen Wegen der Verluste und des Leides, konnten sie nun anfangen sich zu lieben.
So vergingen für Malachai glückliche Tage, er nahm sich alle Zeit, die er hatte und verbrachte sie mit Inara. Es gab keine Sekunde, wo er jenen ersten Kuss auch nur bereut hätte. Nein, denn er war glücklich. Glücklich wie nie zuvor in seinem Leben. Glücklich nach langer Zeit wieder.
Eisenwart gab ihnen ihren Segen, von nun an würde jenes Glück länger als ein Leben halten und jene Liebe stärker sein, als jemals überhaupt.
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Inara Schwarzmourne
Die Tage vergingen und sie war glücklich.
Nie hätte sie gedacht, dass er so empfand wie sie. Sie dachte, er wäre noch zu sehr im Schmerze seines Verlustes gefangen, als dass er für sie mehr empfinden konnte als Freundschaft.
Natürlich merkte er, dass sie etwas bedrückte, doch sie hatte Angst, wenn es einmal ausgesprochen war, würde es stets zwischen Ihnen stehen. Doch dann geschah tatsächlich das, was sie für unmöglich gehalten hatte. Er fühlte tatsächlich dasselbe und es war, als habe er nur darauf gewartet, dass sie es aussprach.
Langsam kamen sie sich näher und als schließlich der erste Kuss folgte, so war ihr, als wäre sie in einem wunderschönen Traum. Er musste sie kneifen, damit sie sicher war, das es auch echt war. Sie schmunzelte bei dem Gedanken daran.
Seither trafen sie sich so oft es ging um zusammen zu essen, zu reden und ihre Zweisamkeit zu genießen. Sie lies sich einfach fallen in dieses wohlige Gefühl, in seine starken Arme und in seine tiefe Liebe.
Sicher, auch sie dachte oft noch an ihren geliebten Malon und ihren gemeinsamen Sohn Manus. Doch sie war sich sicher, sie beide würden nicht wollen, dass sie ein Leben allein verbringt und nie wieder liebt. Sie würden ihr sicherlich alles Gute wünschen und von wo auch immer sie waren, lächelnd auf sie blicken.
Sogar in der Feldarbeit hatte er sich bereits versucht. Ein Schmunzeln umfing ihre Züge, als sie daran dachte, wie er mit der Sense in der Hand in einem großen Satz ins Weizenfeld sprang und das Weizen niedermähte, wie einen Feind auf dem Schlachtfeld. Ein Schwertmeister als Bauer. Sie kicherte. Doch selbst da war er ein stattlicher Mann. Sein nackter Oberkörper glänzte in der Sonne und deutlich waren die Muskeln zu sehen gewesen, die er bei seinem Training bekommen hatte. Ganz besonders jedoch liebte sie seinen Bart. Er kitzelte sie bei jedem Kuss. Wie gerne würde sie ihn nun spüren, den kitzelnden Bart, seine Arme um sie wissen und in seine schönen Augen sehen.
Doch vor allem anderen liebte sie das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit und der unendlichen Liebe, die er ihr gab. Sie war sich sicher, diese Liebe würde alles überstehen und tiefer gehen, als alles davor.
Doch keiner von beiden sah die dunklen Wolken, die sich am fernen Himmel bereits verdichteten....
Nie hätte sie gedacht, dass er so empfand wie sie. Sie dachte, er wäre noch zu sehr im Schmerze seines Verlustes gefangen, als dass er für sie mehr empfinden konnte als Freundschaft.
Natürlich merkte er, dass sie etwas bedrückte, doch sie hatte Angst, wenn es einmal ausgesprochen war, würde es stets zwischen Ihnen stehen. Doch dann geschah tatsächlich das, was sie für unmöglich gehalten hatte. Er fühlte tatsächlich dasselbe und es war, als habe er nur darauf gewartet, dass sie es aussprach.
Langsam kamen sie sich näher und als schließlich der erste Kuss folgte, so war ihr, als wäre sie in einem wunderschönen Traum. Er musste sie kneifen, damit sie sicher war, das es auch echt war. Sie schmunzelte bei dem Gedanken daran.
Seither trafen sie sich so oft es ging um zusammen zu essen, zu reden und ihre Zweisamkeit zu genießen. Sie lies sich einfach fallen in dieses wohlige Gefühl, in seine starken Arme und in seine tiefe Liebe.
Sicher, auch sie dachte oft noch an ihren geliebten Malon und ihren gemeinsamen Sohn Manus. Doch sie war sich sicher, sie beide würden nicht wollen, dass sie ein Leben allein verbringt und nie wieder liebt. Sie würden ihr sicherlich alles Gute wünschen und von wo auch immer sie waren, lächelnd auf sie blicken.
Sogar in der Feldarbeit hatte er sich bereits versucht. Ein Schmunzeln umfing ihre Züge, als sie daran dachte, wie er mit der Sense in der Hand in einem großen Satz ins Weizenfeld sprang und das Weizen niedermähte, wie einen Feind auf dem Schlachtfeld. Ein Schwertmeister als Bauer. Sie kicherte. Doch selbst da war er ein stattlicher Mann. Sein nackter Oberkörper glänzte in der Sonne und deutlich waren die Muskeln zu sehen gewesen, die er bei seinem Training bekommen hatte. Ganz besonders jedoch liebte sie seinen Bart. Er kitzelte sie bei jedem Kuss. Wie gerne würde sie ihn nun spüren, den kitzelnden Bart, seine Arme um sie wissen und in seine schönen Augen sehen.
Doch vor allem anderen liebte sie das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit und der unendlichen Liebe, die er ihr gab. Sie war sich sicher, diese Liebe würde alles überstehen und tiefer gehen, als alles davor.
Doch keiner von beiden sah die dunklen Wolken, die sich am fernen Himmel bereits verdichteten....