Es war einmal in Menek'Ur
Verfasst: Montag 9. August 2021, 23:26
An den Erhabenen, Tahir, Khalida, Abbas und Adal werden Schreiben mit dem Siegel des Ordens der Hadcharim versendet.
Es war einmal in Menek'Ur,
ein Emir, der nur kurze Zeit herrschte.
Sein Name war Aaram, stolzer Sohn der Omar,
und stolz war er wahrlich.
Seine Herrschaft dauerte nur wenige Wochen im Jahr 257,
so steht es in den Geschichtsbüchern der goldenen Stadt.
Was jedoch neda in den Büchern steht ist die Wahrheit.
Aaram Omar war ein vom Wahnsinn zerfressener Irrer.
Ein mächtiger Liedwirker, der sich von seinem Cousin Ghadir Tazim Omar um seinen Platz als rechtmäßiger, von Eluive gewählter Emir betrogen fühlte.
So nutzte Aaram das bereits seit längerem andauernde Verschwinden seines Cousins und Emirs, Ghadir Omar, um sich selbst zum Erhabenen auszuerwählen.
Hilfe hatte er dabei erhalten von einem Dschinn, der mächtig und böse zugleich war. Die beiden waren eine widernatürliche Verbindung eingegangen und der anfällige Geist des Omarsohns Aaram war ein fruchtbarer Boden gewesen für die verderbten Einflüsterungen des Dschinns.
Die Macht des mit dem Dschinn im Bunde stehenden Liedwirkers war so groß, dass keine Waffe ihm zu schaden vermochte. Sandstürme, die die Mauern Menek'Urs erzittern ließen, waren das Ergebnis ihres gemeinsamen Zorns.
Das Volk war lange Zeit geduldig geblieben ob des Usurpators - seine Augen waren immerhin blau wie das Meer und in seinen Adern floss das Blut der Omar.
Viele Wochen ertrug es also die großen und kleinen Grausamkeiten des falschen Emirs, der durch einen verderbten Bund mit einem Liedgeist die Macht an sich gerissen hatte, statt durch die Gnade Eluives.
Doch an jenem Tag, als Aaram in seinem Wahnsinn verlangte, dass alle Blüten des Reiches zu ihm kommen mögen, damit er sich eine Braut aus ihnen suchen könne - den verheirateten und den unverheiratetet - da hatte er es zu weit getrieben.
An jenem Tag war ich es, der als damals junger Sajneen unter den Augen des Volkes die Klinge zuerst durch den Leib des Tronräubers gebohrt hatte, ehe die Pfeile und Speere der übrigen Janitschare seinem Leben ein Ende setzten.
Aaram hat an jenem Tage sein Ende gefunden. Er wurde als Emir beigesetzt, damit das Volk in den vielen Jahren, die noch kommen sollten, den Glauben an die Führung der Omar neda verlieren sollte, wegen einer einzigen verfaulten Dattel in einer ganzen Oase.
Was jedoch aus dem bösen Liedgeist wurde, der das Herz und den Verstand Aarams damals an sich gerissen hatte - diese Frage kann ich neda beantworten.
Ich weiß jedoch, dass ein mächtiger Dschinn wie jener neda mit ein paar Speeren und Pfeilen zu besiegen ist und ich schreibe diese Zeilen nieder als Zeugen meiner verblassenden Erinnerung an ein Ereignis, das unserem Volk neda etwas gebracht hat als Leid und Blut.
In Anbetracht der jüngsten Ereignisse erschien es mir jedoch wichtig, diese Geschichte unseres Volkes euch - einer kleinen Gruppe von Eingeweihten - in Erinnerung zu rufen - auch wenn meine Erinnerungen sicher lückenhaft sind und aus guten Gründen schon lange verblasst sind.
Vielleicht sollten wir uns an sie erinnern in diesen Tagen, da ein mächtiges goldenes Wesen in Menek'Ur nach dem Geist eines mächtigen und würdigen Menekaners sucht.
Mara Eluive sei mit euch und unserem Emir.
Ma'Salam!
*Schwungvoll unterzeichnet*

Es war einmal in Menek'Ur,
ein Emir, der nur kurze Zeit herrschte.
Sein Name war Aaram, stolzer Sohn der Omar,
und stolz war er wahrlich.
Seine Herrschaft dauerte nur wenige Wochen im Jahr 257,
so steht es in den Geschichtsbüchern der goldenen Stadt.
Was jedoch neda in den Büchern steht ist die Wahrheit.
Aaram Omar war ein vom Wahnsinn zerfressener Irrer.
Ein mächtiger Liedwirker, der sich von seinem Cousin Ghadir Tazim Omar um seinen Platz als rechtmäßiger, von Eluive gewählter Emir betrogen fühlte.
So nutzte Aaram das bereits seit längerem andauernde Verschwinden seines Cousins und Emirs, Ghadir Omar, um sich selbst zum Erhabenen auszuerwählen.
Hilfe hatte er dabei erhalten von einem Dschinn, der mächtig und böse zugleich war. Die beiden waren eine widernatürliche Verbindung eingegangen und der anfällige Geist des Omarsohns Aaram war ein fruchtbarer Boden gewesen für die verderbten Einflüsterungen des Dschinns.
Die Macht des mit dem Dschinn im Bunde stehenden Liedwirkers war so groß, dass keine Waffe ihm zu schaden vermochte. Sandstürme, die die Mauern Menek'Urs erzittern ließen, waren das Ergebnis ihres gemeinsamen Zorns.
Das Volk war lange Zeit geduldig geblieben ob des Usurpators - seine Augen waren immerhin blau wie das Meer und in seinen Adern floss das Blut der Omar.
Viele Wochen ertrug es also die großen und kleinen Grausamkeiten des falschen Emirs, der durch einen verderbten Bund mit einem Liedgeist die Macht an sich gerissen hatte, statt durch die Gnade Eluives.
Doch an jenem Tag, als Aaram in seinem Wahnsinn verlangte, dass alle Blüten des Reiches zu ihm kommen mögen, damit er sich eine Braut aus ihnen suchen könne - den verheirateten und den unverheiratetet - da hatte er es zu weit getrieben.
An jenem Tag war ich es, der als damals junger Sajneen unter den Augen des Volkes die Klinge zuerst durch den Leib des Tronräubers gebohrt hatte, ehe die Pfeile und Speere der übrigen Janitschare seinem Leben ein Ende setzten.
Aaram hat an jenem Tage sein Ende gefunden. Er wurde als Emir beigesetzt, damit das Volk in den vielen Jahren, die noch kommen sollten, den Glauben an die Führung der Omar neda verlieren sollte, wegen einer einzigen verfaulten Dattel in einer ganzen Oase.
Was jedoch aus dem bösen Liedgeist wurde, der das Herz und den Verstand Aarams damals an sich gerissen hatte - diese Frage kann ich neda beantworten.
Ich weiß jedoch, dass ein mächtiger Dschinn wie jener neda mit ein paar Speeren und Pfeilen zu besiegen ist und ich schreibe diese Zeilen nieder als Zeugen meiner verblassenden Erinnerung an ein Ereignis, das unserem Volk neda etwas gebracht hat als Leid und Blut.
In Anbetracht der jüngsten Ereignisse erschien es mir jedoch wichtig, diese Geschichte unseres Volkes euch - einer kleinen Gruppe von Eingeweihten - in Erinnerung zu rufen - auch wenn meine Erinnerungen sicher lückenhaft sind und aus guten Gründen schon lange verblasst sind.
Vielleicht sollten wir uns an sie erinnern in diesen Tagen, da ein mächtiges goldenes Wesen in Menek'Ur nach dem Geist eines mächtigen und würdigen Menekaners sucht.
Mara Eluive sei mit euch und unserem Emir.
Ma'Salam!
*Schwungvoll unterzeichnet*
