Bunt erschien so ganz unweigerlich obendrein, denn die eigentlichen Besitzer konnten neben schillernden Namen wie "Floh", "Fliege", "Kavalier", "Lütte", "schwarze Witwe" und "Schatzjägerin" auch eine gewisse Vorliebe zu zweifelhaftem Dekor vorweisen, das die kleine Taverne sowohl chaotisch als auch urig vertraut wirken ließ.
Besonders musste sie auch sein, denn da war dieses interessante Hinterzimmer, welches nur wenigen Menschen bekannt war und dort konnte man weit mehr finden, als nur eine nervenaufreibende Partie Glücksspiel mit selbstgemalten Holztafelkarten oder zweifelsohne gezinkten Würfeln.
Und doch, so stellte man im Laufe der wieder einkehrenden Ruhe nach dem Himmelsrissdurcheinander fest, fehlte dem Schuppen noch das gewisse Etwas. Mehr Wirbel, Lautstärke, Leben... und vielleicht endlich auch mal ein genutzter Biergarten!
Kurzum, man suchte einen Pächter und fand diesen promt.
Da sich gleich und gleich auch immer mal wieder gerne gesellt, konnte man auch die pachtende Truppe als durchaus dreist, bunt und besonders beschreiben, selbst wenn Einige davon verdächtig gerne auf die Farbe der blauschwarzen Mitternacht zurückgriffen, was die Wahl der Kleider betraf.
Ein Anfang war getan und seit knapp anderthalb Monden wurden neue Schankmaiden und -burschen eingewiesen, begann man sich in Bajard und dem rahalischen Reich vorsichtig nach fähigen Köchen, Schnapsbrennern und Winzern umzusehen, schleppte man das ein oder andere Möbelstück heran und ließ Arbeitstrachten schneidern.
Es lag in der Luft der Gerüchteküche - im Ashatar würde es eine offizielle Eröffnung des Leierkastenmanns geben und dann, so hoffe man, würde es auch mit dem



