Die Dinge, die besprochen worden waren, auf Pergament zu bannen, damit sie nicht vergessen wurden. Damit andere das Werk vollenden konnten, wenn es ihm nicht mehr gelingen sollte. Denn selbst unter den besten aller Umstände war das Leben eines Dieners des Herren zumindest anspruchsvoll. An Tagen wie diesen war es nichts anderes als die Versicherung, sich um das hohe Alter keine Sorgen machen zu müssen.
Dennoch gab es Gründe, zufrieden zu sein und mit einer gewissen Zuversicht die kommenden Tage und Wochen zu betrachten. Geboren aus einer diffusen Idee, die er mit dem einen oder anderen Wissenden
besprochen hatte, war nunmehr ein grober Plan entstanden.
Die ersten Gespräche waren positiv verlaufen, der Wille der Verbündeten, sich zusammen zu finden und gemeinsam der Herausforderung zu trotzen, ungebrochen. Sowohl die Diener des Rabengottes als auch die Rashar waren willens und bereit gewesen, ihre Energien zu bündeln und Gedanken zu spinnen, wie die Sache behandelt werden konnte.
Die Mitglieder seines eigenen Tempels, seien es Menschen oder Letharen, ebenso erpicht darauf, dem Auftrag des All-Einen, die Spheren Seiner Herrlichkeit , die gesamte Schöpfung, vor der Vernichtung zu wahren, zu entsprechen.
So waren Gespräche erwachsen, Absichten geformt und Entscheidungen getroffen worden. Nicht immer einfach, machmal mühsam, die passenden Ansprechpartner zu finden. Und auch an einen Tisch zu bringen. Dennoch wurden es kontinuierlich mehr, erwachten auch Gruppen im Reich zu neuem Leben, die bereits schon tot gesagt waren, und sei es nur in Form alt und gebrechlich erscheinender Greise und junger Blondschöpfe, die ungebrochen die Farben ihres Ordens erhoben hielten.
Magier des Ordens, Handwerker des Reiches, Diener des Tempels, einfache Gardisten, Ritter des Herren, gehörnte Verbündete aus dem Rakun , unermüdliche Streiter aus dem Axorn, die ewig undurchsichtigen Kinder des Raben.
Die Blüten der Existenz, jede anders, eigen, in ihrer eigenen Weise kreativ, strebsam und bemüht.
Für dieses Experiment waren und würden viele zusammen kommen. Würden gemeinsam versuchen, was zu tun war, um dem großen Feind endlich einmal auf Augenhöhe begegnen zu können.
Bis es soweit war, bis der Hammer der Götter in den Händen derer lag, die ihn führen sollten, würde noch Zeit vergehen, würden noch viele Mühen bevor stehen und manche Frage ergründet werden müssen.
Aber jede Reise bedurfte des ersten Schrittes.
Und jener war längst getan.
Dein Auftrag soll erfüllt werden, dein Reich gewahrt, deine Allmacht gepriesen.
So wie Du es wünscht, so wird es sein.
Die Schöpfung wird nicht fallen.
Nicht heute.
Nicht morgen.
Und was auch immer darauf folgen möge.
Herr Alatar, gepriesen sei Deine Herrlichkeit, bis ans Ende aller Tage.






