Sollte Aduial die Bank betreten wird ihm ein Brief übergeben werden.
Geschätzter Aduial Lir'erthad,
ich bin auf der Suche nach einem Schneider der Elfen und würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Termin nennen könntet, wann ich Euch aufsuchen dürfte.
Das Schreiben wird in den zierlichen Händen gedreht, ehe die die azuritblauen Augen über die Lettern wandern und die feinen, goldenen Brauen sich gleich mehrfach zusammen ziehen.
Woher kannte die Adan ihren Namen? Sie vermied es in den letzten Monden ihrer Rückkehr tunlichst das geschützte Tal zu verlassen, denn sie verspürte wenig Muße mit der Außenwelt zu kommunizieren, noch in sie hinaus zu treten. Der fragende Gedanke trieb dahin, ehe er wie durch einen Windstoß hinweg geweht wurde. Es vergingen einige Minuten, in denen sie reglos dastand. Wie so oft nach dem erschütternden Hinwegscheiden ihres Seelenpartners driftete ihre Aufmerksamkeit hinfort, hin in die Vergangenheit...
Ein sachtes Durchatmen, ein Registrieren des Briefes in der Hand.
Vermutlich hatte ein Bruder oder eine Schwester der Adan von ihr berichtet...
Jedenfalls dachte jene Innes sie wäre wohl männlichen Geschlechts. Der Brief wurde sorgsam zusammengefaltet.
"Temoras Segen...", hauchte sie leise mit zwei Stimmen, als würde sie darüber nachdenken.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ *Ein Antwortschreiben aus Ered Luin wird nach Adoran gesandt, zu Händen von Innes Ontanu*
"Der Sterne Geleit mit Dir, Innes Ontanu.
Der Klang deiner Stimme ist mir unbekannt, doch ich möchte mir etwas Zeit nehmen sie kennen zu lernen und dein Anliegen anzuhören.
Wenn die Sonne das Szepter der Herrschaft an den Mond übergibt und jener das samtene, dunkelblaue Tuch der Sterne über das Firmament zieht, erwarte ich Dich morgen am Rande des Nebelwaldes."