[MMT] Aus dem Tagebuch eines Rekruten des Regiments

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Thomas Berard
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Registriert: Montag 7. Januar 2019, 20:08

[MMT] Aus dem Tagebuch eines Rekruten des Regiments

Beitrag von Thomas Berard »

Es war wieder einer dieser Tage an denen Thomas Berard, Rekrut des Regiments keine festen Aufgaben zu erledigen hatte. So zog er sich seine Ausgehuniform an, da er keine Torwache zu absolvieren hatte und auch seine Übungen durften ruhen. Als er aus den Kellergewölben des Regiments trat, traf er auf Korporal Merrik van Daske und zeigte ihm seinen Bürgerbrief, dener zur Vervollständigung der Liste des Korporals vorzeigen musste.

Als dies geschehen war, stapfte er die Treppe hinauf zur Küche um dort nach dem Rechten zu sehen. Aber was war das? Da hatte doch ein Gardist eine Suppe verspeist und etwas getrunken und sein dreckiges Geschirr einfach auf den Rand des Spülbeckens gestellt.

Thomas fiel ein, dass er von Korporal van Quellhain die Strafarbeit aufbekommen hatte, eine Woche lang die Küche zu reinigen und sauber zu halten. So machte er sich rasch an den Abwasch. Die Holzschalen, das Geschirr und Besteck fanden ihren Weg in das Spülwasser, wurden abgewaschen und aufgestellt auf dem Schrank neben dem Spülbecken. Als dies geschehen war, kamen die Glaskrüge an die Reihe, auch sie wurden durch das Spülwasser gezogen und gereinigt. Doch als er sie abstellte, war er wohl für einen Augenblick unaufmerksam. Es kam, wie es kommen musste, ein Glaskrug rutsche vom Schrank und zerschellte mit einem lauten *KLIRR* auf dem Boden in tausend Stücke.

"Verdammte Trollscheisse" fauchte Thomas laut durch die Küche*, ehe er sich das Elend auf dem Boden ansah und weiter vor sich hinschnauzte: "Himmel, Arsch und Wolkenbruch, diese elendigen kleinen Splitter überall". Er griff sich sogleich eine kleine Holzschale, sammelte alle Glassplitter darin ein und ging vorsichtig die Treppe hinunter, trat die Tür zum Regimentsgebäude auf und stapfte mit der Schale in beiden Händen in Richtung Zentrum Adorans. Auf dem Weg zum Markt, hielt er auf der Brücke an, sah nach links, nach rechts und wieder nach links. Es war niemand zu sehen und schwupps, kippte er den Inhalt der Holzschale über die Brüstung der Brücke in das Wasser. Ein erneuter prüfender Blick nach rechts, links und wieder rechts offenbarte ihm, dass er alleine in der Nähe war und so machte er sich mit der Holzschale in der Hand auf den Weg zum Regimentsgebäude, wo er in der Küche die Holzschale spülte und zum Trocknen zum Rest des Geschirrs stellte.

Danach machte er sich auf den Weg in den Keller des Gebäudes, zog sich alte Lumpen an, die er noch in einer alten Tasche von seinen Reisen hatte. Die Ausgehuniform legte er ordentlich zusammen in die Tasche, wo er die Uniform immer hatte, so er sie nicht brauchte und machte sich auf den Weg, die Strafarbeit im Stall, die ihm Wachtmeister Moira Salberg auferlegt hatte, da er sie einmal übersehen und daher nicht gegrüßt hatte, zu absolvieren. Für ihn war es keine Strafe, die Arbeiten zu verrichten, hatte er doch auf seinen Reisen auch in einem Kloster gelebt und dort auch die Stallarbeit verrichten müssen, zusammen mit den Mönchen, die die Pferde für die Marktbesuche bereit hielten.

So stapfte Thomas in den Stall gegenüber des Regimentsgebäudes, griff sich die Mistgabel, holte das alte Stroh und den Mist aus den Boxen, schüttete frisches Futter und Wasser in die Tröge und schaufelte mit der Mistgabel frisches Stroh in die Boxen, striegelte die Pferde, fettete die Sättel ein und begutachtete die Steigbügel und die Lederriemen an den Sätteln. Als dies alles erledigt war, stellte er die Mistgabel in die Ecke des Stalls, verabschiedete sich beim Stallknecht und machte sich auf den Weg zum Badehaus um sich ein ausgiebiges Bad zu gönnen, damit auch der Stallgeruch wieder von seiner Haut weichen konnte.
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