Begebenheiten in Bajard

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Beldan Scherenbrueck
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Begebenheiten in Bajard

Beitrag von Beldan Scherenbrueck »

Da war er schon ein wenig beeindruckt, der gute Beldan. Solche Flüche kannte er sonst nur aus Hafenspielunken, also aus einer Zeit, die er eigentlich schon weit hinter sich geglaubt hatte. Eigentlich hatte der Tag ganz manierlich begonnen, nur legte er sich irgendwann die Eigenheit zu nicht mehr zu Ende gehen zu wollen, so dass er sich schlussendlich doch spürbar in die Länge zog. Da kam etwas Abwechslung ganz gelegen. Das laute Gezeter, welches man von der Straße aus deutlich hören konnte, bot so einen perfekten Anlass, um etwas vor dem Gerichtsgebäude zu streunen. Eine Idee, die offensichtlich nicht nur er gehabt hatte. Wo viele aufeinandertreffen, da hat es die Eigenheit, dass sich bald allerlei Begebenheiten ereignen und so war es auch heute. Zuerst trudelte ein ganzer Berg Tiefländer und Angurer ein, so dass man sich schon wappnete und fürchtete, es werde zu tätlichen Auseinandersetzungen kommen. Dann verstand ein geistesschwacher Hutmacher nicht ganz, was es mit der Erregung der Wache und seinem Messer auf sich hatte, so dass die Gesellschaft wiederholt in Aufruhr geriet. Nämlich jedes Mal dann, wenn er von neuem sein Messer zückte.

Den Höhepunkt des Abends bereitete allerdings ganz offensichtlich die Bürgermeisterin selbst. In einem Wortwechsel, der hier keinesfalls in schriftlicher Form wiedergegeben werden kann, fielen alsdann die denkwürdigen Worte, die man so nicht erwartet hätte, nicht aus dem Mund einer Bürgermeisterin, nicht aus dem Mund einer gesitteten, in feinen Zwirn gekleideten Frau. Beeindruckend. Da fehlte nicht mehr viel und der jungen Begleiterin der Beleidigten wäre der Bogen losgegangen, so entschieden war er ihr in die Hand gesprungen. Zum Glück, wie man in diesem Fall durchaus bemerken muss, denn die Gemüter schienen wahrhaft ganz außerordentlich erhitzt, verschwand die Bürgermeisterin recht schnell aus dem potentiellen Schussfeld, so dass spontane Pfeilschüsse vermieden werden konnten. Ein paar Drohungen freilich wurden ihr noch nachgeworfen und es stand abzuwarten, welche Folgen dieser Zwischenfall zeitigen würde. Beldan trank ein Bier. Das tat wirklich Not. Langsam wurde ihm dieses Dorf ein bisschen ungeheuerlich und wiederholt zog er in Erwägung, ob es wirklich so eine gute Idee wäre, weiterhin in Bajard wohnhaft zu bleiben. Zumal ausgerechnet jetzt, wo er sich beim besten Willen nicht sicher war, plötzlich jemand auf den Gedanken gekommen war, dass man auch einmal nachsehen könne, wer denn überhaupt in Bajard wohnhaft sei und gegebenenfalls sogar ein paar Bürger ernennen. Da wäre es natürlich eher ungünstig sich im unpassenden Moment darunter zu finden und plötzlich nicht mehr fort zu kommen.

Bisher hatte er die Bürgermeisterin dreimal im Gespräch erlebt, dreimal war sie in wahrhafter Rage gewesen. Eine echte Furie. Einmal endete es damit, dass die Bürgerwehr aufgelöst wurde. Einmal endete es damit, dass Bajard am nächsten Tag von Rahal angegriffen wurde. Er war gespannt, wie es diesmal enden würde. Musste ein Mann da standhaft bleiben ? Vielleicht sollte er sich einfach klammheimlich aus dem Staub machen. So ganz geheuer war ihm das Dorf wirklich nicht. Dieser seltsame Brauch Varunesen als Bürgerwachen einzustellen, wie man in Bajard ohnehin einen gewissen Hang zu varunesischen Umgangsformen und Moden zu entwickeln schien, eine pädagogisch veranlagte, blutjunge Bürokratin aus dem Handwerksbund zu Varuna als Beraterin, bei der Schlacht einen Hauptmann, Anführer oder dergleichen, dem kaum die ersten Stoppeln aus dem Kinn sprossen und der keinen zusammenhängenden Satz artikulieren konnte, und schlussendlich eben dieses Pfundsweib von Bürgermeisterin, deren Geduldsfaden unter einer notorischen Brüchigkeit zu leiden schien. Was immer das bedeuten mochte, eines schien soweit klar: Es bedeute auf jeden Fall schonmal Ärger. Viel Ärger.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wütend und verdattert sass sie auf ihrem Mustang als Leanne Ronya eine kleine Schlampe nannte, vor allen Leuten die herum standen. Zornig zog sie ihren Bogen von der Schulter, wo er immer war. Keinen Pfeil nahm sie hinzu sie wollte nur drohen und Leanne verliess schleunigst den Schauplatz. Eine Bürgermeisterin die sich dermassen in der Wortwahl vergriff, keinen Funken Diplomatie besass war ihr unverständlich und sie rätselte wie man sie als Bürgermeisterin hatte wählen können, benahm sie sich doch auch in der Wortwahl eher als das was sie war, eine Bäuerin eben.

Angefangen hatte alles als Erinna vor Monden in das Zimmer gestürmt war in dem einen Tag vorher noch Silwen gewohnt hatte, sie suchte eine sichere Kiste, nach seiner Beschreibung eine Goldene. Plötzlich war Lairja hinter ihr gestanden und hatte sie angekeift wie ein altes Waschweib und egal was Erinna sagte und erklärte das gekeife wurde eher noch wilder und so war Erinna fluchtartig gegangen. Das hatte sie sich nicht geben müssen, von einem Weib das nichtmal älter als sie war so ankeifen lassen zu müssen. Am anderen Tag hatte Leanne vor versammelter Mannschaft den Schluessel gefordert. Erinna war gedemütigt. Nicht das Leanne sie einfach beiseite genommen hätte und sich auch mal ihre Seite der Medallie angehört hätte. Nein sie demütigte Erinna vor allen Leuten die auf dem Hof waren und Erinna war gekränkt.

Doch zweifelte sie nicht an den guten Sinn in Leanne und als in der Bürgerwehr noch jemand gesucht wurde bat sie um Aufnahme. Julia stimmte dem zu und Ronya ebenso. Ganze zwei Tage blieb sie in der Bürger, als bei einem Auftrag, das Torund die Stadt zu bewachen bei einer Verhandlung gegen Tarrak und einem Zwergen, Magier sie beleidigten demütigte und Erinna lediglich ausserhalb der Tore einem der Magier Baygon drohte ihn mit Pfeilen zu bespicken wenn er nicht endlich seine Klappe hielt. Leanne verlangte von ihr in aller Öffentlichkeit die Schärpe, vor allen Fremden und Magiern die da waren. Zornig hatte Erinna ihr die Sachen vor die Füsse geworfen und war gegangen.

Um die Bürger zu beschuetzen einigten Ronya und sie sich darauf Bajard mit zu verteidigen als es hiess Rahal würde angreifen. Sie hatte am Tor gestanden auf Ronyas Befehl hin und hatte es bewacht das auch kein Rahaler reinkommen konnte ohne einen Pfeil im Kopf oder Brustkorb zu besitzen. Leanne wollte auf einmal die Leute vom Hafen abziehen, den Hafen für Rahal freigeben, als wenn sie wollte das Bajard überrannt würde und Erinna hatte ihr gesagt das das ein Taktisch sehr dummer Fehler sei und das man ja auch nicht mehr von einer Bäuerin erwarten könne. Alles rannte vor stürmte die Rahaler und sie blieb auf ihrem Posten. Es gab nichts zu tun, die Rahaler wurden vorne schon bewältigt. Leanne meinte dann zu Erinna ob sie ihren Bogen zur Zierde tragen würde und wenn sie sich am Leid anderer ergötzen wolle solle sie sich nach Rahal packen. Zornig hatte Erinna reagiert. Sie hatte da gestanden um auf dieses Götterverlassene Kaff zu achten, es mit zu beschuetzen und als Dank sollte sie sich nach Rahal packen? Sie wusste danach kaum mehr was sie noch gesagt hatte aber Leanne schien es beleidigend zu finden als das bezeichnet zu werden was sie war, eine Bäuerin eben.

Sie war weggegangen und war mit Ronya einen Letharen helfen, danach traf sie Leanne wieder an der Kutsche die weit ausserhalb des Bajarder Zuständigkeitsbereich wartete und sie und Ronya sprachen über Essen. Erinna meinte zu Ronya das es vielleicht auch leckeren Bauernbraten geben würde, damit meinte sie lediglich einen Rinderbraten mit einer köstlichen Suace der auf dem Lande oftmals auch Bauernbraten genannt wurde. Leanne drehte sich zu ihr und meinte wenn sie ein Problem mit ihr habe könne man das ja klären nur um einen Atemzug später zu erwähnen das Erinna auch schneller verhaftet werden könne als sie Piep sagen könne und Erinna meinte das Leanne auch schneller den Boden von unten begrüssen könne ehe sie irgendjemanden rufen könne. Leanne liess Erinna dann festnehmen, aber auf Ronyas Befehl hin entzog sie sich dem und reiste mit der Kutsche nach Hause, gerade als Valion sie auf Leannes Befehl hin packen wollte.

Heute waren sie freiwillig nach Bajard gegangen um alles zu klären, aber Leanne hatte nichts besseres zu tun als die ganze Zeit zu provozieren und zu beleidigen. Sie führte sich auf wie Anara höchstpersönlich, wie eine Königin über allem. Leanne nannte sie ein Kind, kleines und liebes, aber nie wirklich beim Namen, als wäre sie nur irgendwas sowas wie eine Puppe oder etwas was man nicht ernst nehmen braucht. Falk stiess dann dazu und zu ihm sagte LEanne Erinna sei sich keiner Schuld bewusst, dabei hatte Erinna fünfmal gesagt das sie die Morddruhung zugeben würde, einmal hatte sie es direkt in Leannes Ohr geschrien. Erinna wusste das Leanne sie warum auch immer am liebsten im Kerker bei Wasser und Brot sehen würde und sie sah regelrecht den Zorn als Julia meinte das die Strafe sei das sie 17 Kronen zahlen solle und sich nicht bis 50 Schritt Leanne und dem Hof nähern dürfe. Das Leanne dann noch Ronya als kleine Schlampe öffentlich betilte, liess sie in Erinnas Augen noch viel weniger wert werden als Dreck unter ihren Stiefeln. So ein Weib war also Bürgermeisterin Bajards. Die ihre Bürgerwehr nicht bezahlte, die selten bis nie da war und wenn sie da war nur provozieren konnte und sich aufführen konnte wie eine adelige.

Kopfschuettelnd seufzte Erinna wärend sie sich in ihren Fellen kuschelte im Wald. Julia hätte Bürgermeisterin werden sollen, die besass wenigstens Sinn für Diplomatie und provozierte nicht wie ein altes zeterndes Waschweib herum.
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Es war wieder einmal tiefste Nacht und Malachai ruhte auf dem dickem Aste einer Eiche. Zurück gelehnt an der Spitze des Stammes blickte er vom Walde auf nach Bajard. Einige Lichter waren noch an und bei zwei Kaminen quoll noch Rauch heraus.
Er liess den Tag wie immer Revue passieren. Ging sich durch den Kopf, was er sah und erlebte und heute war sicher einer jenen unvergesslichen Tage.
Er grinste bei dem Gedanken an das Geschehene.
Es war die Gerichtsversammlung zwischen der werten Bürgermeisterin, ihrer Stellvertreterin und den beiden Kriegern Erinna und Ronya.
Jene, so entsinnte er sich noch, hatten wohl die Bürgermeisterin Leanne nach der Schlacht vor Bajard gegen Rahal bedroht und beschjimpft, so konnte er es als Zeuge zumindest auffassen und nun wollten jene alten Bekannten es klären. Friedvoll wie man meinen sollte.
Malachai ging nach einer anstrengenden Jagd durch die Tore Bajards, als er die Wache grinsend da stehen sah. Natürlich fragte er sich, was wohl so amüsierend sein könnte, dann er jenen sofort ansprach und er erwiederte nur, die Gerichtsverhandlung sei im vollem Gange und Fiona würde dort als Wache stehen.
Fiona. Da machte es klick in seinem Kopfe. Er entschied lieber dort hinzugehen und zu schauen, welch Spektakel sich wohl dort vorfinden würde. Und in der Tat war es ein Spektakel.
Es waren schon viele Schaulustige gekommen, alle standen Sie gespannt da, unter ihnen die werte Sharay.
Er begrüßte sie, Sie hingegen erkannte ihn schon lange trotz seiner Maske. Es ist wohl seine Art der Bewegung und sein Blick, der ihn verät. Seine Gesten und selbst seine Mimiken, die er versucht zu verbergen, verraten ihn am Ende. Doch stören tut es ihn nicht.
Er sprach Sie an, fragte nach Erklärungen und Sie erzählte ihm alles. Es waren dennoch mehr Gesichter vor dem Hause des Gerichts zu sehen. Viele Unbekannte, zwei von jenen schienen wohl auf den werten Herren Lamiro zu warten und ihre Warterei wurde bald durch dessen erscheinen befriedigt.
Sharay schlug Lamiro vor, hinein zu gehen, Malachai empfand jenes als gute Idee, sodass er ihr folgte. Er wollte nicht ins Gericht hinein, nur erlauschen ob alles seinen rechten Wege ginge. Er versteckte sich an der Seite der Tür, Lamiro schien sein Vorhaben erkannt zu haben und setzte keine Einwände ein.
Fiona öffnete Lamiro, Malachai erhaschte einen Blick auf sie durch den Spalt der Türe.
Als jene sich wieder schloß und Lamiro hinein ging, lehnte sich Malachai an die Wand, verschrenkte die Arme und erlauschte die Worte.
Es war ein Geschrei, er vernahm deutlich die Stimmen aller anwesenden und es schien für ihn, dass jede Sekunde später Sie aufeinander losgehen würden.
Er selber Empfand Fiona alleine als Wachposten zu wenig, doch zu Wissen, Lamiro sei drin und würde für das Rechte Sorge tragen, gab ihm zumindest ein größeres Gefühl des Vertrauens und im Falle des Falles würde er mit gezückter Klinge hinein stürmen.
Es gab weiteres Geschrei und es war bald schwer zwischen dem ganzen verbalen angriffen festzustellen, worüber sie redeten. Selbst für Malachai war es reine Anstrengung nicht die Konzentration zu verlieren, wie sollte es da wohl jenen drinnen gehen?
Seine Frage wurde schnell beantwortet, Fiona trat heraus, ging zur Eingangstür, als Malachai, den sie wohl nicht bemerkt hatte, ihr leise ins Ohr ein freundliches "Grüße werte Fiona" einhauchte.
Sie erschrack und drehte sich um. Sie deutete hastig, er solle heraus und beide traten hervor.
Die angelockten Zuschauer, schon wieder mehr an der Zahl, schauten doch verloren Sie schnell das interesse. Ihre Hoffnung lag wohl am Ende der Gerichtsverhandlung oder nach Aussagen der werten Fiona, was vor sich ginge. Doch jene war der Schweigepflicht unterbunden und sie wollte nur einmal Luft holen. Man merkte es ihr an, diese Streitereien gingen ihr tief unter die Nieren. Sie setzte sich aufs feuchte Graß, Malachai kniete sich neben ihr hin und schaute sie besorgt an. Er wusste, das es Sie fertig machen würde und wünschte, er könnte ihr helfen, Sie daraus holen. Doch das ging nicht. Es war ihre Pflicht.
So ruhte sie nur kurz, ehe Sie wieder hinein ging und Malachai beschloss, nichts mehr zu erlauschen. Es war nicht nötig, er konnte sich denken, was vor sich ginge.
Er stand auf und ging zu Sharay, als sein Blick gen Stadttor wanderte, wo Hufengepresche die Straßen belärmten. Ein Tiefländer im schnellen Schritte reitet auf ihn zu, Malachai machte keine Anstallten auszuweichen, er wusste, er würde nicht überrannt werden und so stoppte das Pferd hastig. Es schnaufte und man sieht nur selten ein Pferd ausser Atem. Ein Blick zu Sharay verriet Bände von Büchern, man sah ihre Besorgnis, das solch jemand zu dieser Zeit kommen würde.
Mit der Ausrede, etwas zu erledigen begab Malachai sich fort. Er war sich sicher, jener Tiefländer wäre nicht alleine hier und so sah er sie.
Einer war am Stadttor nahe der Obstverkäuferin. Eine andere maschierte des Weges auf Bajard zu.
Dies versprach nichts gutes und so ging er zurück. Er erwartete viel, doch was er sah, beunruhgte ihn. Sharay und ihr Bekannter standen in Rüstung an der Straße, zur seiner Frage, warum dies, antworteten sie nur, das die Befürchtung durch Ärger der Tiefländer gestiegen ist und Malachai empfand es als Recht, sich auch zu rüsten.
Das war jenes, was er am wenigsten wollte: einen Kampf vor einer Verhandlung, die Frieden bringen sollte.
Dennoch war ihm das Wohle seiner Bekannten wichtiger als das Wohle beleidigter Frauen.
Sie standen Sie da, wartend, was geschehen mag.
Mehr Leute wie Tiefländer kamen dazu und die LAge wurde dadurch nicht entspannter. Ein Mann in Rot, nach seinem Hören & Sehen wohl ein Hutmacher, zog ein Messer, als er das Wort "Ärger" vernahm. Malachai überlegte, ihn zu entwaffnen als er mit dem Messer zur Richtung des Tiefländers zeigte, doch eine Frau an seiner Seite war gerissener und konnte durch Worte sich jene Waffe anneignen.
Man könnte denken, es wäre nun alles geschehen, doch als der Wolf Eldirs knurrte sah Malachai die nächste Sorge.
Ana, Lairja´s Ziehkind, war mit ihrem Hund Bodo zur Versammlung gekommen. Malachai stubbste Sharay an und ging zu Ana. Er erklärte ihr, dass Sie weg müsse, hier eine Versammlung seie und es gefährlich werden konnte. Sie war einsichtig, ein Glück. Sie erkannte für ihr junges Alter die Gefahr und zog schnell weg. Malachai schlich ihr nach um zu schauen, dann sagte er zu Sharay, er müsse etwas erledigen, doch solle sie gewiss sein, dass im schlimmsten Falle Sie wüsste, wo er zu finden seie.
Er wollte nicht mitten in der öffentlichkeit stehen, bewaffnet, so verzog er sich. Er ging zum Baume, jene große Eiche, welche ihm oft Schutz wie Sicht gab und beobachtete alles weitere aus der Entfernung. Er atmete auf, als er erkannte, dann Menschen das Gerichtsgebäude verliesen und er sah, das es zu keinen Kampfeshandlungen kam.
So konnte er nun endlich von den Strapazen der Tage ruhen.
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Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

" Wir stehen zu unseren taten. "
Hatte Ronya noch einige Zeit vorher gemeint bevor sie mit Erinna gen Bajard aufbrach.
Die restlichen Mitglieder ihrer Gemeinschaft sollten einige Minuten später auf einem Umweg ebenfalls in Bajard eintreffen und sich ruhig verhalten.
" Ich vertraue Julia aber nicht Leanne. " Sagte Ronya zu jenen.
" Sie ist uns mehr als einmal in den Rücken gefallen, also bleibt verkleidet und lasst euch nicht erkennen.
Sollte es eine Falle sein, wisst ihr was zu tun ist. "
Natürlich wussten sie es.
Und alsbald machte sich im Abstand einiger Minuten eine größere Schar Reiterinnen auf den weg nach Bajard.
Erinna und Ronya waren die ersten im Gerichtsgebäude oder was auch immer das hier sein sollte.
Nach einer Weile und fast pedantisch pünktlich kamen sie dann.
Julia und eine angehörige der Bürgerwehr die Ronya und auch Erinna direkt zu schmunzeln brachte.
Eine Varunesische Handwerkerin Fiona.
Soviel also zum Thema das bajard neutral sein.
Und sich dann auch noch eine einfache Handwerkerin zu holen grenzte schon an dummheit.
Ronya blickte sich im Raum um und wusste, alle anwesenden sollten wenn es tatsache eskalierte, keine gefahr darstellen.
Julia begann freundlich den Stuhl herumzudrehen so das man sich gegenüber sitzen konnte.
Es gab keinen grund eine Situation zu erschaffen die auf der einen seite einen Ankläger und auf der anderen einen Schuldigen zeigte.
Doch dies ergab sich leider in dem Augenblick als Irrglaube als Leanne den Raum betrat.
Während Julia anfing die Punkte aufzuzählen über die man sprechen wollte, mustere Ronya die Bürgermeisterin.
Es gab zeiten da hatte Ronya achtung vor ihr.
Sie setzte es sogar aufs spiel von den Söldnern rausgeworfen zu werden weil sie Leannes leben vor Luczillas Angriff verteidigen wollte.
Und jetzt ?
Sie sass da, selbstgefällig mit einem Aroganten gehabe und einer Mimik das sie in Varuna warscheinlich als Niederer Adel durchgegangen wäre.
Ronya schüttelte blos den kopf und hörte weiterhin Julias ausführungen zu.
Ronya begann sich zu äussern und ihr Blick fiel dabei aus dem Fenster auf die Strasse vor dem Gebäude.
Da hatten sich scheinbar viele Leute versammelt.
Aus dem Augenwinkel sah sie eine der Kriegerinnen und sie wusste, das ihr hier nichts passieren würde.
Zumal man hatte ihnen die Waffen nicht abgenommen.
Ein zeichen dafür das Julia ihnen vertraute und dies wollte Ronya auf keinem Fall brechen.
Was immer auch passierte, sie wollte ohne Gewalt hier raus und diese Sache beenden.
Doch scheinbar legte es Leanne drauf an sie zu reizen.
Sie redete dazwischen, wahrte keine Form der Höflichkeit und keifte
wie . . . . ja wie eine Bäuerin eben der man grade das Vieh gestohlen hatte.
Ronya lies die Anklagenden worte Julias über sich ergehen und versuchte so gut es ging leannes gezetter zu ignorieren.
Mehrmals zuckte ihre Hand und im Grunde waren es meistens nur Julias beruhigende Worte die ab udn an auch Leanne galten , das noch kein Blut floß.
Ronya erklärte sich einverstanden mit einer Einigung von 8 Kronen für das angebliche Wiedersetzen gegen ein Mitglied der Bürgerwehr, welches nicht mal eine Uniform trug und setzte sich um dann den Vorwürfen gegen Erinna zu lauschen.
Sie wusste das es jetzt gefährlich werden konnte.
Ein falsches Wort aus Leannes Mund und hier drin sollte die Hölle losbrechen.
Lamiro betrat während dessen den Raum und mehr als einmal sah sie wie auch er oftmals den Kopf schüttelte wie sich Leanne mehr und mehr gehen lies.
Im Innerem schmunzelte Ronya, sie wusste das die Bügermeisterin sich grade mehr schaden zufügte als nutzen.
Was dachte sich diese Frau ?
Grade in dieser zeit sollte sie versuchen Freunde zu gewinnen und nicht neue feinde.
Woher nahm diese Person die unverfrohrenheit, anzunehmen das sich nach diesem Abend nicht konsequenzen für sie ergaben ?
Wieder und Wieder vergriff sich leanne im Ton gegen Erinna.
Nannte sie mehrmals " kleine " und " kind ".
Was bildete sich diese Person ein ?
Eine Bäuerin wagte es, einer Kriegerin so dermassen unverschämt gegenüber zu treten?
Scheinbar dachten alle anwesenden so im Raum.
Auch Lamiro ergriff ab und an das Wort aus dem Hintergrund undsprach beruhigende Worte gen Leanne.
Doch diese schien sich grade warmzureden und achtete scheinbar auf nichts um sie herum.
Gut so, denn so verlor sie mehr und mehr ihr Gesicht.
Soll sie doch keifen und zettern, man konnte es draussen hören das war sicher.
Irgendwann sprang Ronya auf, sie hatte genug von diesen dauernden herablassenden beleidigungen gegen Erinna und sagte es ihr auch als plötzlich der riesige Körper Falks den Türrahmen ausfüllte.
Was wollte der denn nun wieder ?
Leanne wurde auf einmal stiller und man konnte in ihren begrüßungsfloskeln fast schon unterwürfiges Kriechen ausmachen.
Erinna warf Ronya eine schmunzelnde Mimik zu.
Während Leanne weiterhin verbal vor Falk auf dem Boden kroch, nutze Julia diese unterbrechung um Erinna eine Einigung anzubieten.
17 kronen und eine annäherungsverbot zu Leanne von 50 Schritt.
Als ob eine Meisterschützin sich annähern musste - dachte Ronya im stillen und stimmte dem Urteil laut zu.
" Komm Erinna, wir sind hier fertig." Beide verliessen das Gebäude und Ronya lies sich vom örtlichen Bankangestellten die Summe auszahlen die es brauchte die Strafe zu bezahlen.
" Ich hab mit Eurer fairniss gerechnet Julia. " Sprach sie als sie jener das Gold gab.
" Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich will euch versichern das wir keinen Groll gegen Eure Person hegen Julia. "
Sie verliessen den Raum und dann geschah das unfassbare.
Draussen lies sich vor Leanne tatsache dazu hinreissen ihre verbale Attacke fortzusetzen.
Unverständniss in den Gesichtern der Schaulustigen war zu sehen und wieder schmunzelte Ronya insgeheim.
Schlampe war eines der Worte das Ronya aus dem Mund der Bürgermeisterin gegen sie gerichtet vernahm.
"Nun auch dafür wird sie eines Tages bezahlen." Meinte Ronya nur zu Erinna und grade als sie aufsteigen wollte, trat ein maskierter und vermummter Fremder an sie heran.
" In 20 Minuten am Wegkreuz, ich muss mit Euch reden " meinte jene person.
Ronya stimmte dem zu.
Was wollte diese Person ?
Wer war sie ?
Sie stieg auf und auf ein Handzeichen hin lösten sich weitere Personen aus der Menschenmenge und stiegen ebenfalls auf die Pferde.
jetzt sollten sie ruhig alle sehen das, sie vorgesorgt hatten und nicht alleine hier waren.
Das Spiel sollte erst beginnen und wenn Leanne schlau war würde sie niemals alleine ihr Dorf verlassen aber Ronya bezweifelte das jene Frau in ihrer Aroganz soweit vorsorgen würde.
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