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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 00:11
von Baznuk Donnerfaust
Der Bote des Adoraner Freundes findet das Sippenhaus recht schnell und wird die Nachricht erfolgreich überbringen. Baznuk nimmt die Nachricht und nach kurzem überfliegen der Zeilen platziert er sie auf dem Sippentisch unter einem Mithril Krug gut lesbar für die anderen.


Grüß dich Baznuk

Ich habe hier ein kleines Problem mit Piraten die meinen meine Freundin die Tarya zu enführen und ihr Leid zu zu fügen. Als guter Freund würde es mich freuen, wenn du mir da etwas Hilfe zukommen lassen könntest. Ich habe mir vorgenommen, diese zu jagen und zur Strecke zu bringen.



Dem Boten wird vorab schonmal eine kleine Brosche mit dem Sippensiegel gereicht, als Zeichen für den Absender das sie angekommen ist.

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 00:15
von Fluesternde Stimme
liebevoll wird die dralle Blonde auf den Mund geküsst, Beide Hände liegen auf den Wangen, ehe sie sich aus den Decken wurschtelt, die Kleider zusammenklaubt und sich anzieht.

du weißt Dalla, es ist wichtig, wenn du was hörst... ich will sie haben!!!

mit diesen Worten legt sie einige Münzen auf den Nachttisch und stapft zur Tür raus.

in der Kühle der Nacht, geht es weiter... Taverne nach Kaschemme nach Kneipe, oder auch Spelunke, ja sogar das Bordell... alles wird durchforstet...

kurz steht sie davor, kobold brüllend Cabeza unsicher zu machen.

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 00:33
von Laurus Athoris
Ein kleiner Zettel wird unter Carlos Tür hindurch geschoben

Dazen will sie nich für Münzen, sie is der Betthase von von Goldenfall.

Rabendiener keine Antwort.

Drachenfels spricht leere Drohungen.

C. Vargas

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 11:41
von Fluesternde Stimme
Es geht das Gerücht um, das bei Madam Minfay ein neues Mädchen eingetroffen ist. Eine dunkelhaarige Schönheit, gebräunte Haut, hübsche Augen...

man munkelt auch etwas von Jungfernschaft.. aber wer weiß das immer so genau...

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 14:20
von Laurus Athoris
*Ein Bote teilt Carlos und Jacq mit*

Die Raben bieten 200 Kronen auf die Ware.


C. Vargas

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 15:48
von Gast
Fassungslos saß Heinrik an seinem Schreibtisch.

Geld, Handelsrouten und nun ein Brief von einer weiteren Person. Was zur Hölle ist los auf Cabeza? Wissen die überhaupt was die wollen?

Vor ihm lagen die Abschriften und Briefe die er erhielt und er sondierte. Handelsrouten waren quatsch, die änderten sich ständig und die legte jeder Kapitän für sich fest. Schiffsmanifeste sind auch hinfällig, da sie veraltet wären, bevor er sie nach Cabeza schleusen könnte. Er wollte es auch nicht. Löckchen in allen Ehren, aber ganze Mannschaften in Gefahr bringen? Das ging zu weit. Die Forderung flog mit dem Entermesser in den Mülleimer.

Blieb noch die Geldforderung an den Kessel, doch die Brücke wurde nicht nur vom Kessel verbrannt. Sie wurde gesprengt, neu aufgebaut und dann nochmal gesprengt. Ebenso flog dieser Kontakt in den Mülleimer.

"Yvette" murmelte er die Unterschrift lesend. Schöner Name für eine sicherliche bärbeißige Frau mit mehr Tinte in der Haut als Ehre. Verzweifelt wie er war musste er wohl nach diesem Halm greifen.

Ein Brief wurde aufgesetzt und seinen Kontakten mitgegeben. Höchste Eile warren ihm 10 Kronen wert. Genug um die Dringlichkeit zu unterstreichen und Fragen verstummen zu lassen. Zu wenig als das der Kurier um sein Leben fürchten musste. Soll er doch denken, das es um ein Stelldichein oder miese Geschäfte handelte. Ein wenig war es ja beides.

[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=82900]>>Brief<<[/url]

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 18:02
von Gast
Er stand auf dem Steg in Bajard. Eine kleine Gruppe hatte sich um den Hafen für die Piratenjagd versammelt und er hielt sie in seinem Arm. Löckchen war frei.

Die letzten Stunden noch nicht ganz verarbeitet hingen sie in seinem Kopf nach. Der Kessel und ein paar andere Gesichter aus Adoran waren vertreten und er wusste was los war. Piratenjagd. Das ging schnell, doch war nicht verwunderlich. Zwar hoffte man das Geld und Sorge nicht so schnell wirkten jedoch musste er sich den Gegebenheiten stellen. Vergeblich versuchte er die Leute abzulenken und woanders hinzuschicken, doch sie blieben am Hafen stehen. Jeder wusste das hier die meisten Gestalten von Cabeza ankamen.

Seine aufkeimende Hoffnung schwabbte in Wut um und er beging die Dummheit die ihn am Ende alles ermöglichte. Er fuhr nach Cabeza.

Von hier an war alles ein Strudel aus Anspannung, Sorge und Wut. Diese Stadt, einst ein beliebte Ziel von Ihm hatte sich gewandelt. Der 'rustikale Charme' war dem Bild der Halunkenhochburg gewichen und er hätte am liebsten temoras Zorn über dieses verkommene Nest ausgeschüttet. Jedoch war er hier für etwas anderes. Yvette erkannte er am Hafen sofort. Sie kam gerade den Steg herunter, wohl um sich auf die Reise nach Bajard zu machen und blickte Ihn an. Die gewohnt leeren Augen und das automatengleiche Gehabe. Nun wusste er woher er sie kannte und ging auf sie zu.

Er löhnte ein paar Münzen und verschaffte sich Zutritt zum Zellentrakt der Insel. Sie lag da, Kekse als karge Mahlzeit neben ihr und eine Ratte als Spielgefährten. Ein tristes Dasein. Sie blickte auf, leben schoß in den geschundenen Leib und er wusste, das er wohl nicht der ist, den sie wirklich sehen wollte, doch zumindest war er jemand der ihr helfen konnte und wollte, anstatt auf Piratenjagd zu gehen.

Es wurden wenige Worte gesprochen und er steckte ihr einen Zettel zu:

"Löckchen, wir holen dich raus. Halte durch und ertrage es, bis wir dich in unsere Arme schließen. Notfalls bringen wir jeden um, der sich uns in den Weg stellt. Du bist nicht vergessen, Löckchen"

Waren die wenigen Worte die er vorbereitete. Eine Nachricht um Ihr Mut zu geben und an der sie sich in dunklen Stunden klammern könnte. So war es gedacht, doch da wusste der breite Kerl noch nicht, das er sie auf seinen Armen hier raustragen würde. Ein paar Stunden später wäre alles wieder gut oder zumindest besser.

Er wurde abgeführt. Vor ihm ein Kerl, welcher sich dazugesellt hat. Jean Laval, ein Name den er gut im Gedächtnis behalten würde. War eigentlich klar das die Piraten sich an nichts halten, doch wirkt er wohl mit dem Versprechen auf baldigen Reichtum sehr entspannt. Die Verhandlung war kurz. Die Dame nahm sein erstes Angebot an, nachdem sich Heinrik über den Hergang und ihre Blessuren erkundigt hatte. Das ging so schnell, das er misstrauisch wurde. Misstrauen, welches ausnahmsweise bei Piraten unangebracht war. Das Geld wurde übergeben und er nahm sie auf seine Arme. Sie klaubte noch die Kekse auf und beschwerte sich mit Todesblick und leisem Gemecker darüber das er sie trug. Das starke Löckchen, doch heute würde sie ihren Willen ausnahmsweise nicht bekommen.

Noch auf dem Schiff schlief sie in seinen Armen ein und hier stand er nun. Regimentler, Kesseler und Freunde waren da. Selbst ein paar Glücksritter, vom Kopfgeld angelockt, schauten auf den großen Kerl und die kleine Frau in seinen Armen. Wie der König in der Mitte wurde sie genommen und mit dem Schiff nach Adoran gebracht. In der Sicherheit der Mauern zerstob der Pulk schnell wieder. Einige gingen nach Bajard zurück und würden nun wohl ohne jegliche Form von Hemmung Piraten jagen. Andere gingen zum Kessel oder zum Regiment und erstatteten bericht. Lediglich die immer um das Wohl anderer bemühte Heilerin blieb an seiner Seite, während er sie gemeinsam zu Taryas Haus liefen. Seine Arme taten weh, als er das Fenster einschlug um die Tür von innen zu öffnen. Sie sollte in ihrem Bett aufwachen wie aus einem schlechten Traum und was war da schon ein Fenster. Er blieb an ihrer Seite bis Lilliana fertig war mit ihren Untersuchungen und sie wusch. Sie war sehr leicht verletzt, doch das würde den Zorn Lichtenthals auf die Piraten nicht mildern.

Die Heilerin ließ er allein, als sie gewaschen wurde und kaum vor der Tür kam schon ein Rekrut um die Ecke geflitzt. "Frau Oberstleutnant wünscht Rapport, Kamerd." schalltes es ihm entgegen und der Rekrut musterte Ihn aufmerksam. "Die Bibliothek am Dienstag steht also nicht mehr?" kam die leisere Frage als er herangetreten war. "Doch die steht noch." war seine Antwort.

Der Rekrut blieb stehen, als wartete er und blickte auf das Haus und auf das zerbrochene Fenster. "Ist sie wirklich wieder da?" fragte er dann, als Heinrik wohl keine Antwort geben wollte. "Besuch ab morgen" kam die knappe Antwort und er ging wieder hinein. Die Heilerin wurde informiert und er brach auf. Hoffentlich kam ein Danke bevor sie ihr Drachemaul öffnet und ihn verschlingt.

Eines jedoch stand felsenfest: Die Jagd war eröffnet und er würde selbst noch etwas goldenes Öl in das Feuer gießen.

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 18:29
von Gast
Gemütlich lungerte sie in ihrem Sessel und zog intensiv an der Zigarillo in ihrem Mund, ehe sie den Rauch über ihren Kopf hinweg pustete und diesem nachsah. Im Nachhinein betrachtet, hätte man vermutlich schon viel früher reagieren müssen - ehe die Lage dermaßen zuspitzte und eskalierte, wie sie es nun war. Das Kopfgold auf Ihresgleichen war ungemein in die Höhe geschossen und ihre Freiheit, sich zu bewegen, wo immer sie wollten, war damit dermaßen eingeschränkt worden, dass es dabei nicht mehr ungefährlich sein konnte. Als ihr daher ein Treffen zu Ohren kam, kämpfte sie sich aus ihrem Sessel und begleitete das Ganze in Ruhe und hörte sich an, was es zu hören gab.

Es war nicht so, dass sie Mitgefühl für Tarya empfand, gemeinhin war bekannt, dass sie gar nichts fühlen konnte. Aber sie hatte auch noch nie den Sinn von übertriebener Gewalt, Folter und derlei Dinge verstanden - Menschenhandel war eine der Dinge, die dazu gehörten. Wenn solche Dinge von statten gingen, hielt sie sich meist einfach raus - nicht hinzusehen war kein Problem, daran teilnehmen schon.

Daher erschien es ihr wohl nicht die beste Wahl Tarya an die Rabendiener zu verkaufen... oder gar an Minfay's. Nicht nur, dass das Schicksal ihr etwas ungerecht und hart vorkam, nein - es war auch der Gedanke, was daraufhin folgen würde, der ihr aufstieß.

Gehängt zu werden, war kein schöner Tod und das würde ihnen alle blühen - durch den Zorn, den sie ausgelöst haben - schneller, als ihnen lieb war. Daher müsste man einen anderen Verhandlungspartner suchen. Nach einem kurzen Gespräch mit Tarya, waren sie auf die perfekte Person dafür gestoßen.


Heinrik.


Ein Schreiben war schnell entsendet und die Antwort war überraschend schnell zurück. Ein Treffen in Bajard - es stand an und gerade als sie auf den Weg dorthin war, erschien ein Schifflein das anlegte und aus dem Heinrik trat. Für einen Moment war sie zwar ein wenig irritiert, aber für sie war es völlig gleich, wo es stattfand. Sie wollte die Sache schnell hinter sich bringen. Ein kurzer Gang im Kerker vorbei - eine rührselige Begrüßung und eine darauffolgende kurze Verhandlung. Der Preis war für sie ausreichend - da sie keine Lust hatte den Preis in die Höhe zu treiben, nahm sie sein Angebot ohne große Umschweife an und nach dem Goldaustausch wurde ihm die Edle auch direkt übergeben und die Beiden gemeinsam gen Hafen geleitet. Als sie weg waren, herrschte in ihr noch immer das allgegenwertige Gefühl, wie zuvor - Gleichgültigkeit. Und doch war noch etwas anderes da.

Auch wenn sie mit Tarya gesprochen hatte... und selbst, wenn sie ihr Wort halten würde... wer weiss, ob sich überhaupt jeder daran halten wird..? Vielleicht legte sie auch keinen Wert auf das Gesagte und es würde weiter gehen... Vielleicht war die Situation schon zu weit fortgeschritten und es würde ein paar Opfer geben. Sie wusste es nicht.. aber der Glaube, dass das noch nicht vorbei war... festigte sich in ihrem Gedankengut... sie werden vorsichtig sein müssen... wenn sie diesen rauen Seegang überdauern wollen...

Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 18:29
von Der Chronist
Am späten Nachmittag kam einer der typischen Kunden zu Madame Minfay.
Das seltsamste an dem augenscheinlichen Hafenarbeiter war nichtmal das Holzbein, nein er solle für einen anderen eines der Mädchen bestellen.

Natürlich rückte er mit alldem erst wirklich raus nachdem er selbst etwas spaß und auch Rum hatte.
Er war alles in allem sehr großzügig konnte das Mädchen berichten.

Achja und die neue mit den hübschen Augen so Madame es einrichten kann,soll doch heute Abend für seinen besonderen Freund bereit stehen.

Er würde sich als Alrik bei Madame melden.
Wann? irgendwann kurz nach der neunten Stunde wenn alles verladen sei.
Sollte die hübsche nicht da sein soll Madame ihm halt anders das Gold aus der Tasche ziehen.


Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 22:46
von Liliana van Drachenfels
Auch bis zu Liliana hatte sich das Vorhaben durchgesprochen und so machte sie sich auf den Weg nach Bajard. Dort waren schon Tarek, Luni, Agnes und Benson. Kurze Zeit darauf kam Heinrik von einem der anlaufenden Schiffe und hatte Tarya im Arm. Schnell überprpüfte Lili ihren Zustand, überprüfte ihren Puls, ihren Atem. Sie war schwach aber stabil. Lili flösste ihr schon während der Überfahrt nach Adoran ein Mittel ein, daß ihren Kreislauf stärken sollte. Bei Taryas Haus angekommen kümmerte sie sich um Taryas Wunden und wusch sie. Kurz darauf wurde Heinrik abberufen zum Raport und Lili blieb bis zu seiner Rückkehr bei Tarya.

Verfasst: Montag 10. August 2015, 10:09
von Gast
Als Tarya dann in Sicherheit war und die Wundversorgung gesichert, machte er sich auf in sein Haus und verfasste ein weiteres Schreiben an Baznuk.

Grüß dich Baznuk

Mit Erleichterung kann ich dir mitteilen, das wir die Tarya wider bei uns in Sicherheit haben. Ich werde jedoch dieses Vegehen nicht ungesühnt lassen und somit wird die Jagd auf Piraten und deren Geschmeiss weiter fort geführt.
Das Kopfgold allerdings werde ich entfernen, da ich unbescholtene Bürger und Glücksritter nicht unnütz in Gefahr bringen mag.
Es würde mich dennoch freuen, so ihr dazu gewillt seid euch uns an zu schliessen.

gez: Tarek van Rakil

Ps: richte Nurin aus, das ich wider neue Schmuckmuster bei Bedarf für ihn habe

Verfasst: Montag 10. August 2015, 11:18
von Fluesternde Stimme
Alrik wird auf seine Anfrage die Antwort bekommen, das die dunkelhaarige mit den bernsteinaugen, am abend leider ausgebucht ist, aber gerne im laufe der woche noch den einen oder anderen nachmittagstermin frei hat.

Verfasst: Montag 10. August 2015, 15:54
von Helisande von Alsted
Sie war also zurück. Die genauen Umstände der Rückerstattung der jungen Edlen waren der Offizierin zwar berichtet worden, jedoch hatte sie für die offizielle Version durchaus einige Ratschläge erteilt. Man würde sehen ob jene beherzigt werden würden oder wie meist nicht. Der Dienst war weiter seinen Gang gegangen, eine gewisse Spannung lag in der Luft. Möglicherweise die Beförderungen, die anstanden. Möglicherweise auch die üblichen Reibereien durch Hitze, persönliche Aufwallungen und das subjektive Empfinden der Nutzlosigkeit.

Insgeheim beeneidete sie die unter den Soldaten, die so niedrig in den Rängen angesiedelt waren, dass sie noch frei handeln konnten. Nicht jeder Schritt, der von jenen getan wurde landete unter dem Vergrößerunglas und wurde von jedem und von allen Seiten begutachtet und bewertet. Ihr und dem Oberst war in jedem Moment klar, dass der Sitz des Barettes und des Zopfes bemerkt werden würde. Jede Bemerkung ob leichtfertig, ernsthaft oder scherzhaft würde bis zur vollkommenen Entstellung wiederholt und geschmückt werden. Offiziere reden daher nicht viel und wenn dann nur in exakten Sätzen und Erwartungen.

Dienst für Krone, Reich und Glaube.

Sie war zurück, zerbeult und in körperlich nicht guter Verfassung, aber am Leben und zurück. Die Rosthaarige gönnte sich einen kurzen Moment der Erleichterung. Erst der Dienst.
Nachdem für den Tag alles geregelt war, nahm sie sich die frischbeförderte Feldheilerin Vannae auf die Seite und besprach mit ihr was nun für die Edle noch nötig war. Sicherlich hatte die Edle van Drachenfels sich gut gekümmert, aber es gab schlicht Dinge, die lagen dieser fürsorglichen Frau nicht nahe. Sie selbst hatte ihre eigenen Erfahrungen und somit lies sie sich die Kräuter geben. Eine Nachtwache bei Tarya stand an, dann ein Gespräch und dann würde man sehen.

Temora würde in des über sie alle wachen, egal ob Rekrut oder Oberst. Gleich ob dienstbeflissen oder bequem. Sie selbst würde darum beten, sicherlich die gesamte Nacht. Die Sicherheit auch gehört zu werden, die fehlte ihr allerdings immer noch.

Verfasst: Montag 10. August 2015, 19:22
von Laurus Athoris
Der Morgen danach, er wachte hinter der Komode auf und sah sich etwas träge um. Dann zog er sich langsam an der Komode auf und sah auf den Brief, welchen er gestern eigentlich noch wegschicken wollte. Er zuckte mit den Achseln und murrte nur "Bei mir können die eh nichts holen, sollen sie angepisst sein." Dann schrieb er den Brief fertig und suchte sich ein armes Opfer von Boten.


Buenas Tardes Phoenix,

uns wurde ein Angebot unterbreitet, welches in unseren Augen das luktrativste und Beste war, welches wir bekommen konnten. Unter diesem Aspekt ging das blonde Weib in die Hände ihrer neuen "Besitzer" über. Doch es wird der Tag kommen, an dem auch ihr einen waschechten cabezianischen Gefangenen erhaltet. Im dem Sinne

Vaya con dios

C. Vargas

Achja, den Boten könnt ihr behalten. Seht ihn als Zeichen von Interesse für spätere Handelsbeziehungen.

Verfasst: Mittwoch 12. August 2015, 20:09
von Endurael Talan
Der Wald- und Wiesenhüter kraulte sich den Bart, als er durch das Fenster seiner Hütte in Richtung des meisterlichen Sonnenaufgangs weit hinter dem Horizont der Ostküste blickte. Die Nacht hatte ihn kaum schlafen lassen, stand der vor einer wichtigen Entscheidung, die Eleganz und Raffinesse von ihm abverlangte. Rekruten, die sich die Anmaßung auf die Flagge geschrieben hatten, in heroischer Manier die Befehlskette zu ignorieren. Ein Seufzen drang durch die morgendliche Stille der Hütte am Nebelpass. Natürlich war es nichts Ungewöhnliches, dass Frischlinge Unsinn im Kopf hatten, denn die meisten dieser Grünschnäbel waren viel zu jung, um keinen Unfug zu treiben.

Sicher, es lag nichts Falsches in der Absicht, eine Kameradin und Edle des Reiches von Feinden zu retten. Ganz und gar nicht. Aber darum ging es eigentlich auch nicht. Ein Kopfschütteln wurde erst dadurch ausgelöst, wie diese Absicht umgesetzt werden sollte. Eine Ansammlung von Rekruten? Von Rekruten? Menschen, die für solche Einsätze nicht im Ansatz ausgebildet wurden? Und vielmehr noch … Soldaten, deren erste Priorität es sein sollte, von den Ranghöheren zu lernen, und diese Ranghöheren dann stumpf ignorieren?

Alsted merkte an, dass sich die anderen Rekruten nichts zu Schulden kommen lassen hätten. Doch, das hatten sie. Zumindest jeder von ihnen, der die „Einladung“ bekommen hatte und sie nicht meldete. Nun, es war anzunehmen, dass Liam nur der Freiherrin selbst Meldung machte, was eine logische Maßnahme war … dennoch standen die Offiziere des Regiments bisher wohl im Dunkeln, welche willkürliche, übermütige Aktion von denjenigen angestoßen wurde, die in ferner Zukunft vielleicht einmal die nächsten Offiziere sein würden.

Es entbehrte auch keiner Ironie, dass der Rekrut, der redete – die einzige richtige Handlung, die ein Rekrut hier wählen könnte -, schlussendlich als Ratte bezeichnet wurde. Ein Pfad der Naivität, der sich niemals mit dem der Demut kreuzen würde. Wie konnte ein Rekrut überhaupt die Erwartung haben, dass die anderen Rekruten geschlossen, und vor allem verschlossen, reagieren würden? Kameraden halten zusammen, natürlich, aber sollte die Wahl zwischen ein paar eigensinnigen Rekruten und dem restlichen Lichtenthaler Regiment nicht einfach sein?

Nein, es lag nichts Falsches daran, die edle Kameradin zu retten. Keineswegs. Aber es sind die Ausnahmen, die eigensinniges Verhalten im Glück enden ließen. Aber wie will man das einem Rekruten erklären, der nicht gesehen hatte, wie Varuna fiel, der nicht gesehen hatte, wie eine Bande von Rahalern Berchgard infiltriert hatte, um Kinder über die Wehrmauern regnen zu lassen … weil irgendjemand nicht aufgepasst hatte … weil irgendjemand meinte, es besser zu wissen?

Diese Schande des selbstsüchtigen Ungehorsams lag auf den Schultern der gesamten Truppe. Doch vermutlich würde jeder Tadel in einem langstreckten Echo des Nichts enden. Denn schließlich hatten die eigensinnig handelnden Rekruten Glück, hatten sie doch allen gezeigt, dass die Edle zu retten war – unachtet aller Maßnahmen, die von ganz oben geplant waren oder vielleicht auch nicht. Nein, sie hatten nicht versagt, würde man die Rettung alleine betrachten. Aber die Tatsache, dass sie eingeschworene Soldaten des Reiches waren, sollte von nun an mit einem großen Fragezeichen überstrichen werden. Nun, es war nicht die Entscheidung von Endurael, wie damit umgegangen werden sollte. Aber bei dem Gedanken daran, eine Generation von willkürlich handelten Rekruten in den Truppen zu haben, Soldaten, die einmal wichtige Positionen bekleiden würden – ah … der Wachtmeister konnte dieses unruhige Gefühl nicht ignorieren.