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Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 13:13
von Malachai Schwarzmourne
Malachai schaute zu ihr aus den Augenwinkeln. Er schloss jene dann sofort und versuchte sich abermals zu erinnern, was genau geschehen war.
Er strengte sich mit aller Kraft an, jene Geschehnisse, die er zu verdrängen versucht hatte, nun wieder vor sich zu rufen.
Mag es vielleicht doch sein, dass alle anderen Recht haben? Warum würden Sie ihn anlügen wollen?
Malachai sprach wieder in leisen Worten, gerade noch verstehbar für die anderen.
"Ich ging durch die Tür...und sah meinen Bruder die Treppen im Hause hinabsteigen. Es war..."
...eine riesige Eingangshalle. Sein Stiefbruder, in feinster Seide gekleidet, sein langes blondes Haar zu einem Zopf gebunden, stieg die lange Marmortreppe hinab, begleitet von zwei anderen Wachmännern.
Er streckte die Arme auf, also wollte er ihn mit einerm Umarmung begrüssen und sprach gebieterisch:
"Mein Stiefbruder Malachai, der Mörder unseres Vaters, was verschafft mir die Ehre."
Er grinste hämisch bei diesen Worten und blieb direkt an der Treppe, einige Meter von Malachai entfernt stehen.
Malachai verzog keine Miene, er wollte Ernst bleiben und keine seiner Schwächen zeigen.
"Ich bin hier, um dir ein Geschäft vorzuschlagen."
"Dann erzähl mein lieber Bruder, was kann ich für dich tun."
"Vielleicht indem du damit anfängst, mich nicht Bruder zu nennen."
Malachai lächelte etwas, endlich konnte er etwas sagen, was ihm lange in der Seele brannte. Zu zeigen, dass jene Familie hier nie seine war.
Sein Stiefbruder senkte mit enttäuschtem Blicke die Arme.
"Aber aber. Vater hat dich erzogen fast wie seinen eigenen Sohn."
"Ja leider nur fast, dass war wohl das Problem."
"Vielleicht, hätte man dir wohl die Zuneigung gegeben, die du gebraucht hättest, wärest du nicht zum Mörder geworden mein lieber Malachai."
Sein Stiefbruder lachte leicht und die Wachen taten es ihm gleich.
"Aber ich denke, wir haben genug Zeit damit verbracht, in schönen Erinnerungen zu schwelgen. Du wolltest mir ein Geschäft vorschlagen? Ich vermute es hängt mit dem Kopfgeld zusammen, dass ich auf die Ausgesetzt habe?"
Er lächelte schmierig und weiterhin gebieterisch. Seine Gesichtszüge verrieten Malachai nichts gutes.
Malachai schmiss die Kiste hin und öffnete sie, sodass sein Stiefbruder einen Blick auf das glänzende Gold werfen konnte. Man erkannte, dass er erstaunt und doch auch gierig darauf war, ebenso wie die Wachen gierig darauf blickten.
"150000 Goldstücke sind hier drin. Dafür, dass mein Kopfgeld von mir verschwindet."
Sein Stiefbruder lächelte, nachdem er seinen Blick vom Golde wieder auf Malachai richtete.
"Bruder...bruder....bruder. Du erstaunst mich wirklich. Hätte nie gedacht, dass du fähig wärest, soviel Gold zu beschaffen. Musstest du viele Menschen dafür ausrauben und töten?"
Er lachte leicht, winkte dann aber ab.
"Erzähl es mir lieber nicht. Gut ich streite nicht ab, das dies ein verlockender Preis ist für die genugtuung, dich zu töten. Ich denke..."
Er überlegt kurz. In Malachai´s Inneren schnürte sich alles zu. Seine Hand wanderte hinter seinen Umhang, wo er sein Schwert bereit hielt, für den Falle, er würde ablehnen.
"...ich nehme an."
Er lächelte und Malachai nun auch. Endlich, dies war das bindende Wort eines Geschäftsmannes.Er trat einen Schritt näher auf Malachai zu, reichte ihm die Hand und Malachai schüttelte sie zögerlich. Nun war es beendet, die Steckbriefe würden verschwinden und er könne nun in ruhe mit Stephanie von dannen ziehen.
Er nickte noch einmal kurz, drehte sich um und wollte gerade zur Türe gehen, als sein Stiefbruder das Wort erhebte, während er auf der Treppe stand.
"Achja, was ist eigendlich mit dieser Stephanie? Holst du sie nun ab und ihr reist zurück nach....wie hiess es...Gerimor?"
Malachai stockte. Wie konnte er von Gerimor wissen? Woher wusste er davon. Er drehte sich langsam um, seine Hand wanderte wieder zu seinem Schwerte und mit vernegten Augen starrte er seinen Stiefbruder an.
"Woher weisst du das?"
Sein Stiefbruder zückte ein paar Briefe aus seinen Taschen hervor, öffnete sie und began mit veränderter und kindlicher stimme an zu lesen.
"...ich werde meinen Stiefbruder ein Geschäft vorschlagen...blablabla...zusammen nach Gerimor fahren....blablabla....Fiona kennen lernen....blablabla....Liebe dich Malachai....blablabla."
Er grinste hämisch und etwas böses machte sich in seinem Gesicht breit.
"Ach habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich mit Stephanie geredet habe. Sie war so frei, mir die Briefe zu geben."
Sein grinsen wurde größer, Malachais Zorn dafür aber auch.
"Wo ist sie und was hast du ihr angetan."
"Garnichts mein Bruder, rein garnichts."
Er deutete mit einen Schnippser zur Wache, der ging die Treppen hoch und kam wieder. Er hielt eine Frau im Arme, sie hatte eine Wunde am Kopf, ihr langes Schwarzes Haar hing auf ihren Schultern und sie schien erst traurig, dann erfreut, Malachai zu sehen. Ihre Hände schienen gefesselt zu sein.
"Stephanie" ,rief Malachai.
Die Wache stellte Stephanie neben seinen Stiefbruder, welcher sie in den Arm nahm und ein Bild von einer glücklichen Familie versuchte sarkastisch darzustellen.
"Nun Bruder, ich hab sie hierher eingeladen. Sie ist ja eigendlich meine Schwägerin oder? Also wenn ihr heiratet natürlich."
Er grinste nun umso finsterer.
"Ich warne dich, lass sie los. Wir verschwinden von hier und niemanden wird etwas geschehen."
Malachai machte einen Schritt auf die beiden zu. Die Wachen stellten sich vor denen udn zückten ihr Schwerter. Einer der Wachen pfiff laut und aus den Türen rechts wie links und aus der Eingangstür draussen kamen jeweils Wachen dazu. Es schienen nun um die 6 Mannen zu sein.
"Wie du siehst mein Bruder, bin ich dir abermals einen Schritt vorraus. Also versuche er garnicht dein Schwert zu ziehen."
Malachai blickte verzweifelt zu allen Seiten. Er zählte, wieviele es waren und suchte nach einem Ausweg, wie er Stephanie retten konnte.
"Was willst du? Mehr Gold? Ich besorge es dir. Noch einmal soviel für ihr Leben."
Der Bruder schien kurz zu überlegen, sagte dann aber entschlossen.
"Nein."
Er grinste abermals, dieses grinsen machte Malachai wahnsinnig. Er verabscheute ihn schon früher, doch heute hasste er ihn über alles. Er ist schlimmer als sein Vater, viel schlimmer.
"Er ging nicht auf das Geschäft ein." ,sagte Malachai, seinen Kopf wieder an den Körper Stephanies gedrückt, mit verbitterter und trauriger Stimme. Dann schloss er wieder seine Augen, schüttelte den Kopf.
"Nein, so kann es nicht gewesen sein. Nein, ich habe sie daraus befreit. Sie lebt, wir sind beide hier. Sie lebt, ich habe sie befreit. So kann es nicht sein."
Malachai versuchte sich gegen die Vorstellung, sie könnte Tot sein, mit allen Mitteln zu wehren. Doch langsam, nur langsam, begriff er auch, dass es doch anders sein könnte.
was geschah dann?
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 13:36
von Fiona
"Malachai?" Sie stockte kurz und blickte ihn nun etwas traurig an
"Du hast deinen hass nicht im zaume halten können? Hast du deinen stievbrunder..."
Sie deutet bei jenen wörtern auf sein schwert und sagte dann nur noch kurz die worte...
"Ist er auch tot?"
Sie schaute ihn mit leicht verängstigter miene an. Fiona konnte Malachai immer gut verstehen und wusste jeher immer wie er handeln würde... doch war es diesesmal anders, es machte ihr angst nicht genau sagen zu können was malachai denkt oder fühlt. Sie versuchte krampfhaft malachai zu verstehen doch gab jenen versuch bereits nach kurzer zeit auf, sie wusste viel von ihm doch wollte sie nicht glauben das malachai auch noch seinen bruder tötete... sie hoffte... er hat es nicht getan.
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 19:55
von Malachai Schwarzmourne
Malachai antwortete nicht auf Fionas frage. Dennoch entsinnte er sich nun mehr an das Geschehene. Ja, Blut und schreie. Tote Körper. Daran erinnerte er sich. Doch wer waren die Toten? Und warum waren sie tot?
Er schloss abermals kräftig die Augen, seinen Geist konzentrierend auf das, was geschehen war.
Er entsinnte sich.
"Er ging nicht auf des Geschäft ein, er lachte nur..."
...er lachte aus reiner Boshaftigkeit. Er schien über Malachai zu lachen und über den Triumph, den er in seinen Augen sah.
Malachai´s Zorn stieg weiter. Doch dieser wurde nur von seiner Verzweiflung übertroffen.
"Was willst du von ihr? Lass sie gehen. Sie hat nichts mit allem zu tun. Wir hatten ein Geschäft. Halte dich daran."
Das lachen verstummte. Sein Stiefbruder schaute ihn an, direkt in seine Augen.
"Du hast recht Brüderchen, wir hatten ein Geschäft und ich halte mich daran. Du bist frei. Aber sie....ist es nicht."
Sein grinsen wurde wieder größer, Malachai´s Hand glitt zu seinem Schwerte und er zog es Pfeilschnell. Die Wachen, welchen Malachai umzingelten, streckten ihre Waffen gegen ihn.
"Das Bruder, wäre mehr als törricht. Du bist umzingelt, also lass lieber ab."
"Dann sage mir, was du willst."
Sein Stiefbruder schaute ihn mit Zornesfunkelnden Augen an.
"Auge um Auge...Zahn um Zahn. Ich will meine Gerechtigkeit. Ich will dich leiden sehen. Ich werde dir nie den Mord an Vater verzeihen. Du sollst das spüren, was ich spürte. Du sollst über den Verlust eines liebenden Menschen trauern."
Ehe Malachai etwas sagen konnte zog sein Stiefbruder ein Messer aus seiner hinteren Tasche und rammte es Stephanie in die Brust. Sie öffnete den Mund, schaute erschrocken. Könnte sie sprechen, so sah man, würde sie schreien. Eine Träne lief ihr hinunter und Malachai´s stieß sie nach vorne fliegend die Treppen hinab.
"NEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIINNNNNN", schrie Malachai, stürmte nach vorne und fing den Körper von Stephanie auf.
Er legte sie vorsichtig auf den Boden, sie lebte noch. Malachai rannte eine Träne hinab, er streifte mit seiner Hand über die Wange.
"Es tut mir leid Stephanie. Es tut mir leid. Gib nicht auf, es wird alles gut. Es tut mir..."
Doch Stephanie legte ihren Finger auf Malachai´s Mund. Sie lächelte und man sah ihr an, trotz der schmerzen, dass Sie glücklich schien. Sie deutete eine Geste des Verzeihens an und gebahr ihm, er solle nicht traurig sein, denn sie ist glücklich, in seinen Armen zu legen. Sie hob ihren Kopf, küsste Malachai sanft auf seine Lippen. Für einen Moment vergas Malachai, wo er war, was geschah. Er wollte einfach nur bei ihr sein, mit ihr Leben und ein glückliches Leben führen.
Langsam sank sich ihr Kopf, ihre Hand streifte über Malachai´s Wange und sie deutete ihm mit der anderen Hand der Zeichensprache, dass Sie ih liebte.
Er lächelte, Tränen rangen sich von seinen Augen die Wange hinab, er flüsterte leise, er liebe sie auch und alles wird gut.
Doch ihr Kopf drehte sich langsam zur Seite, ihr Augen schlossen sich. Sie lächelte zwar, doch sie starb. Sie war tot, gestorben mit einem Messer im Bauche in Malachais Armen.
Er legte ihren Kopf vorsichtig auf den Boden, wischte sich die Tränen hinab und starrte auf seinen Bruder. Jener stand da, mit einem grinsen und klatschte zweimal kurz.
"Sehr Melodramatisch, wirklich. Nunja, du kannst nun gehen."
Er lachte einmal auf, wollte sich dann umdrehen, ehe er noch anfügte.
"Vergiss aber deine Bäuersfreundin nicht. Das Blut macht mir nur den Boden schmutzig."
Er lachte abermals, doch dieses eine male alleine. Die Wachen selbst schienen traurig zu sein und angewiedert von dem geschmacklosen Witzen, die der Stiefbruder sagte.
Malachai hingegen stand auf, seine Augen waren Zornentbrannt. Noch nie in seinem Leben hat er so einen Hass gespürt. Es war die reine Boshaftigkeit, die in ihm aufstieg. Er wollte Morden, seinen Stiefbruder töten. Er wollte ihn quälen, ihn leiden sehen und sehen, wie er um den tot betteln würde.
Er hob sein Schwert auf, die Wachen streckten ihre Schwerter wieder gen Malachai aus und sein Stiefbruder drehte sich.
"Malachai, sei nicht zu Dumm. Was denkst du, könntest du anrichten du armseeliger kleiner Straßendieb. Gegen ein paar Bauern zu kämpfen, das stimmt, da vermagst du sogar in der Lage zu sein. Aber gegen meine ausgebildeten Wachen unterliegst du...."
"Halts Maul." , schrie Malachai.
Nun bemerkte sein Stiefbruder den zorn in Malachai, doch er lachte weiter nur.
"Du kennst mich nicht. Du bist so Arrogant und Überheblich wie dein Vater. Du weisst nicht, welch riesigen Dämonen und Drachen ich mich seit unseren letzten Treffen gestellt habe. Welch Monster und Untote ich von ihrem Dasein hier befreite und welch Meister ich kennen lernte, die mich trainierten und schulten. Du unterschätzt mich gewaltig."
Er schaute dann zu den Wachen. Die Wörter wie "Drache" oder "Dämon" liess sie doch etwas stutzen. Sie schienen den Wörtern gehör geschenkt zu haben und zweifelten nun doch ein klein wenig an ihrer Überzahl.
"Ach hört nicht auf ihn. Er versucht euch einzuschüchtern. Drachen und Dämonen, welch Schwachsinn. Was tischt du uns als nächstes für Lügen auf?"
Der Stiefbruder lachte abermals, doch sein lachen klang einsam, welches durch das riesige Haus hallte.
"Und nun, tötet ihn, wenn er nicht geht."
Malachai schaute abermals zu den Wachen, er stand ruhig da, nicht in Angriffsposition, sein Schwert gesenkt, seine Rüstung schimmerte im Sonnenlicht, welches durch die Scheiben des Hauses strahlten.
"Ich gebe euch, ihr Männer, Väter und Söhnen, die Gelegenheit zu gehen. Lasst mich mit ihm alleine, ihr könnt das Gold haben und abziehen. So schützt ihr euer Leben, weil ich für jenes nicht garantieren kann. Kämpft nicht für diesen Abschaum, setzt euer Leben nicht aufs Spiel."
"Schweig...", rief eine Wache. "Wir haben einen Söldnerkodex an den wir uns halten müssen."
Die Wachen hoben wieder ihre Schwerter gen Malachai, doch der starrte nur mit einem grinsen auf denBoden, die Augen geschlossen.
"Wie ihr wollt."
Er hob sein Schwert Blitzschnell und warf es auf eine Wache. Er traf ihr bein und die Spitze des Eisenschwertes rammte sich durch seine Rüstung durch und er sakte zusammen. Die anderen starrten nur dorthin, ehe sie aggieren konnten, zog Malachai zwei weitere Schwerter aus seinem Umhang. Beide glänzten Feuerrot, wie als würden sie brennen, es waren die Schwerter, die Fiona ihm schenkte.
Zwei Wachen stürzten sich nun auf Malachai, er sprang zurück und stiess dabei dem einem das Schwert in den Bauch, den anderen Parrierte er seinen Angriff.
Die Wache an der Eingangstür rannte auch auf Malachai zu. Er drehte sich um und versetzte ihm mit dem Bein ein Tritt. Er sakte keuchend und hustend zu Boden.
Eine weitere Wache stürmte auf ihn zu mit erhobenem Schwerte, Malachai drehte sich schnell und mit einem gezielten Schlag entwaffnete er ihn, wobei sein Schwert beim Aufprall gegen das andere Eisen eine große Flamme ausgestossen hatte, die die restlichen Wachen stark zusammen zucken liessen.
Jenes effektreiche Feuerwerk liess die letzten beiden Wachen zurück schrecken. Sie legten ihre Waffe nieder, schauten sich nur verängstigt an, ehe sie dann ganz langsam den Rückzug antraten.
Malachai´s Stiefbruder, schrie, sie sollten ihn angreifen. Doch jene schüttelten nur verängstigt den Kopf, ehe sie sich davon machten.
Die Körper der anderen lagen am Boden. Sie lebten alle noch, windeten sich aber vor Schmerzen und waren nicht in der Lage sich zu bewegen.
Malachai jedoch hatte nur ein Ziel. Mit erhobenen Klingen ging er Schritt für Schritt auf seinen Stiefbruder los.
Der Zorn machte sich in seinem Gesicht breiter. Der Hass war ihm förmlich auf der Stirn geschrieben. Unfähig noch klar denken zu können, einzig nur das Ziel des Mordes an seinem Stiefbruder. Sein Herz riet ihn davon ab. Er sagte Fiona, er würde keinen Mord begehen, Stephanie würde es auch nicht wollen. Doch er konnte nicht anders. Der Blutdurst in ihm wie die Rache musste gestillt werden.
Seine Rüstung wies schon einiges an Blut auf, wohl von den Wachen, die er verletzte.
"Malachai, mein Bruder, tue dies nicht."
Sein Stiefbruder ging eiligen Schrittes rückwärts die Treppe hoch und stolperte dabei. Er lag nun, über 3 Stufen verteilt, auf dem Rücken, die Angst war ihm im Gesicht zu sehen. Er flehte und bettelte, er bot Malachai seinen Reichtum an. Doch jener hörte es nicht. Es war ihm egal, was man ihm Anbot. Er hat seine Liebste getötet, seine Aussicht auf ein schönes und friedliches Leben zerstört. Es war ihm egal, was er tat, egal ob er ein Mörder war...ja sogar egal, ob man ihn töten würde. Er wollte jenes bloss hinter sich bringen.
Er stand nun direkt vor ihm, sein Bruder weiter auf dem Rücken liegend, weiter flehend. Malachai beugte sich über ihn und flüsterte ihn leise ins Ohr:
"Asche zu Asche...Staub zu Staub."
Er beugte sich hoch, nahm das Schwert und drehte es wendend mit der Spitze zum Boden. Er stach zu, ins Bein. Sein Bruder schrie auf. Er drehte die Klinge in der Wunde, sie schien zu verbrennen und zog sie hinaus. Dann stach er abermals zu, ins andere Bein. Dann in die Arme und Hände. Jedes mal, wenn er sie heraus zog, war die Wunde wie verbrannt durch das Eisen des Feuers: Pyrian.
Er folterte seinen Bruder und man sah die Erleichterung im Momente des Zornes, die sich in Malachai´s Gesichte breit machte. Die Genugtuung der Rache. Es ging lange soweiter, Malachai entsinnte sich nicht, wielang, er folterte seinen Stiefbruder, seine Gedanken waren wie besessen von einem anderen Wesen. Er konnte nicht klar denken, er wurde geleitet von seinem Zorn.
Sein Bruder jammerte nach der Erlösung, der Moment, auf den Malachai wartete. Mehr Blut hatte sich auf seinem Schwerte und seiner Rüstung breit gemacht.
Malachai gab ihm nach langem den Todesstoß.
Er ging die Treppen hinab, hob Stephanies Körper in seine Arme. In Malachai´s Gesicht lag nun die Verzweiflung all jenes, was geschehen war.
Er trat hinaus. Es war bereits schon dunkel und einige Wachen standen am Hofe. Sie hielten die Waffen bereit, doch Malachai liess sich nicht stören. Er ging einfach hinab, auf den Weg. Er zog keine Waffe, er hielt nur Stephanie im Arme, eine Träne und ein schluchzen war zu hören und die Wachen machten ihm Platz.
Die Straßen am Hafen waren leer, niemand sah ihn und er kam zum Schiff. Und so....
"....ging ich aufs Schiff, ohne ein Wort zu sagen und legte mich unter Deck hin."
Malachai war entsetzt, er besinnt sich gerade auf das was geschehen war.
Er schaute zu Fiona, Tränen liefen ihn hinab und sprach leise und schluchzend.
"Es tut mir Leid Fiona, ich habe mein Versprechen gebrochen. Ich habe meinen Stiefbruder umgebracht."
Er senkte den Kopf wieder zu Stephanie, hielt sie fest im Arme und weinte, die Augen geschlossen.
"Warum nur, Stephanie, warum nur bist du Tot. Warum nur musste dies Geschehen."
Er hatte un begriffen, was passiert war. Sein Kopf und seine Gedanken waren frei. Er hatte nun verstanden, dass Stephanie tot war.
Er stand auf, wischte sich eine Träne weg und hob den toten Körper empor, in seinen Armen tragend.
Er ging zur Tür, er schaute allen einmal tief in die Augen. Sein Blick war ernst und doch von traurigkeit übersät.
"Verzeiht mir, allen...verzeiht mir." , sagt er leise, doch mit fester Stimme.
Fiona, Sharay, Inara, Mikhail, dem Kapitän und dem Seemann schaute er tief in die Augen, beschämt und dich stolz wirkend.
Er ging zum Sarg, legte Stephanies Körper vorsichtig hinein. Er gab ihr einen Kuß auf die Stirn, flüsterte ihr leise etwas ins Ohr und schloß diesen.
Dann ging er, sich nicht umdrehend, zur Treppe und stieg empor, auf das Deck.
Fiona folgt malachai
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 20:57
von Fiona
Fiona Schaute ihn aufmerksam bei seinen worten an. Sie wusste das malachai seinen bruder getötet hatte. Doch wollte sie es nicht wahr haben das er es so weit trieb, sie machte sich sehr große sorgen um malachai. Sie war ihm keines falls böse, sie ahnte es bereits das malachai seinen bruder töten würde doch war sie auch traurig niemals stephanies lächeln zu sehen.
Wie malachai auf deck ging folgte sie ihm, sie wollte ihn in genau diesem moment nicht alleine lassen und ihm sagen das es ihr leid tut das sie von ihm verlagnte das er seinen bruder tötete. Doch war sie für den moment damit beschäftigt ihm zu folgen.
Auf dem deck angekommen wehte ihr wieder der wind um den körper wesshalb sie ihre robe wieder drüber zog. Dann folgte sie malachai und wollte ihn aufhalten um ihn zu umarmen, getreu ihrer worte jene sie immer wieder zu malachai sagte...
"Taten sprechen mehr als worte"
Sie hoffte ihm so zu zeigen das sie ihm vergebe das er sein wort brach und immer für ihn da ist, egal was er tut und verbricht denn auch er war immer für sie da.
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 23:42
von Sharay Lessard
Mit ungerührtem Blick stand Sharay da und lauscht seiner Erzählung, die kleine Flasche ließ sie in der Zeit in ihrer Tasche verschwinden und zog die Maske unters Kinn.
Ab und zu bedachte sie die Anwesenden mit einem kurzen Blick um ihre Reaktionen einzufangen, schaute dann aber wieder zu Malachai.
Als er geendet hatte und alle mit seinen Blicken traf, nickte sie langsam und erwiederte den beschämten Blick mit einem aufmunternden. Er ging an ihr vorbei, Sharay sah ihm eine Weile hinterher, ehe sie zu den restlichen Anwesenden sah.
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 19:50
von Malachai Schwarzmourne
Fiona musste nicht weit gehen. Als sie an Deck trat stand Malachai an der Rehling zum Meer hinaus schauend. Sie trat einen Schritt vor, doch Malachai streckte nur den Arm ihr entgegen und zeigte ihr seine Flache Hand.
"Bitte komme nicht näher." , sagte er mit ernster Stimme, die verbitterkeit lag ihm auf der Zunge.
"Ich bin eine Gefahr für jeden. Jegliche Personen, die mir wichtig sind, verstarben und wenn dann wegen meines Verschulden. Du solltest mich nicht lieben können, ich bin ein Mörder, ein Wahnsinniger. Ich habe die Wahrheit verdrängt, weil ich sie nicht ertragen konnte, ich lebte in einer eigenen Welt....einer Welt, inder Stephanie lebt, inder ich keine Menschen töten musste."
Er liess seinen Arm senken und schaute weiter nur auf das offene Meer. Die Nacht ist ruhiger geworden, der Sturm war vorbei. Der Wind bliess Malachai´s dreckige, mit verkrustetem Blut verzierrten Haare durch die Gegend. Das Mondlicht schien auf sein abgemerkeltes und ausgehungertes Gesicht mit seinem unrasierten Bart. Seine Narbe am Auge schien zu leuchten, wenn das Licht genau darauf schien.
"Ich weiß nicht, warum die Götter mich hassen, warum sie mich leiden sehen wollen oder warum sie jene von mir nehmen, die ich Liebe."
Er senkte kurz den Kopf und lehnte sich nach vorne an die Rehling. Es dauerte eine Weile, ehe er jenen wieder erhob und mit fester Stimme sprach.
"Ich weiß nur, ich verabscheue die Götter für ihre Spiele. Dafür, dass sie denken, wir sind Marrionetten und leben zu ihrer Belustigung. Ich weiss, es gibt sie, aber ich huldige ihnen nicht. Sie sind mir einfach zu wieder."
Dann schaute Malachai hoch zum Himmel, auf den Mond.
sie stellt sich zu ihm an die reling
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 21:08
von Fiona
Einen schritt von malachai entfernt stellt sie sich neben malachai an die reling. Sie starrte auf das meer hinaus und suchte rasch ein paar worte welche malachai villeicht weiterhelfen würden, ihn aufmuntern oder einfach nur ablenken würden. Nach eine kurzen zeit sprach sie dnan lese, sodass kaum mehr leute als malachai selbst ihre worte verstehen sollten...
"Malachai, die götter spielen kein spiel mit dir! Sie spielen ein spiel mit uns. Und zwar wollen sie uns stärken. Sie nehmen uns das was uns lieb ist, man muss erst verloren haben was man liebt um zu verstehen was man hat. Was man kann und wie gut wir es haben. Das wurde mir klar als ich dich mit stephanie sah... ich wollte weinen davon rennen. Doch sagte mir mein herz das es richtig ist zu bleiben. Die götter wollen das DU lernst deinen zorn zu kontrollieren. Bitte frage mich nicht warum ich das sage... denn ich sage es weil es mir mein herz sagt. Und ich hoffe es ist das richtige."
Ihr blick streift dann über den horizont. Man mochte ein paar lichter vonj schiffen erkennen. Fionas blick wurde leer und kalt. Sie wusste nicht was nun geschehen würde. Sie hatte angst... wovor... das mag man nicht genau sagen können. Doch war eine ihrer sorgen das malachai seinem zorn verfällt, er würde ein chaoskrieger werden, nur tot und elend verbreiten... War das ihre angst?
Fiona überkam miteinmal ein gefühl des glückes. Sie war endlich wieder bei malachai, sie hoffte malachais zorn eindämmen zu können und wollte ihm vorerst nicht alleine lassen. Zu groß waren ihre ängste...
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 23:11
von Sharay Lessard
Nach einer Weile des Schweigens wandte sich Sharay zur Luke und trat in das Unwetter hinaus. Ein kurzer blick wurde zu den beiden geworfen ehe sie die noch immer nasse Kaputze der Robe über ihren Kopf zog. Mit den Worten 'Ihr wisst, wo ihr mich findest Malachai' wandte sie sich vom Schiff herunter und ging durch den Regen zum Dorftor hinüber.
Verfasst: Donnerstag 29. Juni 2006, 11:14
von Malachai Schwarzmourne
Malachai drehte sich zur Seite und ging einen Schritt richtung der Planke runter vom Schiff.
"Es ist einfach ein beschissenes Spiel der Götter. Ich will nicht, dass Sie glauben, sie würden mich stärken. Ich will nicht, dass sie mir zeigen, was ich habe, indem sie mir anderes nehmen und vorallem will ich nicht, dass Sie glauben, es wäre ihr verdienst wenn es mir gut gehen würde."
Er machte einen weiteren Schritt zur Planke, drehte sich kurz zu Fiona und schaute ihr tief in die Augen. Einige Blutspritzer hingen ihm noch im Gesicht, welches leer und verlassen wirkte, ohne auch nur eine Mimik oder Gestik zu deuten. Er sprach leise, doch im ernstem Tone.
"Es tut mir leid Fiona...mittlerweile verliere ich den Glauben an das Gute. Denn das Gute, so sah ich, hat mir nur kummer beschert."
Er drehte sich dann Weg, schloss kurz die Augen, ehe er sie wieder öffnete und weitere Schritte tat.
"Ich muss nach Hause, die Beerdigung vorbereiten, mich waschen und vorallem muss ich ruhen. Ich danke dir, Fiona, dass du hier warst, ich weiss es zu schätzen. Doch verzeihe mir, ich muss einfach alleine sein."
Dann ging er festen Schrittes die Planke hinab, betrat den Hafen und verschwand in der Dunkelheit.
Sie schaut ihn nur noch nach
Verfasst: Donnerstag 29. Juni 2006, 11:27
von Fiona
Ihr blick folgte malachai. Seine worte machten ihr schwer zu schaffen, denn malachai sagte er würde nicht mehr an das gute glauben... und so machten sich ihre größten ängste wieder breit. Sie machte sich Vorwürfe, villeicht hatte sie etwas falsches gesagt oder getan... sich machte sich selbst dafür verantwortlich das malachai sich nicht mehr gut fühlte und seinen glauben an das gute aufgab.
Mit tränen in den augen ging sie dann auch wieder vom schiff und verließ bajard sofort. Die wachen am tor riefen ihr nach... sie solle ihren dienst weiterfeühren doch reagierte sie nicht. Sie versank in ihrer trauer. Sie hatte malachai seinen glauben genommen, so dachte Fiona... sie allein wäre schuld daran. Wohin sie genau ging kann man nicht sagen. Sie war mitten im wald und dachte eine weile darüber nach was sie sagte und tat. Die verzweiflung war ihr ins gesicht geschrieben doch wollte sie einfach nur noch alleine sein.