Seite 2 von 4

Verfasst: Sonntag 26. März 2006, 18:43
von Alassea
Das war keine Sonnenfinsterniss.... Niemals... Es wurde mal Hell und mal Dunkel und es dauerte schon zu lange an um eine Sonnenfinsterniss sein zu können.

Sie verhängte daher ein Ausgehverbot bis das es wieder alles normal war. Unruhe regte sich in ihr drinnen, die sie sich so gut es ging nicht anmerken liess. Alliestra liess Fackelnanbringen und Lampen draussen. So kam wenigstens etwas Licht ins Haus, wenn es nun auch nicht Sonnenlicht ersetzen konnte.

Die Kinder waren schlecht gelaunt und Shanna konnte es ihnen nicht verübeln. Sie selber kämpfte um ihre voellige Ruhe und Stärke, die sie sonst ausstrahlte wie eine aura um sich herum.

Fast die gesamte Familie Llastobhar traf sich heute im Waisenhaus. Una, Leith, Alleen, Shanna und Cathal... es fehlten nur Niall und Viljo..... Shanna war verwirrt darüber, es liess sich doch sonst kaum einer von ihnen bei ihr blicken und gerade heute gleich fast alle?

Leise seufzte sie und lehnte ihren Kopf angespannt wieder an Leith's Schulter. Sie brauchte jetzt einfach Halt, jemand der ihr Ruhe und Stärke gab. Diese Dunkelheit, sie ertrug es nicht mehr lange, es machte sie Verrückt. Man wusste nicht mehr ob es noch Tag war oder schon wieder Nacht.

Verfasst: Sonntag 26. März 2006, 19:05
von Leith Llastobhar
Er saß beinahe regungslos auf dem bequemen Stuhl vor dem vertraut wirkenden Kamin des Hauses und spürte die weichen langen Haare an seinem Hals.

Konnte es wirklich sein? Der Baum hatte Recht? War es wirklich wahr, was seine neugewonnenen Freunde erzählten?
Er senkt den Kopf und betrachtete wie schon so oft zuvor das Muster des Holztisches vor ihm.

Diese Sonnenfinsternis war mehr als bedrückend. Sie wirkte sich wohl auf die Stimmung aller aus, die dieses Tages Draussen unterwegs waren.
Hätte ihm doch nur jemand gesagt was ihn auf der Insel erwarten würde.
Nicht nur die Akademie, das neue Leben, die Menschen, nein vielmehr das wovor ihn seine eigene Mutter und sein Vater doch hatten fernhalten wollen. Seine eigentliche Familie.

Bedrückt hob er den bandagierten rechten Arm und legte ihn auf Shannas Kopf, während er ihr stärkende Worte zuflüsterte.
Immernoch war es draussen Dunkel, wie man wohl durch die Fenster sehr gut erkennen konnte.
Ihr weiches Haar fühlte sich seltsam vertaut an. "Sie sind alle ein Schandfleck in der Familie. Gut dass diese Göre davongelaufen ist!"

Leith wischte diesen Gedanken an seinen Vater aus seinem Kopf.

Verfasst: Samstag 8. April 2006, 09:57
von Alassea
Noch früh am Morgen sah man den Knecht, eine Schar Kinder und Shanna nahe des Waisenhauses einige Tiere still beerdigen. Da Shanna mit solchen Riten nicht wirklich vertraut war, die Kinder aber so sehr darum baten, tat sie ihnen den Gefallen. Sie selber war dick eingepackt. Hustend hielt sie sich an Elias fest. Sie trug ein dickes Kleid, einen Mantel und noch ein Fell um sich geworfen. Die Kinder waren auch alle dick eingekleidet. Sie wusste die restlichen Tiere würden auch folgen und das nur weil diese Wasserfrau sie ins eiskalte Wasser gezogen hatte.

Sie fluchte innerlich. Bisher hatte sich bis auf Sanjana kein einziger Heiler auf ihren Aufruf gemeldet. Gab es in diesem Land denn gar keine Heiler mehr? Sie hoffte das Rika die Aushänge noch sah, abgerissen hatte sie sie jedenfalls nicht. Müde rollte sie sich wieder in die Felle. Elias hatte dieserzeit viel zu tun.
Bis auf Alliestra und Thancred waren die Ammen grösstenteils verreist. Bevor sie wieder in ihren Fieberschlaf sank hörte sie noch das Elias ein Schild an die Türe nagelte, das es am und um das Waisenhaus Ansteckungsgefahr galt.

Verfasst: Mittwoch 12. April 2006, 09:55
von Alassea
Nur sehr langsam erholte sie sich von der Erkältung die sich in eine Lungenentzündung entweickelt hatte. Elias war die ganze Zeit an ihrer Seite, auch wenn sie es im Fieber gar nicht wirklich wahrnahm. Ob Sanjana nochmal gekommen war wusste sie auch nicht mehr. Alina kümmerte sich um die Kinder, wärend Shanna unten in den Fellen lag und schwitzte, schrie und weinte. Wirres sah sie wenn sie die Augen aufmachte. Da schien ihr in einem Moment Elias noch ein Drache zu sein, dann war er ein entstellter Mann, dann wieder glaubte sie bei lebendigen Leib zu verbrennen. Die meiste Zeit jedoch verbrachte sie damit zu schlafen. Manchmal glaubte sie Ronya zu sehen, aber ob sie wirklich da war wusste Shanna nicht.

Als sie endlich wieder zumindes für kurze Zeit aufstehen konnte, wirkte sie noch dünner als sie von Natur her schon war. Ihre sonst eher ungewöhnlich glänzenden Haare sahen stumpf aus und vom vielen Schwitzen verklebt. Noch war es zu früh ausgibig uz baden, und Elias hatte sie wärend des Fiebers immer wieder gewaschen. In den kurzen Momenten in denen sie mitlerweile aufstehen konnte, geschwächt und immer durstig, kam ihr immer wieder zu Bewusstsein, dass sie hätte sterben können an dem Fieber und der Lungenentzündung. Die Göttin hatte sie wohl mal wieder, wie so oft im Leben beschuetzt. Es würde noch einige Tage dauern bis sie wieder länger als nur wenige Minuten schaffte aufrecht zu stehen.

Verfasst: Mittwoch 12. April 2006, 12:15
von Elias Finn Maron
Er hatte an diesem Tage die letzten Sachen aus der kleinen wohnung
in Bajard geholt und stopfte sie still in eine seiner truhen.

Es war ihm nicht so schwer gefallen all dies hinter sich zu lassen- im
Gegenteil. Irgendwo erschien ihm das alles als nur zu richtig und lächelnd
hatte er die letzten Münzen am markt für eine teemischung ausgegeben.
Auch diese war ein geschenk an sie, seinen nachtstern, welcher noch immer
zu schwach war um all die arbeiten im Haus zu erledigen.
In solchen zeiten musste man noch mehr zusammenarbeiten und vielleicht
gar den anderen bitten sich zu entlasten.

Sie wollte arbeiten, wollte rundum für die kinder da sein- dabei war doch
auch sie nur ein Mensch.
Schnell zahlte er noch einige zusätzliche Münzen bei einem exotischen
Obsthändler, welcher Limonen und Zitronen im angebot hatte, als sich
Lias erinnerte, dass auch diese Früchte stärken sollten und oftmals aus der
ein oder anderen Erkältung retten konnten.
Etwas Saft im Tee konnte zumindest nicht schaden und so platzierte er
sie nun im Hause in der Speisekammer.

Dann machte er sich an die fertigung der bandagen, denn in der letzten
Zeit hatten die kleinen rabauken mit dem erwachenden frühling auch zu
viel muntermachende Luft geschnappt und nicht gerade selten war einer
vom Spielen mit einem aufgeschürften Knie gekommen.

Als er auch dies erledigt hatte, setzte er das Teewasser auf, konnte nach
wenigen Momenten die duftende Kräutermischung zugeben und
lächelte schnuppernd als er etwas Zitronensaft hineinpresste.

Belebend... damit stapfte er leise die treppen hinab zum gemeinsamen
schlafplatz, wo der nachtstern schlummerte.

Verfasst: Montag 8. Mai 2006, 16:39
von Alassea
Der Krieg war vorbei. Sie konnten aus dem Kloster wieder nach Hause ins Waisenhaus. Sie hielt es in den Mauern nicht mehr aus und bat einen der Templer sie und die Kinder nach draussen zu lassen, nach Hause.

Als sie am Morgen den Entschluss gefasst hatte wieder mit den Kindern ins Waisenhaus uz gehen, hatte sie noch einen Brief an die Erztemplerin geschrieben. In jenem bedankte sie sich für die Aufnahme und die Gastfreundlichkeit.

Sie atmete auf als sie endlich wieder zu Hause waren. Mit einem Lächeln auf den blassrosanen Lippen versorgte sie die Tiere und liess die Kinder erstmal die gewohnte Freiheit geniessen.

Ruhig bereitete sie wie früher und auch wie immer das Essen für die Kinder vor. Sicher so hervorragend wie der Templer im Kloster konnte sie nicht kochen, aber die Kinder waren zufrieden.

Eines hatten die Kinder aus dem Kloster mitgenommen, sie waren leiser in ihrem Spiel. Nicht das es Shanna beruhigte, eher im Gegenteil. Sie schaute um so öfter als früher aus dem Fenster um zu sehen ob die Kinder noch da waren oder ob alles in Ordnung war.

Jetzt wartete sie nur noch auf Elias und Alliestra und Thancred. Bald würde der gewohnte Tagesablauf hier wieder Einzug erhalten und sie freute sich darauf.

Verfasst: Montag 15. Mai 2006, 17:02
von Alassea
Monate war sie nun schon im Haus. Sie hatte fröhliche Momente und auch traurige mit den Kindern zusammen erlebt. Alina und Keanina waren ausserhalb des Landes beschäftigt und Elias ..... ihr Herz verzog sich wenn sie an ihn dachte. Er war einfach mit einem Schiff davon gefahren. Ein Matrose hatte es ihr gesagt, nicht Elias selber. Viel Zeit blieb ihr nicht an Elias zu denken, dafür sorgten die anderen Kinder schon. Alliestra war als Bürgermeisterin zu Berchgard sehr beschäftigt in Berchgard und Thancred als grossmeisterlicher Schmied war ebenfalls sehr beschäftigt im Handelshaus zu Berchgard. Sie musste also alles alleine regeln im Haus. Das alles hinderte sie aber nicht darüber nachzudenken Marel zu adoptieren. Er war ein prächtiger kleiner Junge von 5 Sommern und verstand sie oftmals auch ohne das sie was sagen musste. Sie hatte ihn im Arm gehalten als er um Miki geweint hatte und er lenkte sie immer ab wenn sie selber traurig war.

Sie musste lächeln als sie an seinen Blick dachte, als sie ihn gefragt hatte ob er sie sich als seine Mutter vorstellen könnte. Er hatte sich so unendlich gefreut. Sie spürte immer noch seine kleinen Ärmchen um ihren Hals, als er sie umarmt hatte. Sie musste daran denken was er mal zu Xinthra und Erinna gesagt hatte, Xinthra selber hatte es ihr erzählt. Erinna und Xinthra dachten mal daran ihn zu adoptieren und er fragte gleich was aus Shanna dann würde. Jede Nacht sass sie still bei seinen Fellen und achtete über seinen Schlaf, aber nicht nur bei ihm tat sie dies. Als er gestern eingeschlafen war, hatte sie sich auch an Lises Felle gesetzt. Sie war stolz auf Marel, er war diesem kleinen neuen Mädchen entgegen getreten als wäre sie schon immer hier und seine beste kleine Freundin.

Der kleine Matz war für sie eine grosse Hilfe im Haus, seine freche fröhliche Art nahm den jüngeren und auch den älteren oftmals Angst, Verzweiflung, Trauer. Er war ein Musterbild von einem Kind, sicher er machte auch Streiche, schmollte oftmals, war auch mal zornig und wie Kinder in seinem Alter halt waren, aber er war nie ungehorsam. Er merkte wenn er zu weit ging und sah Fehler auch ein, wenn man sie ihm kindgerecht erklärte. Lange betrachtete sie Lise wie sie schlief und hoffte innerlich das sie irgendwann ebenso wie Marel eine grosse Stütze unter den Kindern werden würde, denn auch die anderen Mädchen würden irgendwann so jemanden brauchen, jemandem in ihrem Alter der sie vielleicht besser verstand als Shanna. Sanft lächelnd ging sie irgendwann in den Keller und legte sich einsam, ohne Elias an ihrer Seite, in die Felle. Niemand sah ihr am anderen Morgen an das sie geweint hatte.

Verfasst: Dienstag 16. Mai 2006, 12:05
von Alassea
Es war geschafft Antiaran de Dynal hatte der Adoption zugestimmt. Shanna konnte es erst nicht begreifen, dann schloss sie Marel einfach sanft in ihre Arme, das der Kleine dann auch noch leise Mama zu ihr sagte liess einen verräterischen Glanz in ihren Augen entstehen. Dennoch merkte man den Abend über ewiterhin das sie ihn nicht den anderen Kindern deswegen vorzog. Jedes Kind war weiterhin für sie wichtig und alle hatte sie weiterhin gleich lieb, keines wollte sie vorziehen und sie wusste Marel würde das auch verstehen.

Lange hatte sie noch mit einem Schmied gesprochen und ging dann in die Felle nachdem sie die Kleinsten versorgt hatte. Leise seufzte sie. Niall war wieder mit dem Schiff nach Hause gefahren, Elias war weg, Una, Leith und Cathal hatte sie lange nicht mehr gesehen. Ausser Alleen kam sie keiner mehr der anderen besuchen. Alina hatte ihr mit einem Boten mitgeteilt das sie nicht mehr nach Gerimor zurück kommen wollte zumindes nicht mehr ins Waisenhaus. Von Keanina fehlte weiterhin jede Spur. Xinthra war viel im Waisenhaus und manchesmal fragte sie sich was das für einen Sinn habe. Ronya hatte sie bestimmt nicht geschickt damit sie auf Shanna aufpassen sollte. Es drohte ihr ja keine Gefahr im Moment. Müde strich sie sich durch das Gesicht und lächelte sanft als sie zusah wie Marel mühsam den Tisch für alle deckte mit den Worten

Mama ruh dich aus, ich mach das hier schon, bin ja schon gross


Ja Marel war wirklich schon gross. Fünf Sommer zählte er und war selbstständiger als sie es in dem Alter war, dass musste sie eingestehen. Sie nutzte den freien Moment um noch ein wenig zu lernen über Heilkünste. Sie wollte mehr lernen um den Kindern in jedem Kranken Moment helfen zu können oder wenn sie sich verletzt hatten. Dazu ging sie in den Keller und hockte sich mit einem Buch in die Felle. Marel musste mehrmals rufen, ehe sie hoch zum Essen ging. Sie wurde wie immer mit ungeduldigem Geschrei begrüsst. Darüber konnte sie aber nur sanft lächeln, es gehörte zum Alltag und machte sie glücklich. Solange die Kinder so schrien, waren sie gesund und fröhlich, alles was sie immer erreichen wollte.

Verfasst: Donnerstag 18. Mai 2006, 08:44
von Alassea
Marel schlief und sie wollte noch etwas sich zu Essen holen, als sie ein Geräusch vor dem Waisenhaus vernahm. Kurz darauf klopfte es und da sie so schnell nicht öffnen konnte fragte sie wer das denn sei. Es war seine Stimme und freudig wollte sie aufspringen, doch hatte sie vergessen das sie ihren Gurt schon ausgezogen hatte und fiehl auch prompt erstmal wieder hin. Elias klang besorgt vor der und schnellsten machte sich Shanna daran die Türe zu öffnen. Sofort ging Elias in die Knie doch dann zögerte er.

Komm schon her du

Sagte Shanna, freude klang in ihrer Stimme, ein wenig auch Enttäuschung. Ihn hielt nichts mehr fest nahm er sie schluchzend in den Arm und sie selber lehnte ihre Wange sanft an seine. Endlich war er wieder da und sie war glücklich. Jetzt hatte Marel nicht nur eine Mutter sondern auch einen Vater, was konnte ein Kind sich mehr wünschen.

Nichts drang nach draussen, nichts hörte man innerhalb des Schlafsaals. Sie waren sehr leise und verbrachten ihre erste wirkliche Nacht zusammen auf dem Boden vor dem Kamin. Er trug sie dann nach unten in die Felle und kuschelte sich zwischen Marel und sie. Es brauchte eine Weile bis Shanna einschlafen konnte und fest nahm sie sich vor, dass bald ein neues Haus entstehen musste neben dem Waisenhaus. Darin wollte sie eine Praxis und Private Räumlichkeiten dann haben.

Elias war wieder da

Verfasst: Donnerstag 18. Mai 2006, 20:38
von Elias Finn Maron
Er hatte seinen Onkel, seine Tante und den alten pater natürlich nicht
mehr retten können- auch wenn er die abreise um ein weiteres überstürzt
hätte war es doch längst zu spät. Mia war verletzt und würde vorerst
keinen stich mit der Nadel machen. Er als ihr kleiner Bruder war nun nur
eine zusätzliche last, welche sich versuchte bei ihr auszuweinen. Sie war
es auch, welche ihn eines Morgens dann zusammenstauchte und ihm
deutlich vor augen hielt wie unvernünftig er gehandelt hatte, als er Shanna
ohne ein weiteres wort alleine mit den kindern zurückgelassen hatte.
Auch seine matten verteidigungsversuche, dass er Shanna nur nicht weiter
hatte beunruhigen wollen schürten das Feuer in seiner älteren Schwester
geradezu an.

"Was fällt dir denn ein, du dummes Kind! Hast du Trottel denn je daran
gedacht, dass sie sich nun nur ungleich mehr sorgen machen wird? Sie
liebt dich und nun sag nicht, dass du dich nicht in ihre Lage versetzen
kannst. Was würdest du tun, wenn SIE denn plötzlich verschollen wäre und
nur eine Nachricht vom Hafen käme, dass sie fortgefahren sei? Hör mal,
Lias, sicher klingt das hart seiner Liebsten sagen zu müssen, dass es ein
schreckliches Unglück in der familie gab und du direkt zu diesem unglück
gehen wirst... mitten hinein, aber sie ist doch vernünftig. Nie würde sie
die Kinder unnötig in gefahr bringen und dir nachgehen.
Nun sieh zu, dass du mir aus den Augen kommst und noch retten kannst,
was du vielleicht zerbrochen hast. Dann erst reden wir zwei wieder..."


Er hatte die Reise in einer fast unmöglichen zeit zurück gemacht, hatte
kaum gegessen und auch den langsam stoppelig sprießenden 3-tage Bart
nicht abrasiert, ehe er vor ihr stand. Entkräftet und auf das schlimmste
gefasst...

Doch da war sie, Shanna ein leuchtender kleiner Stern mit etwas
wehmütigem, doch liebevollem Blick. Als wäre er nicht fort gewesen...
sie blieb so ruhig, verlieh ihm Kraft und Mut und inmitten einer der
schönsten Nächte an die er sich je erinnern sollte schlug ihm neben
dieser seiner Liebsten noch ein weiterer Gedanke voller Freude beinahe
den Brustkorb ein:

Ein Sohn, wir drei... sind nun eine eigene, kleine Familie!

Verfasst: Samstag 20. Mai 2006, 15:45
von Alassea
Sie war so unendlich erschöpft. Sie und Xinthra waren nach der Jagt noch ein wenig Trinken. Eldir und Alana waren in der Taverne auch dabei. Wärend die drei miteinander sprachen, kippte Shanna einfach vom Hocker. Die Erschöpfung, der gesunkene Kreislauf. Es dauerte lange bis sie zumindes wieder die Augen leicht öffnen konnte und sich gegen den Honig in ihrem Mund wehren konnte. Eldir trug sie nach Hause und Xinthra blieb die Nacht im Waisenhaus. Elias schlief schon und Marel auch.

Als sie wach wurde setzte sie sich gleich wieder an die Forschungen, ohne auch nur einen Gedanken an Essen zu verschwenden, zwischendurch biss sie gedankenverloren ein wenig von dem Fleisch ab, das Elias ihr direkt vor die Nase stellte. Er verstand sie gut, er wusste was ihr ihre Arbeit und das Waisenhaus bedeutete. Es war einfach ihr Leben und er liebte sie zu sehr um ihr Vorwürfe zu machen.

Marel spielte wärend dessen mit Lise und den anderen Kindern und Marena und Xinthra versorgten die tägliche Arbeit. Xinthra musste das nicht tun, sie wollte es einfach tun. Erst nachdem Shanna zu einer möglichen Lösung gekommen war, ruhte sie sich aus, ass vernünftig und tat wieder die normale Arbeit im Waisenhaus.

Verfasst: Sonntag 21. Mai 2006, 09:19
von Alassea
Sie schlief die ganze Nacht nicht. Grübelnd sass sie wie die Nächte davor schon, über ihrer Arbeit. Immer wieder blickte sie auf und seufzte. Alleen war am Abend bei ihr gewesen und freudig hatte Shanna ihr erzählt das sie Marel adoptiert hatte. Alleen fragte ob Marel ihren Namen tragen würde und ob sie die anderen gefragt hätte ob das in Ordnung war, weil ja angeblich der Name nur mit der Geburt übertragbar war.

Zorn hatte in Shanna geglommen. SIE sollte FRAGEN ob IHR Sohn IHREN Namen haben DURFTE? Etwas altes hatte sich in ihr geregt. Sie ging in den Keller um einen Moment nachzudenken und ging dann wieder nach oben.

Sage doch den "Anderen" die ich seid wer weiss wievielen Monden nicht mehr gesehen habe - Ich PFEIFE auf diese Familie und werde meinen alten Namen wieder annehmen, den den ich damals bei Ronya trug.

Sie bekam noch mit das Xinthra was zu Alleen noch sagte, irgendwas von das alle immer schnell da seien um zu meckern wenn was nicht passte, aber sonst sich nie blicken lassen würden. Es war doch logisch das ihr Sohn auch ihren Namen trug, da gab es nichts zu fragen. Nachdem sie ihre Arbeit beendet hatte schrieb sie noch einen Brief an Una.

Verfasst: Sonntag 21. Mai 2006, 21:04
von Elias Finn Maron
Glück durchströmte ihn noch immer und er konnte sogar voller
zuversicht dem treffen mit dem herren des rates entgegenblicken.
Um ihn herum fielen worte wie "Vater", "Mama" und "Söhnchen" welche
alle seine kleine familie betrafen und sein Herz höher schlagen ließen.

Bananenmilch schlürfend und am Brote kauend betrachtete er die
wärmende Zusammenkunft. Alassea, Marel, Lise, Alliestra und auch Thranced wie später Xinthra saßen alle beisammen und er selber war sich nun so
sicher, dass dies ewig sein platz gewesen war und stetig sein würde.

Wieso war er je gegangen?
Wenn hier doch alles war was er liebte?
Strahlend lehnte er sich zurück und lauschte dem Kinderlachen, den
sanften Worten der Damen und Thancreds dunkle Stimme, welche dem
Ganzen Stimmenpegel einen guten unterton gab.
So friedlich, so gut... ZUHAUSE!

Verfasst: Dienstag 23. Mai 2006, 11:45
von Alassea
In einem Aufräumwahn begann Alassea am frühen Morgen damit die Spielfelle und die Kissen in den Schlafsaal zu räumen. Dort änderte sie etwas an den Vorhängen, nahm unbenutzte Schränkchen heraus und setzte die Katzen ebenfalls in den Raum. Am späteren Morgen lief sie in die Stadt und liess einen Baumeister kommen, der mit viel Lärm, Sägen und Hämmern eine Trennwand einbaute , so das Empfangsbereich von der Küche getrennt wurde.

Nachdenklich betrachtete sie die Ausgaben und dann die offene Luke zum Keller. Dort musste auch noch etwas geschehen. Es hatte sie gestern sehr gestört das Xinthra runterkam, wärend sie Ronya behandelte. Immerhin wohnte sie mit Elias und Marel auch noch dort unten und wusch dort die Kinder und lagerte dort auch Kisten. Ausserdem betrieb sie dort unten auch alchemistische Forschungen. Es war einfach ihr winziger privater Bereich wo nur Elias, die Kinder und Patienten Zutritt hatten.

Lange dachte sie nach was sie da denn ändern würde, wenn sie genug gejagt hatte und kam zum Entschluss das sie dort einen kleinen Zaun drum herum machen würde mit einem kleinen Törchen. Sie wollte da unten einfach nur ihre Ruhe haben und arbeiten können und nicht auch dort noch angesprochen werden. Xinthra gehörte nicht zum Haus, wenn sie kam, kam sie und wenn sie ging, ging sie eben, sie musste sich nicht noch abmelden wenn sie ging.

Nachdem sie aufgeräumt hatte blickte sie sich um und nickte zu sich selber. So gefiehl es ihr schon besser.

Verfasst: Sonntag 28. Mai 2006, 03:06
von Alassea
Diesmal rannte sie nicht weg. Diesmal nahm sie Marel und Lise, Enola und Selvan und Kalena mit in den Keller. Nahrung gab es da genug und mit Planschspielen um Schwimmbecken konnte sie so die Zeit vertreiben mit den Kindern. Innerlich rührte sich aber auch Sorge. Sie hatte von dem Herren de Dynal erfahren das einer Adoption Andiaras ohne ihre Überprüfung stattgegeben war und anderntags war dort Krieg. Man schimpfte sie verantwortungslos aber Varuna liess ein Kind dort mit dem Wissen das dort Krieg geben würde. Alassea hatte den hohen Rat gewarnt. Sie hatte ihnen gesagt das sie von zuverlässigen Quellen wusste das es in Bajard Krieg geben wird und anstelle das das Kind zum Haus zurück geschickt wurde damit es sicher war, wurde der Adoption stattgegeben. Wie verantwortungslos konnte man nur sein? Sie galt als Verantwortungslos aber Varuna gab ein Kind direkt in ein Kriegsgebiet hinein.

Diesesmal rannte sie nicht mit den Kindern in fremde Gefilge sondern blieb im Haus. Lezttesmal geschah dem Haus nichts, warum sollte es auch diesesmal. Wärend in Bajard vielleicht Kinder starben, Frauen getötet wurden und Gefangene genommen wurden, versüsste sie den Kindern im Keller die Zeit im Schwimmbecken und erzählte anhand der Kräuter lustige Geschichten. Kein Wort verlor sie vor den Kindern über den erneuten Krieg. Sie wollte nicht das jene wieder in Angst leben weg zu müssen und ihr Heimathaus vielleicht nie wieder sehen würden, wenn sie von einem fremden Ort wieder zurück kamen.

Zusammen mit Marel, lise und Enola im Arm schlief sie Abends auf einigen Fellen im Keller ein. Sie hatte sich nichts vorzuwerfen, sie hatte gewarnt, man hatte nicht auf sie gehört, was hätte sie auch schon tun können. Vielleicht war sie in den Augen der meisten nur ein unmündiges Kind. Es war ihr gleichgültig.