Wo einst der Wald noch war ...
-
Solveigh
5. Traum
Unerträglicher Schmerz.
Wie nach einem Schnitt möchtest du zurückzucken, doch du kannst es nicht.
Du möchtest schreien, doch du kannst es nicht.
In Panik um dich schlagen, doch du kannst es nicht.
Dich vor Leid krümmen, doch du kannst es nicht.
Kannst nicht atmen, nicht weinen, nicht weglaufen ... nicht aufwachen.
Das Sägeblatt reisst dir die Haut, deine Rinde, auf, immer wieder, immer tiefer ... langsam. So langsam wie die Qual groß ist und sie dauern wird.
Immer weiter zieht sich die Klinge mitten in deine Eingeweide und du fühlst jeden Moment, der dein Mark durchtrennt.
Fühlst das Schaben, hörst das knirschen, ohne dass das Leben weichen will.
Jede Faser die reisst mit Schmerz verbunden.
Verzweifelt krallst du dich im Boden fest, von dem man dich lösen will, zwecklos.
Verloren, ausgeliefert. Die Menschen machen Scherze und reden als wenn nichts sei, während sie dich langsam umbringen.
Du zitterst unter der Pein, doch niemand merkt es. Besinnungslos und doch bei Verstand.
Käfer, Würmer, Schaben verlassen dich, dringen aus allen Körperöffnungen hervor, krabbeln an dir herab, fühlen was vor sich geht.
Eisige Kälte folgt dem brennenden Stahl.
So hat es nicht sein sollen, du weist es.
Wieviel Jahre standen noch bevor ? Und bald wirst du nicht mehr sein, die Gewissheit vor dem inneren Auge. Niemanden kümmert es, weil sie dich nicht kennen, weil sie es nicht am eigenen Leib erfahren.
Dein Tod, bedeutungslos.
Du fällst und es bleibt die Leere.
-
Jaryan'dolor
- Beiträge: 884
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Jaryan’dolor ging durch Rahal. Das düstere Flair, welches diese Stadt innehatte, war irgendwie mürbe geworden. Die Menschen stanken mehr und mehr, und vermehrten sich unkontrolliert. Was der Stadt schadete, lag auf der Hand. Oder viel mehr wuchs es aus dem Boden. Ranken, Wurzeln und Dicke Äste hatten sich in alle Türen, Wege und Häuser vorgefressen. Ein jämmerlicher Angriff Eluives, der nur wieder ihre Unfähigkeit darstellte. Nichts Halbes, und nichts Ganzes war diese Attacke aus dem Erdreich. Da Eluive ganz offensichtlich nicht auf die Zerstörung der Stadt aus war, konnte dies nur bedeuten, dass sie über die Stadt spottete, und jeder Tag, an dem diese Wurzeln weiter wuchsen, wuchs gleichzeitig der Spott über die Stadt, und zermürbte sie weiter.
Zielstrebig verließ Jaryan die Stadt und kaum war er im Dickicht verschwunden kam der Geist Alatars über ihn, und er wandelte sich in einen Avatar des Herrn. Ein Fauchen entfuhr dem blauschwarz schimmernden Panther, dann jagte er durch den Wald, eine Fährte suchend. Als der feine Geruchsinn des Panthers etwas entdeckte, er witterte ein Reh gleich in der Nähe…
Das Blut quoll aus seinem Mund, als er seinen Hunger stillte. Die Überreste schleppte der Panther in Richtung Rahal und nicht weit von dort blieb er stehen. Die humanoide Gestalt des Letharen kehrte schnell zurück und nachdem er wieder eine Hose trug, tränkte er sein Obergewand in dem Blut, was noch in den Resten des Rehs steckte. Anschließend setzte er seine Maske auf, und warf sich eine Robe um, um nicht erkannt zu werden.
Das vor Blut triefende Hemd über die Wurzeln ziehend, beging er nun Rahal. Die Maske, die noch immer das BdK-Siegel zierte gewährte ihm trotz seiner Verhüllung völlige Handlungsfreiheit, und so befleckte er das Wurzelwerk Als sein Werk vollendet, und das Hemd völlig zerschlissen war, zog er sich in die Kathedrale des Herrn zurück.
„Alatar, gepriesen seist Du in Deiner Herrlichkeit. Deinen Triumph sehnen wir herbei und hoffen jeden Tag auf die Stunde, in der Du Deinen Kindern das versprochene schenkst. Lass diesen Spott nicht über deine Stadt kommen. Schenke mir die Kraft die Alte zu besiegen. Lass mich dein Diener sein, der verkörperte Hass... lass mich dein Atem sein… „
Als sich Jary nach hinten fallen ließ fing ihn etwas auf und seine Gestalt veränderte ihre Konsistenz. Es schmerzte ihn, und doch war es Erfüllung auf der ganzen Linie. Das Giftelement in seiner Vollendung waberte mit seinen Giftfäden Richtung Kathedralenausgang. Die Tür zu öffnen war nicht nötig, kroch es doch langsam unter der Tür hindurch und suchte sich sofort die nächstgelegene Wurzel. Immer weiter verbreitete sich der giftgrüne Nebel der sich an den mit Blut bespritzten Wurzeln festzuhalten schien. Jaryan fühlte nichts mehr als den puren Hass.
Die Gardisten die zu dieser Nachtstunde noch Wache hielten trauten Ihren Augen nicht, und wie ein Lauffeuer ging es um, und sie ängstigten sich vor dem Giftelementar.
Seine Sinne waren benebelt, wie er selbst auch. So versuchte er den giftigen Hauch Alatars auf diese Wurzeln zu übertragen, auf dass sie verdorren mögen. Es war beinahe soweit, doch dann ging etwas schief... Das Gift und das Blut waren vereinigt, und begannen an den Wurzeln zu wirken, aber es fiel ihm schwer sich zu lösen, als... als würden die Wurzeln Widerhaken in seinen schemenhaften Körper schlagen. Er versuchte zu entkommen, aber es war vergebens. Er wollte schreien, doch er hatte keinen Mund dafür. Gefangen von den Wurzeln, richtete er seine ganze Kraft gegen Eluives Hexenwerk, wenn er schon unterging, dann nicht erfolglos...
Zielstrebig verließ Jaryan die Stadt und kaum war er im Dickicht verschwunden kam der Geist Alatars über ihn, und er wandelte sich in einen Avatar des Herrn. Ein Fauchen entfuhr dem blauschwarz schimmernden Panther, dann jagte er durch den Wald, eine Fährte suchend. Als der feine Geruchsinn des Panthers etwas entdeckte, er witterte ein Reh gleich in der Nähe…
Das Blut quoll aus seinem Mund, als er seinen Hunger stillte. Die Überreste schleppte der Panther in Richtung Rahal und nicht weit von dort blieb er stehen. Die humanoide Gestalt des Letharen kehrte schnell zurück und nachdem er wieder eine Hose trug, tränkte er sein Obergewand in dem Blut, was noch in den Resten des Rehs steckte. Anschließend setzte er seine Maske auf, und warf sich eine Robe um, um nicht erkannt zu werden.
Das vor Blut triefende Hemd über die Wurzeln ziehend, beging er nun Rahal. Die Maske, die noch immer das BdK-Siegel zierte gewährte ihm trotz seiner Verhüllung völlige Handlungsfreiheit, und so befleckte er das Wurzelwerk Als sein Werk vollendet, und das Hemd völlig zerschlissen war, zog er sich in die Kathedrale des Herrn zurück.
„Alatar, gepriesen seist Du in Deiner Herrlichkeit. Deinen Triumph sehnen wir herbei und hoffen jeden Tag auf die Stunde, in der Du Deinen Kindern das versprochene schenkst. Lass diesen Spott nicht über deine Stadt kommen. Schenke mir die Kraft die Alte zu besiegen. Lass mich dein Diener sein, der verkörperte Hass... lass mich dein Atem sein… „
Als sich Jary nach hinten fallen ließ fing ihn etwas auf und seine Gestalt veränderte ihre Konsistenz. Es schmerzte ihn, und doch war es Erfüllung auf der ganzen Linie. Das Giftelement in seiner Vollendung waberte mit seinen Giftfäden Richtung Kathedralenausgang. Die Tür zu öffnen war nicht nötig, kroch es doch langsam unter der Tür hindurch und suchte sich sofort die nächstgelegene Wurzel. Immer weiter verbreitete sich der giftgrüne Nebel der sich an den mit Blut bespritzten Wurzeln festzuhalten schien. Jaryan fühlte nichts mehr als den puren Hass.
Die Gardisten die zu dieser Nachtstunde noch Wache hielten trauten Ihren Augen nicht, und wie ein Lauffeuer ging es um, und sie ängstigten sich vor dem Giftelementar.
Seine Sinne waren benebelt, wie er selbst auch. So versuchte er den giftigen Hauch Alatars auf diese Wurzeln zu übertragen, auf dass sie verdorren mögen. Es war beinahe soweit, doch dann ging etwas schief... Das Gift und das Blut waren vereinigt, und begannen an den Wurzeln zu wirken, aber es fiel ihm schwer sich zu lösen, als... als würden die Wurzeln Widerhaken in seinen schemenhaften Körper schlagen. Er versuchte zu entkommen, aber es war vergebens. Er wollte schreien, doch er hatte keinen Mund dafür. Gefangen von den Wurzeln, richtete er seine ganze Kraft gegen Eluives Hexenwerk, wenn er schon unterging, dann nicht erfolglos...