Verfasst: Sonntag 13. Dezember 2009, 15:15
Die Nächte in Rahal sind still in den letzten Tagen. Ich blicke zum Himmel hinauf und alle Sterne sind von einer dicken Wolkenwand verdeckt. Vor mir liegt das Haus, in dem einst Leben war und welches nun eigentlich nur noch dazu gut ist, mich selbst zu isolieren. Ich stecke den Schlüssel ins Schloss und beim Umdrehen wird die Stille für einen kleinen Augenblick unterbrochen. Die Mechanik, die vom Schlüssel angetrieben wird, die Kettenreaktion die in Gang kommt. Irgendwie wie Zauberei. Das Knarzen der Türscharniere – ein vertrautes Geräusch.
Leonie ist daheim... wie passend, als würde mir das Glück ausnahmsweise einmal die Bälle zuspielen. Ich lasse mir am besten nichts anmerken..
„Mit Dir hätte ich gar nicht gerechnet... bist du doch sonst immer unterwegs um die Welt zu entdecken. Es freut mich, dass du auch den Weg zu mir gefunden hast. So können wir endlich etwas mehr Zeit miteinander verbringen...“
Sie freut sich scheinbar mich zu sehen, sie umarmt mich... einen kurzen Moment stocke ich, doch dann lege ich auch meine Arme um sie. Sie vertraut mir... gut für mich, schlecht für sie. Mich überkommt ein Anflug von väterlichen Gefühlen, die ich versuche zu unterdrücken. Immer wieder rufe ich mir ins Gedächtnis, dass sie gar nicht mein Kind ist... sie ist ein Bastardskind. Es ist nur fair, wenn sie geht, damit eine weitaus stärkere Frau leben kann. Es ist nur fair, dass sie stirbt...
Die sanften wohligen Gefühle nehmen langsam ab und schlagen um, in Wut, die pulsierend durch meine Adern wandert - doch verbleibe ich ruhig. Wahre was in Dir ist und lasse nur das nach draußen, was du preisgeben willst, sagte man mir immer wieder... und es ist durchaus praktisch.
„Ich muss für einige Tage zur Ordensburg und würde dich gerne mitnehmen, wenn du magst.“
Ein Moment spiegelt sich Skepsis in ihrem Blick wieder.
„Dann kannst du Einblick in das Handwerk der Zauberei werfen... die Kräfte schlummern ja schon in Dir und ich denke, du hast ein gutes Potenzial... außerdem können wir dann auch mehr Zeit miteinander verbringen...“
Mit großen Augen sieht sie mich an und irgendwie schleicht sich ein Lächeln auf ihre Züge. Natürlich war sie gleich einverstanden. Sie war schon immer eine sehr neugierige Persönlichkeit und wenn es darum geht die dunkle Festung der Arkorither näher besehen zu dürfen... wer würde da ablehnen?
„Nun, hole deine Sachen.. wir brechen gleich auf..“
Hastig eilt sie los. Etwas Zeit vergeht ehe sie wieder vor mir steht, eingepackt in dicke Stoffe, als würde sie einen tiefen Winter überleben wollen. Irgendwie muss ich Lächeln bei dem Anblick der Kleinen... doch drängen meine Gedanken die Gefühle wieder zurück. Ich strecke ihr meine Hand entgegen und sie nimmt sie, als wäre es selbstverständlich. Vertrauen - falsches Vertrauen... aber ein Kind ist auch keine wirkliche Herausforderung. Sie sind zu naiv, zu gutgläubig.
Wir verlassen die Stadt und stehen einige Zeit später schon vor den Mauern der schwarzen Festung.
Die Tore öffenen sich direkt vor uns, nachdem ich das Symbol zog und es eröffnet sich uns ein weiter Gang, doch niemand ist zu sehen, niemand zu hören. Als erstes führe ich sie in den Aufenthaltsraum, wo alles begann vor ach so vielen Göttersläufen. Ich deute auf die Bänke, dass sie sich doch schon einmal setzen mag, solange ich ihr etwas zu trinken hole. Natürlich bleibt sie nicht sitzen und läuft im Raum umher, um sich alles genau anzuschauen. Mir ist es gleich... nun kann ich wenigstens den Inhalt dieser Phiole in ihre Milch geben, ohne dass sie etwas merkt. Hoffentlich wirkt dieser Schlaftrunk noch – er stammt noch von ihrer Mutter, als sie sich bemühte, ihr ganzes Wissen über die Kräuter zu häufen. Bald wird sie diese Forschungen fortführen können, bald ist sie wieder ein Teil von uns – von mir. Ich atme tief durch ehe ich mit einen Lächeln auf den Lippen wieder zu Leonie gehe.
„Hier, deine Milch... aber danach werden wir erst einmal die Gemächer aufsuchen, die Nacht hat sich schon über das Land gelegt.“
Der Trank hat seine Wirkung nicht verfehlt, vor meinen Augen fällt sie zurück, doch habe ich es noch geschafft sie aufzufangen. Der Rest der Milch jedoch hat sich über den Boden verteilt. Egal... ich bringe sie nun in eine der Zellen, selbst wenn sie wach wird, kann sie sich dort die Seele aus dem Leib brüllen... mir ist es egal geworden... sie ist nurnoch ein Gebrauchsgegenstand für mich.
Leonie ist daheim... wie passend, als würde mir das Glück ausnahmsweise einmal die Bälle zuspielen. Ich lasse mir am besten nichts anmerken..
„Mit Dir hätte ich gar nicht gerechnet... bist du doch sonst immer unterwegs um die Welt zu entdecken. Es freut mich, dass du auch den Weg zu mir gefunden hast. So können wir endlich etwas mehr Zeit miteinander verbringen...“
Sie freut sich scheinbar mich zu sehen, sie umarmt mich... einen kurzen Moment stocke ich, doch dann lege ich auch meine Arme um sie. Sie vertraut mir... gut für mich, schlecht für sie. Mich überkommt ein Anflug von väterlichen Gefühlen, die ich versuche zu unterdrücken. Immer wieder rufe ich mir ins Gedächtnis, dass sie gar nicht mein Kind ist... sie ist ein Bastardskind. Es ist nur fair, wenn sie geht, damit eine weitaus stärkere Frau leben kann. Es ist nur fair, dass sie stirbt...
Die sanften wohligen Gefühle nehmen langsam ab und schlagen um, in Wut, die pulsierend durch meine Adern wandert - doch verbleibe ich ruhig. Wahre was in Dir ist und lasse nur das nach draußen, was du preisgeben willst, sagte man mir immer wieder... und es ist durchaus praktisch.
„Ich muss für einige Tage zur Ordensburg und würde dich gerne mitnehmen, wenn du magst.“
Ein Moment spiegelt sich Skepsis in ihrem Blick wieder.
„Dann kannst du Einblick in das Handwerk der Zauberei werfen... die Kräfte schlummern ja schon in Dir und ich denke, du hast ein gutes Potenzial... außerdem können wir dann auch mehr Zeit miteinander verbringen...“
Mit großen Augen sieht sie mich an und irgendwie schleicht sich ein Lächeln auf ihre Züge. Natürlich war sie gleich einverstanden. Sie war schon immer eine sehr neugierige Persönlichkeit und wenn es darum geht die dunkle Festung der Arkorither näher besehen zu dürfen... wer würde da ablehnen?
„Nun, hole deine Sachen.. wir brechen gleich auf..“
Hastig eilt sie los. Etwas Zeit vergeht ehe sie wieder vor mir steht, eingepackt in dicke Stoffe, als würde sie einen tiefen Winter überleben wollen. Irgendwie muss ich Lächeln bei dem Anblick der Kleinen... doch drängen meine Gedanken die Gefühle wieder zurück. Ich strecke ihr meine Hand entgegen und sie nimmt sie, als wäre es selbstverständlich. Vertrauen - falsches Vertrauen... aber ein Kind ist auch keine wirkliche Herausforderung. Sie sind zu naiv, zu gutgläubig.
Wir verlassen die Stadt und stehen einige Zeit später schon vor den Mauern der schwarzen Festung.
Die Tore öffenen sich direkt vor uns, nachdem ich das Symbol zog und es eröffnet sich uns ein weiter Gang, doch niemand ist zu sehen, niemand zu hören. Als erstes führe ich sie in den Aufenthaltsraum, wo alles begann vor ach so vielen Göttersläufen. Ich deute auf die Bänke, dass sie sich doch schon einmal setzen mag, solange ich ihr etwas zu trinken hole. Natürlich bleibt sie nicht sitzen und läuft im Raum umher, um sich alles genau anzuschauen. Mir ist es gleich... nun kann ich wenigstens den Inhalt dieser Phiole in ihre Milch geben, ohne dass sie etwas merkt. Hoffentlich wirkt dieser Schlaftrunk noch – er stammt noch von ihrer Mutter, als sie sich bemühte, ihr ganzes Wissen über die Kräuter zu häufen. Bald wird sie diese Forschungen fortführen können, bald ist sie wieder ein Teil von uns – von mir. Ich atme tief durch ehe ich mit einen Lächeln auf den Lippen wieder zu Leonie gehe.
„Hier, deine Milch... aber danach werden wir erst einmal die Gemächer aufsuchen, die Nacht hat sich schon über das Land gelegt.“
Der Trank hat seine Wirkung nicht verfehlt, vor meinen Augen fällt sie zurück, doch habe ich es noch geschafft sie aufzufangen. Der Rest der Milch jedoch hat sich über den Boden verteilt. Egal... ich bringe sie nun in eine der Zellen, selbst wenn sie wach wird, kann sie sich dort die Seele aus dem Leib brüllen... mir ist es egal geworden... sie ist nurnoch ein Gebrauchsgegenstand für mich.