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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 16:49
von Anveena Midame
-Auszüge aus dem Tagebuch von Anveena Midame-

"Liebes Tagebuch,
lang ist es her, dass ich die Feder erhoben habe und Zeilen in dieses Büchlein setze.
Doch es ist viel geschehen. Viel, was meine Aufmerksamkeit braucht.
Doch beginnen wir da, wo es endete.
Das Ritual war geglückt, die Druiden erfuhren die Kraft des Rabens, die man uns in seiner Güte gab. Doch Sie waren nicht dumm, sie konnten die Bindung brechen und uns ihren Fluch aufhalsen...ich fasse mich kurz und sage nur: Flauschige Häschen, viele duftende Blumen und kleine Rehleins.
Dennoch, gingen die Studien weiter. Ich verliess die Länder und machte mich auf die Reisen auf anraten von Meisterin Wijay...ich korrigiere, Schwester Wijay. Sie fragte mich, ob ich noch eine Schülerin sei und sagte mir, dass meine Ausbildung beendet ist.
Ich werde ewig in ihrer Schuld und ihren Diensten sein.
Ich besuchte einige, nicht minder gefährliche Katakomben, fand viele alte Aufzeichnungen und konnte mich herlich an Testpersonen, meist unfreiwillig austoben und nach und nach mehr den Tod und die Anatomie des Menschen verstehen. Ja, ich konnte auf meine Folterpraktiken erweitern und habe sehr schöne Erkenntnisse darüber gewonnen, wie man einen Menschen lang genug am Leben erhält.
Leider oder mit Glück erfuhr ich bei meiner Ankunft, dass meine alte Mentorin nun ihren Weg zu dem Einen gefunden hatte, nun hiess es für mich, ihr Erbe in Ehren in zu tragen und meine Brüder und Schwester zu weiteren Ruhm zu verhelfen.
So ergab es sich, durch Zufall, dass ich vor den Toren Varunas auf eine Armee der Untoten traf.
Ich hielt mich bedeckt unter diesen ecklig strahlenden Temorakriegern und konnte weiter und weiter die Untoten ein wenig führen. Leider wurde ich dann doch entdeckt von einen Magier, der mich in seiner Metamorphose als fliegender Gargoyle unterbrach und mitschleppen wollte. Ich entkam seinen Krallen mit einigen Brüchen und Schürfwunden, doch die Narben werden mich lehren, behutsamer zu sein.
Und der Krieg, der ist in der Tat nicht beendet.
Erst am vorigen Tage machte sich die Streitmacht Rahals unter der Führung ihres schwarzen Marshalls auf nach Varuna um Gefangene zu nehmen. Es glückte, ein Paladin glitt ihnen ins Netz...doch der interessiert mich nicht.
Ein anderer Mann, ein Magier, wie ich sah, als er das elendige Lied Eluives nutzte um seine Wunden zu heilen, kam ebenso mit.
Er ist willensstark und behielt seinen kühlen Kopf. Ich werde eine Einladung der Pantherbrut folgen und jenen Gefangenen meine neuen Praktiken offen legen. Mein "Süßer"...lächle, solange du es noch kannst...denn deine Furchtlosigkeit werde ich dir nehmen...es ist keine Studie, nein, du bist mein persönlicher Kampf.
So siehst du, liebes Tagebuch, habe ich viel erlebt und noch viel vor. Sein Stab wird ein neues Ritual fordern und diesesmal werden Fehler der Vergangenheit direkt behoben.
So schreibe ich dir, was geschah.
Deine
Anveena Midame

Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 20:50
von Anveena Midame
-Auszüge aus dem Tagebuch von Anveena Midame-

"Liebes Tagebuch,
gestern war es soweit. Ich durfte dem Gefangenen meine neu erlernten Methoden der Folterei präsentieren. Wenn ich mir sicher bin, dass er nicht soviel Spaß hatte wie ich, muss ich sagen, dass ich doch mehr als erstaunt über das erlernte während meiner Reisen war.
Ja, es war ein herlicher Anblick, ihn leiden zu sehen. Effektiv in deren Wirkung, hielt es aber dennoch den lebenden Körper zusammen und bescherrte nicht einen vorschnellen Tot. Nur gegen die Bewusstlosigkeit müsste ich noch etwas entwickeln, da die länge dieser schönen Spielereien von der körperlichen und charakterlichen Stärke eines einzelnen abhängig ist. Ein einfacher Bauer wäre wohl nach wenigen Minuten tot umgefallen...dagegen muss man etwas machen...nur was.
Desweiteren schien ich mit meinen Sachen die Letharen beeindruckt zu haben. Ich werde die freundschaftliche Bindung, die sich entwickeln kann, aufrecht erhalten und ihnen die Ardoniaswürmer und das Götterdämmerungskraut schicken. Wer weiß, wofür es nützlich ist, jedenfalls bekam ich die Einladung, ihnen bei ihren Foltermethoden zuschauen zu dürfen. Ich denke, man könne sich beiderseits perfekt ergänzen und noch einiges lernen.
Hierbei sollte ich nun anfangen, meiner Mentorin Wijay gerecht zu werden. Die Diener müssen weiter wachsen, wir sind auf gutem Wege, doch es geht noch mehr.
Ich halte ausschau nach einer gleichgesinnten, jemanden, der aufgefangen werden muss wie ich einst...nach einer Schülerin.
Irgendwo, werde ich die Person aufspüren und Sie das lehren, was einst Meisterin Wijay lehrte und so ihr Erbe aufrecht erhalten.
Ich bin mir sicher, dass ich durch diese Taten ein gutes Wort von Wijay bei dem Fürst des Todes, den großen Einen und Allmächtigen erlangen kann...ja...
Desweiteren war ich wieder in der Herberge der Zoljana Steinbeis. Du erinnerst dich daran?
Ich errettete einst ihr leben, als Banditen ihr in den Bauch traten und innere Blutungen verursachten. Ja, ich benutzte meine Macht, um leben zu retten...doch...sie gab mir ein Versprechen...eines Tages mir jeden Wunsch zu erfüllen.
Es war gut, dort wieder zu erscheinen und dessen armseeliges Leben zu erretten. Denn was sollte der große Eine mit solch einer mickrigen Seele, wenn es mehr geben kann...viel mehr.
Ich traf auf Menschen, die mir freundlich gesonnen waren...ja...sehr freundlich...
Ich halte wenig davon, doch ich spiele meine Rolle. Diesmal wechselte ich von der Tavernenbekannten Dirne zu dem armen, kleinen, schusseligen, nervösen und schüchternen Dummerchen und es war richtig. Ein Mann, Perrin, er schien fasziniert von mir zu sein. Es sollte nicht lange dauern, bis er mir aus der Hand frisst...ich hoffe nur, dass er nicht aufdringlich wird...
Dennoch, ein hervorragendes Opfer.
So dann, es gibt viel zu tun und so schreibe ich dir, was geschah.
Deine
Anveena Midame"

Verfasst: Dienstag 27. Oktober 2009, 17:02
von Anveena Midame
Langsam, beginnen die Seiten das Feuer in sich aufzusaugen, im brennenden Kamin liegend, die helle Pergamentfarbe sich wie im Tag und Nachtwechsel beginnen, sich schwarz zu färben.
Verschlingend von der Hitze, zerreissend in Tausend Stücke, vernichtend, auf das nie jemand mehr die Zeilen erkennen mag.
Und während das Buch verbrennt, und mehr und mehr die Worte in die Vergessenheit aufsaugt, erkennt man den letzten Satz, der geschrieben wurde, ehe auch dieses unwiderruflich verbrannt ist:


"Leb Wohl und danke für gute Dienste, mein geliebtes Tagebuch."