Nur mal eben....
Sie wollte nur mal eben nach Bajard zum Kraken laufen.
Handel, mehr wollte sie nicht. Ja, ihr war bewusst, das Bajard nicht das sicherste Pflaster war, und sie als Kalurin und als Priesterin von manchen dort nicht gern gesehen wurde, aber, sie war in friedlicher Absicht da.
Ja, und genau das war das Problem.
„Verfluchter Wald, verdammte Äste...“, murrte sie, als sie über einen der Äste gestolpert war, weil ihre Gedanken eigentlich wo ganz anders waren, als im Hier und Jetzt.
Ihre Brüder würden sagen: „Typisch Vala“
Die Gefahr in die sie gelaufen war, war ihr gar nicht bewusst gewesen, ehe es zu spät war.
Der Schlag des Waffenknaufes war wuchtig und sorgte für einen direkten Ausflug ins Reich der Bewusstlosigkeit.

Das Erwachen war, ebenso wie das „Einschlafen“ wenig von Frieden geprägt, wurde sie mit einem wuchtigen Tritt in die Rippen geweckt.
Wie gut, das sie als Priesterin dennoch im Kampfe geschult war und vor allem, die eine oder andere Schlacht und Verletzung schon davon getragen hatte.
Die eigentliche Frage, die sie sich insgeheim stellte war: Was wollten diese Kreaturen?
Aber, die Antwort war recht schnell erhalten.
Wissen wollten sie. Fragen hatten sie.
Aber, natürlich konnten sie nicht einfach fragen stellen sondern mussten erst Schmerzen verursachen und drohen.....
[21:28:55] Lethra: *sie tritt nun vorwärts, es wirkt fast ein wenig traumtänzerisch, irgendwie genüsslich.*
[21:29:21] Vala Hammergrund: *der Fokus wechselt auf die Berobte. Der Kopf wird leicht schief gelegt, bei der halben Tanzeinlage*
[21:29:53] Lethra: *obwohl selbst nicht gerade groß gewachsen, sieht sie auf sie hinab, es funkelt in den tiefgrünen Augen.*
[21:30:00] Vala Hammergrund: Willst dar doz kerlz beeindrucken? Dafür ist aber eine Robe nor gul
[21:30:10] Vala Hammergrund: *nickt in Richtung ihrer Hüften und meint*
[21:30:26] Vala Hammergrund: Aber an dar ist eh nor dran, und Knochen will niemand sehen, also lass sie an
[21:30:34] Lethra: Nicht diese Kerle, nein.
[21:30:47] Lethra: *antwortet die Lethra knochentrocken, auch wenn sich ein Mundwinkel hebt..entweder vom Kampfgeist Valas angetan, oder mit einem Hauch Humor durch Geburt gesegnet. Dann hebt sie eine Hand und bewegt die Finger spielerisch. *
[21:32:19] Lethra: Ich kenne dein Gesicht. Nicht schade, wenn etwas damit geschieht. Aber ich denke, du erträgst Schmerzen gut. Das ist gut. Denn dann müssen wir nicht von ganz vorne beginnen.
[21:33:11] Vala Hammergrund: *sie kraust ein wenig die Nase und atmet dann tief durch. Der Blick fixiert die Gegenüberstehende Priesterin ganz genau*
[21:34:27] Lethra: *die nachtblauen Finger bewegen sich weiterhin und sie fixiert die Kalurin. Den Geist dem klerikalen Gefüge öffnend, dem Willen des Einen, beginnt sie zu raunen, letharische Silben, scharf und zischend, zynisch klingend.*
[21:35:26] Lethra: Vryl Sa. Cha'atar va Dar.
[21:35:50] Vala Hammergrund: *jetzt schließt sie einen Moment die Augen, ein tiefer Atemzug erfolgt - dann wird ihre Atmung recht flach - sichtlich eine Art der Konzentration *
[21:36:35] Lethra: *langsam anbrandend könnte sich in der Kalurin ein unwohles Gefühl breit machen, Schmerz der folgt, einer Welle gleich, während die Lethra weiter raunt, der Rhythmus vielleicht erstaunlich bekannt, wenn auch nicht die Worte...ein Gebet, recht offensichtlich. Den Zorn des Panthers herab rufend, versunken der Blick der Geweihten, und doch fixiert auf ihr Gegenüber.*
[21:38:10] Vala Hammergrund: *Das Kinn wird gesenkt, und fast auf den Körper abgelegt, einige Momente geschieht nichts weiter dann ziehen sich die Augenbrauen zusammen und sie hebt wieder langsam den Kopf an*
[21:38:45] Lethrixor: *die Arme des Letharfen liegen hinter seinem Rücken verschränkt, lediglich das Heben und Senken des Brustkorbes zeugen davon, dass er nicht in völlige Starre verfallen ist*
[21:38:49] Vala Hammergrund: *obgleich der Gebete und der Schmerzeswellen in ihrem Inneren starrt sie jetzt die Lethra an, die Augen weiten sich - vielleicht mag man das für einen Verrückten Anblick halten, so wie sie die andere Geweihte anstarrt - dann erhebt sie ebenfalls die Stimme - so man sie nicht zum Schweigen bringt*
[21:40:21] Vala Hammergrund: [kalur] Seelenschmied, Herr meiner und aller Seelen deiner Khaz-Aduir
[21:40:40] Vala Hammergrund: *beginnt sie in der typischen harten Sprache des kleinen Volkes zu intonieren, was aber sehr schnell sehr klar wird, ist, das sie ein Gebet intoniert*
[21:41:09] Lethra: *den Blick der Kalurin hält sie fest, ein deutliches und verständliches Wort unterbricht ihr eigenes Gebet:*Lethrixor! *auffordernd.*
[21:41:11] Lethra: *Legt den Kopf etwas schief als sie in einer ihr fremden Sprache zu sprechen beginnt*
[21:41:36] Kyror'dur: *Sieht ungeachtet voran.*
[21:42:01] Vala Hammergrund: [kalur] Deine Prüfungen sind stets ungewiss, und ich weiß, wie sehr dein
[21:42:28] Vala Hammergrund: *meint Kalurische Worte, der starrende Blick hat sich nicht verändert, er wirkt noch immer ein wenig verrückt*
[21:42:32] Qy'lhor: Unterbrecht ihre Worte.
[21:42:59] Vala Hammergrund: [kalur] ich, deine getreue Dienerin nehme deine Prüfung an.... ich
[21:43:00] Lethrixor: *Er tritt auch schon heran, in einer fließenden Bewegung den Säbel von der Seite ziehend und die Bewegung darin endend lassend, dass der Knauf in die Magengegend der Kaluren gewuchtet wird*
[21:43:40] Lethra: *Weiterhin mit verschränkten Armen steht sie da. Als der Lethrixor die Klinge sieht blitzen für einen*
[21:43:48] Vala Hammergrund: *unterbrochen von dem Schwertknauf, gegen den sie sich nicht wehren kann, *
Es folgten das Einflößen eines widerlichen öligen Trankes, welcher Halluzinationen hervor rief, gepaart mit der Magie, welche der eine Lethar beschwor, um ihr Ängste einzujagen und sie somit geistig zu foltern.
Schatten wurden Bedrohlich, lauerte da was in der Ecke?
Hatte sie da was gestreift? Was waren das für Vögel?
Hatte sie da eine Raubkatze gehört?
Dann hörte sie die furchtbare Stimme der Priester Letharin:
„Du fürchtest den Tod nicht, aber ich weiß was du fürchtest, alle deine Brüder werden vergehen, sie werden leiden und sie werden alle sterben....“
Als die Worte in den angeschlagenen Verstand der Kalurin drangen,hatten sie etwas bedrohliches, wirkten sie ängstigend und schienen sie auffressen zu wollen.
Aber.....
Sie schloß die Augen, konzentrierte sich auf das, was sie war.
Sie war eine Khaz-Aduir, sie war stolz, sie war hart im nehmen, sie war eine Priestern des Seelenschmiedes, sie war Vala!
Vor ihren Augen tat sich ein Bild auf. Ein langer Lavastrom, welcher zu riesigen Doppelflügligen Steintoren führten.
Der Ilmasund und die Gulhalla.
War es soweit? Musste sie sterben?
Nein!
NEIN, NEIN, NEIN!
Es war ihr Anker, ihr tief sitzender und unabdingbar verknüpfter Glauben an den Bären, an ihre Verbindung und das, was sie eben ausmachte.
Sie kämpfte den Schrecken herab, besinnte sich auf sich selbst und auf die Realität.
Träume...
Der Lethar wollte was über ihren Traum erfahren. Deswegen der ganze Aufwand.
„Alles dreht sich.... Die Welt verrutscht....Nichts ist mehr, wie es sein soll“, Antwortete sie ihm, und dann sprach auch er von seinem Traum. Der Panther habe die Welt beschützt.
Hatte er?
So?
Das war interessant.
Und scheinbar wurde sie auch nicht mehr gebraucht. Jetzt wo der Lethar alles wusste, was er wollte, schien er zufrieden. Naja, so wie ein Lethar eben zufrieden sein kann.
Immerhin kam sie Lebend aus dem Axorn heraus.
Sie hatte das wichtigste verschweigen können, hatte ein bisschen was gesagt, und hatte Informationen erhalten. Auch die, die keiner von den Kreaturen gesagt hatte.
Sie wurde nach draußen begleitet.
Die Panther-Priesterin begleitete sie ein Stück. Und Vala konnte es nicht lassen. Auch auf die Gefahr hin, noch eine Wunde beigebracht zu bekommen
„Auch der Brudermörder braucht eine existierende Welt....“, sie hatte damit keinen wirklich angesprochen, und doch erhielt sie eine Reaktion. Die Priesterin blieb stehen, starrte ihr nach, während sie von dem Lethrixor weiter gezerrt wurde.
Sie fühlte Buchstäblich den bohrenden Blick im Rücken.
Der Nerv war getroffen.
„Denk an mar Worte, Priestermädchen“
Dann wurde sie hinaus geschubst.
Die frische Luft tat gut, nach dem schweren und kaum wirklich Luft zu nennenden Gebilde im Axorn.
Aber sie brachte auch die Schmerzen wieder pochend hervor.
Halb Orientierungslos stolperte sie durch den Wald, musste immer wieder inne halten, Schmerzen und Durst setzen der Rothaarigen zu.
Doch, als hätte Cirmias ihn geschickt, stand auf einmal Morgosh vor ihr, mit seinem Beisser. Und er brachte sie heim.
Sie war froh, halb auf dem Käfer liegen zu können, jetzt musste sie nicht mehr stark sein, jetzt musste sie nicht mehr auf der Hut sein, jetzt musste sie nicht mehr jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Brüder.
Und der nächste wartete schon.
Rago kam ihnen entgegen, betrachtete die verletzte und sofort flammte Wut in dem Getwergelyn hoch.
Eine Platzwunde am Hinterkopf, eine Platzwunde an der linken Schläfe, Abdrücke der Panzerhandschuhe quer im Gesicht,ein sich bildender blauer Fleck um die Kieferknochen herum, krumme Schonhaltung wegen den Schlägen und Tritten in die Rippen und den Magen, Schmutz- und Blutbesudelt.

Nur wenige Worte sprach sie noch, wollte sie nur ins Bett.
Nur ins Bett. Wunden lecken, waschen, schlafen.
Und so schlief sie.
Bis weit in den nächsten Tag hinein.