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Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 12:46
von Sharay Lessard
'Wenn ihr es nicht zu spühren bekommen wollt, macht besser das ihr einige Schritte weit weg seid. Und haltet zwei eurer Männer bereit.' zischte sie leise in seine Richtung und sandte ihm noch einen auffordernden Blick zu, ehe sie sich wieder der Tür zuwandte. Die kleine Flasche mit dem Atemgift der Lähmung hielt sie wieder wurfbereit.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 12:47
von Inara Schwarzmourne
Wieder einmal war Inara in Bajard um ihren Fisch und das Holz zu verkaufen und vielleicht auch einen Käufer zu finden für ihr Gemüse.
Das Wetter war allerdings schauderhaft. Es regnete und stürmte schon fast seit dem Nachmittag und so bemerkte sie den jungen Seemann erst, als er direkt vor ihr stand und sie mit offenem Mund ansah.
„Da...das...ist doch nicht möglich!“ Stotterte der Seemann und sie blickte ihn nur verwirrt an. Sie runzelte die Stirn und meinte trocken „Ich glaub ihr verwechselt mich“
„Nein, nein, ganz sicher nicht! Ihr müsst unbedingt mitkommen! SCHNELL!“ erwiederte der Mann und packte sie an ihrem Arm und zog sie mit sich. „Malachai braucht euch!“
Sie runzelte die Stirn „Malachai? Was ist mit ihm?“
Der Blick des Seemanns leuchtete auf „Ihr kennt ihn?“ „Nun, nicht direkt. Ich las seinen Namen auf dem Gildenstein der Burg. Aber ist er nicht verreist?“ erwiderte sie noch immer sichtlich verwirrt.
„Ja schon, aber er ist zurück. Und ich glaub ihr seid unsere einzige Hoffnung ihn zur Vernunft zu bringen! Jetzt kommt endlich. Der Kapitän wird euch alles erklären und wenn ihr es seht, dann versteht ihr es sicher!“ Ungeduldig zog er sie gen Hafen und sie stolperte hinterher.
Schon auf dem Steg zum Schiff begann der Schiffsmann so laut zu brüllen wie er nur konnte. „KAPITÄN!! KAPITÄÄN!!“
Brummend kam der Kapitän von unter Deck „Ja verdammt, was ist denn?“ Dann fiel sein Blick auf die Frau im Schlepptau seines Seemanns und auch er starrte sie mit offenem Mund an. „Bei allen Klabautermännern!“ brachte er keuchend hervor und musterte sie von oben bis unten.
„Hm...dieselbe Statur, dieselben Haare.. Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, sie wärs! Nur die Gesichtszüge sind ein wenig anders und sie ist etwas brauner an der Haut, aber vielleicht merkt er es nicht! Egal, wir versuchen es!“ Der Seemann nickte und der Kapitän wollte sie gerade unter Deck führen, als sie sich losriss und trotzig meinte „Ich werde nirgendwo hin gehen bevor mir nicht mal einer sagt, was hier eigentlich los ist!“ und verschränkte die Arme vor der Brust.
Also begann der Kapitän ihr von Malachai´s Abreise zu erzählen, seinem Grund und wie er plötzlich in so grauenvollem Zustand wieder am Schiff war mit seiner Geliebten tot im Arm.
Sie hatte diesen Mann zwar noch nie gesehen, aber das, was der Kapitän ihr erzählte, rührte Inara zu Tränen. Niemand sollte so leiden müssen und wenn es in ihrer Macht stand ihm zu helfen, so wollte sie es tun.
„Versteht ihr nun?“ fragte der Kapitän „Wenn er euch sieht, merkt er in seiner Verwirrtheit vielleicht nicht, dass ihr nicht seine Geliebte seid und lässt die tote Stefanie los und wir können sie endlich zur Ruhe betten und seine Wunden versorgen! Ihr MÜSST es einfach versuchen!“
Der alte Kapitän sah sie schon fast flehendlich an und sie nickte.
„Gut, bringt mich zu ihm“ antwortete sie und atmete noch einmal tief durch. Hoffentlich ging das gut!
Nun war sie allein mit den beiden "malachai und stephan
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 13:05
von Fiona
sie blickt kurz zur tür und vergerwisserte sich das sie geschlossen war, sie wollte das malachai denkt sie seien allein. Sie kniete sich dann vor malachai und legte vorsichtig ihre hand an malachais schwert und drückte es sachte zu boden. Dann blickte sie ihn an und fragte ihn leise "Das ist also Stephanie?" Ihre stimme mag ruhig kklingen, wenn auch sehr gespielt. Sie wollte malachai das gefühl geben das alles in bester ordnung sei und redete desshalb so ruhig...
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 13:33
von Malachai Schwarzmourne
Der Kapitän rannte gehetzt mit Inara die Stufen hinab unter Deck. Er sah, wie Sharay Wurfbereit dort stand und rief, Sie solle einhalten.
Sharay, so hoffte er, erkannte den Plan, den Sie hatten, als Sie die verblüffende Ähnlichkeit mit Stephanie in Inara sah.
Malachai hingegen war nun alleine mit Fiona im Raume, weiter den Leichnahm von Stephanie in der Hand haltend, liess er seine Hand von Fionas Hand geführt sinken.
Er schaute Sie an, vom traurigen Gesichte spiegelte sich nun wieder dieses Wahnsinnige Lächeln.
"Ja Fiona, dass ist Stephanie.", sagt er in einer kindlich glücklichen Stimme und schaute zu Stephanie hinab.
"Es freut mich sehr, dass ihr euch endlich kennen lernt. Doch du musst ihr verzeihen Fiona, sie ist sehr Müde, dass war alles mehr als Anstrengend für sie."
Er streichelte ihr durchs Haar, wohl immer noch nicht merkend, dass Sie tot ist, ehe er ihr leise ins Ohr flüstert, dennoch so, dass Fiona es hören konnte.
"Wir sind Zuhause Stephanie, wach auf, wir sind da und alle kamen, um uns zu begrüßen und dich kennen zu lernen."
Er lehnte seinen Kopf gen ihren und gab ihr einen Kuss auf die schon kalte Stirn des blassen, toten Gesichtes und wieder rannte eine Träne seinem Gesichte hinab.
...
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 14:06
von Fiona
Fiona nickte leicht als malachai bestätigte das die tote frau in seinen armen stephanie sei. Sie würde ihn nun am liebsten fragen was sie noch für ihn machen soll... doch da errinerte sie sich an malachais worte... "vertraue deinem herz, es sagt dir was richtig ist" er sagte jene worte am abend vor seiner abreise zu ihr. Jene erinnerung gab ihr wieder dem mut und die kraft zu bleiben und nicht vor malachai wegzulaufen, sie wollte ihm beistehen doch war sie sich nicht sicher ob sie das richtige tat.
Für einen moment schloss sie ihre augen und dachte kurz nach, darüber wie sie es ihm erklären sollte das Stephanie niemal mehr aufstehen würde und Fiona niemals mehr sehen könnte.
Sie öffnete ihre augen nach kurzer zeit wieder und legte ihre hände auf die von malachai, welche wohl noch immer auf Stephanie lagen. Sie holte tief luft ehe sie langsam und ruhig jene worte sprach vor welchen sie sich so sehr fürchtete...
"Malachai, stephanie wird nicht mehr aufwachen... lass sie in ruhe schlafen und geb ihr ihren frieden."
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 14:14
von Malachai Schwarzmourne
Malachai regte sich erst nicht, er liess die Worte von Fiona in sich herein sickern. Sein Inneres sagte ihm, sie lüge nicht, doch er wollte es nicht wahrhaben, nicht nach allem, was geschehen war. Er wollte sich nicht eingestehen, dass Sie tot seie. Er wollte sich nicht eingestehen, dass er sie wohl umgebracht hat.
Er dreht sich zu ihr, sein lächeln war verschwunden, er blickte ernst, fast schon bösartig.
"Wie kannst du soetwas sagen. Warum nur Fiona. Warum behauptest du, sie sei tot."
Seine Stimme verlor alles kindliche, er schrie schon fast.
Seine Hand umklammerte sein Schwert abermals fester und es erhob sich langsam.
"WIESO SAGST DU DAS. WÜNSCHT DU DIR IHREN TOT ODER WARUM?"
Tränen liefen ihn nun herab, er versuchte nicht jene zu stoppen.
"WAS HAT SIE DIR,WAS HAT SIE EUCH GETAN?"
Er drückte Fiona weg, nicht mit viel Kraft, dafür schien er zu schwächlich, doch er drückte leicht an ihr.
"VERSCHWINDE.VERSCHWIIIINDE."
Rief er zuletzt, sein Kopf wieder an den von Stephanie gelehnt.
Sie schaute ihn nur noch ratlos an
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 14:28
von Fiona
Sie schaut ihn eine weile an, sie hatte keine furcht vor ihm denn sie wusste genau er würde sie niemals angreifen. Sie musste trotzdem einigen mut zusammen fassen um ihre einige worte zu sprechen. Jene worte klangen nun nicht mehr ruhig, sie mochten auch nicht zornig klingen doch konnte man deutlich hören das sie sehr verärgert war.
"Malachai, ich will dir stephanie nicht nehmen! Mir wäre es auch lieber sie lächeln zu sehen. Doch sie wird dich niemals mehr anblicken können! sie ist tot malachai. Wenn du von mir denkst dass selbst ich sie von dir nehmen möchte... dann weis ich auch nicht weiter! denn wenn es so ist... dann kann, und will ich dir nicht mehr helfen malachai. Du musst mir vertrauen... Denn sonst sehe ich kenen zweck mehr drin mit dir zu reden."
Nach ihren worten steht sie auf und stellt sich an die wand welche auf der anderen seite der kabiene lag und hoffte nur darauf das malachai endlich zur besinnung kommt. Sie wollte malachai nicht so leiden sehen, doch dachte sie das es der einzige weg sei ihm klar zu machen das Stephanie tot ist.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 14:35
von Malachai Schwarzmourne
Malachai presste sich mehr und mehr an den Toten Körper von Stephanie. Immer noch wollte er es nicht wahr haben.
Es dauerte einige Zeit, er sprach kein Wort, er schaute nicht zu Fiona auf. Er hielt die Augen fest geschlossen, in der Hoffnung, es wäre nur ein böser Traum, aus dem er bald erwachte.
Dann hörte das Schluchzen auf, er versuchte sich zu entsinnen,was geschehen war, doch es war wie eine Blockade in ihm. Er konnte sich nicht daran erinnern, es wollte ihm nicht wahr werden, was passiert ist.
Mit seiner letzten Kraft sagte er mit ernster, doch aber auch ängstlicher Stimme zu Fiona:
"Ich will dir glauben...ich....aber ich kann es nicht."
Dann drückte er sich abermals an Stephanie wie ein Kind an seine Mutter, wenn es Angst hat.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 14:46
von Inara Schwarzmourne
Als der Kapitän Malachais wütendes Geschrei hörte, zögerte er nicht lange und riss die Tür auf. Malachai sass nach wie vor mit dem Leichnam in den Armen an einer Wand, Fiona stand an der anderen Wand und schien nicht recht weiter zu wissen.
„Bring sie rein!“ rief er seinem Maat zu und dieser schob Inara in das Zimmer.
Der Gestank des getrockneten Blutes und der wohl bereits angefangenen Verwesung nahm ihr fast den Atem, doch als sie ihn so da sitzen sah, verzweifelt und völlig wirr, hatte sie Mitleid mit ihm.
Vorsichtig ging sie ein paar Schritte in den Raum. Die Frau, die dort an der Wand stand bedachte sie mit einem scheuen lächeln, dann richtete sie ihren Blick auf Malachai.
„Malachai?“ fragte sie mit beinah zerbrechlicher Stimme und sah ihn fragend an.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 15:34
von Malachai Schwarzmourne
Malachai schaute hoch. Innerlich fragte er sich, wer wohl nun durch die Tür schreitete, da jene Stimme nicht die sein konnte, die er zu glauben schien. Doch als er sie sah, war er sich felsenfest sicher, vor ihm stand seine verstorbene Liebste.
Er konnte es nicht fassen, dass Licht des Decks liess ihn seine Augen zu kneifen, doch er sah sie. Ihre langen schwarzen Haare, das Gesicht.
Doch jeh änderte sich seine Stimmung. Wie sollte das möglich sein? Er hatte Stephanie im Arm liegen, sein Herz sagte ihm immer noch, dass Fionas Worte recht hatten, sie tot sei. Doch wie konnte sie da stehen.
"Wer....wer bist du?.....Stephanie?"
Er sprach wie ein kranker Mann, der im sterben lag. Er konnte nichts in Worte fassen, was er sagen wollte.
"Wie...was ist hier los?"
Er schaute wieder zum Leichnahm hinab, auf jenen Körper seiner Stephanie, welcher Blass und Kalt in seinen Armen lag.
"Welch grausiges Spiel wird von den Göttern gespielt. Warum nur lassen sie mich so leiden. Warum nur zeigen Sie mir ein Bild einer Frau, die in meinen Armen liegt."
Er weiss nicht ob er froh oder verzweifelt, traurig oder zornig sein sollte. Wer war diese Frau, war es Stephanie? Hatte er sich in ihr getäuscht. Ja so musste es sein bis....
Da fiel es ihm ein. Die Frau sprach zu ihm. Das ginge nicht. Stephanie war Stumm, da war er sicher.
Er schaute hoch, erzürnt, ehe er sprach:
"Wer bist du? Was willst du von mir? Welch Gott schickt einen Dämon um mich zu täuschen?"
Dann dreht er seinen Kopf wieder zur Leiche.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 15:53
von Inara Schwarzmourne
"Malachai!" sprach sie ganz ruhig und ging vor ihm in die Hocke.
"Malachai lasst los" sprach sie in ruhigem sanften Ton. "Ihr habt Recht, ich bin nicht eure Liebste, aber es gibt nichts mehr, was ihr für sie tun könntet. Ihr quält sie nur, weil sie euretwegen nicht zur Ruhe gebettet werden kann. Soll ihre Seele ewig ziehllos umher irren, statt in den Garten der Götter auffahren um dort auf euch zu warten? Wenn ihr sie wahrlich liebt, tut ihr das nicht an. Lasst einfach los!"
Sie blickte ihn mit einer tiefen Traurigkeit an, doch ihre Stimme war sanft und ruhig.
"Ihr wisst, dass ihr nichts mehr für sie tun könnt! Sie ist tot und sie wird nie mehr aufwachen. Und so schmerzvoll dies für euch sein mag, hat sie denn nicht ihre Ruhe verdient? Lasst sie nicht leiden. Ihr liebt sie doch!"
Dann sah sie ihn abwartend an, voller Trauer und Mitleid. Sie konnte ihn so gut verstehen.
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 20:31
von Sharay Lessard
Mit einem etwas verwunderten Gesicht betrachtete sie die hinzugekommene Frau, wollte auf die Worte des Kapitäns die Flasche verschwinden lassen, als Malachai mit seinem Geschrei anfing.
Der Kapitän stürzte in den Raum und Sharay entfuhr nur ein kurzer Seufzer, die andere Frau folgte ihm in den Raum und Sharay ging einige Schritte zur Tür hin und blickte zwischen den Personen durch in den Raum.
Die Flasche ließ sie hinter ihrem Rücken verschwinden und lauschte den Worten die nun gesprochen wurden.
Fiona schaute kurz nachdenklich ehe sie einige worte sprach
Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 21:17
von Fiona
Sie scahut ruhig zu malachai, sie wusste nun das malachai ihr so sehr vertraue... er würde ihr über den tot hinaus vertrauen. Einzig und allein dieses vertrauen gab ihr die kraft sich wieder zu malachai zu hocken. Sie schaute ihn mit einem leicht verbittertem gesichts ausdruck an. Sie wollte einige worte sprechen doch vermochte es nicht diese über die lippen zu bekommen. So schaute sie eine weile zu malachai.
Nach kurzer zeit blickte sie zu ihm auf, sie schaute zuerst auf sein schwert, dann auf seine rüstung und stephanies leib. Sie legte den kopf leicht schief und zerbrach sich den kopf darüber was genau hätte geschehen sein können, hat sein stiefbruder stephnie getötet?
Sie blickt dann zu malachais gesicht auf, welches wohl noch immer schmutzig war. Sie fragte dann mit ruhiger und sanfter stimme:
"Malachai. Was ist genau geschehen? warum willst du sie nicht mehr hergeben? und warum bist du so blutverschmiert?"
Jene Worte sprach sie nur langsam und wohl kaum verständlich für die aussenstehenden. Doch sollte malachai jene worte deutlich genug verstehen können. Fiona schaute ihn nun mit einen eher neutralem blicke an, sie wollte sich den schmerz nicht ansehen lassen welchen sie litt als sie malachai dort mit seiner toten freundin sah.
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 12:25
von Malachai Schwarzmourne
Die Worte sickerten langsam in Malachais Kopf hinein. Wieder sagte ihm sein Herz, dass sie die Wahrheit sprechen würden. Doch warum nur, warum nur sagte ihm sein Kopf etwas anderes.
Er schloss die Augen, ganz fest, er musste sich daran erinnern, was geschehen war.
"Ich erinner mich....ich kam in meiner Heimat an, ging so schnell es ging vom Schiff. Ich hatte meine Rüstung zur Sicherheit angezogen und die Kiste mit dem Gold mitgenommen."
Langsam erinnert er sich wieder und er erzählt, was passierte:
Malachai ging vom Stege, sein Gesicht ist voller Glück und zuversicht. Heute ist der Tag, andem er endlich seine Vergangenheit ins reine bringen würde. Heute ist der Tag, andem er mit Stephanie nach Gerimor reisen würde.
Er hatte zur Sicherheit seine Rüstung angezogen. Alles sollte perfekt sein, nichts durfte schief gehen. Er trug eine Kiste mit sich, sie klimperte bei jedem Schritt und man konnte davon ausgehen, dass sie viel Gold beinhaltete.
Er wanderte durch die Straßen, er sah ab und an wirklich noch einen diesen Steckbriefe von sich hängen, doch das Papier war nass und zerissen, die Tinte meist schon verschwommen.
Dennoch beschloss Malachai, sich die Kaputze über zu ziehen, denn auffallen, dass wollte er am wenigsten. Er schaute sich alle Personen genau an, immer auf der Hut, wer hier seine Wege kreuzte und doch auch ein wenig Hoffnung, er könne Stephanie jetzt schon erblicken, wie sie vielleicht am einkaufen war oder sonstige Besorgungen tätigte.
Doch er sah sie nicht.
Er bog in einer Kreuzung ab, ging zum Stadttor.
Das Haus seines Stiefbruders lag in einiger Entfernung vor der Stadt. Er entsinnte sich, dass es ein großer Landsitz war, eine Mauer umzog dieses und in der Mitte stand ein prächtiges weißes Haus.
Es war also nicht schwer zu finden, selbst für jene, die sich hier nicht auskannten.
Er ging weiter, passierte das Stadttor und nun die Straße entlang. Beim Holzschilde nach Norden, so wusste er noch, dann einige hundert Meter weiter nach Westen. Dann würde er genau auf das Landhaus zugehen.
Und er behielt recht, natürlich, verbrachte er doch fast sein ganzes bisheriges Leben dort.
Am Tore standen zwei Mannen, gespickt mit einer Hellebarde und einem Kettenhemd. Malachai war doch etwas verwundert. Nie hatte sein damaliger Ziehvater soetwas wie Wachen eingestellt, er meinte immer, es wäre Verschwendung des kostbaren Goldes...aber nun war ja sein Stiefbruder der Besitzer und Bewahrer des Reichtums.
Er ging ans Tor, die Wachen kreuzten ihre Hellebarden und verlangten zu wissen, was Malachai hier wollte.
Er zog die Kaputze ab, dass erste "oh" war zu vernehmen und verwunderte Blicke. Dann schmiss er die Kiste auf den Boden, öffnete Sie und zeigte das Gold."
"Ich will meinen Kopf bei meinem Stiefbruder erkaufen. Kündigt mich als Malachai Schwarzmourne an."
Eine Wache nickte und ging sofort durch das Tor, ein paar Schritte weiter und rief "Malachai Schwarzmourne für den Herren des Hauses."
Die Stimme halte immer weiter und wurde so von Mensch zu Mensch bis zum Hause weiter getragen.
Malachai schloss inzwischen die Truhe und nahm sie wieder in den Arm. Er musste nicht lange warten, als eine Kutsche bis zum Tor fuhr und der Kutscher zu ihm rief:
"Ihr könnt passieren, ich bringe euch zum Hause."
Egal wie sehr Malachai seinen Stiefbruder verabscheute, man konnte nicht leugnen, dass er Stil hatte. So bestieg er die Kutsche, die Wache half ihm bei der Truhe und so wurde er bis zum Hause gefahren.
Die Sonne schien heute sehr hell und warm, Malachai deutete dies als ein gutes Zeichen.
Er stieg aus, eine große Weiße Treppe ging hoch zum Eingang des Hauses. Der Kutscher deutete auf diese und Malachai nickte einmal dankend.
Er bestieg die Stufen, er merkte nun langsam seine Aufgeregtheit in sich spüren. Nun würde es sich wohl entscheiden.....
"Ich öffnete die Tür", sprach Malachai weiter, seinen Kopf immer noch am Leichnahm von Stephanie gedrückt, "und sah dort....sah dort."
Er öffnete schlagartig wieder die Augen.
"Nein, ihr wollt mich reinlegen. Ihr wollt mir etwas anderes weiß machen, wollt uns trennen. Warum nur lasst ihr uns nicht unser Glück?"
Er schloss abermals die Augen und drückte sich wieder an Stephanie ran, er schluchzte leicht und eine Träne lief an ihm herab.
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 12:32
von Inara Schwarzmourne
"Was habt ihr dort gesehen? So sprecht doch! War sie da?" sagte sie fordernd zu ihm und hoffte, er würde sich wieder fangen und weiter sprechen.
"Glaubt uns doch. Wir wollen nichts böses! Im Gegenteil!"