der junge Fuchs

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Rowing Mandelbuche

der junge Fuchs

Beitrag von Rowing Mandelbuche »

Eine Schatten, streicht seid einigen Tagen durch die Wälder Gerimors. Wo die Waldvögel ihre Nester haben findet man Rosinen und Brotkrümel. Fischgräten und angefressen Fische liegen in der nähe der Adlerhorste und Falkennester.
Mancher Jäger kann die blicke spüren die Ihn beobachten, und doch wird er wenn überhaupt nur einen Schatten wahrnehmen. Ebenso geht es den Holzfällern, einem jedoch offenbarte sich der Schatten und nach einem Gespräch erkannte jener an, das auch das Aufforsten eine Pflicht der Holzfäller ist. Den wenn alles geschlagen ist woher soll das Holz kommen welches er braucht um sein leben zu bestreiten?

Rehe eine ganze Herde, zuwenig Futter und zu viele schwache darunter, zerrissen wird die Stille durch den schmerzlichen Aufschrei eines Rehs welches zu boden bricht und ohne Leben im Leib liegen bleibt. Der Schatten löst sich aus den Bäumen und tritt an das tote Tier heran, ein Leises vergib mir ist zu hören, als er das Reh häutet und zerlegt. Das Herz des Tieres vergräbt er unweit der Stelle wo es starb, und bitte dabei die Natur jenes Geschöpf Eluvis gnädig aufzunehmen um den Kreislauf wieder zu schließen.

Weiter streift er umher mit einem Rudel Wölfe teilt er das Fleisch des Rehs, einige Eichhörnchen füttert er mit Nüssen. Kräuter und Pflanzen die er unterwegs findet sammelt er ein, war es doch nötig um die Verletzungen der Tiere zu heilen, beigebracht durch schwertschwingende Wildmörder.

Am Dunkelhof sprach er mit der Bäuerin und bat um Stroh und Heu für die Tiere, beides willigte Sie ihm zu und noch mehr, die Hilfe beim Bau der Futtergrippen. Die Nacht brach herein und der Schatten betrat die Lichtung der Tiere um sich unter Ihnen zu schlaffe zu legen.

Als der Morgen graute und er erwachte war ihm seltsam zu mute, ein Umhang schimmernd in den Grüntönen des Waldes lag über ihm. Eine ihm noch unbekannte Kraft durchfloss seinen Körper, Eluive hat ihn berührt, der Wald als seinen Hüter und Wächter anerkannt.

War es Zufall das er gerade an jenem Tag eine anderen Hüter des Waldes traf, der sein Wissen an ihn den jungen Fuchs weiter gibt?
Mhyri Famrock

Beitrag von Mhyri Famrock »

Mehrmals hatte er nun schon den Weg zum Dunkelhof gefunden.
Anfänglich war er Mhyri fast ein wenig suspekt. Ebenso unvermittelt wie er aus den umliegenden Wäldern auftauchte, verschwand er auch wieder.

Die ersten Begegnungen verliefen ihrer Meinung nach eher so, als wolle er sich ein Bild von ihrer Arbeit machen, und sie kam nicht ganz umhin sich zuzugestehen, dass es sie ein wenig fuchste, wie er mit Adleraugen ihren Umgang mit den Tieren beobachtete.
Der ausgeglichene Gemütszustand und die gepflegte Verfassung der Tiere des Gutes sprachen, so hoffte sie, für sich.
Zudem sah Mhyri in den Tieren, die verkauft wurden, keine übliche Handelsware. Ganz im Gegenteil. Ein jedes von ihnen, selbst das störrische Federvieh, stand ihr nahe.
Groben Umgang oder gar Gleichgültigkeit hatte sie schon immer zutiefst verabscheut.
Ein jedes Mal musste sie sich fast in eine andere Welt träumen, wenn sie dazu gezwungen war ein Tier zu töten. Es ließ sich nur bedauerlicherweise nicht umgehen, die Arbeit brachte es mit sich. Kränkliche Tiere durften nicht unnötig leiden und wenn sie alle Mäuler des Hofes stopfen wollte, musste ab und an ein Huhn im Suppentopf laden.
Sie hatte es nicht darauf angelegt, doch er schien nach einigen Unterhaltungen endlich zu begreifen, dass es weit mehr als nur der Nutzen war, aus dem heraus sie sich um das Wohlbefinden der Tiere sorgte, denn ebenso wie die Knechte und Mägde und all die Anderen, die das Leben auf dem Hof Tag für Tag bereicherten, waren auch die Tiere zu mehr geworden als nur ein Mittel, den Goldbeutel aufzufüllen - Sie gehörten einfach zur Gemeinschaft dazu und wurden hoffentlich nur treu sorgenden Händen überlassen.

Bewunderung über seine Besonnenheit und Aufopferungsgabe ergriff das Gemüt, als er sein Vorhaben vortrug.
Zu schnell war der Winter über das Land eingebrochen. Erst die milden Temperaturen und nun … überall wo man hinsah, erstreckte sich die weiße und zugleich wohl leidvolle Pracht. Es müsse gehandelt werden, wenn man im kommenden Frühling wieder im Wald auf der Lauer liegen und mit Glück eines der scheuen Tiere zu Gesicht bekommen wollte.
Mhyri hatte schon einigen Menschen und Tieren ihr gutmütiges Wesen offenbart. Bei den Tieren verhielt es sich nur um so vieles leichter. Die junge Frau wollte sich nicht durch ihr helfendes Sein profilieren, vielmehr war ihr Handeln nur ein Teil ihres manchmal viel zu großen Herzens. Sie half gerne und wäre um einiges freier im Geiste, wenn nicht mehr soviel Not in der Welt herrschen würde.
Menschen fanden schnell Worte des Dankes, die manchmal fast wieder so schnell vergessen wurden, wie sie zuvor noch über die Lippen gekommen waren. Ein Tier hielt es anders - Gab im Stillen ein treues Versprechen und wurde wenn man die Gunst wirklich gewann, zu einem Gefährten, dessen Wert kein Gold des Landes aufwiegen konnte.

Akos, ihr treuer Mustang beispielsweise. Er führte sie auf sicheren Hufen durch das Land. Herr Zottel, den sie bereits kurze Zeit nach ihrer Ankunft in Varuna halb verhungert in der Stadt aufgegriffen hatte. Und schließlich das kleine Fellbündel von Kater, der ihr mit solcher Hingabe des Nachts die kleinen Füße wärmte, als gäbe es neben seinem Hang zu Leckerein nichts Schöneres auf der Welt für ihn. Sie alle waren ein Teil des Hofes, ihres Herzens.

So bot sie ohne Umschweife ihre Hilfe an, war es vielleicht möglich den Hunger der tierischen Bewohner des Waldes zu lindern. Handwerklich war sie zwar nicht gerade begabt, doch Futterkrippen würde man sicher mit vereinten Kräften aufstellen können.
Sie besah sich den derzeitigen Bestand des Futters und lagerte soviel, wie der Hof entbehren konnte, für jene Spende gesondert ein.
Die Ernte im vergangenen Jahr war ertragreich gewesen, die Lager waren noch gut gefüllt. Selbst wenn der Winter noch lange andauern sollte, so verfügte man über ausreichend Vorrat.
Die Beiden einigten sich darauf, dass er sie in den kommenden Tagen wieder aufsuchen und man sich gemeinsam ans Werk machen würde.
Velvyr´tae

Beitrag von Velvyr´tae »

Fuchs.

Sie murmelte diesen Namen vor sich hin, eine Strähne des sonst so tiefschwarzen Haar zwischen den Fingern drehend.

Toter Fuchs.

Mit einem ärgerlichen Knurren ließ sie die grün verfärbte Haarsträhne fallen und stieß sich von der Höhlenwand ab, an der sie gelehnt hatte. Die Lethra hatte nach dem verhängnisvollen Zusammenstoß im düsteren Winterwald den Unterschlupf gemieden. Zuvor musste sie ihren Ärger und den aufkeimenden Hass auf diesen Wächter des Waldes aus den unkontrollierten Bahnen in ein nutzbringendes Fahrwasser leiten. Liebkosend schlangen sich die Finger um den Griff eines ihrer Dolche, das vertraute Gewicht und die so tödliche Klinge nahe zu wissen beruhigten sie. Nach und nach kamen die Gedanken zur Ruhe, aus brodelnder Wut wurde eine kalte und kraftspendende Flamme.

Das Gespräch hatte harmlos begonnen, es war wohl nur der stets vorhandene Drang nach neuem Wissen gewesen, der sie zum Bleiben nötigte.

Gleichgewicht. Das Lied der Lügnerin.

Wieder ein Knurren, diesmal jedoch mit einem amüsierten Unterton. Welch ein Narr war dieses Menschlein. Und doch hatte er etwas an sich, das sie nicht an vielen seiner Art beobachtet hatte. Eine Ruhe, die sich nicht von gezielt gesetzten Provokationen stören ließ und stille Gewissheit in seinen Worten. Sie waren durchdacht, wenn er auch zu den falschen Schlüssen gekommen war. Es war nicht das Gleichgewicht das die Entwicklung förderte sondern der stete Kampf mit sich selbst und der Umwelt. Nur das Starke konnte und durfte existieren, und das Schwache musste stark werden oder untergehen. Aber diese Wahrheit war nicht einfach zu begreifen, denn sie erforderte Opfer. Und die meisten Menschen lebten lieber die Lüge, die Stagnation. Es war bequemer, und das Lied lullte in seiner Schlichtheit ihre Gemüter ein. Aber manch einer war auserkoren mehr zu vernehmen, mehr zu sehen. Nahm er die Herausforderung an, war der erste Blick auf die Größe des Freien Gedanken schmerzhaft. Doch es ist niemals einfach sich von einer Lüge zu trennen und den Pfad der Wahrheit zu beschreiten. Und niemals würde ein Mensch diesen Pfad in derselben Hingabe wie ein Lethar gehen können – doch wie der Wächter erklärt hatte, jeder musste ihn nach seinen eigenen Fähigkeiten beschreiten. Und vielleicht schlummerte in ihm diese Gabe, die Willenskraft, die Augen zu öffnen.

Sie hatte sich bereits gefragt, warum das Geschenk des Vaters, die ätherische Panthergestalt den Waldläufer umschlich. Warum der stumme Blick in die bernsteinfarbenen Augen ihr das Interesse des heiligen Tiers an dem Mann signalisierte. Vielleicht lag die Ursache tatsächlich in dem starken Willen des Wächters, sie würde die Beweggründe des Einen jedoch nicht hinterfragen. In diesem Sinne würde sie auch die verfluchte Auswirkung der Nähe zu Eluives Licht ertragen und ihren Blick auf das größere Ziel richten. Welche Pläne auch immer der Eine mit ihm hatte, sie würde seinen weiteren Weg mit Interesse verfolgen. Verlor der Panther ihn jedoch aus den Augen, würde sich eine Gelegenheit zur Rache gewiss ergeben.

Sanft glitten ihre Fingerspitzen über die Klinge hinweg, das kühle Metall ließ einen Schauder über ihren Nacken laufen. Die Jagd auf den Fuchs war eröffnet.
Fadi Yazir

Beitrag von Fadi Yazir »

Kurz musterte er den Mann, als er durch die Stadttore Menek'Ur betrat. Zwei Kundinnen wollte er zur Schneiderei führen als er Munaya, Khalida und eben jenen Mann gleich an den Toren antraf. Er trug eine Rüstung und war eben wohl deswegen an den Toren aufgehalten worden. Normalerweise ein recht einfacher Fall, doch im Ganzen gesehen, wirkte er anders. sein blick streifte in von seinen grünen Haaren bis zu den Schuhen, während jener erklärte, dass er wegen des Gesuchs nach Blut auftauchte.

Mehr konnte der Wald und seine Tiere nicht geben. Für einen Moment war er unschlüssig, ob jener Satz, der für menschen so ungewöhnlich war, eine Lüge war, oder ob er zu den wenigen gehörte die wirklich das Werk Eluives ehrten, wie schon jener Mann, den er bei einem Fest vor Bajard traf viele Wochen zuvor.

Nachdem der eigentliche anlaß schnell abgehandelt war, fragte er nach Salz. Eine Futterstelle für die Tiere. Wieder begann er zu überlegen. Ein Mensch kommt nach Menek'Ur um Salz für tiere zu erwerben? Nun viele verwandten es für die unterschiedlichsten Wesen, doch waren jene meist erlegt. Nach einigen Erklärungen fügte sich ein Bild zusammen, wie er es selten von einem Menschen hatte und ließ ihn mit einigen wenigen Säcken, über dessen Preis er wohl nie mit einer Seele sprechen würde, ziehen. Noch einige Zeit dachte er über jenen nach, gab er doch die Hoffnung, dass ein wahres Verständnis für Eluive auch die Menschen erreichen könnte.
Rowing Mandelbuche

Beitrag von Rowing Mandelbuche »

„Was ist der gefallenen Elfe da nur eingefallen, mir das Unglücksviech zur Seite zu stellen. Beobachten, überwachen soll es mich, es wäre ein Geschenk. Ja, ja ein sehr fragwürdiges Geschenk, bringt es mir doch nur ärger und schererein ein. Bei Eluive, Sie hat zwar deine Farben als Ihr Haar, doch ich habe das Viech hier was man nicht mal anfassen kann, es gehört nicht in deinen Garten es stört das Gleichgewicht.“ So hörte man ihn murmeln und ihm selber war klar das dieses Geschenk nichts anderes ist als das was die Diener des einen wollen, die Welt aus dem Gleichgewicht bringen und ins Chaos werfen. „Habe ich nicht versucht es Ihr die sich Panther nannte zu erklären das es nicht ging, das Ihre ansichten so nicht aufgehen, Ohne Licht kein Schatten. Nein eine neue Ordnung sollte es sein wo der stärkere das recht hat dem schwächer das Leben zu nehmen. Gut ich führte es ihr vor Augen was das heißen würde das am Ende nichts mehr wäre, da der letzte der wo am ende überbleibt in Einsamkeit vergehen wird.“

Unruhig wanderte er im Wald auf und ab, ohne Ziel und Plan ging er umher, getrieben von einer wohl großen Unruhe. Als er sich umblickte erschrak er, und blickte sich um und machte sogleich kehrt. „Die Elfen dürfen mich mit dem Unglücksbringer nicht sehen, wer weis wie das ausgeht“ Erschöpft lies er sich nach einer zeit des Umherwanderns auf eine der wenigen grünen Lichtungen nieder und schlief ein. Seine träume waren wild und chaoshaft, durcheinander und verdreht, handelten vom Kampf gegen die Wegelagerer auf Lamirast und dann träumte er wieder von Miriam und ihren streit danach wieder vom Kampf und dem Blute das floss. Die Begegnung in Bajard mit dem dunklen Ritter drang wieder zu ihm durch „Der Eine hat euch im sinn, der Panther wird euch den rechten Weg zeigen.“ Alptraumhaft war sein schlafen, dann waren es die beiden Herren wo so großzügig ihre Hilfe beim bau der Futterkrippen anboten die ihm im Traum plagten.

Ein lächeln bildetet sich dann in seinen Gesichtszügen, es war das lachen des gestrigen Abend auf dem Dunkelhof , welches neue Hoffnung und Mut ihm schenkte.

Mit Eluives Segen fand er dann doch noch ruhe und einen etwas erholsamen Schlaf. War dieser doch nötig um das Gleichgewicht zu waren und Eluives Garten zu erhalten.
Miriam Mandelbuche

Beitrag von Miriam Mandelbuche »

Sie begrüßte Vinzent, dem Verwalter des Handwerkerhauses zu Veruna, heute nur mit einem leichten Kopfnicken, als sie an ihm vorbei, ins obere Geschoß des Hauses ging. Sie hatte zwei Lagen Hirschleder bei sich und ihre große Umhängetasche. Kaum das sie oben angekommen war breitete sie das Leder auf dem Tisch aus. Doch ihre Gedanken waren ganz wo anders, als bei dem was sie vorgehabt hatte.

Rowing… Rowing ein Diener des `Einen`?

Nein das wollte sie nicht glauben. Das konnte sie nicht glauben. Trotz des schemenhaften Tier das ihm folgte. Trotz dessen das er von jetzt auf gleich in der Dunkelheit des Waldes verschwinden konnte und auch trotz dessen das er sie immer fand wo auch immer sie grade war. Nein es konnte nicht sein.

Gewiss sie war mehr als erschrocken als sie dieses `ding` bei ihm Gestern sah und im ersten Augenblick war sie so durcheinander das sie es tatsächlich in betracht zog. Kannte sie diesen Mann doch erst so kurz. Und dennoch als dieser Freund von Herrn Falkner gestern nach dem bau der Futterkrippe sagte das der eine seine Wege geleiten solle, wurde sie trotz ihrer eigenen ersten Gedanken wütend. Stinkwütend sogar.

Der Mann ihr gegenüber äußertedas er sie leiben würde… in dessen Augen so viel Wärme und Zärtlichkeit lag… nein er konnte einfach keiner der `Seinen` sein.
Velvyr´tae

Beitrag von Velvyr´tae »

Es vergehen zwei Tagesläufe, in denen der Panther an Rowings Seite mit ihm zu spielen scheint, ihn umgarnt, ihm droht um ihn niemals zur geistigen Ruhe kommen zu lassen. Er scheint ihn auffordern zu wollen, nachzusinnen über die Weltordnung wie er sie im Augenblick wahrnimmt. Stellt in Frage was immer er tut und dient als stete Erinnerung an den dunklen Part dieser Welt, an Gefahr, das Streben nach Stärke und den Nutzen von Hass und Wut. Doch im selben Maß wie die grüne Farbe, die Zeichnung der Eluive im Haar der Lethra schwindet, wird auch die Präsenz des Panthers schwächer. Der schlanke, geschmeidige Körper wird durchscheinender, das Knurren klingt mehr wie weit entferntes Donnergrollen. Zuletzt bleibt nur noch ein Schatten, der die Lefzen hochzieht und einen letzten, spöttisch erscheinenden Blick aus bernsteinfarbenen Augen auf den Waldläufer wirft, ehe er vollends in den Schatten verschwindet. Der grüne Schimmer im Haar der Lethra verweilt jedoch noch eine Zeit, es scheint als wäre das "Geschenk" des Waldläufers langlebiger und weigere sich sogleich zu verschwinden. Velvyr'tae nimmt es hin, lässt immer wieder eine Haarsträhne durch ihre Finger gleiten und betrachtet das Aufflackern der grünen Farbe. So sehr sie diesen Makel auch hasst, akzeptiert sie doch die Mahnung niemanden zu unterschätzen.
Mhyri Famrock

Beitrag von Mhyri Famrock »

Die erste Futterkrippe stand nun endlich in den umliegenden Wäldern Varunas.
Mhyri hatte kräftig die Zähne zusammen beißen müssen, doch auch wenn die Verletzung sie beim Verrichten der Arbeit ungemein eingeschränkt hatte, sah die Wunde danach gar nicht einmal so schlimm aus, wie sie sich die gesamte Zeit über angefühlte hatte. Der Fakt, dass sie nicht wieder aufgesprungen war und nachzubluten begonnen hatte, ließ sich mit Sicherheit Eruhls Salbe zuschreiben und brachte Hoffnung auf baldige Heilung...

...Frohen Mutes folgte Mhyri mit ihrem Lasttier der kleinen Gruppe, die zu fortgeschrittener Abendstund in die Wälder aufbrach, um sich dort tatkräftig dem gemeinsamen Vorhaben zu widmen.
Der Fuchs begleitet von einem schemenhaften tierischen Schergen Alatars.
Der Panter folgte ihm, zum Unwohlsein von Miriam und Mhyri. Gerade Miriam schien sich mit dem neuen Begleiter an seiner Seite verständlicherweise so gar nicht anfreunden zu wollen. Doch selbst er ward wohl für einige Stunden vergessen, als sie die erste Stelle erreichten, an der eine Futterkrippe aufgestellt werden sollte.
Tüchtig wurde sich an die Arbeit gemacht.
Selbst wenn die körperliche Betätigung einen schmerzlichen Preis forderte, Mhyri half lieber anstatt nur herumzustehen. Zum einen trieb sie die Aufgabe selbst an, zum anderen musste man befürchten ob der eisigen Kälte an Ort und Stelle festzufrieren.
Sie waren schon beim Bau des Daches angelangt, als sich noch nach und nach einige ihr unbekannte Helfer einfanden. Mhyri schenkte ihnen nur wenig Aufmerksamkeit, galt jene ungeteilt dem Bau der Futterkrippe. Stunden vergingen, die Nacht war längst ins Land gezogen, doch selbst die Dunkelheit vermochte es nicht, sie von ihrer Arbeit abzubringen.

Man beschloss, dass in den kommenden Tagen noch weitere Futterkrippen aufgestellt werden sollten. Gewiss würde der Aufbau besser von der Hand gehen, wusste nun ein jeder wo er anzupacken hatte. So zogen sie gemeinsam zum Dunkelhof zurück. Aufwärmen wollte man sich und in gemütlicher Runde den arbeitsreichen Abend ausklingen lassen.

So erschöpft wie sie war, als sie gut zwei Stunden später endlich schlaftrunken ihren Weg in die Federn fand, so glücklich fühlte sie sich.
Der erste Schritt war getan. Selbst wenn man annehmen sollte, dass diese eine Krippe wohl eher nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war, so hatte man einen Anfang gefunden, der das Leiden der Wildtiere hoffentlich mildern konnte. Kopfschüttelnd, galten ihre letzten Gedanken dem unheilvollen Begleiter des Fuchses. Wie hatte Miriam noch so treffend beschrieben?

Wie hatte sie gesagt? Sie würde sich bald über nichts mehr wundern?

Mhyri folgerte aus jenen Gedanken mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, das sie jenen Status wohl bereits schon lange erreicht hatte.
Es gibt Dinge die kann man verstehen, muss man aber nicht….
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