Ein Bericht erreicht die erhabenen Lethyren

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Syrr'ael
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Ein Bericht erreicht die erhabenen Lethyren

Beitrag von Syrr'ael »

Feldstudie: Angurer
mit Augenmerk auf den Clan der "MacAgroner"

Zum Geleit:
Lange gab es keinerlei bis kaum Kontakt mit dieser Tierart, die aufgrund physiognomischer Ähnlichkeiten stark mit der der Tiefländer verwandt scheint und allgemein der menschlichen Spezies zuzuordnen sei. Die wenigen Kontakte mit Angurern beschränkten sich auf flüchtige Geplänkel und Maßregelung, aber aufgrund gewisser Ereignisse, die ich später dokumentieren werde, bin ich mir aber gewiss dass es viel Potential für meine *das Wort ist flüchtig mit einigen Strichen durchgestrichen* unsere Ziele inne hat.

Äußerliche Merkmale:
Der durchschnittliche Angurer ist groß, viel größer als die Rattenmenschen Varunas oder die Wüstenziegen Menek'Urs - meine Beobachtungen reichen von kleineren Exemplaren um die 1'90 Schritt bis zu ausgewachsenen die bis an die 2'30 heranzureichen scheinen, dabei scheinen die Weibchen von etwas zarterer und kleinerer Statur als die Männchen. Sie scheinen ihr Kopffell allgemein lang zu tragen, dabei findet sich auch ein Bart den sie meist mehrere Finger lang tragen. Besonders auffallend neben ihrer imsen Größe ist ihre muskelbepackte Statur, die dazu verleitet sie als ungeschickt und behäbig zu sehen - ein Fehler den ich keinem anrate.

"Kulturelle" und sonstige Merkmale:
Auf den ersten Blick fällt es schwer, diesen Tiermenschen den Begriff der Kultur zuzuordnen, dennoch will ich versuchen das wenige, dass mir bekannt ist, zu dokumentieren um Einsicht in ihre Verhaltensweise und hierachische Struktur zu gewähren.
An dieser Stelle will ich anmerken, dass meine eigenen Studien noch sehr wenig fortgeschritten sind, ich beabsichtige aber diesen Makel unter Umständen durch eine Forschungsreise in ihre Heimat wettzumachen, um genaueren Einblick zu erhalten.
Wie erwähnt scheinen sich die Angurer in Clans zu strukturieren, die untereinander vermutlich eher [Anmerkung: noch] freundlich eingestellt sind, und von einem Oberhaupt angeführt werden.
Ihr "Glauben" scheint schamanistisch geprägt zu sein, zumindest konnte ich einen Angurer beobachten, dessen Äußeres von allerlei rituellem Beiwerk geschmückt war und der selbst eine Art Beraterfunktion auf das Oberhaupt eines Clanes auszuüben scheint.
Ihren Ursprung haben die Angurer auf der Insel Fuachtero, die aufgrund ihrer geographischen Lage von Eis- und Schneemassen überzogen ist. Ob sie eine von dort originäre oder zugewanderte Art sind, ist mir nicht genauer bekannt, ich werde aber versuchen dies ebenso in Erfahrung zu bringen.

Aussicht und Motiviation:
An sich war das Interesse der Kinder auf die Angurer eher sekundärer Natur, aber aufgrund der erwähnten Erreignisse will ich meine persönlichen Gedanken zur Motivation dieser Studie niederschreiben, um Ausblick auf die Möglichkeiten zu geben, die sich meiner Meinung nach in diesem speziellen Clan der MacAgrona finden.

Anders als die Angurer, auf die wir in unseren Tätigkeiten bisher trafen, scheinen die MacAgrona keine natürliche Feindschaft gegen die auserwählten Kinder zu führen. Dementsprechend drängt sich der Gedanke auf, dass sie aufgrund der Isolation ihrer Heimat nicht vom Netz der Lügen der Anhänger der Blender-Götter gefangen sind und idealen Nährboden für Manipulation zu sein scheinen. Da ich mich der Freundschaft des scheinbaren Oberhauptes dieses Clans - Berek MacAgrona - versichert habe, ist es mir möglich von innerhalb dieser Gemeinschaft meine Arbeit zu beginnen. Eine genaue Aussicht, inwiefern dies den Zielen der Letharen dienlich sein wird, ist schwer aufzustellen, aber habe ich bisher durch anfängliche Vermittelung und spätere Anstachelung der natürlichen Aversion gegen die Wüstekinder bewirken können, dass es zu einer ersten Eskalation vor den Toren Bajards kam.
Ich hoffe diesen Konflikt weiterschüren zu können, um die Wüstenziegen an mehreren Konfliktherden binden zu können und das Bündnisnetz der Blender solchermaßen zu schwächen und anfälliger für unsere Ziele zu machen.
Aus diesem Grund werde ich die MacAgrona finanziell wie logistisch unterstützen, um zu helfen sie zu einer ernstzunehmenden Macht im Norden wachsen zu lassen und enger an meine Person zu binden.
Ich erhoffe dass dies Eurem Willen entspricht, Erhabene, und bin zuversichtlich weitere Erfolge erzielen zu können.

-gez. Syrr'ael, Schüler des Erhabenen Shan'Rhyl
Shan´Rhyl

Beitrag von Shan´Rhyl »

Mit leicht hell-violett pulsierenden Augen durchschritt der hohe Lethyr die Höhlen der Letharen, dabei die Arme hinter dem Rücken verschrenkt und mit jenem Ausdruck auf den Gesichtszügen, als wäre er mit seinen Gedanken überall, nur nicht im hier und jetzt. Zurückgezogen hatte er sich in der letzten Zeit, mit dem Ziel dem einen, seinem Vater, näher zu kommen mit dem Wissen das die Belange seines Volkes in sicherer Hand geführt werden.

Aber da gab es noch seinen Schüler, ein äußerst fähiger, junger Lethyr in dem er schon früh relativ großes potential erkannte. Nur noch dieses richtig zu nutzen musste er lernen, wobei Shan'Rhyl jedoch keinerlei Zweifel hegte. Erst vor kurzer Zeit wurde ihm nämlich von jenem berichtet, dass er Kontakt zu einem Volk der Anguren hält und jenes infiltriert.

Dies waren nur kurze Gedankengänge die ihn bei den gleichmäßigen Schritten begleiteten, als er schon im hinteren Teil des Bau's angekommen war und ein fein säuberlichen Bericht auf dem Tisch entdeckte. Die fahlen Lippen wurden um einen Bruchteil angezogen, worauf ein zufriedenes und zugleich undurchdringliches lächeln diese überflügelten.

Rasch überflog der Lethyr das Schriftstück und nickte mehrmals eher zu sich selbst, als hätte es sonst irgendeinen möglichen Grund dafür gegeben.


"Akzeptabel erledigt er seinen Auftrag, fürwahr. Allmählich wird es Zeit ihn dem Vater näher zu bringen."

Fast lautlos wichen diese Worte über seine Lippen, die in der Dunkelheit verklangen und man sich selbst fragen konnte, ob sie je gesprochen wurden. Zunächst müsse er seinen Auftrag jedoch weiterführen, dann würde man weitersehen......
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