Krieg der Städte - Der Schäfer schlägt zurück
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Darna von Hohenfels
Krieg der Städte - Der Schäfer schlägt zurück
"Wir haben irgendwas Wichtiges vergessen. Unter Garantie. Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt. Wenn die in Rafaels Leute reinrauschen... oder bei den Tiefländern was schiefgeht... wieso hat keiner an Rammen gedacht, verdammt nochmal? Stehen wir vor verschlossenen Türen und gucken uns dumm an, oder was? Irgendwie... will Adrian den Leuten vorher nun eigentlich noch was sagen? Geht ja gar nicht. Keine Ansprache? Die sehen uns doch an und fragen, warum wir angreifen.
Warum...? Oder braucht es diese Frage tatsächlich nicht mehr? Sie haben genug getan, es reicht. Es ist Krieg, Selissa. Es ist immer Krieg gewesen. Wir werfen immerhin keine Frauen, Greise und Kinder von den Mauern. Ehre. Krieg ist nicht ritterlich, doch wir müssen darauf achten, unsere Ehre zu bewahren."
Sie hob den Kopf und blickte auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne, von dem sie meinte, daß dort Rahal liegen würde. Die Stadt des Brudermörders.
"Hast du Angst?
Eigentlich... irgendwie nicht. Sorgen - klar.
Aber nervös, hm?
Verdammt ja, und wie!"
Varuna. Ruhig.
Es war fast makaber, wie ruhig die Stadt war - doch dies war als Erfolg zu werten. Nein, es gab keine groß angelegte Mobilmachung. Keine Vorbereitung auf eine Belagerung. Sie würden entweder durchbrechen, oder der Angriff musste als gescheitert gelten. Ein wohlgezielter Hieb in die Magengrube mindestens, am besten gegen die Schläfe.
Sie sollten danach mit sich selbst beschäftigt sein müssen, ehe sich die beobachteten Entwicklungen der letzten Wochen in einem neuerlichen Angriff Rahals in all seiner bereits erlebten Grausamkeit äußern würden.
Dieser unmenschliche Schrei, der jedes dunkle Herz hatte frohlocken lassen und jedes lichte zusammenkrampfte...
Dann die Leichen in der Stadt, von denen ihnen berichtet worden war.
"Drinnen einmal aufräumen und durchfegen, dann kann man sich nach außen wenden", lautete die nüchterne Analyse.
Sie teilte Adrians Meinung - der geplante Präventivschlag war notwendig und er war mehr als gerechtfertigt. Sie hatte diese innere Ruhe gefühlt, als damals die Heiligkeit das Grabmal für die Gefallenen von Berchgard eingesegnet hatte.
Diese Ruhe nahm den Grund, nach Rache zu dürsten. Die Toten hatten Frieden gefunden - jedoch, die Lebenden... wieder glitt der Blick nachdenklich ins Leere.
"Möge Anara in Frieden ruhen - doch ihnen soll es nicht vegönnt sein, auf Ewigkeit zu behaupten, straflos hätten sie uns die Königin genommen. Die Lüge muß endlich offenbar werden, wir wären vor Angst gelähmt, um sie die in Berchgard massakrierten Menschen sühnen zu lassen, oder sie seien uns gar egal gewesen.
Ein Zeichen muß es sein. Nicht blind von Rachsucht getrieben wird die Anklage gerechtfertigt sein, wir wären im Geiste längst dem Brudermörder verfallen - nein, niemals! Sie werden am eigenen Leib erfahren, daß es ebenso Lüge ist, wir kauern uns in ein Mauseloch, unfähig zum Handeln leichte Beute.
Leckst du Panther dir diesmal noch selbstgefällig das Fell, bevor du dich zur zitternden Schafherde aufmachen willst, das nächste Blutbad anzurichten? Diesmal nicht.
Du wurdest beobachtet, und ich werde deinen überraschten Blick genießen, wenn der Schäfer hinter dir steht und dir das Fell einmal gerbt, zur Mahnung: wir sind weder blind noch blöd."
Hatten sie alles bedacht?
Sie hatte zu Anfang wieder sarkastisch gewitzelt... "Was Ihr von mir verlangt, Hoheit, ist genauso leicht zu erledigen wie 'unauffällig Katapulte in Auftrag zu geben'."
Es hatte düster ausgesehen zwischenzeitlich - Besprechungen der Ritter, die nicht voranzukommen schienen, Streit, Unruhe, veränderte Situationen, Pläne die fast komplett umgeworfen und neu geschmiedet wurden...
Gestern hatte es dann den fast schon erwarteten Knall zwischen ihr und Viola gegeben, als sie ihr mitteilte, daß sie bei Adrian in der Stadt bleiben sollte, wenn der Angriff beginnen würde.
Der Tag X rückte näher. Nur Kleinigkeiten noch, die vorbereitet werden mussten. Unauffällig.
"Wer angreift, hat leichter Blößen in der Verteidigung" - verinnerlichte Lehre aus zahllosen Kämpfen gegen Gernot. Varuna wusste sich zu verteidigen, hatte bitter und teuer lernen müssen. Würden sie auch wissen, wie man angriff?
"Ihr kennt sicher diese Situation, daß jemand vor einem Zaun steht, sich sicher wähnt und den Wachhund dahinter bis auf's Blut reizt...?" - Gedanken an Lektionen in der Garde. Das verhaltene Grinsen der Gardisten wurde für einen Moment ihr eigenes: Varuna war der Wachhund, und er suchte sich die Lücke im Zaun.
"Wenn ihr glaubt, wir hätten vergessen... Irrtum."
Warum...? Oder braucht es diese Frage tatsächlich nicht mehr? Sie haben genug getan, es reicht. Es ist Krieg, Selissa. Es ist immer Krieg gewesen. Wir werfen immerhin keine Frauen, Greise und Kinder von den Mauern. Ehre. Krieg ist nicht ritterlich, doch wir müssen darauf achten, unsere Ehre zu bewahren."
Sie hob den Kopf und blickte auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne, von dem sie meinte, daß dort Rahal liegen würde. Die Stadt des Brudermörders.
"Hast du Angst?
Eigentlich... irgendwie nicht. Sorgen - klar.
Aber nervös, hm?
Verdammt ja, und wie!"
Varuna. Ruhig.
Es war fast makaber, wie ruhig die Stadt war - doch dies war als Erfolg zu werten. Nein, es gab keine groß angelegte Mobilmachung. Keine Vorbereitung auf eine Belagerung. Sie würden entweder durchbrechen, oder der Angriff musste als gescheitert gelten. Ein wohlgezielter Hieb in die Magengrube mindestens, am besten gegen die Schläfe.
Sie sollten danach mit sich selbst beschäftigt sein müssen, ehe sich die beobachteten Entwicklungen der letzten Wochen in einem neuerlichen Angriff Rahals in all seiner bereits erlebten Grausamkeit äußern würden.
Dieser unmenschliche Schrei, der jedes dunkle Herz hatte frohlocken lassen und jedes lichte zusammenkrampfte...
Dann die Leichen in der Stadt, von denen ihnen berichtet worden war.
"Drinnen einmal aufräumen und durchfegen, dann kann man sich nach außen wenden", lautete die nüchterne Analyse.
Sie teilte Adrians Meinung - der geplante Präventivschlag war notwendig und er war mehr als gerechtfertigt. Sie hatte diese innere Ruhe gefühlt, als damals die Heiligkeit das Grabmal für die Gefallenen von Berchgard eingesegnet hatte.
Diese Ruhe nahm den Grund, nach Rache zu dürsten. Die Toten hatten Frieden gefunden - jedoch, die Lebenden... wieder glitt der Blick nachdenklich ins Leere.
"Möge Anara in Frieden ruhen - doch ihnen soll es nicht vegönnt sein, auf Ewigkeit zu behaupten, straflos hätten sie uns die Königin genommen. Die Lüge muß endlich offenbar werden, wir wären vor Angst gelähmt, um sie die in Berchgard massakrierten Menschen sühnen zu lassen, oder sie seien uns gar egal gewesen.
Ein Zeichen muß es sein. Nicht blind von Rachsucht getrieben wird die Anklage gerechtfertigt sein, wir wären im Geiste längst dem Brudermörder verfallen - nein, niemals! Sie werden am eigenen Leib erfahren, daß es ebenso Lüge ist, wir kauern uns in ein Mauseloch, unfähig zum Handeln leichte Beute.
Leckst du Panther dir diesmal noch selbstgefällig das Fell, bevor du dich zur zitternden Schafherde aufmachen willst, das nächste Blutbad anzurichten? Diesmal nicht.
Du wurdest beobachtet, und ich werde deinen überraschten Blick genießen, wenn der Schäfer hinter dir steht und dir das Fell einmal gerbt, zur Mahnung: wir sind weder blind noch blöd."
Hatten sie alles bedacht?
Sie hatte zu Anfang wieder sarkastisch gewitzelt... "Was Ihr von mir verlangt, Hoheit, ist genauso leicht zu erledigen wie 'unauffällig Katapulte in Auftrag zu geben'."
Es hatte düster ausgesehen zwischenzeitlich - Besprechungen der Ritter, die nicht voranzukommen schienen, Streit, Unruhe, veränderte Situationen, Pläne die fast komplett umgeworfen und neu geschmiedet wurden...
Gestern hatte es dann den fast schon erwarteten Knall zwischen ihr und Viola gegeben, als sie ihr mitteilte, daß sie bei Adrian in der Stadt bleiben sollte, wenn der Angriff beginnen würde.
Der Tag X rückte näher. Nur Kleinigkeiten noch, die vorbereitet werden mussten. Unauffällig.
"Wer angreift, hat leichter Blößen in der Verteidigung" - verinnerlichte Lehre aus zahllosen Kämpfen gegen Gernot. Varuna wusste sich zu verteidigen, hatte bitter und teuer lernen müssen. Würden sie auch wissen, wie man angriff?
"Ihr kennt sicher diese Situation, daß jemand vor einem Zaun steht, sich sicher wähnt und den Wachhund dahinter bis auf's Blut reizt...?" - Gedanken an Lektionen in der Garde. Das verhaltene Grinsen der Gardisten wurde für einen Moment ihr eigenes: Varuna war der Wachhund, und er suchte sich die Lücke im Zaun.
"Wenn ihr glaubt, wir hätten vergessen... Irrtum."
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Darna von Hohenfels
"Es ist kein Privileg, mich zu begleiten, Viola. Wäre es nicht notwendig, würde ich Selissa nicht weniger hierlassen als dich. Wäre es nicht notwendig, würde ich überhaupt niemanden dort wissen wollen."
Sie drückte das Mädchen an sich und horchte dem schweren Stein nach, der ihr endlich vom Herzen gefallen war, als sichtbar die Wut aus Viola wich. Sie hatte ihr vorher nicht einmal ins Gesicht sehen können.
"Ich mach mir doch nur Sorgen um dich, Kleines. Schlimm genug, um wie viele Menschen dort ich mir Sorgen machen müsste. Himmel, ich muß klar denken können und ... in manchen Dingen vielleicht sogar rücksichtslos sein müssen. Menschen, die in den Tod befohlen werden - ein Knappe muß dazugehören können, ein Leutnant, ein Hauptmann, ein Ritter... doch du... nein, nicht du."
"Pass bitte auf dich auf und komm gesund wieder."
Es schnürte ihr die Kehle zu.
Die nächste Nacht, das nächste Mal endlos wirkende Zeit auf den Schlaf warten. Nein, keinen Gedanken an die Phiolen mit Schlaftrunk verschwenden. Gar nicht erst damit anfangen... Das Schloß war lauter als das Kloster, es war irgendwie seltsam.
Menschlichkeit, Leid, Rücksicht, Rücksichtslosigkeit... in Bildern wanderte es ihr unstet durch den Sinn. Es gab genügend Gedichte und Lieder über die Leiden des Krieges, doch im Moment, wo sie nicht auf einen Angriff reagieren musste, sondern sich über die Konsequenzen des Handelns Gedanken machen konnte, wurde es greifbar - Krieg fragte nicht danach, ob Hudgarr und Rafael ihre Hochzeit planten. Für einen makaberen Moment war sie sogar froh, daß Adrenalon nicht... sie verdrängte den Gedanken so schnell wieder, wie er gekommen war.
Es war ihr breites, bequemes Doppelbett, nicht die eher spartanisch anmutende Schlafstatt des Klosters - doch auch wenn ihr die Unterschiede der Umgebung mit leichter Überraschung bewusst wurden, eines überraschte sie kein bißchen:
"Ich träume."
Diesmal wusste sie es, als Rahal sich nur als vor ihr drohendes Labyrinth aus schwarzen Mauern zeigte, aus dem sich die Opferstätte mit von ihm herunter strömenden Bächen von Blut emporhob, in dem sie das Schreien, Waffengeklirr und Chaos eher spürte als hörte.
Sie schaute diesmal nicht auf ihre rechte Hand, doch es ruhte ein Schwertgriff darin. Vorsichtig "tasteten" ihre Finger darum. Nein, das war ihr Schwert. Lichte Schwester, nur ihr Schwert. Verwundert furchte sie die Stirn. Wo war...?
Es hing über der Stadt, drohend die Spitze nach unten gerichtet. Plötzlich wusste sie es einfach, hob den Blick. Wie eine tief hängende Wolke, diffus, das Aussehen nicht wirklich zu erfassen, scheinbar so leicht zu greifen. Das Schwert war leicht. Es lag vor ihr. Sie hob den Blick und streckte die Hand aus. In dem Moment, in dem sie verwundert registrierte, daß ihre rechte Hand nun doch leer war...
wachte sie auf.
Dunkel. Bett. Schloß. Vage innere Unruhe. Wie lange hatte sie geschlafen? "Kaum, vielleicht zwei, höchstens vier Stunden", lautete später die Analyse. Sandsturm schien sich gar nicht mehr daran zu stören, wenn seine Reiterin zu den seltsamsten Zeiten nach dem Sattel griff. Er reagierte dann auch nicht wie der jugendliche Morgen, doch treu brachte er sie zu den dicken, hohen Mauern des Klosters...
"Ich muß es endlich hinter mich bringen."
Sie drückte das Mädchen an sich und horchte dem schweren Stein nach, der ihr endlich vom Herzen gefallen war, als sichtbar die Wut aus Viola wich. Sie hatte ihr vorher nicht einmal ins Gesicht sehen können.
"Ich mach mir doch nur Sorgen um dich, Kleines. Schlimm genug, um wie viele Menschen dort ich mir Sorgen machen müsste. Himmel, ich muß klar denken können und ... in manchen Dingen vielleicht sogar rücksichtslos sein müssen. Menschen, die in den Tod befohlen werden - ein Knappe muß dazugehören können, ein Leutnant, ein Hauptmann, ein Ritter... doch du... nein, nicht du."
"Pass bitte auf dich auf und komm gesund wieder."
Es schnürte ihr die Kehle zu.
Die nächste Nacht, das nächste Mal endlos wirkende Zeit auf den Schlaf warten. Nein, keinen Gedanken an die Phiolen mit Schlaftrunk verschwenden. Gar nicht erst damit anfangen... Das Schloß war lauter als das Kloster, es war irgendwie seltsam.
Menschlichkeit, Leid, Rücksicht, Rücksichtslosigkeit... in Bildern wanderte es ihr unstet durch den Sinn. Es gab genügend Gedichte und Lieder über die Leiden des Krieges, doch im Moment, wo sie nicht auf einen Angriff reagieren musste, sondern sich über die Konsequenzen des Handelns Gedanken machen konnte, wurde es greifbar - Krieg fragte nicht danach, ob Hudgarr und Rafael ihre Hochzeit planten. Für einen makaberen Moment war sie sogar froh, daß Adrenalon nicht... sie verdrängte den Gedanken so schnell wieder, wie er gekommen war.
Es war ihr breites, bequemes Doppelbett, nicht die eher spartanisch anmutende Schlafstatt des Klosters - doch auch wenn ihr die Unterschiede der Umgebung mit leichter Überraschung bewusst wurden, eines überraschte sie kein bißchen:
"Ich träume."
Diesmal wusste sie es, als Rahal sich nur als vor ihr drohendes Labyrinth aus schwarzen Mauern zeigte, aus dem sich die Opferstätte mit von ihm herunter strömenden Bächen von Blut emporhob, in dem sie das Schreien, Waffengeklirr und Chaos eher spürte als hörte.
Sie schaute diesmal nicht auf ihre rechte Hand, doch es ruhte ein Schwertgriff darin. Vorsichtig "tasteten" ihre Finger darum. Nein, das war ihr Schwert. Lichte Schwester, nur ihr Schwert. Verwundert furchte sie die Stirn. Wo war...?
Es hing über der Stadt, drohend die Spitze nach unten gerichtet. Plötzlich wusste sie es einfach, hob den Blick. Wie eine tief hängende Wolke, diffus, das Aussehen nicht wirklich zu erfassen, scheinbar so leicht zu greifen. Das Schwert war leicht. Es lag vor ihr. Sie hob den Blick und streckte die Hand aus. In dem Moment, in dem sie verwundert registrierte, daß ihre rechte Hand nun doch leer war...
wachte sie auf.
Dunkel. Bett. Schloß. Vage innere Unruhe. Wie lange hatte sie geschlafen? "Kaum, vielleicht zwei, höchstens vier Stunden", lautete später die Analyse. Sandsturm schien sich gar nicht mehr daran zu stören, wenn seine Reiterin zu den seltsamsten Zeiten nach dem Sattel griff. Er reagierte dann auch nicht wie der jugendliche Morgen, doch treu brachte er sie zu den dicken, hohen Mauern des Klosters...
"Ich muß es endlich hinter mich bringen."
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Rafael de Arganta
Schlaf ...
er gönnte sich wenig im Moment.
Die Kälte des Morgens trieb ihm die Müdigkeit aus den Gliedern.
Felicitas schlief noch fest als er gegangen war, unwillig murmelnd ihn aus ihren Armen entlassend.
Schmunzelnde hatte er noch ein Herz aus kleinen Steinen unten vor die Treppe gelegt, dieses mit hellem Sand ausgefüllt und eine Kerze hereingestellt, bevor er gegangen war.
Wie grotesk es doch war.
Es war als bestünde er aus zwei Menschen. Zwei Seelen. Sobald er die Tür hinter sich zuschlug, mit Feli alleine war, war er wie es sich wohl kaum jemand vorstellen konnte.
Er nahm sich viel Zeit dafür sein Pferd zu striegeln und zu satteln.
Rahal...
Er hatte darauf gewartet. Das musste er unumwunden zugeben
Erst die Schmach bei Varuna... dann Berchgard... noch immer hörte er die Schreie der Handwerker die man dort misshandelt und gefoltert von den Mauern gestossen hatte.
Anara...
Der Mord an der lebenslustigen stets freundliche Königin... nein, nicht nur er wartete darauf einmal die Krallen zu zeigen.
Das hatte er an der Entschlossenheit seiner eigenen Leute gesehen als er es ihnen verkündet hatte.
Die Ziele waren so gesteckt das sie erreichbar waren, und Rahal sich erstenimal die Wunden lecken würden bevor sie selber an einen Angriff dachten.
Hinter den dicken Mauern der Allianz liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Gemeinsam trainierte man hart und ohne Unterlass.
Gemeinsam oder auch einzelnd doch jeder war sich der Wichtigkeit bewusst.
Jeder Handgriff musste sitzen.
In Varuna selber war kaum etwas von der Mobilmachung zu bemerken. Auch wenn die ausgewählten Gardisten teilweise mit merklicher Anspannung ihren Dienst absolvierten.
Rafael kam es vor als wirke alles wie ein auf einen Bogen eingespannter Pfeil...
Bereit jederzeit abgeschossen zu werden.
Man wartete nur noch auf den Einsatzbefehl seitens des Grafen.
Adrian wollte und musste auf Nummer sicher gehen. Wollte das zuvor alles getan wurde um Berchgard und Varuna vor einem Postum Racheakt der Rahaler zu schützen.
War es richtig was sie taten?
Entschlossen zog Rafael den Sattelgurt fest und schwang sich auf Rymis Rücken.
Wer vermochte das schon zu sagen.
Temora hatte ebenso das Schwert geschwungen.
Irgendwann war nun einmal eine Grenze überschritten und man musste Handeln, wollte man Stärke beweisen.
Jene die aus fernen Ländern anreisten, würden sich kaum noch unter den Schutz des Grafen stellen wenn sie nur das Vergangene sahen.
Der Tag war nah.
Die Luft roch nach Vergeltung und er wollte kaum zugeben wie sehr die Unruhe... Angst? In seinem Magen rebellierte.
Ein Krieg... sollte so es ging immer verhindert werden, aber wenn er dazu da war größeres zu verhindern musste er akzeptiert werden.
Rafael wollte gar nicht erst an die Verluste denken die auf sie zu kommen konnten.
Darna, Aradan, Falk... mit denen alles miniziös durchgesprochen war, erging es sicher nicht anders als ihm... obwohl Falk? Er schüttelte den Kopf. Der Mann besaß einfach keine Nerven.
Er würde sich sicherlich schon auf den Kampf freuen.
Wie und wann es auch endlich losgehen würde...
sie würden es hinter sich bringen, sich der Herausforderung stellen die ihnen gegeben wurde.
Und so hoffte er ..
Am Ende zufrieden sein können mit dem was sie erreichen wollten.
Einmal Stärke zeigen und Aufschub weiterer Angriffe seitens Rahals bewirken.
er gönnte sich wenig im Moment.
Die Kälte des Morgens trieb ihm die Müdigkeit aus den Gliedern.
Felicitas schlief noch fest als er gegangen war, unwillig murmelnd ihn aus ihren Armen entlassend.
Schmunzelnde hatte er noch ein Herz aus kleinen Steinen unten vor die Treppe gelegt, dieses mit hellem Sand ausgefüllt und eine Kerze hereingestellt, bevor er gegangen war.
Wie grotesk es doch war.
Es war als bestünde er aus zwei Menschen. Zwei Seelen. Sobald er die Tür hinter sich zuschlug, mit Feli alleine war, war er wie es sich wohl kaum jemand vorstellen konnte.
Er nahm sich viel Zeit dafür sein Pferd zu striegeln und zu satteln.
Rahal...
Er hatte darauf gewartet. Das musste er unumwunden zugeben
Erst die Schmach bei Varuna... dann Berchgard... noch immer hörte er die Schreie der Handwerker die man dort misshandelt und gefoltert von den Mauern gestossen hatte.
Anara...
Der Mord an der lebenslustigen stets freundliche Königin... nein, nicht nur er wartete darauf einmal die Krallen zu zeigen.
Das hatte er an der Entschlossenheit seiner eigenen Leute gesehen als er es ihnen verkündet hatte.
Die Ziele waren so gesteckt das sie erreichbar waren, und Rahal sich erstenimal die Wunden lecken würden bevor sie selber an einen Angriff dachten.
Hinter den dicken Mauern der Allianz liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Gemeinsam trainierte man hart und ohne Unterlass.
Gemeinsam oder auch einzelnd doch jeder war sich der Wichtigkeit bewusst.
Jeder Handgriff musste sitzen.
In Varuna selber war kaum etwas von der Mobilmachung zu bemerken. Auch wenn die ausgewählten Gardisten teilweise mit merklicher Anspannung ihren Dienst absolvierten.
Rafael kam es vor als wirke alles wie ein auf einen Bogen eingespannter Pfeil...
Bereit jederzeit abgeschossen zu werden.
Man wartete nur noch auf den Einsatzbefehl seitens des Grafen.
Adrian wollte und musste auf Nummer sicher gehen. Wollte das zuvor alles getan wurde um Berchgard und Varuna vor einem Postum Racheakt der Rahaler zu schützen.
War es richtig was sie taten?
Entschlossen zog Rafael den Sattelgurt fest und schwang sich auf Rymis Rücken.
Wer vermochte das schon zu sagen.
Temora hatte ebenso das Schwert geschwungen.
Irgendwann war nun einmal eine Grenze überschritten und man musste Handeln, wollte man Stärke beweisen.
Jene die aus fernen Ländern anreisten, würden sich kaum noch unter den Schutz des Grafen stellen wenn sie nur das Vergangene sahen.
Der Tag war nah.
Die Luft roch nach Vergeltung und er wollte kaum zugeben wie sehr die Unruhe... Angst? In seinem Magen rebellierte.
Ein Krieg... sollte so es ging immer verhindert werden, aber wenn er dazu da war größeres zu verhindern musste er akzeptiert werden.
Rafael wollte gar nicht erst an die Verluste denken die auf sie zu kommen konnten.
Darna, Aradan, Falk... mit denen alles miniziös durchgesprochen war, erging es sicher nicht anders als ihm... obwohl Falk? Er schüttelte den Kopf. Der Mann besaß einfach keine Nerven.
Er würde sich sicherlich schon auf den Kampf freuen.
Wie und wann es auch endlich losgehen würde...
sie würden es hinter sich bringen, sich der Herausforderung stellen die ihnen gegeben wurde.
Und so hoffte er ..
Am Ende zufrieden sein können mit dem was sie erreichen wollten.
Einmal Stärke zeigen und Aufschub weiterer Angriffe seitens Rahals bewirken.
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Falk Hinrah
"TSCHUNK!"
"GRSCH!"
"KTSCHUNK!"
"TOCK!"
Laut hallte es über die Fläche vor Grimwould.
Immer wieder fuhr Stahl in Holz.
Vor einem gut befestigten, ungefähr 6 Ellen hohen Baumstamm von anderthalb Ellen Durchmesser stand der blonde Hüne, die Haare klebrig vom Schweiss, der mit Narben übersäte Oberkörper dampfend in der morgendlichen Kühle. In seinen Ohren hämmerte der Herzschlag als er mit brutalen Schlägen die edle Klinge Scylfings immer wieder auf den mannsgrossen Stamm aufschlagen ließ. Doch wer erwartet hätte, dass seine Augen vor Hass strahlten hätte sich gewundert. Denn der kühle, blaue Blick gab eine tiefe Seelenruhe preis.
Kurz setzte er ab und ließ seinen Blick zum Horizont wandern. Nordwest, dort irgendwo musste die Stadt des Feindes liegen.
Dies war seine Welt, als Diplomat, als Ehemann und auch als Jarl mochte er nicht so gut sein wie andere Leute, aber er war als Krieger geboren und von Kindesbeinen an dazu erzogen worden seinen Clan zu schützen und die Feinde seines Volkes zu bekämpfen. Sicher, gerechter Zorn auf jene die sein Volk an den Rand der Vernichtung getrieben hatten war ein grosser Teil dessen was ihn antrieb. Doch alles in allem lief es auf eine einzige kalte Berechnung hinaus:
Rahal hat deinen Clan mehrfach angegriffen, schon als sie noch keinen Grund dazu hatten. Das bedeutet Rahal ist eine Bedrohung für deinen Clan. Solange Rahal gross und stark ist, ist dein Clan in Gefahr. Also muss Rahal geschwächt oder gar vernichtet werden.
Und nun war es endlich so weit, als er schon so weit gewesen war das Bündniss mit Varuna zu beenden, da die Gefolgsleute Temoras sich nicht wie Jäger, sonder eher wie Beute benahmen, hatte Varuna seine Stärke erkannt und wurde vom braven Lamm zum Hütehund. Noch immer keine Wölfe, doch zumindest schonmal ein degenerierter Vetter seines Totems und keine Beute.
Ein kurzes Schmunzeln huschte über sein Gesicht, noch vor einem Jahr hätte er dem Kampf entgegen gefiebert und sich in Phantasien des Heldenmutes ergangen. Doch seine Ausbildung zum Einherjer hatte viel verändert. Als Krieger des Wolftotems hatte er Beherrschung lernen müssen und auch erkannt, dass das was sie taten nichts heldenhaftes an sich hatte. Es machte keinen Spass zu kämpfen - nunja, ein wenig - aber vor allem war es etwas, das getan werden musste.
Und vor dieser Überzeugung verblassten alle Einwände. Sie waren nur diejenigen die geschehen ließen was geschehen musste. Und auch wenn einige Wenige sich deswegen in die Hosen machen würden, so war nun einmal der Gang der Welt.
Langsam hob er die lange Klinge vor seine Augen und betrachtete sein Spiegelbild, Ruhe, Sicherheit, Mut und der feste Glaube an die eigene Sache blickten ihm aus einem harten Gesicht entgegen. Sein Leben war Krieg gewesen, kaum alt genug ein Schwert zu führen hatte er dieses beinahe ununterbrochen gebraucht. Die Meisten anderen Clansleute waren aus einem anderen Holz als ihr Jarl, waren in Flüchtlingslagern aufgewachsen, immer in der Furcht die Schrecken Alatars würden ihnen folgen. In Stjarnas Fall war das sogar eingetreten. Doch wer in andauernder Gefahr lebt hört irgendwann auf diese zu fürchten, der tiefländische Geist konnte einfach nicht ununterbrochen in Angst leben.
Aber wenn er ehrlich mit sich war... er hatten Angst. Angst vor Eisenwart. Angst vor Rahal. Angst vor den Schergen Alatars. Angst um seinen Sohn, seine Frau, seinen Clan, sein Volk. Ja, auch für ihn war die Zeit gekommen das neue Machtbewusstsein seiner Verbündeten zu nutzen. Die Zeit der Angst würde in einer Woge aus Blut und Gewalt enden.
Bald.
"TSCHUNK!"
"GRSCH!"
"KTSCHUNK!"
"TOCK!"
"GRSCH!"
"KTSCHUNK!"
"TOCK!"
Laut hallte es über die Fläche vor Grimwould.
Immer wieder fuhr Stahl in Holz.
Vor einem gut befestigten, ungefähr 6 Ellen hohen Baumstamm von anderthalb Ellen Durchmesser stand der blonde Hüne, die Haare klebrig vom Schweiss, der mit Narben übersäte Oberkörper dampfend in der morgendlichen Kühle. In seinen Ohren hämmerte der Herzschlag als er mit brutalen Schlägen die edle Klinge Scylfings immer wieder auf den mannsgrossen Stamm aufschlagen ließ. Doch wer erwartet hätte, dass seine Augen vor Hass strahlten hätte sich gewundert. Denn der kühle, blaue Blick gab eine tiefe Seelenruhe preis.
Kurz setzte er ab und ließ seinen Blick zum Horizont wandern. Nordwest, dort irgendwo musste die Stadt des Feindes liegen.
Dies war seine Welt, als Diplomat, als Ehemann und auch als Jarl mochte er nicht so gut sein wie andere Leute, aber er war als Krieger geboren und von Kindesbeinen an dazu erzogen worden seinen Clan zu schützen und die Feinde seines Volkes zu bekämpfen. Sicher, gerechter Zorn auf jene die sein Volk an den Rand der Vernichtung getrieben hatten war ein grosser Teil dessen was ihn antrieb. Doch alles in allem lief es auf eine einzige kalte Berechnung hinaus:
Rahal hat deinen Clan mehrfach angegriffen, schon als sie noch keinen Grund dazu hatten. Das bedeutet Rahal ist eine Bedrohung für deinen Clan. Solange Rahal gross und stark ist, ist dein Clan in Gefahr. Also muss Rahal geschwächt oder gar vernichtet werden.
Und nun war es endlich so weit, als er schon so weit gewesen war das Bündniss mit Varuna zu beenden, da die Gefolgsleute Temoras sich nicht wie Jäger, sonder eher wie Beute benahmen, hatte Varuna seine Stärke erkannt und wurde vom braven Lamm zum Hütehund. Noch immer keine Wölfe, doch zumindest schonmal ein degenerierter Vetter seines Totems und keine Beute.
Ein kurzes Schmunzeln huschte über sein Gesicht, noch vor einem Jahr hätte er dem Kampf entgegen gefiebert und sich in Phantasien des Heldenmutes ergangen. Doch seine Ausbildung zum Einherjer hatte viel verändert. Als Krieger des Wolftotems hatte er Beherrschung lernen müssen und auch erkannt, dass das was sie taten nichts heldenhaftes an sich hatte. Es machte keinen Spass zu kämpfen - nunja, ein wenig - aber vor allem war es etwas, das getan werden musste.
Und vor dieser Überzeugung verblassten alle Einwände. Sie waren nur diejenigen die geschehen ließen was geschehen musste. Und auch wenn einige Wenige sich deswegen in die Hosen machen würden, so war nun einmal der Gang der Welt.
Langsam hob er die lange Klinge vor seine Augen und betrachtete sein Spiegelbild, Ruhe, Sicherheit, Mut und der feste Glaube an die eigene Sache blickten ihm aus einem harten Gesicht entgegen. Sein Leben war Krieg gewesen, kaum alt genug ein Schwert zu führen hatte er dieses beinahe ununterbrochen gebraucht. Die Meisten anderen Clansleute waren aus einem anderen Holz als ihr Jarl, waren in Flüchtlingslagern aufgewachsen, immer in der Furcht die Schrecken Alatars würden ihnen folgen. In Stjarnas Fall war das sogar eingetreten. Doch wer in andauernder Gefahr lebt hört irgendwann auf diese zu fürchten, der tiefländische Geist konnte einfach nicht ununterbrochen in Angst leben.
Aber wenn er ehrlich mit sich war... er hatten Angst. Angst vor Eisenwart. Angst vor Rahal. Angst vor den Schergen Alatars. Angst um seinen Sohn, seine Frau, seinen Clan, sein Volk. Ja, auch für ihn war die Zeit gekommen das neue Machtbewusstsein seiner Verbündeten zu nutzen. Die Zeit der Angst würde in einer Woge aus Blut und Gewalt enden.
Bald.
"TSCHUNK!"
"GRSCH!"
"KTSCHUNK!"
"TOCK!"
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Adrian von Hohenfels
Pläne geschmiedet, Pläne verworfen. Diskussionen um Durchführung, Rückzüge und Streit. Die Monate hatten viel mit sich gebracht. Es mochte für manche intensive Überlegung sein, für andere nur ständiges Zurückstecken. Doch letztlich würde Varuna, würde er und würden jene die ihm folgten nicht für die Ewigkeiten das Zurückstecken üben. Nicht allein die Grafschaft brodelte. Die Mannen des Reiches, sie alle schwelten seit Monaten, verharrend darauf, eine Antwort auf den Tot Anaras erbringen zu können.
Er vermochte nicht zu sagen, wie seine Anforderung, welche die Hauptstadt erreicht hatte, bei den dort verharrenden und wartenden Truppen nun genau aufgenommen werden würde. Er hatte oft und mit vielen Männern und Frauen der Armee gesprochen. Sie alle waren bereit zu kämpfen, Rahal die Antwort des Verlustes vor Augen zu führen. Gewiss würde man der Order nur zu gern folgen.
Gespräche und Vorbereitungen liefen, stets unter dem Mantel des Schweigens. Nur ein Wort zuviel das fiele, könnte alles zunichte machen. Nur eine Ahnung zuviel auf Seiten des Gegners in Rahal, würde sie entweder zur intensiven Vorbereitung bringen oder gar zu einem Schlag veranlassen, bevor die Pläne Früchte tragen konnten....
Endlich, nach Tagen des Wartens, kam die Nachricht auf die er solang gewartet hatte. Sie zeigte ihm auf, dass seine geheime Botschaft gen Reichshauptstadt ihr Ziel erreicht hatte. Die Drachen, die Botschaft war verstanden worden und diese Nachricht deutete an, dass eben jene geforderte Truppenentsendung angelangt war.
Im Schutze der Morgendämmerung des nächsten Morgens war er selbst aufgebrochen, gut getarnt durch die einfache Robe, ein unbekanntes Pferd nutzend. Die Tore Varunas und Berchgards lagen alsbald hinter ihm. Sein Ritt führte ihn ins Hinterland. Weit im Norden dessen, wo georderte Truppen das Zeichen erwarteten. Er konnte sie erkennen, Schemen in der Dunkelheit. Vier grosse Schemen die warteten. Das genannte Zeichen der Fackel war bald erbracht und nicht lang hierauf legten die vier Ruderboote an.
Auf einem jeden der Befehlshaber seines Schiffes. Entschlossene Mienen die ebenso bereit waren wie die ihn untergebenen Mannen. Nur wenige Worte wurden gesprochen. Man würde bereit sein. Die Order, des Angriffs und des Schutzes war klar gegeben. So würden 2 jener Schemen dort draussen, zu gegebener Stunde nahe Berchgard verharren, während zwei ihre Ziele fern im Westen finden würden. Alles war bereit, nur eine kurze Nachricht sobald der Marsch begann, würde noch nötig sein.
Er vermochte nicht zu sagen, wie seine Anforderung, welche die Hauptstadt erreicht hatte, bei den dort verharrenden und wartenden Truppen nun genau aufgenommen werden würde. Er hatte oft und mit vielen Männern und Frauen der Armee gesprochen. Sie alle waren bereit zu kämpfen, Rahal die Antwort des Verlustes vor Augen zu führen. Gewiss würde man der Order nur zu gern folgen.
Gespräche und Vorbereitungen liefen, stets unter dem Mantel des Schweigens. Nur ein Wort zuviel das fiele, könnte alles zunichte machen. Nur eine Ahnung zuviel auf Seiten des Gegners in Rahal, würde sie entweder zur intensiven Vorbereitung bringen oder gar zu einem Schlag veranlassen, bevor die Pläne Früchte tragen konnten....
Endlich, nach Tagen des Wartens, kam die Nachricht auf die er solang gewartet hatte. Sie zeigte ihm auf, dass seine geheime Botschaft gen Reichshauptstadt ihr Ziel erreicht hatte. Die Drachen, die Botschaft war verstanden worden und diese Nachricht deutete an, dass eben jene geforderte Truppenentsendung angelangt war.
Im Schutze der Morgendämmerung des nächsten Morgens war er selbst aufgebrochen, gut getarnt durch die einfache Robe, ein unbekanntes Pferd nutzend. Die Tore Varunas und Berchgards lagen alsbald hinter ihm. Sein Ritt führte ihn ins Hinterland. Weit im Norden dessen, wo georderte Truppen das Zeichen erwarteten. Er konnte sie erkennen, Schemen in der Dunkelheit. Vier grosse Schemen die warteten. Das genannte Zeichen der Fackel war bald erbracht und nicht lang hierauf legten die vier Ruderboote an.
Auf einem jeden der Befehlshaber seines Schiffes. Entschlossene Mienen die ebenso bereit waren wie die ihn untergebenen Mannen. Nur wenige Worte wurden gesprochen. Man würde bereit sein. Die Order, des Angriffs und des Schutzes war klar gegeben. So würden 2 jener Schemen dort draussen, zu gegebener Stunde nahe Berchgard verharren, während zwei ihre Ziele fern im Westen finden würden. Alles war bereit, nur eine kurze Nachricht sobald der Marsch begann, würde noch nötig sein.
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Ian Vondran
Wenn der Schüler zum Lehrer wird oder – Das Conventum wächst
Ihm wurde immer deutlicher, dass er unlängst die Rolle eines Lehrers eingenommen hatte, die seines neuen Ordensbruders Nilama. Er ertappte sich bei wohlgemeinten Ratschlägen und Lesungen, in denen sich deutlich die Züge der Lehren des Palarius, seines eigenen Lehrers wieder fanden und auch umsorgte er jenen gleich wie man einst ihn umsorgte. Doch hegte er ob dieser Tatsache keinerlei Gramm, viel mehr erfüllte es ihn mit Stolz mehr beitragen zu können und einen neuen Träger der Tugenden ausbilden zu können, so wie man es einst mit ihm tat. Gerade in solchen Zeiten erschien ihm eine weitere, treu dem Glauben ergebene Seele in den Reihen des Ordens von großer Wichtigkeit.
Der Tag des Krieges rückte stetig näher und zunehmend wuchs seine Sorge um das wohl jener, die in diese Schlacht ziehen würden. In seinen Augen war dieser übermütige Versuch das Unheil von dieser Welt zu schaffen oder zumindest den Herd für jenen auszulöschen, ein zu großes Wagnis. Gewiss lagen seine Zweifel nicht in der Stärke der Truppen, auch sollte es nicht an den Glauben an den göttlichen Beistandes mangeln, wenn gleich dafür aber an der Loyalität und Verschwiegenheit Mancher aus den eigenen Reihen. Wer wusste schon ob sich die Rahaler nicht längst vorbereiteten weil man ihnen die Kunde über diesen Überraschungsangriff zugetragen hatte?! Umso mehr Zweifel ob jenes Vorhabens bekümmerten ihn. Seine Aufgabe war klar und auch hatten längere Gildensitzungen jene Entschlüsse bekräftigt, doch war da noch sein Mentor und Ordensbruder, der ehrenwerte Palarius, sein Freund. Er wusste, jener würde nicht davor schrecken sein Leben zu lassen für die Seinen, doch war es Ians Aufgabe, dessen Leben eben zu schützen. Und dann war da auch noch Nilama. Um was sollte er sich noch alles kümmern? Die Verantwortung wuchs und mit jener die Angst um die Seinen, um die tapfren Kempen, um Varuna, gar um die hilfsbedürftigen Seelen der geblendeten Feinde. Waren doch auch sie fast alle jenen pompösen Reden, Worten und Lügen der finstren Gottheiten verfallen und ersuchten tief in ihrem Inneren Erlösung von jenem Unheil. So wollte er jenen diese Erlösung ermöglichen, gleich auf welche Weise.
Er musste sich nun erst einmal sammeln, auf den rechten Weg besinnen, auf den des Ordens, auf die Tugenden seiner Hoffnungsträgerin in welche er sein Vertrauen gesetzt hatte. Sie würde ihm die Kraft schenken, ihm und allen die für sie in diese Schlacht ziehen würden. Eine Schlacht die in seinen Augen nicht zu gewinnen, wenn gleich aber auch nicht zu verlieren war. Denn selbst wenn die Reste der Stadt brennen würden, so würde der Hass, die Bosheit weiter in den Herzen jener anreifen, deren sich Alatar einst schon annahm. Menschen würden ihr Leben lassen für eine gute Sache, doch für eine ebenso aussichtslose. Bekämpfen und aufhalten konnte man die Hasserfüllten und Alatargläubige, doch nicht vernichten. Würden sie gerichtet, so wären da Andere, welche sich durch ihren schwachen Charakter und derer Bereitschaft zur Ungerechtigkeit von Alatar leiten lassen würden um das Unheil ins Land zu tragen. Es war kein Kampf der enden würde, es war ein endloser Kampf, der Kampf der immer weilen würde, der Kampf der Menschheit und deren Götter, und er würde ihn kämpfen, nicht aus Glaube an einen Sieg, sondern den Glauben an Temora, auf ein ewiges Heil aller, für ein Leben in Demut und Mitgefühl, Freude und Einigkeit, für die Seinen, für sich.
Ihm wurde immer deutlicher, dass er unlängst die Rolle eines Lehrers eingenommen hatte, die seines neuen Ordensbruders Nilama. Er ertappte sich bei wohlgemeinten Ratschlägen und Lesungen, in denen sich deutlich die Züge der Lehren des Palarius, seines eigenen Lehrers wieder fanden und auch umsorgte er jenen gleich wie man einst ihn umsorgte. Doch hegte er ob dieser Tatsache keinerlei Gramm, viel mehr erfüllte es ihn mit Stolz mehr beitragen zu können und einen neuen Träger der Tugenden ausbilden zu können, so wie man es einst mit ihm tat. Gerade in solchen Zeiten erschien ihm eine weitere, treu dem Glauben ergebene Seele in den Reihen des Ordens von großer Wichtigkeit.
Der Tag des Krieges rückte stetig näher und zunehmend wuchs seine Sorge um das wohl jener, die in diese Schlacht ziehen würden. In seinen Augen war dieser übermütige Versuch das Unheil von dieser Welt zu schaffen oder zumindest den Herd für jenen auszulöschen, ein zu großes Wagnis. Gewiss lagen seine Zweifel nicht in der Stärke der Truppen, auch sollte es nicht an den Glauben an den göttlichen Beistandes mangeln, wenn gleich dafür aber an der Loyalität und Verschwiegenheit Mancher aus den eigenen Reihen. Wer wusste schon ob sich die Rahaler nicht längst vorbereiteten weil man ihnen die Kunde über diesen Überraschungsangriff zugetragen hatte?! Umso mehr Zweifel ob jenes Vorhabens bekümmerten ihn. Seine Aufgabe war klar und auch hatten längere Gildensitzungen jene Entschlüsse bekräftigt, doch war da noch sein Mentor und Ordensbruder, der ehrenwerte Palarius, sein Freund. Er wusste, jener würde nicht davor schrecken sein Leben zu lassen für die Seinen, doch war es Ians Aufgabe, dessen Leben eben zu schützen. Und dann war da auch noch Nilama. Um was sollte er sich noch alles kümmern? Die Verantwortung wuchs und mit jener die Angst um die Seinen, um die tapfren Kempen, um Varuna, gar um die hilfsbedürftigen Seelen der geblendeten Feinde. Waren doch auch sie fast alle jenen pompösen Reden, Worten und Lügen der finstren Gottheiten verfallen und ersuchten tief in ihrem Inneren Erlösung von jenem Unheil. So wollte er jenen diese Erlösung ermöglichen, gleich auf welche Weise.
Er musste sich nun erst einmal sammeln, auf den rechten Weg besinnen, auf den des Ordens, auf die Tugenden seiner Hoffnungsträgerin in welche er sein Vertrauen gesetzt hatte. Sie würde ihm die Kraft schenken, ihm und allen die für sie in diese Schlacht ziehen würden. Eine Schlacht die in seinen Augen nicht zu gewinnen, wenn gleich aber auch nicht zu verlieren war. Denn selbst wenn die Reste der Stadt brennen würden, so würde der Hass, die Bosheit weiter in den Herzen jener anreifen, deren sich Alatar einst schon annahm. Menschen würden ihr Leben lassen für eine gute Sache, doch für eine ebenso aussichtslose. Bekämpfen und aufhalten konnte man die Hasserfüllten und Alatargläubige, doch nicht vernichten. Würden sie gerichtet, so wären da Andere, welche sich durch ihren schwachen Charakter und derer Bereitschaft zur Ungerechtigkeit von Alatar leiten lassen würden um das Unheil ins Land zu tragen. Es war kein Kampf der enden würde, es war ein endloser Kampf, der Kampf der immer weilen würde, der Kampf der Menschheit und deren Götter, und er würde ihn kämpfen, nicht aus Glaube an einen Sieg, sondern den Glauben an Temora, auf ein ewiges Heil aller, für ein Leben in Demut und Mitgefühl, Freude und Einigkeit, für die Seinen, für sich.
- Quarius Lore
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- Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38
Visionen in der Nacht
Sie redete mit ihm ueber das Vorhaben der Varuneser Garde, doch irgendwie schien der Plan aus dem Sinne der Taktik äußerst Klug Man hatte aber schon oft gesehen was Überheblichkeit für Dinge mit sich bringt.
"Ich habe es gesehen..." meinte er nur leise vor sich hin prappelnd als sie ihm Ihren Plan offenbahrte.."..ich habe den Krieg gesehen und erlebt und ich sah, mir schien ein Traum gleich einer Vision..."
Darna, jene hatte mit vielfacher und intensiver Planung alles durchgeführt und das Zepter der Ritterschaft übernommen, für das Bevorstehende.
Zum ersten mal in seinem Leben, sah er nun die junge Ritterin nicht wissend was sie sagen sollte. Sie wollte scheinbar mehr über seine Träume erfahren. Nachdenklich musterte er ihr Gesicht..."Natürlich konnte alles nur ein Traum sein.." aber er wusste, dass es vielleicht nicht so ist. "Erzählt mir davon..!" gab sie bittend in seine Richtung. Darna schien sich mehr zu beunruhigen.
Mit langsamen und stockenden Worten sprach er dann "Schmerz...Leid... Trauer....Qualen....ich sehe, dass ihr Qualen leiden werdet..." gab der Paladin leise und mit mitfühlenden worten "...jemand der euch bedeutet..." er schüttelte daraufhin sein Kopf und schaute unwissend auf den Boden. Ihr Blick lag immernoch schmerzverzerrt auf ihm..."Was..?...was passiert in eurer Vision..?eurem Traum...?" fragt sie weiter nachhakend, mit sorgvollem Gesicht. "Ich weiss es nicht genau...ich kann euch nicht mehr erzählen...ich werde heute abend den Weg ins Kloster aufnehmen und mit der Heiligkeit sprechen..."
Sein Blick verhärtete sich als er zu ihr schaute. Immernoch dieses Funkeln in Ihrem Gesicht...es war bis zu Ihrem gehen immernoch aufgesetzt.
"Ich werde ins Kloster gehen und von dort aus mit geistigem Beistand für euer Tun beten.."gab er ihr zum Schluss noch zu verstehen. "Ihr wollt eure Glaubensbrüder und Mitstreiter einfach so in Stich lassen..?" fragte sie mit einer Spur von entsetztem. Er blickte wieder auf den Boden vor ihr. Kurzzeitig sogar in den brennenden Kamin. Sie waren immernoch zuhause in seinem Anwesen in Varuna. "Wenn der Adler einen ruft, so ist es Temoras Ruf...Als einer Ihrer Gläubigen ist es meine Pflicht das zu tun was ich tun muss. Ich werde in das Kloster gehen....dort könnt ihr mir eine Nachricht hinterlassen, wenn ihr die Kräfte mobilisiert. Doch erwartet nicht, dass ich eingreifen werde, solange es Temora mir nicht auferlegt..." in seiner Stimme klang eine Spur von Bitterkeit. Es klang so als fürchte er sich wieder vor dem Krieg, doch Temora schien ihn wieder zu sich in die Klostermauern zu bitten. Vielleicht fürchtete er sich das mitanzusehen was ihm selbst einst geschah...und der Spiegeleffekt war nur eine Art von fanatistischer Intrige. Schmerz...er selbst hatte ihn einmal zu spüren bekommen. Sie verabschiedete sich und sagte ihm zu, dass nachricht an das Kloster ankommen werde, sobald die Zeit anbricht.
Am Abend jedoch sollte Quarius auf die Heiligkeit treffen...er hoffte das er für diese Bilder mehr Weisheit und Wissen mitbringen würde. Temora würde bei ihnen sein...
"Ich habe es gesehen..." meinte er nur leise vor sich hin prappelnd als sie ihm Ihren Plan offenbahrte.."..ich habe den Krieg gesehen und erlebt und ich sah, mir schien ein Traum gleich einer Vision..."
Darna, jene hatte mit vielfacher und intensiver Planung alles durchgeführt und das Zepter der Ritterschaft übernommen, für das Bevorstehende.
Zum ersten mal in seinem Leben, sah er nun die junge Ritterin nicht wissend was sie sagen sollte. Sie wollte scheinbar mehr über seine Träume erfahren. Nachdenklich musterte er ihr Gesicht..."Natürlich konnte alles nur ein Traum sein.." aber er wusste, dass es vielleicht nicht so ist. "Erzählt mir davon..!" gab sie bittend in seine Richtung. Darna schien sich mehr zu beunruhigen.
Mit langsamen und stockenden Worten sprach er dann "Schmerz...Leid... Trauer....Qualen....ich sehe, dass ihr Qualen leiden werdet..." gab der Paladin leise und mit mitfühlenden worten "...jemand der euch bedeutet..." er schüttelte daraufhin sein Kopf und schaute unwissend auf den Boden. Ihr Blick lag immernoch schmerzverzerrt auf ihm..."Was..?...was passiert in eurer Vision..?eurem Traum...?" fragt sie weiter nachhakend, mit sorgvollem Gesicht. "Ich weiss es nicht genau...ich kann euch nicht mehr erzählen...ich werde heute abend den Weg ins Kloster aufnehmen und mit der Heiligkeit sprechen..."
Sein Blick verhärtete sich als er zu ihr schaute. Immernoch dieses Funkeln in Ihrem Gesicht...es war bis zu Ihrem gehen immernoch aufgesetzt.
"Ich werde ins Kloster gehen und von dort aus mit geistigem Beistand für euer Tun beten.."gab er ihr zum Schluss noch zu verstehen. "Ihr wollt eure Glaubensbrüder und Mitstreiter einfach so in Stich lassen..?" fragte sie mit einer Spur von entsetztem. Er blickte wieder auf den Boden vor ihr. Kurzzeitig sogar in den brennenden Kamin. Sie waren immernoch zuhause in seinem Anwesen in Varuna. "Wenn der Adler einen ruft, so ist es Temoras Ruf...Als einer Ihrer Gläubigen ist es meine Pflicht das zu tun was ich tun muss. Ich werde in das Kloster gehen....dort könnt ihr mir eine Nachricht hinterlassen, wenn ihr die Kräfte mobilisiert. Doch erwartet nicht, dass ich eingreifen werde, solange es Temora mir nicht auferlegt..." in seiner Stimme klang eine Spur von Bitterkeit. Es klang so als fürchte er sich wieder vor dem Krieg, doch Temora schien ihn wieder zu sich in die Klostermauern zu bitten. Vielleicht fürchtete er sich das mitanzusehen was ihm selbst einst geschah...und der Spiegeleffekt war nur eine Art von fanatistischer Intrige. Schmerz...er selbst hatte ihn einmal zu spüren bekommen. Sie verabschiedete sich und sagte ihm zu, dass nachricht an das Kloster ankommen werde, sobald die Zeit anbricht.
Am Abend jedoch sollte Quarius auf die Heiligkeit treffen...er hoffte das er für diese Bilder mehr Weisheit und Wissen mitbringen würde. Temora würde bei ihnen sein...
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
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Felicitas de Arganta
"Lady von Stolzenfels!" Der Soldat kam auf Feli zugelaufen und stoppte auf dem Steg.
Der Purpur-Schwarze Panzer glitzerte im Sonnenlicht als er vor ihr Haltung annahm.
"Baronin, wir sind bald soweit. Einige Ausbesserungen müssen noch vorgenommen werden."
Feli sah kurz hinter ihn auf ihr Schiff. Die Gezeiten lag im Hafen und die Mittagsonne lies das Banner am Mast wie ein Leuchtfeuer herrausstechen. Einige Matrosen liefen umher und waren damit beschäftigt die Aussenwände des Schiffs neu mit Teer einzustreichen.
Am Bug saßen zwei junge Männer die ein gewaltiges Segel über dem Deck ausgebreitet hatten und dabei waren einige Flicken darauf anzubringen.
Im Hintergrund der Masten sah Feli die Kanonen der Gezeiten blitzen.
Ihre einzige Waffe die die Gezeiten auf Hoher See einsetzen konnte.
"Wie lange werden die Vorbereitungen noch dauern Soldat?"fragte Feli erstaunlich ruhig.
"Noch einen Tag. Vielleicht Zwei, Baronin."
Feli nickt sacht und sah auf das Heck des Schiffes wo Handwerker damit beschäftigt waren etwas aufzubauen.
"Wie weit ist die Balliste?"fragte sie als nächstes.
"Baronin, wir arbeiten mit Nachdruck. Die Handwerker werden beim Abendgrauen mit den Aufbauten fertig sein, Baronin. Morgen wird dann der Rest erledigt."
Feli atmete tief durch. Sie wusste garnicht wo Rafael im Moment war, aber er hatte sicher auch einige Vorbereitungen zu treffen. Die Gezeiten musste einsatzbereit und schlagfertig genug sein um die Kriegsschiffe zu unterstützen.
"Habt ihr die Munition schon kontrolliert?"
-"Ja, Baronin. Wir sind für zwanzig Schuss beladen."
"Und was ist mit der Rückreise nach Stolzenfels?"
-"Es ist bereits alles nach euren Wünschen vorbereitet worden, Hochgeboren. Wir werden vor der Abreise unsere Vorräte wieder aufstocken."
Abermals ein Nicken. Gut. Das war gut. Die Balliste würde nur ein, zwei mal Schiessen können. Es dauerte viel zu lange die Waffe neu zu laden, aber sie würde als zusätzlicher Angriff dienen.
Feli verstand nicht viel von Belagerungswaffen und sie wusste nichtmal ob die eher einfache Waffe bis zum Hafen vordringen würde...
Sie überliess dies ihren Soldaten.
"Gut. Das währe dann erstmal alles Soldat. Weitermachen ich will das die Gezeiten spätestens in drei Tagen voll einsatzbereit ist."
-"Ja, Baronin! Wie ihr wünscht!"
Der Soldat salutierte und wand sich um. Rüstungsscheppernd rannte er zurück auf das Schiff um die Arbeiten weiter vorran zu treiben.
"Die Zeit ist gekommen um Berchgard zu rächen. All das Leid....Ich hoffe meine Kanonen werden ihre verseuchte Stadt hart treffen..."murmelte sie zu sich und beobachtete das Treiben noch eine Weile.
Der Purpur-Schwarze Panzer glitzerte im Sonnenlicht als er vor ihr Haltung annahm.
"Baronin, wir sind bald soweit. Einige Ausbesserungen müssen noch vorgenommen werden."
Feli sah kurz hinter ihn auf ihr Schiff. Die Gezeiten lag im Hafen und die Mittagsonne lies das Banner am Mast wie ein Leuchtfeuer herrausstechen. Einige Matrosen liefen umher und waren damit beschäftigt die Aussenwände des Schiffs neu mit Teer einzustreichen.
Am Bug saßen zwei junge Männer die ein gewaltiges Segel über dem Deck ausgebreitet hatten und dabei waren einige Flicken darauf anzubringen.
Im Hintergrund der Masten sah Feli die Kanonen der Gezeiten blitzen.
Ihre einzige Waffe die die Gezeiten auf Hoher See einsetzen konnte.
"Wie lange werden die Vorbereitungen noch dauern Soldat?"fragte Feli erstaunlich ruhig.
"Noch einen Tag. Vielleicht Zwei, Baronin."
Feli nickt sacht und sah auf das Heck des Schiffes wo Handwerker damit beschäftigt waren etwas aufzubauen.
"Wie weit ist die Balliste?"fragte sie als nächstes.
"Baronin, wir arbeiten mit Nachdruck. Die Handwerker werden beim Abendgrauen mit den Aufbauten fertig sein, Baronin. Morgen wird dann der Rest erledigt."
Feli atmete tief durch. Sie wusste garnicht wo Rafael im Moment war, aber er hatte sicher auch einige Vorbereitungen zu treffen. Die Gezeiten musste einsatzbereit und schlagfertig genug sein um die Kriegsschiffe zu unterstützen.
"Habt ihr die Munition schon kontrolliert?"
-"Ja, Baronin. Wir sind für zwanzig Schuss beladen."
"Und was ist mit der Rückreise nach Stolzenfels?"
-"Es ist bereits alles nach euren Wünschen vorbereitet worden, Hochgeboren. Wir werden vor der Abreise unsere Vorräte wieder aufstocken."
Abermals ein Nicken. Gut. Das war gut. Die Balliste würde nur ein, zwei mal Schiessen können. Es dauerte viel zu lange die Waffe neu zu laden, aber sie würde als zusätzlicher Angriff dienen.
Feli verstand nicht viel von Belagerungswaffen und sie wusste nichtmal ob die eher einfache Waffe bis zum Hafen vordringen würde...
Sie überliess dies ihren Soldaten.
"Gut. Das währe dann erstmal alles Soldat. Weitermachen ich will das die Gezeiten spätestens in drei Tagen voll einsatzbereit ist."
-"Ja, Baronin! Wie ihr wünscht!"
Der Soldat salutierte und wand sich um. Rüstungsscheppernd rannte er zurück auf das Schiff um die Arbeiten weiter vorran zu treiben.
"Die Zeit ist gekommen um Berchgard zu rächen. All das Leid....Ich hoffe meine Kanonen werden ihre verseuchte Stadt hart treffen..."murmelte sie zu sich und beobachtete das Treiben noch eine Weile.
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Elias Fregolan
Elias lag auf seinem Bett und hatte die Hände unter dem Kopf gebettet. Ja Krieg sollte es geben...naja...eigentlich nicht so schlimm. Elias verband mit dem Wort Krieg etwas Schlimmes und Böses. Gleiches kam ihm aber auch bei dem Wort "Rübeneintopf" in den Sinn. So recht jedenfalls konnte er sich nichts darunter vorstellen.Eher hatte der Krieg sogar etwas angenehmes...Elias brauchte keinen Stall misten...keine Bücher wälzen...war die ganze Zeit bei seinem Herren. Innerlich fühlte er sich eher kurz vor einem Ausflug als vor einem Krieg. Sicherlich würde gekämpft werden...und auch Menschen sterben...aber das taten sie auch ohne Krieg. Dennoch...seit der verheißungsvollen Sitzung im Ritterssal hatte sich merklich etwas verändert. Alle Menschen im Schloss standen unter einer seltsamen Spannung. Es wurde nicht mehr so viel Gelacht und unbeschwert in den Tag gelebt. Aber auch das hatte seine guten Seiten. Es fiel Elias nun viel leichter sich in die Küche zu schleichen und warme Keks zu mopsen. Der Koch war so mit sich und seinen Gedanken beschäftigt, dass er ihn oft garnicht sah. Und wenn Elias dann doch mal erwischt wurde hagelte es auch kein Donnerwetter vom Himmel. Der Satz.."Wer weiß wielange du das noch machen kannst" bekam für den rothaarigen Knappen immer mehr Charm.
Mühsam drehte Elias sich auf die Seite und schaute Fridolin beim vertilgen des Salatsblattes zu. Nachdem das Kanninchen widererwartet doch nicht von Selissas Saft starb musste er ihm ja einen Namen geben. Den Kleinen würde er aber mitnehmen in den Krieg. So hatte Elias wenigstens jemanden mit dem er sich beschäftigen konnte im Feldlager. Und eine Angel sollte er sich noch kaufen. Für zwischendurch... Oder vielleicht doch nicht? Dem geheimen Plan nach zu urteilen würde der Krieg eh nicht so lange dauern. Hin...den Rahalern mal zeigen was es heißt sich mit dem Reich anzulegen...und am nächsten Tag wieder daheim im warmen Bett liegen. So hörte es sich zumindest für Elias Ohren an. Elias würde sich zumindest auf alles vorbereiten...nicht dass ihm noch langweilig wird oder so. Und ein bischen war er auch aufgeregt...nicht vor Angst...sondern vor Vorfreude auf das Abenteuer Krieg! Hach...wäre doch jeden Tag Krieg...und der letzte Keks fand seinen Weg in den Mund und somit den ersten Schritt zum Kekshimmel...Elias nie vollen Magen....
Mühsam drehte Elias sich auf die Seite und schaute Fridolin beim vertilgen des Salatsblattes zu. Nachdem das Kanninchen widererwartet doch nicht von Selissas Saft starb musste er ihm ja einen Namen geben. Den Kleinen würde er aber mitnehmen in den Krieg. So hatte Elias wenigstens jemanden mit dem er sich beschäftigen konnte im Feldlager. Und eine Angel sollte er sich noch kaufen. Für zwischendurch... Oder vielleicht doch nicht? Dem geheimen Plan nach zu urteilen würde der Krieg eh nicht so lange dauern. Hin...den Rahalern mal zeigen was es heißt sich mit dem Reich anzulegen...und am nächsten Tag wieder daheim im warmen Bett liegen. So hörte es sich zumindest für Elias Ohren an. Elias würde sich zumindest auf alles vorbereiten...nicht dass ihm noch langweilig wird oder so. Und ein bischen war er auch aufgeregt...nicht vor Angst...sondern vor Vorfreude auf das Abenteuer Krieg! Hach...wäre doch jeden Tag Krieg...und der letzte Keks fand seinen Weg in den Mund und somit den ersten Schritt zum Kekshimmel...Elias nie vollen Magen....
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Viola Ser´Rhal
Krieg. Viola starrte die Wand ihres Quartieres an. Bald würde es also soweit sein, Menschen zogen wieder aus um sich zu bekämpfen. Warum eigentlich? War der Grund am Ende nicht der Zwist der Gottheiten? War es nicht so dass Rahal so aggressiv war weil sie Alatar huldigten und gegen Temora kämpften? Aber was spielte es jetzt noch für eine Rolle … ? Der Krieg würde kommen und diesesmal würde sie ihn nicht selbst erleben. Darna hatte es ihr gesagt, ihr Verboten dorthin zu gehen und es hatte bitterbösen Streit deswegen geben, blind war sie gewesen, hatte gedacht dass Darna ihr nicht Vertraute, hatte gedacht dass die Ritterin sie nichtfür fähig hielt und sie hatte zudem noch eine ihrer guten Freundinnen deswegen angeschrien. Doch dabei geschah es nur aus einem Grund; Sorge. Darna hatte Sorge um Viola, hatte Angst dass ihr etwas geschah und dass mehr als das Viola Angst um Darna hatte. Natürlich hatte sie bei Darna sein wollen, sie beschützen wollen aber wie hatte es Darna gesagt „Wenn du auf mich aufpassen musst und nicht umgekehrt, dann läuft etwas schief“ und am Ende hatte sie recht gehabt. Darna war weitaus erfahrener und stärker als sie und Violas Präsenz würde nur eines für sie bedeuten; Sorge und Angst dass etwas passieren konnte. Sie verstand nun, und sie würde jenen Tag mit Angst erwarten, Angst um jene die sie mochte.
Kriege. Sie hatte zwei Stück miterlebt. Zum einen den in Berchgard, wo sie als junges Mädchen bereits stand, aus eigenem Willen und bereit zu töten. So hatte sie damals gedacht, es für einen Moment der unglaublichen Ehre und des Stolzes empfunden aber es war nicht so. Krieg war anders, er war grausam. Um sie herum starben Menschen und auch sie wäre an jenem Tag fast ums Leben gekommen, hätte der Feind sie nicht für Tod gehalten. Dann war da noch Bajard gewesen, wo sie erlebt hatte, was für Chaos der Krieg mit sich bringen konnte, wie verwirrend er war, auch wenn am Ende alles gut ausging. Berchgard hatte seine Wurzeln in ihrem Denken geschlagen und sie wollte nie wieder in einen Krieg ziehen, doch was wenn die Angst um Menschen die sie liebte überwiegte, wie es nun der Fall war? Mehr als Hoffen konnte sie nicht und darauf bauen, dass Darnas ganzer Glaube ihr beistehen würde.
Kriege. Sie hatte zwei Stück miterlebt. Zum einen den in Berchgard, wo sie als junges Mädchen bereits stand, aus eigenem Willen und bereit zu töten. So hatte sie damals gedacht, es für einen Moment der unglaublichen Ehre und des Stolzes empfunden aber es war nicht so. Krieg war anders, er war grausam. Um sie herum starben Menschen und auch sie wäre an jenem Tag fast ums Leben gekommen, hätte der Feind sie nicht für Tod gehalten. Dann war da noch Bajard gewesen, wo sie erlebt hatte, was für Chaos der Krieg mit sich bringen konnte, wie verwirrend er war, auch wenn am Ende alles gut ausging. Berchgard hatte seine Wurzeln in ihrem Denken geschlagen und sie wollte nie wieder in einen Krieg ziehen, doch was wenn die Angst um Menschen die sie liebte überwiegte, wie es nun der Fall war? Mehr als Hoffen konnte sie nicht und darauf bauen, dass Darnas ganzer Glaube ihr beistehen würde.
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Cyrion Sha´Ar
Fröstelnt rieb er sich die in schäbigen Handschuhen steckenden Hände aneinander und stopfte sie sich wieder unter die Achseln. Die fleckige Robe war teilweise schon abgewetzt, die Kleidung, die er darunter trug, hatte er schon vor längerer Zeit einem Narren abgenommen, der meinte, ihn angreifen zu müssen. Unter all dieser Kleidung trug er noch wärmende Unterkleidung, aber es half nichts. Die Temperaturen waren den Tag über gefallen und er fror erbärmlich. Manchmal erwischte er sich dabei, wie er sich frug, warum er das hier eigentlich machte, warum er sich die Nüsse abfror... Zuhause war es warm und gemütlich, frisch gekochtes Essen... und ein warmes Mädel dazu.
Schwer seufzend zog er die Kaputze tiefer über seine Augen und sah zu, wie Schneeflocken vom Himmel fielen. Ab und an hörte er Schritte in der Ferne und er schaute aufmerksam, doch gingen die Passanten stumm vorrüber.
Wieder ein Tag an dem er wenig bis gar nichts interessantes erfuhr. Es tummelten sich nicht mehr viele Leutea uf den Strassen. Zum einen weil immer noch ab und an der Geruch des Todes in der Luft lag, zum anderen, weil es so kalt war.
Cyrion war vorsichtig, ging gewöhnlich dahin, wo sich Leute aufhielten, lauschte, blieb im Hintergrund. Fiel nicht auf. Er wusste, wo wichtige Leute wohnten, so er sie vom Namen kannte. Aber wie sollte er auch auffallen, so es niemanden gab, dem er auffallen konnte? Ausser den Wachen natürlich. Mit steifen Gliedern erhob er sich und schlurfte weiter, das Haupt gebeugt und die Schultern zusammen gezogen. Den kraftlosen ängstlichen Bettler spielend, ging er durch die Strassen, an eine andere Stelle. Er sah sich um, vorsichtig jene Wächter meidend, die sich mit ihm manch herben Scherz geleistet hatten. Bettler zu sein, gab manchen in dieser Stadt noch den Anlass, jenen übel mitzuspielen.
Nebenstrassen und enge Gassen verwendent, begab er sich erneut zu einem weiteren ihm bekannten Haus eines wichtigen Mannes. Er hatte erfahren, das etwas Grosses im Gange war, etwas, womit ein gewisser General Thraun zu tun hatte. Dessen Haus hatte er noch nicht ausfindig machen können. Sollte dieses, was auch immer es war, das Tal, in dem Cyrion nun lebte, ebenfalls betreffen, musste er es wissen. Ein Grund mehr für ihn, nach Anhaltspunkten zu suchen. Aber er vermutete, das dies mehr Varuna direkt betraf. Cyrion war kein Mann, der die Hände in den Schoss legte, während Leid heranrollte, über sein Haus und seine Freunde hinwegzuspülen. Vielleicht sollte er auch noch mal jenen aufsuchen, der ihn dies hat wissen lassen...
Auch Varuna war nicht untätig. Er hatte von Falk erfahren, das sie etwas planten. Eiinen Angriff auf Rahal. Doch wusste er nicht, wann dieser stattfinden sollte. Er hoffte, sie würden Rahal niederbrennen. Das er von seinem Turm aus den roten Flammenschein über Rahal leuchten sehen würde, dabei einen Wein oder ein Glas vom alten Whiskey geniessend. Ein Gedanke, bei dem ihm seine Arbeit behaglicher wurde.
Ah... Pferde waren da, also war der Besitzer da und auch ein Gast. Mit etwas Glück konnte er erlauschen, was sie besprachen. Mit noch mehr Glück war es etwas nützliches. Wieder suchte er sich eine Stelle, wo einerseits Gebüsch war, ihn zu verdecken, anderesseits ein Fenster, an dem er horchen konnte. Undichte Fensterrahmen, offene Fenster, laute Stimmen... alles Dinge, die er schätzte. Vielleicht sogar Gespräche, die im Freien – im Garten vielleicht – geführt wurden? Harmlos aussehend, machte er es sich an der Wand bequem, horchte konzentriert. Vielleicht konnte er etwas von Wert erfahren.
Schwer seufzend zog er die Kaputze tiefer über seine Augen und sah zu, wie Schneeflocken vom Himmel fielen. Ab und an hörte er Schritte in der Ferne und er schaute aufmerksam, doch gingen die Passanten stumm vorrüber.
Wieder ein Tag an dem er wenig bis gar nichts interessantes erfuhr. Es tummelten sich nicht mehr viele Leutea uf den Strassen. Zum einen weil immer noch ab und an der Geruch des Todes in der Luft lag, zum anderen, weil es so kalt war.
Cyrion war vorsichtig, ging gewöhnlich dahin, wo sich Leute aufhielten, lauschte, blieb im Hintergrund. Fiel nicht auf. Er wusste, wo wichtige Leute wohnten, so er sie vom Namen kannte. Aber wie sollte er auch auffallen, so es niemanden gab, dem er auffallen konnte? Ausser den Wachen natürlich. Mit steifen Gliedern erhob er sich und schlurfte weiter, das Haupt gebeugt und die Schultern zusammen gezogen. Den kraftlosen ängstlichen Bettler spielend, ging er durch die Strassen, an eine andere Stelle. Er sah sich um, vorsichtig jene Wächter meidend, die sich mit ihm manch herben Scherz geleistet hatten. Bettler zu sein, gab manchen in dieser Stadt noch den Anlass, jenen übel mitzuspielen.
Nebenstrassen und enge Gassen verwendent, begab er sich erneut zu einem weiteren ihm bekannten Haus eines wichtigen Mannes. Er hatte erfahren, das etwas Grosses im Gange war, etwas, womit ein gewisser General Thraun zu tun hatte. Dessen Haus hatte er noch nicht ausfindig machen können. Sollte dieses, was auch immer es war, das Tal, in dem Cyrion nun lebte, ebenfalls betreffen, musste er es wissen. Ein Grund mehr für ihn, nach Anhaltspunkten zu suchen. Aber er vermutete, das dies mehr Varuna direkt betraf. Cyrion war kein Mann, der die Hände in den Schoss legte, während Leid heranrollte, über sein Haus und seine Freunde hinwegzuspülen. Vielleicht sollte er auch noch mal jenen aufsuchen, der ihn dies hat wissen lassen...
Auch Varuna war nicht untätig. Er hatte von Falk erfahren, das sie etwas planten. Eiinen Angriff auf Rahal. Doch wusste er nicht, wann dieser stattfinden sollte. Er hoffte, sie würden Rahal niederbrennen. Das er von seinem Turm aus den roten Flammenschein über Rahal leuchten sehen würde, dabei einen Wein oder ein Glas vom alten Whiskey geniessend. Ein Gedanke, bei dem ihm seine Arbeit behaglicher wurde.
Ah... Pferde waren da, also war der Besitzer da und auch ein Gast. Mit etwas Glück konnte er erlauschen, was sie besprachen. Mit noch mehr Glück war es etwas nützliches. Wieder suchte er sich eine Stelle, wo einerseits Gebüsch war, ihn zu verdecken, anderesseits ein Fenster, an dem er horchen konnte. Undichte Fensterrahmen, offene Fenster, laute Stimmen... alles Dinge, die er schätzte. Vielleicht sogar Gespräche, die im Freien – im Garten vielleicht – geführt wurden? Harmlos aussehend, machte er es sich an der Wand bequem, horchte konzentriert. Vielleicht konnte er etwas von Wert erfahren.
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Dalana D´Ron
Die gesamte Festung der Allianz war in heller Aufregung, seit dem unter den Mitgliedern der Gemeinschaft bekannt war das es Krieg geben wuerde. Dalana selbst hatte eine Aufgabe von Rafael bekommen die ihr gar nicht behagte. Sie solle als Schuetzin die ersten gezielten Pfeile auf die Wachen abfeuern. Ein muerrisches Brummen von ihr bekundete ihren Unmut darueber. Es hatte seine Gruende warum sie diese Aufgabe nicht gut hieß. Nachdem es in der grossen Feste ruhiger geworden war, zog sie sich in ihre kleine Kammer zurueck. Vor einer grossen Eichentruhe verharrte sie. Ihr Heiligtum und staendiger Begleiter befand sich dort drin, jedoch seit einer Ewigkeit schon hatte sie ihn nicht mehr an sich genommen. Sie zog sich einen kleinen Schemel her ran und setzte sich vor die Truhe.
Beinahe zoegerlich wurde der Deckel geoeffnet und ebenso zoerglich wurde auch der, in einem roten Tuch gehuellte Gegenstand, her raus genommen. Vorsichtig legte sich Dal das Packet auf den Schoss und schlug den Stoff zurueck. Zum Vorschein kam ein Langbogen, welcher in den praechtigen Farben der Allianz schimmerte. Zaertlich gar strich die Schuetzin ueber die kleinen Verzierungen und ein beinahe liebevolles Laecheln legte sich auf ihre schmalen Lippen. „Lange ist es her..“ hauchte sie leise. Weiterhin lag ihr Blick beinahe verloren auf den Langbogen. Erst als etwas Feuchtes auf ihre Hand tropfte fuhr sie aus ihrer Trance empor. Schnell wischte sie sich ihre Traenen aus dem Gesicht. Sie war froh, dass sie alleine war und niemand diesen kurzen Moment der Schwaeche mit angesehen hatte.
Ein Krieg stand bevor und niemand wusste wie er ausgehen wuerde. Schon einmal musste sie mit ansehen wie verletzte Krieger am Boden lagen und vor Schmerz schrieen, schon einmal hatte sie erlebt welch Unglueck und Verderben solch Schlachten mit sich bringen konnte. In diesen Moment wuerde sie sich am liebsten irgendwo verkriechen. Doch die Schuetzin war noch nie Feige gewesen, zuviel hatte ihr Leben gepraegt als das dieser Krieg sie aus der Bahn werfen wuerde. Ja, Dalana wuerde sich der Aufgabe stellen, doch bevor es soweit war musste sie erst einmal das Gefuehl fuer ihren treuen Begleiter wieder finden. Hatte sie ueberhaupt noch eine ruhige Hand dafuer? War ihre Konzentration eigentlich noch so gut wie vor einigen Jahren? Diese Gedanken beschaeftigten sie auf den Weg zu einer der vielen Hoehlen. „ Na wir werden es ja gleich sehen“ meinte sie zu sich selbst.
Als Dalana die Sehne des Bogens spannte, war sie sich tief im innern sicher, dass sie es schaffen wuerde. Sie wuerde ihre Freunde nicht im Stich lassen und vor allem durfte sie nicht an sich selbst Zweifeln.
Beinahe zoegerlich wurde der Deckel geoeffnet und ebenso zoerglich wurde auch der, in einem roten Tuch gehuellte Gegenstand, her raus genommen. Vorsichtig legte sich Dal das Packet auf den Schoss und schlug den Stoff zurueck. Zum Vorschein kam ein Langbogen, welcher in den praechtigen Farben der Allianz schimmerte. Zaertlich gar strich die Schuetzin ueber die kleinen Verzierungen und ein beinahe liebevolles Laecheln legte sich auf ihre schmalen Lippen. „Lange ist es her..“ hauchte sie leise. Weiterhin lag ihr Blick beinahe verloren auf den Langbogen. Erst als etwas Feuchtes auf ihre Hand tropfte fuhr sie aus ihrer Trance empor. Schnell wischte sie sich ihre Traenen aus dem Gesicht. Sie war froh, dass sie alleine war und niemand diesen kurzen Moment der Schwaeche mit angesehen hatte.
Ein Krieg stand bevor und niemand wusste wie er ausgehen wuerde. Schon einmal musste sie mit ansehen wie verletzte Krieger am Boden lagen und vor Schmerz schrieen, schon einmal hatte sie erlebt welch Unglueck und Verderben solch Schlachten mit sich bringen konnte. In diesen Moment wuerde sie sich am liebsten irgendwo verkriechen. Doch die Schuetzin war noch nie Feige gewesen, zuviel hatte ihr Leben gepraegt als das dieser Krieg sie aus der Bahn werfen wuerde. Ja, Dalana wuerde sich der Aufgabe stellen, doch bevor es soweit war musste sie erst einmal das Gefuehl fuer ihren treuen Begleiter wieder finden. Hatte sie ueberhaupt noch eine ruhige Hand dafuer? War ihre Konzentration eigentlich noch so gut wie vor einigen Jahren? Diese Gedanken beschaeftigten sie auf den Weg zu einer der vielen Hoehlen. „ Na wir werden es ja gleich sehen“ meinte sie zu sich selbst.
Als Dalana die Sehne des Bogens spannte, war sie sich tief im innern sicher, dass sie es schaffen wuerde. Sie wuerde ihre Freunde nicht im Stich lassen und vor allem durfte sie nicht an sich selbst Zweifeln.
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Kyr´laex
Es gibt Zeiten in jenen ringen wir verzweifelt nach Luft. Es scheint als läge das Schicksal nicht nur auf unseren Schultern, sondern gleichermaßen auch auf unserer Brust. Des nächtens wenn wir uns zur Ruhe betten. Und dann gibt es Zeiten in jenen scheint uns unser Schicksal einzuholen, sich mit aller Kraft Gehör verschaffen wollend. Doch was mag geschehen, wenn jene Zeiten zugleich auf uns eindringen?
Ein gedämpftes Keuchen drang durch den Raum, als sich die breitschultrige Gestalt im Bett abrupt aufrichtete. Die breite Brust hob und senkte sich in schnellen Abständen, im harten Drang die begehrte Luft wieder in die Lungen zu bringen. Eine blaue Hand schob sich auf die darauf aufgebrachten rituellen Narben, Brandzeichen und Tätowierungen, scheinbar nach der Ursache für die Not suchend. Doch dort fand sich nichts.
Schließlich jedoch fand sie eine feuchte Stelle, kurz den Finger hinein getaucht und zu Gesichte gebracht offenbarte es sich als Blut. Unbewusst wurde die Hand an das rechte Auge der Gestalt heran gebracht, dessen Braue von parallelen Narben zerfetzt ist, welche sich noch auf dem hohen Wangenknochen fort ziehen. Dort angekommen badeten sich die Finger im Blut, welches aus den Narben floss und auf die Brust herab tropfte. Mit einem unterdrückten Überraschungslaut warf die Gestalt noch einen kurzen Blick auf die Lethra, welche neben ihr lag, schob die Decke bei Seite und erhob sich aus dem Bette.
Den Vorhang, welcher die Bettstatt vom Rest des Raumes abtrennte, forsch bei Seite geschoben begab sich die Gestalt zum kleinen Schrein am anderen Ende des Raumes. Den Kopf mit den blutenden Narben in der Hand gebettet und die Schultern nicht so straff erhoben wie sonst. Dort angekommen lies die Gestalt sich jäh auf die Knie fallen, den Schmerz des Aufpralls auf den harten Fliesen kaum bemerkend. Die inzwischen blutige Hand wurde mit seiner anderen zusammen geführt und zum Gebet gefaltet. Der Kopf in Ehrfurcht vor dem Vater gesenkt fanden seine Bluttropfen den Weg auf die Fliesen.
Erinnerungen stiegen in ihm auf an jene verhängnisvolle Nacht, die Nacht seines zweiten tiefen Sturzes. Hatte er doch nur das beste für den Herrn gewollt und war schließlich daran gescheitert die Zeichen der Zeit zu früh gekommen gesehen zu haben. Doch nun war der Feind tot, gerichtet vom wahren Alka. Und doch blieben ihm die Narben und sein noch immer nicht gänzlich verheilter Arm.
Es würde mit dem Arm wohl sein, wie mit einem Menschlein, welches ein Templer werden will. Sie mussten zunächst gebrochen und nach dem Willen des Vaters neu geformt werden. Fehlte ihnen die innere Vollkommenheit der Kinder des Einen. Und er würde tun, was getan werden muss, wenn es an der Zeit war.
Seine Hand fand den Weg zu einer dreischwänzigen Peitsche, welche neben den Schädelkerzen platziert war. Mit festem Griff umschlungen begann er sie auf seinen Rücken zu schlagen, die Striemen fraßen sich in seine Haut und der Schmerz in sein Bewusstsein. Seine Schläge begannen zunächst nur leicht um sich dann zu intensivieren, den Schmerz immer tiefer sein Bewusstsein übernehmend. Immer wieder die Gebote des Vaters rezitierend fuhr er unerbittlich fort sich zu geisseln.
Den Schmerz nutzend seinen Zorn zu nähren und zu kanalisieren löste sich schließlich sein Bewusstsein von seiner sterblichen Hülle, eine Verbindung eingehend, welche nur die wenigsten Sterblichen hergestellt hatten. Sein Bewusstsein glich einer hellen, weißen Flamme des Zornes, durchzogen von grell roten Fäden des selbst zugefügten Schmerzes. Und so wurde er der Präsenz des Einen gewahr, welche in ihm das tiefe Bedürfnis sich auf der Stelle nieder zu werfen hervorrief.
„Kyr'laex, ich habe dich nach Rahal rufen lassen, um das Fundament des Glaubens neu zu errichten. Mein Reich in der materiellen Welt ist schwach. Ich dulde kein Versagen und keine Schwäche.“ Dröhnend vernahm der Letharf die Stimme in seinem Bewusstsein, hart wie das Donnern im Gewitter, doch in diesem Schmerz durch ihren dunklen Tonfall zugleich umschmeichelnd wie das Fell des Panthers. „Ich habe beschlossen Rahal zu strafen, deine Aufgabe ist es dafür Sorge zu tragen, dass die gebrochenen im Glauben wieder errichtet werden. Wer vollständig zerbrochen ist war zu schwach. Und wenn du zerbrichst... dann wirst du die Ewigkeit in den Höllen Kra'thors verbringen. So wird es geschehen.“
Als jene Worte verklungen waren kehrte auch das Bewusstsein des Letharfen in seine sterbliche Hülle zurück. Mit ihr das Gefühl der Vergänglichkeit, der metallische Geschmack im Mund, das Brennen der Striemen auf seinem Rücken, die Schärfe der blutenden Narben an seinem Auge. Ein leises Keuchen ging von der nackten, in sich zusammen gesunkenen Gestalt aus. Zitternd blieb sie dort auf dem kalten Stein zurück.
Dies nennen wir Leben.
Ein gedämpftes Keuchen drang durch den Raum, als sich die breitschultrige Gestalt im Bett abrupt aufrichtete. Die breite Brust hob und senkte sich in schnellen Abständen, im harten Drang die begehrte Luft wieder in die Lungen zu bringen. Eine blaue Hand schob sich auf die darauf aufgebrachten rituellen Narben, Brandzeichen und Tätowierungen, scheinbar nach der Ursache für die Not suchend. Doch dort fand sich nichts.
Schließlich jedoch fand sie eine feuchte Stelle, kurz den Finger hinein getaucht und zu Gesichte gebracht offenbarte es sich als Blut. Unbewusst wurde die Hand an das rechte Auge der Gestalt heran gebracht, dessen Braue von parallelen Narben zerfetzt ist, welche sich noch auf dem hohen Wangenknochen fort ziehen. Dort angekommen badeten sich die Finger im Blut, welches aus den Narben floss und auf die Brust herab tropfte. Mit einem unterdrückten Überraschungslaut warf die Gestalt noch einen kurzen Blick auf die Lethra, welche neben ihr lag, schob die Decke bei Seite und erhob sich aus dem Bette.
Den Vorhang, welcher die Bettstatt vom Rest des Raumes abtrennte, forsch bei Seite geschoben begab sich die Gestalt zum kleinen Schrein am anderen Ende des Raumes. Den Kopf mit den blutenden Narben in der Hand gebettet und die Schultern nicht so straff erhoben wie sonst. Dort angekommen lies die Gestalt sich jäh auf die Knie fallen, den Schmerz des Aufpralls auf den harten Fliesen kaum bemerkend. Die inzwischen blutige Hand wurde mit seiner anderen zusammen geführt und zum Gebet gefaltet. Der Kopf in Ehrfurcht vor dem Vater gesenkt fanden seine Bluttropfen den Weg auf die Fliesen.
Erinnerungen stiegen in ihm auf an jene verhängnisvolle Nacht, die Nacht seines zweiten tiefen Sturzes. Hatte er doch nur das beste für den Herrn gewollt und war schließlich daran gescheitert die Zeichen der Zeit zu früh gekommen gesehen zu haben. Doch nun war der Feind tot, gerichtet vom wahren Alka. Und doch blieben ihm die Narben und sein noch immer nicht gänzlich verheilter Arm.
Es würde mit dem Arm wohl sein, wie mit einem Menschlein, welches ein Templer werden will. Sie mussten zunächst gebrochen und nach dem Willen des Vaters neu geformt werden. Fehlte ihnen die innere Vollkommenheit der Kinder des Einen. Und er würde tun, was getan werden muss, wenn es an der Zeit war.
Seine Hand fand den Weg zu einer dreischwänzigen Peitsche, welche neben den Schädelkerzen platziert war. Mit festem Griff umschlungen begann er sie auf seinen Rücken zu schlagen, die Striemen fraßen sich in seine Haut und der Schmerz in sein Bewusstsein. Seine Schläge begannen zunächst nur leicht um sich dann zu intensivieren, den Schmerz immer tiefer sein Bewusstsein übernehmend. Immer wieder die Gebote des Vaters rezitierend fuhr er unerbittlich fort sich zu geisseln.
Den Schmerz nutzend seinen Zorn zu nähren und zu kanalisieren löste sich schließlich sein Bewusstsein von seiner sterblichen Hülle, eine Verbindung eingehend, welche nur die wenigsten Sterblichen hergestellt hatten. Sein Bewusstsein glich einer hellen, weißen Flamme des Zornes, durchzogen von grell roten Fäden des selbst zugefügten Schmerzes. Und so wurde er der Präsenz des Einen gewahr, welche in ihm das tiefe Bedürfnis sich auf der Stelle nieder zu werfen hervorrief.
„Kyr'laex, ich habe dich nach Rahal rufen lassen, um das Fundament des Glaubens neu zu errichten. Mein Reich in der materiellen Welt ist schwach. Ich dulde kein Versagen und keine Schwäche.“ Dröhnend vernahm der Letharf die Stimme in seinem Bewusstsein, hart wie das Donnern im Gewitter, doch in diesem Schmerz durch ihren dunklen Tonfall zugleich umschmeichelnd wie das Fell des Panthers. „Ich habe beschlossen Rahal zu strafen, deine Aufgabe ist es dafür Sorge zu tragen, dass die gebrochenen im Glauben wieder errichtet werden. Wer vollständig zerbrochen ist war zu schwach. Und wenn du zerbrichst... dann wirst du die Ewigkeit in den Höllen Kra'thors verbringen. So wird es geschehen.“
Als jene Worte verklungen waren kehrte auch das Bewusstsein des Letharfen in seine sterbliche Hülle zurück. Mit ihr das Gefühl der Vergänglichkeit, der metallische Geschmack im Mund, das Brennen der Striemen auf seinem Rücken, die Schärfe der blutenden Narben an seinem Auge. Ein leises Keuchen ging von der nackten, in sich zusammen gesunkenen Gestalt aus. Zitternd blieb sie dort auf dem kalten Stein zurück.
Dies nennen wir Leben.
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Cyrion Sha´Ar
Wieder ein kalter Abend in Rahal...
In dunkler nichtssagender - wenn auch guter - Kleidung begab er sich durch die Strassen von Rahal, hier und dort an einem offenen Fenster die Ohren im Vorbeischlendern aufsperrend, aber doch recht zielstrebig zu der Taverne gehend. Hier befanden sich häufiger ein paar Leute.
Wenige von den Gästen würden sich wohl über einen Mann wundern, der alleine in Ruhe ein Bier trinken würde und sich von der allgemeinen Geselligkeit berieseln liess. Sein Haar hatte er offen, wenn auch unter seinem Umhang verdeckt. Man mochte sehen, das es lang war, dies war aber auch alles. Strähnen hingen ihm ins Gesicht, halfen, dieses zu verstecken.
Wenig Glück hatte er gehabt bei seiner Suche nach Informationen. Er hatte gehofft Theradil zu finden, doch war ihm dies Glück nicht bestimmt gewesen. Auch hatten seine Freunde auf der dunklen Seite keinerlei Wissen über den General gehabt. So blieb ihm nichts anderes übrig, als Tag für Tag ein paar Stunden hier zu verbringen, jeden Tag anders gekleidet, mal als Bettler, mal als Krieger, dann wieder in eine Robe gekleidet, die nicht wirklich irgendeinen Schluss zu liess. Immer unauffällig, immer vorsichtig.
Er hoffte, das er noch etwas erfuhr, das für Rafe und Adrian von nutzen sein konnte.
Die in lederne Handschuhe gekleideten Finger schlossen sich um den Türgriff. Der Blick schweifte über einige Leute, die neugierig zu ihm herüber schauten, sich dann aber wieder ihren Gesprächspartnern zuwanden. Mit geschmeidigen Bewegungen begab er sich zu einem Tisch und setzte sich, die Handschuhe ausziehend und die Kaputze zurück schlagend. Es war recht düster in der Taverne und dies begrüsste er. Es machte ihm seine Arbeit leichter. Von diesem Tisch aus konnte er Recht viele Gespräche mithören, so er sich konzentrierte. Der richtige Platz für ihn. Mit einem kleinem Lächeln schaute er zu der jungen Dame, die sich auf den Weg zu ihm machte, seine Bestellung aufzunehmen. Der Abend konnte beginnen...
In dunkler nichtssagender - wenn auch guter - Kleidung begab er sich durch die Strassen von Rahal, hier und dort an einem offenen Fenster die Ohren im Vorbeischlendern aufsperrend, aber doch recht zielstrebig zu der Taverne gehend. Hier befanden sich häufiger ein paar Leute.
Wenige von den Gästen würden sich wohl über einen Mann wundern, der alleine in Ruhe ein Bier trinken würde und sich von der allgemeinen Geselligkeit berieseln liess. Sein Haar hatte er offen, wenn auch unter seinem Umhang verdeckt. Man mochte sehen, das es lang war, dies war aber auch alles. Strähnen hingen ihm ins Gesicht, halfen, dieses zu verstecken.
Wenig Glück hatte er gehabt bei seiner Suche nach Informationen. Er hatte gehofft Theradil zu finden, doch war ihm dies Glück nicht bestimmt gewesen. Auch hatten seine Freunde auf der dunklen Seite keinerlei Wissen über den General gehabt. So blieb ihm nichts anderes übrig, als Tag für Tag ein paar Stunden hier zu verbringen, jeden Tag anders gekleidet, mal als Bettler, mal als Krieger, dann wieder in eine Robe gekleidet, die nicht wirklich irgendeinen Schluss zu liess. Immer unauffällig, immer vorsichtig.
Er hoffte, das er noch etwas erfuhr, das für Rafe und Adrian von nutzen sein konnte.
Die in lederne Handschuhe gekleideten Finger schlossen sich um den Türgriff. Der Blick schweifte über einige Leute, die neugierig zu ihm herüber schauten, sich dann aber wieder ihren Gesprächspartnern zuwanden. Mit geschmeidigen Bewegungen begab er sich zu einem Tisch und setzte sich, die Handschuhe ausziehend und die Kaputze zurück schlagend. Es war recht düster in der Taverne und dies begrüsste er. Es machte ihm seine Arbeit leichter. Von diesem Tisch aus konnte er Recht viele Gespräche mithören, so er sich konzentrierte. Der richtige Platz für ihn. Mit einem kleinem Lächeln schaute er zu der jungen Dame, die sich auf den Weg zu ihm machte, seine Bestellung aufzunehmen. Der Abend konnte beginnen...
- Quarius Lore
- Beiträge: 73
- Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38
Nachdenklich beobachtete Quarius den Schreiben von Lady Darna. Eine Träne bildete sich auf seinen Gesichtszuegen. Tränen des Schmerzens und des Krieges. Es war nun wieder soweit, dachte er sich. Die Visionen hatten nicht abgenommen sie hatten sich zumal intensiviert und er wahr einige Male in Bajard um dort etwas für den Tempel zu erledigen. Einfache Arbeit.
Ein Paladin konnte sich so sehr über weltliche Dinge Gedanken machen und dabei die Menschen vergessen. Nein..!Ein Paladin kann so sehr über weltliche Dinge Nachdenken, aber er darf dafür die Lebewesen nicht vergessen.
Seine Traurigkeit hatte sich in ruhe verwandelt, sein Nachdenken machte der Müdigkeit platz und langsam viel er in den Schlaf, direkt am Schreibtisch der Bibliothek des Tempels.
Einige Stunden später schien das Licht und die wärmende Intensität des Baumes im Tempel der Temora zu zunehmen.
„Quarius…?“ Die stimme klang leise und er schien sich selbst wieder, an jener Burg wiederzufinden, wo er einst das letzte mal seinen Vater traf und sogleich dämmerte ihm das es seine Stimme war. „Vater…?“ ein schluchzen folgte. „Es ist lange her“
„In der Tat…und ich fürchte, dass es noch länger bis zu unserer nächsten Begegnung dauern wird. Ich bin gekommen um dir Lebewohl zu sagen, Quarius“
Die Burg schien zu erbeben und abrubt fiel es Quarius wieder ein das er schlief. Er schlief in der Bibliothek des Klosters und träumte von seinem Vater Galen de Lore.
„Nein ich bin kein Traum“, versicherte ihm Galen und damit die seine unausgesprochene Frage. „Aber die Entfernung die uns trennt, ist zu groß geworden. Und selbst dieses letzte Tor, wird bald fuer mich versperrt sein.“
„Nein,“ hörte sich Quarius selbst sprechen. „Du darfst mich nicht verlassen! Ich brauche dich.“ Galen hob leicht mit der Augenbraue und ein zeichen eines lächelns umspielte sein Gesicht. „Du brauchst mich nicht, Quarius. Du bist ein nun ein Paladin, und Temora ist mit dir.“ Sein lächeln verblasste und er schien irgendwo hinzuschauen, was Quarius nicht erkennen konnte. „Wie dem auch sei“, fuhr er fort, „es ist nicht meine Entscheidung. Ich habe bereits zu lange gezögert, und ich kann meine Reise in die Regionen jenseits des Lebens nicht länger verschieben.“
Er musste kurzzeitig an die Erinnerung denken, wie er das Schwert aus dem Körper seines Vaters zog.
„Die Vergängichkeit gehört zum Muster des Lebens mein Junge.“ Erinnerte er ihn. „Auch du wirst es eines Tages diese Reise antreten müssen.“ Ein weiteres Mal schweifte seine Aufmerksamkeit von ihm weg und wieder zurück. „Temora ist mir dir, Quarius, und mit Entschlossenheit und Disziplin wirst du immer stärker durch sie werden.“ Sein Blick wurde nun mehr und mehr hart, als er seine Worte festig aussprach. „Aber du darfst nie deine Wachsamkeit nachlassen. Der letzte Krieg ist vielleicht gut ausgegangen, trotz der Opfer, aber die Seite Alatars und Krat´thors ist noch immer mächtig. Vergiß das niemals!“
„Ich werde es nicht vergessen Vater“, versprach Quarius.
Galens Gesicht wurde wieder weich und machte seinem alten lächeln Platz. „Dennoch wirst du dich großen Gefahren stellen müssen, Quarius. Und du wirst entscheiden müssen sowie Hilfe gewähren, wo du sie dir nicht denken wirst.“
„Entscheidungen..?“ wiederholte Quarius fragend „Welche Entscheidungen, welche Hilfe?“
Die Vision schien zu flimmern und zu verblassen. „Und jetzt Lebewohl - mein lieber Junge!“
„Vater…!“
Aber Galen antwortete nicht, sondern wandte sich ab. Und einige Herzschläge später wachte er auf und starrte vor sich, die Kerze an, welche immer noch schimmerte. Er spürte die Intensität des Baumes, welche langsam verblasste.
Er war wieder zum Waisen geworden.
Mit einem stillen seufzer erhob er sich und zog sich wieder seinen Umhang um, schlenderte in sein Zimmer, um dort zu meditieren und auf das Aufwachen einer bestimmten Person zu warten.
Ein Paladin konnte sich so sehr über weltliche Dinge Gedanken machen und dabei die Menschen vergessen. Nein..!Ein Paladin kann so sehr über weltliche Dinge Nachdenken, aber er darf dafür die Lebewesen nicht vergessen.
Seine Traurigkeit hatte sich in ruhe verwandelt, sein Nachdenken machte der Müdigkeit platz und langsam viel er in den Schlaf, direkt am Schreibtisch der Bibliothek des Tempels.
Einige Stunden später schien das Licht und die wärmende Intensität des Baumes im Tempel der Temora zu zunehmen.
„Quarius…?“ Die stimme klang leise und er schien sich selbst wieder, an jener Burg wiederzufinden, wo er einst das letzte mal seinen Vater traf und sogleich dämmerte ihm das es seine Stimme war. „Vater…?“ ein schluchzen folgte. „Es ist lange her“
„In der Tat…und ich fürchte, dass es noch länger bis zu unserer nächsten Begegnung dauern wird. Ich bin gekommen um dir Lebewohl zu sagen, Quarius“
Die Burg schien zu erbeben und abrubt fiel es Quarius wieder ein das er schlief. Er schlief in der Bibliothek des Klosters und träumte von seinem Vater Galen de Lore.
„Nein ich bin kein Traum“, versicherte ihm Galen und damit die seine unausgesprochene Frage. „Aber die Entfernung die uns trennt, ist zu groß geworden. Und selbst dieses letzte Tor, wird bald fuer mich versperrt sein.“
„Nein,“ hörte sich Quarius selbst sprechen. „Du darfst mich nicht verlassen! Ich brauche dich.“ Galen hob leicht mit der Augenbraue und ein zeichen eines lächelns umspielte sein Gesicht. „Du brauchst mich nicht, Quarius. Du bist ein nun ein Paladin, und Temora ist mit dir.“ Sein lächeln verblasste und er schien irgendwo hinzuschauen, was Quarius nicht erkennen konnte. „Wie dem auch sei“, fuhr er fort, „es ist nicht meine Entscheidung. Ich habe bereits zu lange gezögert, und ich kann meine Reise in die Regionen jenseits des Lebens nicht länger verschieben.“
Er musste kurzzeitig an die Erinnerung denken, wie er das Schwert aus dem Körper seines Vaters zog.
„Die Vergängichkeit gehört zum Muster des Lebens mein Junge.“ Erinnerte er ihn. „Auch du wirst es eines Tages diese Reise antreten müssen.“ Ein weiteres Mal schweifte seine Aufmerksamkeit von ihm weg und wieder zurück. „Temora ist mir dir, Quarius, und mit Entschlossenheit und Disziplin wirst du immer stärker durch sie werden.“ Sein Blick wurde nun mehr und mehr hart, als er seine Worte festig aussprach. „Aber du darfst nie deine Wachsamkeit nachlassen. Der letzte Krieg ist vielleicht gut ausgegangen, trotz der Opfer, aber die Seite Alatars und Krat´thors ist noch immer mächtig. Vergiß das niemals!“
„Ich werde es nicht vergessen Vater“, versprach Quarius.
Galens Gesicht wurde wieder weich und machte seinem alten lächeln Platz. „Dennoch wirst du dich großen Gefahren stellen müssen, Quarius. Und du wirst entscheiden müssen sowie Hilfe gewähren, wo du sie dir nicht denken wirst.“
„Entscheidungen..?“ wiederholte Quarius fragend „Welche Entscheidungen, welche Hilfe?“
Die Vision schien zu flimmern und zu verblassen. „Und jetzt Lebewohl - mein lieber Junge!“
„Vater…!“
Aber Galen antwortete nicht, sondern wandte sich ab. Und einige Herzschläge später wachte er auf und starrte vor sich, die Kerze an, welche immer noch schimmerte. Er spürte die Intensität des Baumes, welche langsam verblasste.
Er war wieder zum Waisen geworden.
Mit einem stillen seufzer erhob er sich und zog sich wieder seinen Umhang um, schlenderte in sein Zimmer, um dort zu meditieren und auf das Aufwachen einer bestimmten Person zu warten.
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...