Kapitel 1
,,Schaffe schaffe...Häusle baue...", sang der Totengräber mit seiner krächzenden Stimme während er auf einem Haufen Holz im Schneidersitz hockte. Magnus konnte seinen stechenden Blick förmlich spüren obwohl er mit dem Rücken zu ihm gekehrt war.
Der Söldner versuchte die dürre, blasse Gestalt mit seinen Sticheleien zu ignorieren und stemmte einen weiteren großen Holzbalken auf die Schultern. Seine Muskeln spannten sich vor Anstrengung als er sich Schritt für Schritt auf die Stelle zubewegte auf der hoffendlich noch vor Einbruch der Winterskälte sein neues Heim stehen würde.
Es fehlten ihm noch eine ganze Menge Untensilien, vor allem Werzeuge, Lehmputz und gutes Stroh fürs Dach.
,,Gibts auf du alter Narr", sprach der Totengräber ,,Eher wirst du erfrieren als dass du deine Hütte rechtzeitig aufgebaut bekommst."
Die Zeiten hatten sich für den einstigen Söldnerhauptmann radikal geändert seit dem ihm dieses Hirngespinnst immer wieder auf seinem Weg begleitete. Nicht nur, dass er die Sturmkrähen verlassen hatte, er schien von dieser andauernden Belastung seiner Anwesendheit sichtlich gezeichnet.
Mit der Rückseite einer Axt hämmerte er mit harten Schlägen einen weiteren Holzstamm in die Erde. Über einen ganzen Schritt tief musste das Holz in den Boden gestoßen werden, sonst würde er niemals alle Witterungen überstehen. Magnus keuchte. Trotz des kühlen Abends schwitze er am ganzen Körper.
,,Keine leichte Aufgabe für einen Feigling der noch nicht mal mehr als 1 1/2 Schritt fasst, was?" stichelte der Mann mit dem großen schwarzen Hut und zeigte mit seinem knochigen Finger auf ihn.
Magnus Gesicht verfinsterte sich von einem Moment auf den anderen vor Wut. ,,Halt's Maul du elender..."
Er drehte sich in dem Bruchteil einer Sekunde um und warf die Axt mit voller Wucht auf den Holzhaufen auf jenem er den Totengräber vermutet hatte. Holzsplitter schossen aus dem massivem Stamm als die Klinge der Axt sich hineinbohrte. Der blasse Mann war jedoch nirgendwo zu sehen...
Der Neuanfang eines Söldners
-
Magnus Alkar
Kapitel 2
Der letzte Schrei hallte durch die Wälder als die Axt des Söldners in den Schädel des Orkbosses einschlug. Grünes Sekret spritze Magnus ins Gesicht. Angewidert wischte er sich das Blut mit dem Ärmel von der Haut, bevor er die Leichen betrachtete, die Links und Rechts von ihm verteilt lagen.
,,Diese Missgeburten koennen es auch nicht lassen." dachte der Söldner.
Schon beim Bau hatte er immer wieder ein paar Räuber und Grünhäute verjagen müssen. Niemals hätte er es jedoch für möglich gehalten, dass ein Orkmob so närrisch sei und ihn versuchen würde zu überfallen. Mit einem miesgelauntem Gesichtsausdruck riss er kurzerhand den Schädel des größten Orks vom Halse und rammte ihn auf einen Holzpflock vor seiner Hütte.
,,Auf das niemand von euch so etwas noch einmal versuchen sollte...hört ihr?", brüllte er in den Wald. Die Worte hallten einen Weile von den Baumstämmen hin und her...irgendwo flog ein Vogelschwarm panisch aus einer Baumkrone.
Ohne das Magnus eine wirkliche Antwort erwartet hätte ertönte hinter ihm eine wohl bekannte Stimme.
,,Wieso so aufgebracht, Herr Alkar?"
Noch bevor der Axtkämpfer sich umdrehen konnte wusste er, dass der Totengräber wieder da war. Er hatte ihm an diesem lausigen Abend gerade noch gefehlt. Er drehte sich auf der Stelle um und richtete seine waffe gegen ihn.
,,Bleib mir vom Leib. Ich habe keine Zeit für dich und deinen Schwachsinn." brummte er. Was wollte dieser Kerl jetzt schon wieder von ihm? Die letzten Tage stand der dürre Totrengräber nur immer wieder stumm neben ihm und starrte ihn unentwegt an....als ob er versuchen würde durch Magnus durchzuschauen.
,,Keine Sorge du Narr, ich bin gekommen um dir eine Botschaft zu überbringen."
Magnus Augen verengten sich zu Schlitzen. So irre es klingen mochte: Der Söldner hatte sich schon fast an die Anwesendheit des knochigen Mannes gewöhnt. Es war für ihm schon nahezu selbstverständlich, dass er ihn immer wieder heimsuchte. Aber eine Botschaft? Das war ihm neu.
Noch bevor er den Gedanken zu Ende fassen konnte, schien die Welt um ihn herum wieder still zu stehen. Die Geräusche des Waldes wandelten sich in einem tiefen, bassigen, langezogenden Ton, der Himmel schien sich von einen Moment zu dem anderen zu verfinstern und eine Hitze enstand, die Magnus fast die Luft zu atmen raubte. Er fühlte sich wie gelähmt, umfähig auch nur einen Arm zu heben um sich an seinen kratzenden Hals zu packen.
Erst jetzt bemerkte er, dass das Gesicht des Totengräbers sich zu einer leichenblassen Fratze verzogen hatte. Die schwarze Kleidung und der große Hut des Mannes hingen in fetzen. Mit langsamen Schritten schleppte sich das Wesen auf den Mann zu. Magnus schauderte. Es war wie ein Alptraum in dem man genau weiß welche schrecklichen Ereignisse man als nächstes über sich ergehen lassen musste.
Dort wo der Totengräber hintrat verfaulte in Sekundenbruchteilen das Gras. Ranken traten aus der Erde und zerstörten jene Blumen, welche soeben noch in den verschiedensten Farben geblüht hatten
Der Mund des Mannes....nein...das Maul der Kreatur öffnete sich und das Biest versuchet etwas zu sagen. Trotz das nur ein heiseres Keuchen heraustrat konnte der Versteinerte jedes Wort hören.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr! Oder dachtest du, es wäre so einfach zu vergessen?"
Magnus versuchte sich aus diesem Wahnsinn zu befreien. Panik machte sich in ihm breit als er immer schlechter Luft bekam. Er versuchte sich selbst zu beherrschen...versuchte den Griff seiner Axt irgendwie feste zu umklammern. Schweiß übergoss sein Gesicht.
Das Scharren der Füße des Monsters wurden lauter je näher es kam.
Das Hauchen erschien dem Söldner wie ein Schrei je öfters die Kreatur die Worte wiederholte.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!"
Die Luft schmeckte nach Eisen.
,,Oder dachtest du, es wäre so einfach..."
Er konnte den fauliegen Gestank des Totengräbers jetzt riechen.
Das Geräusch aus dem Wald vermischte sich mit dem Kreischen der Kreatur. Die Töne waren nun so tief, dass er die Geräusche aus seiner Umgebung fast nur noch spüren konnte.
,,...so einfach zu vergessen?"
Sein Puls raste. Die Zeilen des Ungeheuers schienen sich in seinem Kopf zu überschlagen. Um ihn herum wurde es immer finster. Magnus konnte die Worte nicht mehr richtig wahr nehmen, er hatte sie bereits in sich drinnen.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr! Oder dachtest du, es wäre so einfach zu vergessen?"
Das Biest war jetzt genau vor seinem Gesicht. Die scharfen Reißzähne, die faltige, blasse Haut, die dürren spitzen Finger die nach ihm zu greifen versuchten, dieser tödliche Geruch und vor allem diese Getose...seine Reize waren vollkommen überflutet.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!..."
Er schmeckte Blut.
,,Oder dachtest du..."
Mit dem Mut der Verzweiflung und all seiner Kraft presste er die restliche Luft aus seiner Lunge. Er spürte wie Adern in seinem Kopf platzen. Ihm war als ob seine Lunge in Flammen aufgehen...
Magnus brüllte. Ein Reh stand am Rand der Lichtung und sah verwundert auf den völlig erschöpften Söldner. Was war geschehen? Er öffnete entsetzt die Augen.
Ungläubig blickte er sich um. Die finstere Umgebung, diese Kreatur, die höllischen Geräusche....vom Totengräber keine Spur.
Magnus musste sich erneut selbst eingestehen, das bei ihm irgendetwas nicht mit richtigen Dingen zugehen würde.
Nach ein paar Minuten hatte er sich ein wenig beruhigt. Er wischte sich das Blut von seiner Nase und schleppte sich in sein Haus um zu nächtigen.
Was wollte ihm dieses Geistgespinnst einreden? ,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!", hatte er immer und immer wieder gesagt.....oder meinte er ,,Du kannst nicht vor DIR fliehen!"???
Plötzlich war sich Magnus nicht mehr so sicher....
Der letzte Schrei hallte durch die Wälder als die Axt des Söldners in den Schädel des Orkbosses einschlug. Grünes Sekret spritze Magnus ins Gesicht. Angewidert wischte er sich das Blut mit dem Ärmel von der Haut, bevor er die Leichen betrachtete, die Links und Rechts von ihm verteilt lagen.
,,Diese Missgeburten koennen es auch nicht lassen." dachte der Söldner.
Schon beim Bau hatte er immer wieder ein paar Räuber und Grünhäute verjagen müssen. Niemals hätte er es jedoch für möglich gehalten, dass ein Orkmob so närrisch sei und ihn versuchen würde zu überfallen. Mit einem miesgelauntem Gesichtsausdruck riss er kurzerhand den Schädel des größten Orks vom Halse und rammte ihn auf einen Holzpflock vor seiner Hütte.
,,Auf das niemand von euch so etwas noch einmal versuchen sollte...hört ihr?", brüllte er in den Wald. Die Worte hallten einen Weile von den Baumstämmen hin und her...irgendwo flog ein Vogelschwarm panisch aus einer Baumkrone.
Ohne das Magnus eine wirkliche Antwort erwartet hätte ertönte hinter ihm eine wohl bekannte Stimme.
,,Wieso so aufgebracht, Herr Alkar?"
Noch bevor der Axtkämpfer sich umdrehen konnte wusste er, dass der Totengräber wieder da war. Er hatte ihm an diesem lausigen Abend gerade noch gefehlt. Er drehte sich auf der Stelle um und richtete seine waffe gegen ihn.
,,Bleib mir vom Leib. Ich habe keine Zeit für dich und deinen Schwachsinn." brummte er. Was wollte dieser Kerl jetzt schon wieder von ihm? Die letzten Tage stand der dürre Totrengräber nur immer wieder stumm neben ihm und starrte ihn unentwegt an....als ob er versuchen würde durch Magnus durchzuschauen.
,,Keine Sorge du Narr, ich bin gekommen um dir eine Botschaft zu überbringen."
Magnus Augen verengten sich zu Schlitzen. So irre es klingen mochte: Der Söldner hatte sich schon fast an die Anwesendheit des knochigen Mannes gewöhnt. Es war für ihm schon nahezu selbstverständlich, dass er ihn immer wieder heimsuchte. Aber eine Botschaft? Das war ihm neu.
Noch bevor er den Gedanken zu Ende fassen konnte, schien die Welt um ihn herum wieder still zu stehen. Die Geräusche des Waldes wandelten sich in einem tiefen, bassigen, langezogenden Ton, der Himmel schien sich von einen Moment zu dem anderen zu verfinstern und eine Hitze enstand, die Magnus fast die Luft zu atmen raubte. Er fühlte sich wie gelähmt, umfähig auch nur einen Arm zu heben um sich an seinen kratzenden Hals zu packen.
Erst jetzt bemerkte er, dass das Gesicht des Totengräbers sich zu einer leichenblassen Fratze verzogen hatte. Die schwarze Kleidung und der große Hut des Mannes hingen in fetzen. Mit langsamen Schritten schleppte sich das Wesen auf den Mann zu. Magnus schauderte. Es war wie ein Alptraum in dem man genau weiß welche schrecklichen Ereignisse man als nächstes über sich ergehen lassen musste.
Dort wo der Totengräber hintrat verfaulte in Sekundenbruchteilen das Gras. Ranken traten aus der Erde und zerstörten jene Blumen, welche soeben noch in den verschiedensten Farben geblüht hatten
Der Mund des Mannes....nein...das Maul der Kreatur öffnete sich und das Biest versuchet etwas zu sagen. Trotz das nur ein heiseres Keuchen heraustrat konnte der Versteinerte jedes Wort hören.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr! Oder dachtest du, es wäre so einfach zu vergessen?"
Magnus versuchte sich aus diesem Wahnsinn zu befreien. Panik machte sich in ihm breit als er immer schlechter Luft bekam. Er versuchte sich selbst zu beherrschen...versuchte den Griff seiner Axt irgendwie feste zu umklammern. Schweiß übergoss sein Gesicht.
Das Scharren der Füße des Monsters wurden lauter je näher es kam.
Das Hauchen erschien dem Söldner wie ein Schrei je öfters die Kreatur die Worte wiederholte.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!"
Die Luft schmeckte nach Eisen.
,,Oder dachtest du, es wäre so einfach..."
Er konnte den fauliegen Gestank des Totengräbers jetzt riechen.
Das Geräusch aus dem Wald vermischte sich mit dem Kreischen der Kreatur. Die Töne waren nun so tief, dass er die Geräusche aus seiner Umgebung fast nur noch spüren konnte.
,,...so einfach zu vergessen?"
Sein Puls raste. Die Zeilen des Ungeheuers schienen sich in seinem Kopf zu überschlagen. Um ihn herum wurde es immer finster. Magnus konnte die Worte nicht mehr richtig wahr nehmen, er hatte sie bereits in sich drinnen.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr! Oder dachtest du, es wäre so einfach zu vergessen?"
Das Biest war jetzt genau vor seinem Gesicht. Die scharfen Reißzähne, die faltige, blasse Haut, die dürren spitzen Finger die nach ihm zu greifen versuchten, dieser tödliche Geruch und vor allem diese Getose...seine Reize waren vollkommen überflutet.
,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!..."
Er schmeckte Blut.
,,Oder dachtest du..."
Mit dem Mut der Verzweiflung und all seiner Kraft presste er die restliche Luft aus seiner Lunge. Er spürte wie Adern in seinem Kopf platzen. Ihm war als ob seine Lunge in Flammen aufgehen...
Magnus brüllte. Ein Reh stand am Rand der Lichtung und sah verwundert auf den völlig erschöpften Söldner. Was war geschehen? Er öffnete entsetzt die Augen.
Ungläubig blickte er sich um. Die finstere Umgebung, diese Kreatur, die höllischen Geräusche....vom Totengräber keine Spur.
Magnus musste sich erneut selbst eingestehen, das bei ihm irgendetwas nicht mit richtigen Dingen zugehen würde.
Nach ein paar Minuten hatte er sich ein wenig beruhigt. Er wischte sich das Blut von seiner Nase und schleppte sich in sein Haus um zu nächtigen.
Was wollte ihm dieses Geistgespinnst einreden? ,,Du kannst nicht vor mir fliehen, du Narr!", hatte er immer und immer wieder gesagt.....oder meinte er ,,Du kannst nicht vor DIR fliehen!"???
Plötzlich war sich Magnus nicht mehr so sicher....
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Magnus Alkar
Kapitel 3
Beruhigend knisterte das Feuer im Kamin. Hin und wieder knackte einer der Holzstücke und ein paar Funken sprangen in die Höhe ehe sie nur einen Augenblick später wieder erloschen.
Magnus saß in seinem Sessel. Während sich auf seine Körper einen flackernde Lichtsilhouette abzeichnete spürte er die warmen Strahlen des Feuers in seinem Gesicht. Es war eine ganz schön harte Arbeit gewesen den Kamin aufzubauen, aber es hatte sich gelohnt.
Der glatzköpfige Mann hatte die Beine hochgelegt und tat das was er sich niemals zu träumen gewagt hatte: Er las ein Buch.
Vor wenigen Tagen hatte er einen ihm unbekannten Laden in Bajard entdeckt: Einen Bücherladen. Zwar schien die Besitzerin noch recht jung, jedoch hatten einige ihrer Bücher durchaus interessante Titel. Magnus war bis Dato noch überzeugt gewesen schon alles auf der Welt gesehen zu haben aber jenes Buch sprang ihm beim durchforsten der Regale förmlich ins Auge:
,,Unerklärliche Kreaturen"
Der Titel hatte seine Neugier geweckt und seit jenem Tage verbrachte Magnus Stunden damit eine Seite nach der anderen förmlich aufzusaugen. Er brauchte zwar etwas länger um einige Buchstaben und Wörter zu verstehen, aber nach und nach laß er Kapitel um Kapitel.
Da gab es zum Beispiel einen Adler der die Spannweite eines großen Drachenbootes hatte oder eine riesiege Kranke mit der Größe eines ganzes Dorfes welche sich irgendwo am Grunde des Meeres aufhalten sollte und nur darauf wartete, dass irgendein unsichtiger Seefahrer es wagen würde ihr Gewässer zu befahren. Magnus grinste hämisch bei dem Gedanken wie gewaltige Krakenarmee sich um ein Schiff schlingen und es zerdrücken würde wie Papier.
Eine Seite weiter wurden wurmartige Wesen umschrieben, die sich durch die Haut von Menschen fressen würden um sich über Jahre von den inneren Organen ihrer Opfer zu ernähren. Die Betroffenen würden somit einen qualvollen und langsamen Tod sterben. Magnus grauste die Vorstellung selbst einen solchen Wurm in sich zu haben...
Beruhigend knisterte das Feuer im Kamin. Hin und wieder knackte einer der Holzstücke und ein paar Funken sprangen in die Höhe ehe sie nur einen Augenblick später wieder erloschen.
Magnus saß in seinem Sessel. Während sich auf seine Körper einen flackernde Lichtsilhouette abzeichnete spürte er die warmen Strahlen des Feuers in seinem Gesicht. Es war eine ganz schön harte Arbeit gewesen den Kamin aufzubauen, aber es hatte sich gelohnt.
Der glatzköpfige Mann hatte die Beine hochgelegt und tat das was er sich niemals zu träumen gewagt hatte: Er las ein Buch.
Vor wenigen Tagen hatte er einen ihm unbekannten Laden in Bajard entdeckt: Einen Bücherladen. Zwar schien die Besitzerin noch recht jung, jedoch hatten einige ihrer Bücher durchaus interessante Titel. Magnus war bis Dato noch überzeugt gewesen schon alles auf der Welt gesehen zu haben aber jenes Buch sprang ihm beim durchforsten der Regale förmlich ins Auge:
,,Unerklärliche Kreaturen"
Der Titel hatte seine Neugier geweckt und seit jenem Tage verbrachte Magnus Stunden damit eine Seite nach der anderen förmlich aufzusaugen. Er brauchte zwar etwas länger um einige Buchstaben und Wörter zu verstehen, aber nach und nach laß er Kapitel um Kapitel.
Da gab es zum Beispiel einen Adler der die Spannweite eines großen Drachenbootes hatte oder eine riesiege Kranke mit der Größe eines ganzes Dorfes welche sich irgendwo am Grunde des Meeres aufhalten sollte und nur darauf wartete, dass irgendein unsichtiger Seefahrer es wagen würde ihr Gewässer zu befahren. Magnus grinste hämisch bei dem Gedanken wie gewaltige Krakenarmee sich um ein Schiff schlingen und es zerdrücken würde wie Papier.
Eine Seite weiter wurden wurmartige Wesen umschrieben, die sich durch die Haut von Menschen fressen würden um sich über Jahre von den inneren Organen ihrer Opfer zu ernähren. Die Betroffenen würden somit einen qualvollen und langsamen Tod sterben. Magnus grauste die Vorstellung selbst einen solchen Wurm in sich zu haben...