Die Strafe des Alkas

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Lhan´Chyl

Die Strafe des Alkas

Beitrag von Lhan´Chyl »

Kurz liegt ihr Blick noch auf den Toren Rahals, bevor sie mit schnellen, lautlosen Schritten im dunklen Wald verschwindet. Ihre Narbe, in der linken Gesichtshälfte, ist bereits wieder aufgerissen und das das Blut tropft ihr am Kinn herab. Ihre Weste ist bereits vollkommen übersäht mit diesem. Die Augen der erfahrenen Lethraxiae sind weit aufgerissen und ihre Fingerkuppen pressen sich schon seit einiger Zeit in ihre Handflächen. Ihre Lippen sind fest aufeinander gepresst und die Farbe in jenen ist schon lange gewichen.
So rennt sie, springt über Baumstämme, Äste und Steine. Keinen Moment hielt sie inne.
Abrupt stoppt sie und ihre Knie beginnen den Halt zu verlieren. Langsam sackt sie zu Boden und ihre Hände krallen sich in den matschigen, sandigen Boden. Ein Lauter schrei ertönt nun von ihr. Sie ballt ihre rechte Hand zur Faust und knallt sie mit einem kräftigen Ruck auf den Boden, etwas sinkt diese ein, durch die feuchte, matschige Fläche die der Regen erzeugt hat.
„Macht mit ihr was ihr wollt, nur tötet sie nicht...“
Ihre Hände haben sich dem Befehl des Alkas widersetzt, die Menekianerin war Tod. So frech und aufmüpfig wie sie sich verhielt. Das sie leidet, das sie so sehr leidet das sie die Nacht nicht übersteht, das war das letzte an was die Lethra dachte, als sie ihr einen strafenden Schlag nach dem Anderen ins Gesicht warf. Solch schwaches und dazu noch hochnäsiges Volk, verdient hatte sie den Tod. So wie auch die Schwester Rhy’xaryl starb, wegen dem Volk des Salzes. Aber was wird der Alka sagen? Er wird, die schon so oft geschändete Lethra bestrafen. So hat sie es verdient, sogar der Tod wäre eine angemessene Strafe für ihr Verhalten. Die junge Lethra Velvyr’tae hält sie raus, keine großartige Schuld trifft diese, ihr Tun wird Lhan’Chyl bei dem Gespräch mit dem Alka verschweigen. Kein Wort wird über sie verloren…

Was vor einigen Tagen noch Regen war, ist nun zu Schnee geworden. Die weißen, kleinen Punkte fallen auf die Lethra nieder, ihre schwarz-grauen Haare werden von Schnee bedeckt, so wie auch ihre Kleidung. Und nun steht sie wieder vor Rahal, der Himmel wird langsam heller und die Wachen wechseln ihren Dienst. Es ist Zeit ein Gespräch mit dem Alka zu führen, es ist Zeit die Bestrafung hinzunehmen. Es ist Zeit Verantwortung zu übernehmen…
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