Blutendes Herz

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Ciaran Aumar
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Blutendes Herz

Beitrag von Ciaran Aumar »

Ciaran und Nimuelia waren auf dem Weg zum Handelshaus von Gerimor, den Erwerb einiger verschließbaren Kisten im Sinn, als der junge Recke am Wegesrand, auf einem Stein etwas glitzern sah. Der junge Recke huschte flink darauf zu und besah sich das funkelnde Kleinod, zeigte es seiner Schwester … es war eine Halskette, fein gearbeitet wie ein Band aus silbernen Blättern, der Anhänger ein ebensolches, nur größeres Blatt, ein geschliffener Saphir gleich einem Tautropfen darauf. Und jenes Schmuckstück war besudelt mit Blut. Ciaran blickte sich um, doch konnte er nichts entdecken, keine Spur, der er hätte folgen können. Es wurde dunkler in dem Moment und den beiden fröhstelte. Auch lag das Kleinod so auf dem Stein, als wollte jemand, dass es gefunden wird. Er besah sich die Kette nochmals genauer und entdeckte ein Schmiedezeichen daran. Jenes wies auf das Handelshaus von Gerimor hin, wie es ihm schien, war er doch in solchen Zeichen nicht bewandert. Auch Nim kannte es nicht, aber die beiden machten sich auf zum Handelshaus um es herauszufinden. Dort angekommen mussten sie erst Warten, aber schliesslich öffnete jemand. Meister Thranced selbst. Ciaran zeigte ihm die Kette und der Meister erinnerte sich nach einigen überlegen, das die Dame Duin diese erworben hatte. Ciaran entfuhr der volle Name der holden Maid und es durchzuckte ihn, das jene Kriegerin wohl im Hügelgrab oder dem Schicksalsberg zu Schaden gekommen sein könnte. Er verabschiedete sich also schnell, bat Nim ihm 4 Kisten zu besorgen und eilte hinaus, die junge Kriegerin suchend … nachdem er sowohl im Hügelgrab, als auch im Schicksalsberg nach ihr gesucht hatte fand er ihre spuren die aus dem Berg hinausführten. Mit letzter Kraft schien sie sich hinaus geschleppt zu haben.
Ciaran versorgte sie so gut es ging. Dann brachte er sie eilig zu Kutsche, nachdem er Nim eine Nachricht per Brieftaube schrieb und brachte sie dann heim zu sich, wo er sie pflegte …
Alana Duin

Beitrag von Alana Duin »

Alana war aufgewühlt und verwirrt. Nach den Erlebnissen mit Eldir hatte sie eigentlich vorgehabt sich gänzlich auf das Leben als Kriegerin zu konzentrieren.
Doch dann war nicht nur ein Mann sondern gleich zwei in ihr Leben getreten.
Zum einen traf sie den Schreiner Merigo im Handelshaus von Gerimor. Sie war dorthin gekommen um ihre Rüstung ausbessern zu lassen, doch jener Herr lies ihr Herz erwachen und höher schlagen, als er ihr Komplimente machte und bezaubernden Schmuck anbot. Doch leider verschwand der Herr recht schnell, während sich eine Dame namens Sanja zu ihr gesellte. Beide unterhielten sich so angeregt, das Alana danach die Einladung jener Dame gerne annahm, mit zu ihrem Haus zu kommen. Dort wand sich das Gespräch auf ebenjenen Schreiner und es kam heraus, dass jene Sanja wohl mit Merigo freundschaftlich verbunden ist. Sanja erzählte ihr von ihrem Plan, ihr Anwesen um ein Bad zu erweitern und erwähnte dabei, dass Merigo ein wohl einmaliges Bad besaß, das Alana unbedingt einmal sehen sollte. Alana scheute vor dem Gedanken zurück, einen ihr kaum bekannten Manne einfach so nach dessen Bad zu fragen und um Besichtigung zu bitten. Wortgewand drängt Sanja auf die junge Kriegerin ein, bis sie jene das Versprechen abnahm, den Schreiner nach seinen Bad zu fragen. Als ehrenvolle Kriegerin war sie eisern an ihr Wort gebunden, so schrieb sie am nächsten Tage einen Brief an ihn, mit ebenjener Bitte darin. Doch Tage vergingen ohne Antwort auf jenes Schriftstück das sowohl jene unübliche Bitte als auch eine Bestellung enthielt. Schließlich trat Alana selbst vor ihn, zögernd jene Bitte vorbringen, als sie nicht zuletzt ihre Möbel erwarb. Der Schreiner schmunzelte und meinte er würde ihr gerne sein Haus samt Bad zeigen, worauf er sie frech beim Vornamen nannte. Die Dame entrüstete sich ob dieser Vertrautheit, worauf hin Merigo meinte, das dies der Preis für die Besichtigung sei und sie solle sich keine Gedanken machen, da er jenes Haus oft als Ausstellungsfläche, als Musterbeispiel nutzte.
Gemeinsam fuhren die Beiden zum Wegekreuz, wo sich das Anwesen befand und Alana genoss die Führung durch jenes ebenso, wie die Aufmerksamkeit des Schreiners. Schließlich kam man dann auch zu genanntem Bad, das mehr einer Schwimmhalle glich. Alana war erstaunt und meinte, dass es wohl noch lange dauern würde, bis sie sich ein solches Bad samt dem dazugehörigen Haus leisten könnte. Merigo bot ihr an, ihr Badekleidung reichend, es doch einmal auszuprobieren. Nur zögerlich lies sie sich dazu überreden, doch genoss sie das warme Nass sichtlich.
Just da packte sie der Übermut und so meinte sie zu jenen Manne, das er doch ruhig auch ins Wasser kommen könnte, da es doch schließlich sein Bad sei und sie sich nicht mehr weiter blamieren könnte. Der Schreiner tat dies dann auch, ebenso in Badekleidung angetan.
Und sie schwammen so alsdann einige Runden, dabei scherzend und lachend, bis Merigo ihr das Prunkstück seines Bades vorführte. Auf einen unter einen Stein in der Wand verborgenen Schalter drückend, setzte er einen Mechanismus in gang, welcher das Wasser nun mit lauter Luftbläschen durchzog. Verblüfft nahm Alana dies wahr, lies es dann aber zu das die entspannende Wirkung in sich ausbreitete und genoss es sich am Rand festhaltend treibend zu lassen. Sie unterhielt sich angeregt mit Merigo über die Vorzüge einer solchen Einrichtung, doch dabei verlor sie den Halt und schlug mit dem Kopf auf. Er kümmerte sich besorgt um sie, doch außer ein paar Kopfschmerzen und einer Beule war nichts geschehen. Nun beschloss man das Bad abzubrechen und noch etwas zu sich zu nehmen. Neben dem Bad, durch schwere Vorhänge davon getrennt befand, sich ein Raum, der nach Merigos Worten auch als Gästezimmer diente. Dort zogen sie sich nacheinander um, sprachen über Frisuren, ehe sie wieder hinauf gingen und speiste. Danach verabschiedeten sie sich in jener späten Stund’, da Merigo wohl wieder an die Arbeit müsste und er gab ihr noch etwas Essen mit auf den Weg, doch führte der Weg sie gemeinsam nach Berchgard, Alana verspürte nun nämlich das Bedürfnis Schmuck für sich zu erwerben. Als sie die Kutsche zu Berchgard verliessen, noch immer im Gespräch vertief, kam es zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden, als Alana eine Bemerkung von ihm wohl falsch verstand. Sie lies sich wohl auch zu schnell verunsichern und viel in ihr altes verhalten als Kriegerin mit Eisernen Herzen zurück, kalt und unnahbar. Merigos Worte konnte sie doch erweichen als er jenes Missverständnis aufklärte, so versöhnten sie sich in Freundschaft und nach einer ebensolchen Umarmung gingen sie zum Handelshaus, wo der Schreiner an die Arbeit ging und die junge Kriegerin bei Thranced Ohrringe und Armband in Form von Blätterschmuck kaufte, wärend sie eine Halskette solcherart zurücklegen lies.
Der Andere Mann, den Alana traf, war ein erfahrener Recke namens Domian. Die schöne Kriegerin traf ihn des Nachts, als sie und Ciaran gerade die Gewölbe der Gruft durchstöberten. Gerade noch von der Gewalt des Lichfürsten zurückgeworfen, waren die beiden dabei neue Kraft zu sammeln und ihre Wunden zu versorgen, als jener Recke, groß und in Pyrianstahlplatten gekleidet, eine schwere Axt in der Hand, in den unterirdischen Raum trat. Alana schmunzelte „Ah! Noch ein Anwärter für den Lichfürst“ woraufhin der bis dahin unerkannte Mann meinte, er sehe doch nicht aus wie solch einer. Die junge Kriegerin erwiderte, dass sie auch eher meinte, dass er das nächste Opfer jenes grausamen Untoten sein könnte. Er brüstet sich damit, dass er wohl ganz sicher nicht aussehen würde, wie dessen Opfer, sondern eher den Unhold zu seinen Opfer machte. Dann fragte er höflich wie es einen ehrenhaften Recken anstand, ob er denn sich anschließen dürfte bei dieser Jagd, da doch jene beiden zuerst da waren und damit das Hausrecht hätten. Ciaran und Alana wechselten Blicke, beratschlagten sich und Ciaran dürfte wohl auch gemerkt haben das Alana von der Art jenes Kriegers vom ersten Blicke an wohl angetan war. Die Wahl seiner Worte ähnelte der von Ciaran sehr, doch Ciaran war für sie wohl zu sehr ein brüderlicher Freund, während dieser Herr … dies ganz sicher nicht wahr.
Ciaran fiehl sofort auf, dass der fremde Recke offensichtlich hingerissen war von der hübschen Kriegerin an seiner Seite und jene lachte und scherzte mit dem Fremden so ausgelassen, wie sie schon seit langem nicht mehr war. Sie schien sich sichtlich wohl zu fühlen in der Gesellschaft jenes Herren und so kam es auch, dass man beschloss, zu dritt den Unhold von Lichfürsten zu bekämpfen.
Es wurde ein langer und harter Kampf an dessen Ende die drei Kämpfer den schwer verwundeten Lichfürsten doch ziehen lassen mussten, da ihre Kräfte sie verliesen. Der Weg aus den Gewölben der Gruft gestaltete sich nicht sehr schwer und oben angelangt unterhielt sich der erfahrene Recke mit der schönen Kriegerin, während Ciaran scheinbar Gedanken nachhing. Doch dann, gedankenverloren, warf Ciaran ein, wann sie denn nur das Haus am Strand bezog und stellte daraufhin fest, dass man sie ja mal besuchen könnte, weil sie dort dann wohl öfters anzutreffen war. Der junge Krieger wurde etwas frecher und brachte Alana wohl in Verlegenheit, was sie dem andren Recken, er hatte sich übrigens als Domian vorgestellt, in einen etwas anderen Licht zeigte. Man beschloss gen Bajard zu ziehn um dort noch die Taverne aufzusuchen. Ciaran holte seine Stute „Butterblume“ aus dem Stall und die beiden nahmen die Kutsche, scherzhaft darum wetten wer wohl der schnellere sei. Domian verhielt sich sehr galant und half Alana in die Kutsche und setzten das Gespräch fort, doch bei Bajard mussten sie feststellen, das Ciaran schon wartete. Schmunzelnd meinte dieser das er sein Pferd in den ansässigen Stall brächte und verlies die beiden, um dann schon mit vorbereiteten Trank, in der Taverne, auf die beiden Streiter zu warten.
Während Domian und Alana sich unterhielten stimmte Ciaran die Harfe an. Der erfahrene Krieger meinte daraufhin das die schöne Alana doch zu dessen Spiel singen sollte, was sie verlegen und doch bestimmt ablehnte. Ciaran kam ihr auch zu Hilfe und sprach schnell das er wohl singen werde, auch wenn er dies wohl nicht so gut beherrschte wie seine Schwester. Er stimmte ein Lied von einem alten Wandersmann und dessen wundersame Geschichten an, welches wohl gut ankam. Dem jungen Recken packte der Schalk und sein nächstes Lied handelte vom „verbotenen Kuss“. Als Domian meinte das dies Lied wohl recht plötzlich änderte, sprach Ciaran davon, das Lied doch mit eigenen Versen fortzusetzen. Domian und Alana berieten sich, während dem jungen Recken wieder der Übermut packte und der schönen Kriegerin das Versprechen abnahm, die Verse, die er gleich singen würde mitzusingen. Und jene Verse waren eine äußerst freche Antwort auf jenes Lied, in dem der Umwerber sang. Alsdann verabschiedete sich Ciaran flink und schnell und lies die verlegene Alana mit dem Worten die sie gerade sprach und Domian zurück, doch verbarg er sich nur geschickt im Dunkel hinter der Taverne.
Die beiden plauderten dann wohl noch lange Zeit, Alana nun ärgerlich auf Ciaran und Domian belustigt und mit frechen Gedanken im Sinn. Als sie sich schliesslich verabschiedeten, war es aber dann doch Alana, die aus dem Kuss, der er ihr auf die Wange geben wollte, durch eine Drehung des Kopfes einen auf ihre zarten Lippen machte.
Sie wollte nach allem, was sie erlebt hatte, eigentlich niemanden mehr in ihr Herz lassen. Doch jener Kuss sollte er als Vorschuss bekommen, als Zeichen ihres Vertrauens. Und er erwiederte, jener sei fortan sein Schatz, welchen er nicht wieder her geben würde und ging schmunzelnd von dannen.
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Landru Silberarm
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Registriert: Donnerstag 31. August 2006, 00:39

Beitrag von Landru Silberarm »

Der junge Mann, der sich selbst nur unter dem Namen Silber kannte, huschte durch die Nacht, die Dunkelheit umgab ihn schützend vor den Blicken der Menschen, von denen er nichts gutes erwartete. Dann erschrak er, duckte sich in die Flanke des Hügels, als eine Frau stampfend und fluchend, unter dem klirren ihrer schweren Rüstung, auf die Höhle in der Bergwand zustapfte.
Silber wunderte sich und etwas – Neugier? – veranlasste ihn, ihr zu folgen. Im Schutz der Schatten glitt der schweigsame Mann ihr hinterher, sah ihr zu, wie sie gegen die riesigen beidhauptigen Unholde kämpfte. Der junge Mann, der einst sein Gedächtnis fast vollständig verloren hatte, verstand nicht alles, was er sah und das nachdenken lies die Narbe an seinem Hinterkopf schmerzen.
Silber sah wie die Frau plötzlich mitten im Schlag erstarrte, der Unhold vor ihr schien ein boshaftes Lachen auszustoßen, als er seine zweiblättrige Axt hob und zuschlug. Funken stoben auf, als der Schlag erst ihren Helm verbeulte, dann aber an dem Stahl abglitt, hinab und ihren Halsschutz schwer traf … die Verschlüsse gaben nach und sowohl das Rüstungsteil, als auch ein darunter verborgenes Kleinod fiel zu Boden, just als die Frau stürzte.
Das Ungeheuer packte die Frau am Bein und schleifte sie davon.
Silber bückte sich, hob das funkelnde Schmuckstück auf … er musst Hilfe holen - aber wen - er hatte weder Nim~mu~elia noch Kaa~nuu~bio in letzter Zeit gesehen, sodass sie ihm Rat geben könnten.
So huschte er aus der Höhle und grübelte, soweit sein schmerzender Kopf es zuließ, als er ein vertrautes Antlitz wahrnahm. Ciia~raan und Nim~mu~elia kamen daher. Silber legte die Kette kurzerhand auf einen Felsen und versteckte sich dann, den schwarzhaarigen Recken und jene schöne Bardin beobachtend.
Du weßt nicht, wie wichtig etwas ist, ehe du es nicht verloren hast.
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