"Es kann losgehen. Mach dich auf was gefasst, wir müssen diese... Altlast... jetzt unauffällig von A nach B schaffen, und es wird extrem unhandlich."
-F.
Eine Nachricht an Innes
- Fainche Orlaith
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Eine Nachricht an Innes
Ein kleiner Zettel landet bei Innes im Briefkasten.
- Innes Ontanu
- Beiträge: 92
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Re: Eine Nachricht an Innes
Natürlich warf Innes Tag für Tag einen Blick in ihren Briefkasten, barg dieser doch die wunderlichsten Schreiben und allerlei Kuriositäten, die kein vernünftiger Mensch ungelesen lassen sollte. So auch an diesem Morgen.
Endlich war die lang ersehnte Botschaft eingetroffen.
Zweifelsohne hatte Fainche weder Mühe noch Schlaf gescheut, um die Vorbereitungen mit aller gebotenen Eile zu vollenden, denn in jenen heiklen Angelegenheiten grenzte ihr Geschick beinahe an bewunderswerte Vollkommenheit.
Ein unbedarfter Beobachter hätte das feine Lächeln, das sich nach dem Lesen des kurzen Schreibens auf Innes’ Lippen stahl, wohl fehlgedeutet. Gewiss hätte man angenommen, das Fräulein aus Adoran sei zu einem rauschenden Bankett, oder wenigstens zu einem anständigen Abendmahl geladen worden.
Doch wer wusste, dass der Brief von Fainche kam, wusste auch, das ein solches Lächeln selten Wein, Tanz und höfische Freuden verhieß — vielmehr endete es zumeist mit fluchenden Stadtwachen, gebrochenen Nasen und mindestens einer Person, die hinterher steif und fest behauptete, „das sei ganz gewiss nicht der Plan gewesen“.
Endlich war die lang ersehnte Botschaft eingetroffen.
Zweifelsohne hatte Fainche weder Mühe noch Schlaf gescheut, um die Vorbereitungen mit aller gebotenen Eile zu vollenden, denn in jenen heiklen Angelegenheiten grenzte ihr Geschick beinahe an bewunderswerte Vollkommenheit.
Ein unbedarfter Beobachter hätte das feine Lächeln, das sich nach dem Lesen des kurzen Schreibens auf Innes’ Lippen stahl, wohl fehlgedeutet. Gewiss hätte man angenommen, das Fräulein aus Adoran sei zu einem rauschenden Bankett, oder wenigstens zu einem anständigen Abendmahl geladen worden.
Doch wer wusste, dass der Brief von Fainche kam, wusste auch, das ein solches Lächeln selten Wein, Tanz und höfische Freuden verhieß — vielmehr endete es zumeist mit fluchenden Stadtwachen, gebrochenen Nasen und mindestens einer Person, die hinterher steif und fest behauptete, „das sei ganz gewiss nicht der Plan gewesen“.