An die herzogliche Schreibstube

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Rheaonna von Bergfall
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Registriert: Sonntag 13. Mai 2018, 16:05

An die herzogliche Schreibstube

Beitrag von Rheaonna von Bergfall »

*Bricht man das Siegel findet man ein Schreiben auf veredeltem Büttenpapier verfasst in verspielt geschwungener, aber gut lesbarer Schrift.*



10. Wechselwind 269, Kronwalden



Werte Schreiber Seiner herzoglichen Majestät Anselm von Lichtenthal,

mit den besten Wünschen für das Wohlergehen des Herzogs übersende ich Euch meine ehrerbietenden Grüße und eine Bitte.

Schon als ich noch keinen Adelstitel trug runzelten die Geweihten die Stirn, wenn ich ihnen oder anderen den Segen von Eluive wünschte. Mir ist bewusst, dass besonders den Dienern Temoras daran gelegen sei den Glauben an die eigene Göttin zu mehren. Andererseits ist Eluive nicht nur die verehrenswerte Mutter von Temora und die Schöpferin der ganzen Welt auf der wir leben, sondern auch ein Teil des Paktes des Lichtes.

Es gab immer wieder Androhungen, dass die Verehrung meiner Göttin Eluive mir negativ ausgelegt werden könnte. Vor kurzem fand es allerdings seinen Höhepunkt. Ich wurde darauf hingewiesen, dass der Lichtenthaler Adel die ehrenvolle Pflicht hat der Staatsreligion - und damit der Schildmaid Temora - zu folgen. Diese Bestimmungen zur Staatsreligion für den Adel gebe es schon viele Jahre. Es wurde deshalb eine Aufnahme Temoras in meine Grussformel angeregt.

Mir ist die Vorbildfunktion, welche der Adel haben soll, bekannt. Wie vom Adel im Besonderen erwartet versuche ich den Kodizes der Temora zu folgen. Auch steht mir Temora in gewissem Grade nahe, der sich aber auf andere Weise zeigt, als es gewissen Geweihten wohl dienlich wäre.
Ich fand aber keinerlei Schriften, welche einen Zusammenhang zwischen Religionspflicht und Adelsrang belegen.

Wie ihr Euch sicher denken könnt, ist mir weder daran gelegen eine Konfrontation mit der Kirche zu suchen, noch meine Göttin Eluive hinten an zu stellen.

Ich bitte daher demütig um Hinweise, wie ich mit dem Thema in Zukunft verfahren soll, um wiederholten Ärger oder gar das Beschmutzen der Familienehre zu vermeiden.


Mit der gebotenen Hochachtung,

gez. Rheaonna von Bergfall
Freiin zu Bergfall
Hochedle von Lichtenthal
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