[Nachrichten an die Institutionen und Verbündeten] Vorfälle mit dem Osten

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Jynela Dhara
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[Nachrichten an die Institutionen und Verbündeten] Vorfälle mit dem Osten

Beitrag von Jynela Dhara »

Ebenso wurden am nächsten Morgen bei der Bruderschaft eine Nachricht hinterlegt werden und auch an die Institutionen, Gilden und die Verbündeten werden kurze Nachrichten geschickt. Auch hier wird natürlich eine Abschrift des Schmähgedichtes beigelegt.

Macht und Stärke, allen Streitern des Reiches und Verbündeten


Betreff: Erneute Angriffe des Ostens und folgende Konsequenzen

Der Wachturm an der Kreuzung wurde durch eine Gruppe Reiter aus dem Osten angegriffen, während die Legion sich auf der Insel La Cabeza zur Weihe der Kapelle befand. Der Turm war zum Zeitpunkt des Angriffs kaum besetzt. Der dortige Wächter überlebte, wurde gefesselt und als Zeuge zurückgelassen. Vor Ort wurden Zeichen und Schriften hinterlassen, offenbar mit dem Ziel, Wirkung zu erzeugen, nicht militärischen Nutzen. Ein Schild mit dem Licht Temoras wurde am Turm angebracht. Ein Gardist wurde bei dem Angriff ermordet.
Der Tempel wurde informiert und die Tetrarchin war vor Ort.
Sobald der Fluch behoben ist, wird der Tempel sich um die Entfernung des Schildes kümmern.

Vor 2 Tagen kam es erneut zu einem Angriff aus dem Osten. Berenguer von Salberg und Keylon von Salberg waren zu Pferd unterwegs und richteten auf ihrem Weg Wachen am Hort und an den Posten. Fünf Gardisten fielen bei diesem feigen Angriff:
Hargen Tol, Branik Feld, Leto Armin, Marek Venn, Jorin Hal.
Der Angriff erfolgte nachts und gezielt auf unterlegene Kräfte.

Eine unmittelbare Verfolgung führte zur Konfrontation mit Kräften aus dem Osten. Als Vorwand wurde die Entführung von Gregor Grann genannt und eine Herausgabe gefordert.
Ein Gefecht entstand, bei dem der Feind besiegt werden konnte und den Rückzug antrat.

Als Reaktion auf die wiederholten nächtlichen Angriffe und das Vorgehen gegen einzelne Gardisten wurde gestern von der Legion unter meiner Führung eine gezielte Antwort durchgeführt.

Diese umfasste:

- Herausgabe einer als gregor Grann präparierten Banditenleiche an das Kloster, da Gregor Grann dem Willen des Alleinen folgt
- die Entführung einer Wache des Regiments, der am heutigen Abend geblendet wurde, er wird mit entsprechenden Nachrichten zurückgeschickt
- die Verbreitung der Informationen dieser feigen Tat in Form eines Schmähgedichtes innerhalb Adorans

Ziel dieser Maßnahmen war es nicht, den Konflikt auszuweiten, sondern Klarheit zu schaffen und dem Ketzerreich den wahren und einzigen Weg Alatars vor Augen zu führen, der jederzeit über die falschen Auslegungen der Ketzertugenden triumphiert. Wir senden ihnen eine klare Nachricht:
Angriffe im Schutz der Nacht gegen einzelne, unterlegene Ziele werden nicht unbeantwortet bleiben.
Wir wählen Zeitpunkt, Ort und Form unserer Reaktion selbst.
Die Lage bleibt vorerst angespannt. Weitere Eskalation ist möglich, insbesondere solange Forderungen gestellt werden, ohne Bereitschaft zu Verhandlung oder Verantwortung für eigenes Handeln.
Die Legion ist bereit und der Osten weiß nun:
Rahal zählt.
Rahal vergisst nicht.


Möge Alatar über unsere Schritte wachen.

Für das Reich. Für seine Sicherheit. Für Alatar.


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Scharfschütze der Bruderschaft des Herrn

Hauptmann der Legion des Panthers

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Wer eilet des Nachts durch Feld und Wald?
Es ist der Osten, der kommet bald.
Sein Schritt ist blechern, er ist so laut,
Dass selbst im Dunkeln er kaum sich traut.


Oh, Freund, sag, kennst du die Geschichte nicht?
Vom Osten mit dem falschen Gesicht?
Der Turmwächter, er sah es klar:
Der Feind, der ist gar sonderbar.


Sie reden von Mut und von Ehr‘,
Doch Tugend gelebt, das fällt ihn‘ schwer;
Kaum geistreich verkünden sie ihr Wort,
Nur zur Deko, scheint’s, ist des Wissens Hort.


Mitgefühl und Güte, sie predigen viel,
Denn sie verfolgen ein perfides Spiel.
Doch kaum, dass du auf sie baust,
Merkst du schnell, dass du den Falschen traust.


Weil in deiner Not, du stehst allein.
Keiner ihrer Schilde wird für dich sein.
Keiner ihrer Richter wird dich verschon‘.
Fragen und Kritik begegnen sie mit Hohn.


Warten aufs Dunkel, den Tag fürchten sie –
Und das als Lichtbringer, welch Ironie!
So Freund, mein Freund, sei hiermit gewarnt:
Dass Hochmut sich hinter Demut bloß tarnt.


Narren nur nähren tödlichen Zwist.
Deppen bloß wissen nicht, wann Ende ist.
Gleich nicht nur ihre ‚hohen‘ Namen,
Sie ignorier’n erneut unser Mahnen.


Als würden zwei Morde nicht reichen,
Als gelüste es ihnen nach Leichen,
Dringen sie nachts ein in unser Land
Und nehmen Leben durch eigene Hand


Bis geschlagen sie zusammenbrachen
Und lagen in ihren Blutlachen.
Rein gar nichts ist tugendhaft daran,
Doch werden sie sagen, dass sie gewann’n.


Sie rügen die Lüge, doch meiden die Wahrheit,
Lieben die Ordnung, doch fehlt es an Klarheit,
Sie leben in Gruppen, sprechen von Einheit,
Haltung fehlt, zeigen nur Feigheit.


Die Tat vollbracht, flieh’n sie geschwind,
Denn sie ertragen keinen Gegenwind.
Spielen sich auf wie große Krieger,
Doch so schnell kommen sie nicht wieder.


Ach Freund, mein Rat ist gut gemeint:
Der Feind ist nur tapfer, bis einer weint.
Darum lausche nicht ihren Worten,
Denn Dummheit gibt’s in vielen Sorten.
Folge besser dem All-Einen,
Oh, denn ER wird uns alle vereinen.
Die, die in seinem Namen streiten
Und sein Wort auf der Welt verbreiten.

Die, die den Aufwand nicht meiden
Und bei ein wenig Schmerz nicht gleich leiden.
Die, die stets nach Perfektion streben
Und die führen ein frommes Leben.


Namen sind das, was übrig bleibt, wenn der Lärm verstummt ist.
Merkt sie euch gut.

Das sind die Namen der Toten:


Hargen Tol

Branik Feld

Leto Armin

Marek Venn

Jorin Hal


Diese Männer starben nicht im Krieg.
Sie starben im Dienst.
Sie starben aus Rachsucht, aus niederem Trieb.
Aus Gelüsten, die es in euren Tugenden niemals geben dürfte
Nachts.
Im Dunkel.
Durch die Hand eurer Obrigkeit.

Weihe und Ritterschlag schützen vor Verfehlung nicht.
Sie schmücken bloß, was im Verborgenen vor sich hin rottet.
Fäulnis, die denen, die wahrlich aufrecht stehen nimmt, was ihnen selbst verwehrt bleibt:
Ehre, Tapferkeit und Sinn.

Rahal vergisst nicht.

Wir zählen.
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