[Versiegelte Schreiben] An den Palast, die Handwerksministerin und die Diplomaten

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Mychael Dalvon
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[Versiegelte Schreiben] An den Palast, die Handwerksministerin und die Diplomaten

Beitrag von Mychael Dalvon »

Er saß eine Weile an dem Schreiben. Das Thema hatte eine Weile geruht, eher vor sich hin geschwelt, aber nur weil anderes wichtiger war. Nun bestand die Zunft. Sie hatten begonnen und wurden direkt daran erinnert, welche riesigen Felsen ihnen im Weg lagen. Er war sicher kein Politiker, am liebsten wollte er sich damit nicht beschäftigen, aber wenn nichts geschah, musste das einfache Volk die Stimme erheben.

Die Schreiben wurden geschrieben, versiegelt und eines direkt mit einem Boten zum Palast, zu Händen der Alkas getragen. Ein weiteres fand seinen Weg nach Düstersee zu Praetora Treuwind und weitere an die verschiedenen Diplomaten des alatarischen Reiches und auch an die Diplomaten der Verbündeten.


Rahal, den 22. Eisbruch 269

Der Eine mit euch, eure Heiligkeiten!
Der Eine mit euch, Ministerin des Handwerks!
Der eine mit euch, Diplomaten des Reiches und der verbündeten Reiche!



Betreff: Auswirkungen des Handelsembargos gegen die Insel Kawi auf das Handwerk des Reiches

Mit diesem Schreiben wende ich mich in Sorge um die wirtschaftliche Stabilität unseres Reiches und insbesondere um die Lage des alatarischen Handwerks an euch.

Das bestehende Handelsembargo gegenüber der Insel Kawi mag aus triftigen, politischen Gründen beschlossen worden sein, die uns Handwerkern nicht vollumfänglich bekannt sind. Gleichwohl sind die Auswirkungen für jeden einzelnen von uns deutlich spürbar – und sie treffen uns mit zunehmender Härte.

Die Werkstätten des Reiches sind in vielerlei Hinsicht auf Materialien, Rohstoffe und Handelsgüter angewiesen. Wir beziehen unsere Rohstoffe nicht nur aus dem Reich.
An mich wurde nach der letzten Sitzung mit der Statthalterin die Sorge herangetragen, dass es zu wenige Handwerker im Reich gibt. Wir sind diesbezüglich auf eigene Hand und mit einer Kraft tätig geworden und haben eine Zunft der Handwerker in Rahal gegründet.
Dennoch haben wir nicht genug Wald- und Minenarbeiter, dass wir unsere Rohstoffe alle selbst besorgen können.
Wir sind auf den Handel mit den neutralen Gebieten angewiesen und davon gibt es in diesem Reich nur zwei.
Heute mussten wir einen Großauftrag ablehnen, der unserer Zunft und da wir im Namen Alatars für das Reich arbeiten, auch dem Reich zugute gekommen wäre, da die Kundin eine Magd auf der Insel Kawi ist.
Auch auf dem letzten Markt, den wir gemeinsam mit dem Tempel bestritten haben, waren mehr als die Hälfte der Einnahmen Kunden aus neutralen Gebieten zu verdanken.


Seit Inkrafttreten des Embargos sind:

- Lieferketten unterbrochen
- Rohstoffe und Materialen schwerer zu beschaffen
- Kosten gestiegen
- Kundschaften, auch Stammkundschaften verloren gegangen

Diese Entwicklung schwächt nicht nur einzelne Betriebe, sondern die wirtschaftliche Grundlage Rahals, Düstersees, Wetteraus und auch Grenzwarths. Aufträge bleiben aus oder werden verschoben. Kleinere Werkstätten stehen bereits am Rande der Aufgabe.
Das Handwerk bildet das Rückgrat unseres Reiches.
Wir fertigen Waffen und Rüstungen für die Verteidigung, Werkzeuge für Bauern und Baumeister, Waren für Handel und Alltag. Wenn unsere Werkstätten verstummen, leidet nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Versorgungssicherheit und Wehrhaftigkeit Alatars.

Ich bitte daher eindringlich darum:

- Die Auswirkungen des Embargos auf das Handwerk offiziell prüfen zu lassen.
- Gegebenenfalls Ausnahmeregelungen zu erwägen.


Sollten politische oder sicherheitstechnische Gründe das Embargo notwendig machen, so ersuchen wir zumindest um Transparenz in dem Maße, wie es verantwortbar ist, damit wir unsere Betriebe planen und anpassen können.

Wir stehen loyal zum Reich und euren Heiligkeiten und werden nicht gegen ein Embargo handeln, doch Loyalität darf nicht bedeuten, schweigend dem eigenen Niedergang zuzusehen.

Ein starkes Reich braucht starke Werkstätten – und starke Werkstätten brauchen verlässliche Rahmenbedingungen.

Gerne melden wir uns mit den Handwerkern der Zunft und allen anderen, die hinter diesen Worten stehen wollen, auch zu einem Gespräch an, um unser Anliegen persönlich vorzubringen.


"Im Handwerk begonnen, im Glauben vollendet."


In Hoffnung auf Gehör und konstruktive Prüfung verbleibe ich mit Respekt und im Dienste des Reiches

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im Namen der Alatarischen Handwerkszunft

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Ilyra Falkhain
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Registriert: Freitag 22. August 2025, 00:11

Re: [Versiegelte Schreiben] An den Palast, die Handwerksministerin und die Diplomaten

Beitrag von Ilyra Falkhain »

*Zwei mal diese elendig lange Strecke mit der Kutsche. Ein kleiner Abstecher in die Palastküche wo sie sich ein süßes Nerven- Nachtmahl zusammenstellte. Erschöpfung machte sich breit als sie das Schreiben öffnete und Zeile für Zeile las. Hier und da fielen ihr bereits die Augen zu, aber sie machte sich pflichtbewusst Notizen, nippte an ihrer Mandelmilch und legte Notizen, wie Schreiben auf den Stapel für die Alkas. Die guten Muerbeteigkringel würden wohl auf morgen warten müssen, denn sie war in ihrem Stuhl eingeschlafen.*
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