es folgt ein Bericht über die Befragung des Ketzers Gregor Grann am 22 Eisbruch des Jahres 269 zur 8 Abendstunde. Beiwohnend Junglethoryx Drin'belrak und anfänglich Hauptmann Dhara. Einleitend suchte Offizierin Dhara das Gespräch und wies darauf hin, das durch bereits begangene Verhöhre Informationen erlangt werden konnten, als auch die Mutmaßung besteht, das der Gefangene durchaus ein brauchbares Werkzeug sein könne. Basierend auf diesen Eindruck der bewährten Offizierin haben wir unsere Verhöhrmethode entsprechend angepasst und auf tatsächlich ausgeübte Gewalt in dieser ersten Sitzung verzichtet.
Der Name des Deliquenten lautet Gregor Grann, geboren und aufgewachsen in einem wohlhabenden Haus mit dem Sitz Velmara. Der Gefangene wurde erzogen in den ketzerischen Lehren der lichten Wiedersacherin Temora. Zur zeit ist er als Anwärter Wächter im Kloster Schwingenstein. Weitere Informationen, speziell über die Beschaffenheit und Stärke des Klosters werden zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt, da eine zu frühe, derart offensichtliche Zielsetzung lediglich den Wiederstand des Mannes geschürrt hätte.
Der Ketzer wurde und dieser Umstand ist wichtig,um einen wichtigen Druckpunkt arbeiten zu lassen, beim Huldigen der Wiedersacherin gefangen genommen. Natürlich haben wir diesen Umstand zur Sprache gebracht und weitere Zweifel über den Schutzwillen Temoras gesät. Der Mann scheint pflichtbewusst und zeigt hinsichtlich der Frage nach Recht und Sinnhaftigkeit in der jetzigen Form des Adels, durchaus eine gewisse Unsicherheit. Auf die nähere Frage nach Erreichen von Zielen aus eigener Kraft statt Geburt und kraftloser Vetternwirtschaft, wies Grann auf einen Keylon hin, einem angeblichen Kronritter, der dies bewerkstelligt hatte. Darauf säten wir weitere berechtigte Zweifel, als wir darauf hinwiesen, das er uns lediglich einen Namen nennen konnte unter all dem Adel.
Die Furcht und Abneigung hinsichtlich der Letharen war augenscheinlich, dies machten wir uns zunutze in der Nennung der Möglichkeiten des Verhöhrs. Auch sprachen wir den Grund der Festnahme bzw. stellten ihm die Frage nach genau demselben. Warum hatte Temora es ausgrechnet bei der Ausübung der kraftlosen Huldigung zugelassen? Der Ketzer brachte Zufall zur Sprache, was wir erneut verwenden konnten, in Anspielung auf die Intelligenz eines Mannes, der aus gutem, erziehungsreichen Hause kommt. Eitelkeit ist Schwäche und jene machen wir uns zunutze.
Auf die Frage nach Titeln und deren inhaltlosigkeit in seinem Land, wie er auf einen Hochwürden Kalveron hin, der angeblich alle Titel aufgebeben hat um alleinig im Kloster dienen zu können.
Wir wiesen auf diese mindere Selbstlosigkeit hin, steht doch persönliches oder gar Besitztümer niemals an gravierender Stelle im geheiligten Reich seiner Herrschaft.
Letztlich kamen wir zum dem Vorwurf der Heimtücke seitens des All-Einen, wir korrigierten diese Aussage mit der Begründung, welche uns sein Glaube lehrrt. Darauf hingewiesen, das die Gebete und qualvollen Schreie der Hungernden weder gehöhrt noch erhöhrt wurden, seitens Getares, sondern nur Alatar höchstselbst eingriff, herrschte Schweigen. Wir fachten daraufhin nochmals die Frage an, warum er wohl gefangen genommen werden konnte und ließen ihn rätseln, was wir wohl wollen. Er bekam Antworten, welche ihn weiter beschäftigen sollten mit dem endenen Hinweis, das er etwas werden könne, was weit bedeutender und allumfassender ist, als er es jemals in seiner Heimat sein würde.
Resultierend aus diesem ersten Verhöhr, kommen wir zu der Einschätzung, das Gefangener Grann mit etwas Mühe und Sorgfalt wie seinem Willen, durchaus ein willfähiges Werkzeug werden könnte. Erste Druckpunkte konnten ermittelt werden, die Saat der Wahrheit gepflanzt im Nährboden der Häresie.
Nun obliegt es Euch, wie wir weiter verfahren sollen Tetrarch/in. Sollen wir weitere Zeit und Mühen aufwenden und versuchen, den Deliquenten zu formen oder ist seine Existenz als bloße Beleidigung Seines Willens zu deuten? Bis zu Eurer Entscheidung, verharrt der Gefangene weiterhin in den Zellen der Kommandatur Rahals.
Möge sein Wille uns stets leiten
Vicarius Damos Void
