
Blanches Arbeit an den Stahltüren aus Schwarz-Diamant für K'awis Befestigungsmauern
In der schummrigen, aber zweckmäßigen Schmiede hallte der rhythmische Klang von Blanches Hammer auf den Amboss. Rauchschwaden tanzten im Schein der Esse, während Funken wie kleine Sterne durch die Luft sprühten. Blanche, die schneeweißen Zöpfe fest zusammengebunden und ihre Lederkleidung leicht von Ruß geschwärzt, stand vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Herstellung von Türen aus der seltenen und widerstandsfähigen Schwarz-Diamant-Legierung für die Befestigungsmauern von K'awi.
Jede Tür war ein Meisterwerk der Stärke und Präzision. Zuerst wählte Blanche die massiven Barren der Schwarz-Diamant-Legierung aus, deren Oberfläche bereits dunkel und unheimlich glänzte. Dieses spezielle Material erforderte eine extrem hohe Hitze und besondere Sorgfalt bei der Bearbeitung, um seine einzigartige Härte zu erhalten. Die Barren wurden in der glühenden Esse bis zu einem fast weißen Schein erhitzt, ein Prozess, der Blanches ungeteilte Konzentration erforderte, um die perfekte, verformbare Konsistenz zu erreichen.
Dann begann die eigentliche Schwerstarbeit. Mit kräftigen, präzisen Schlägen ihres Vorschlaghammers formte sie das zähe, glänzende Metall auf dem Amboss. Die Luft füllte sich mit dem dumpfen, resonierenden Knall von Metall auf Metall, während Blanche Schicht um Schicht das Material verdichtete, um eine unüberwindbare Dicke zu erzielen. Sie schmiedete breite, massive Platten, die später zu den Türflügeln zusammengefügt werden sollten. Der Schwarz-Diamantstahl war so dicht, dass die fertigen Platten selbst bei geringer Dicke ein immenses Gewicht besaßen und kaum einen Kratzer zuließen.
Die wahre Kunst lag jedoch in den Details. Jede Tür musste perfekt passen, nicht nur in die Maueröffnung, sondern auch zueinander. Blanche fertigte robuste Scharniere, die das enorme Gewicht tragen konnten, und verstärkte die Kanten der Türen mit zusätzlichen Lagen der Legierung. Für die Verriegelungssysteme entwickelte sie eine Reihe von massiven Riegeln und Bolzen, ebenfalls aus Schwarz-Diamantstahl, die bei Bedarf ausgefahren werden konnten, um die Tür fest in den Mauerrahmen zu verkeilen.
Der Einbau der Türen war eine logistische Herausforderung. Mit der Hilfe einiger kräftiger Gehilfen, die sie mit Anweisungen und gelegentlichen Scherzen anspornte, wurden die schweren Türflügel vorsichtig zu den Maueröffnungen transportiert. Unter Blanches wachsamen Augen wurden die vorbereiteten Angeln in die Steinmauern eingelassen und die Türen millimetergenau ausgerichtet, um ein reibungsloses Öffnen und Schließen zu gewährleisten. Es war ein Balanceakt zwischen roher Kraft und feiner Justierung, bei dem Blanche immer wieder nachbesserte, bis jedes Element perfekt saß.
Der letzte und entscheidende Schritt war die Anbringung der Schlösser. Blanche hatte sich für ein einheitliches, robustes Schlosssystem entschieden, dessen Mechanismus ebenfalls aus gehärtetem Schwarz-Diamantstahl gefertigt war, um Manipulationen zu widerstehen. Die Schlüssel waren ebenfalls einheitlich gefertigt, sodass ein Meister-Schlüssel alle Türen öffnen konnte, während individuelle Schlüssel nur für spezifische Zugänge galten – ein kluges System, das sowohl Sicherheit als auch Zugänglichkeit gewährleistete. Mit einem letzten festen Schraubzug und einem prüfenden Rütteln an jeder Tür stellte Blanche sicher, dass K'awis Verteidigungsmauern nun durch die stärksten Türen gesichert waren, die ihre Schmiedekunst fertigen konnte.
