
Man munkelt dass im Norden, dort wo die Luft schon kühler wird und der Atem sich als feiner Nebel zeigt, die Thyren sich zum Anlass der Letzten Ernte und des Einklangs auf den Winter am 15. Goldblatt 268 versammeln werden.
Ein schlichtes, ehrliches Beisammensein.
Man sagt, sie entzünden Feuer aus altem Birkenholz, dessen Rauch süß und schwer in den klaren Himmel steigt. Das Mahl ist einfach: geröstete Wurzeln, Brot aus frisch geerntetem Korn und ein kräftiger Met, der die Kühle vertreibt. Doch wichtiger als das Essen ist der Einklang — ein Moment, in dem die Thyren, Elfen, Zwerge, Menekaner und auch Menschen innehalten und danken.
Dem Wind, der über die Hügel zieht, dem Knistern des Herdfeuers, dem Herzschlag der Erde selbst.
Und wenn die Nacht hereinbricht und die Sterne aufblühen wie Eisblumen am Firmament, dann feiern sie. Leise zuerst, dann lauter, bis der ganze Norden klingt — und singen von Vergänglichkeit und Hoffnung zugleich.
Denn die Thyren haben Boten ausgesandt — weit über ihre Wälder hinaus, über die Flüsse und Gebirge, bis in die fernen Städte und der noch ferneren Wüste.
Elfen, Zwerge, Menekaner und Menschen wurden eingeladen, den Einklang auf den Winter gemeinsam zu feiern.
So werden an diesem Abend nicht nur die Feuer der Thyren brennen, sondern auch die Lieder vieler Völker erklingen, in unzähligen Sprachen, doch mit demselben Herzschlag.
Und vielleicht, so munkelt man, wird der Winter selbst innehaltend lauschen.