ich habe dir, wie beauftragt, zum Lichterfest ein Lied geschrieben.
Vielen Dank für deinen Brief mit den Erklärungen zum Fest und den Bräuchen. Durch deine bildhafte Beschreibung konnte ich mir diesen wunderbaren Tag gut vorstellen – auch wenn ich selbst niemals mitfeiern werde.
Gerade deshalb erfüllt es mich mit umso größerer Freude, dass ich für diesen Anlass ein eigenes Lied verfassen durfte. Es ist mir eine Ehre!
Die folgenden Zeilen sind der Text.
Über den Worten habe ich Hinweise zur Spielweise auf der Saz gesetzt – in der Hoffnung, dass eure Barden die Melodie ebenso leicht greifen können, wie ich sie hörte, als ich sie niederschrieb.
Mit den besten Wünschen für ein helles Fest,Der Mond steht am Himmel
Der Mond steht am Himmel, ein heller Schein,
lädt die Herzen der Menekaner ein.
Wir gedenken des Einen, der uns führte zum Licht,
Saajid, dein Vermächtnis, es zerbricht nicht.
Wir feiern die Oase, deine Entdeckung in Ehren,
All´Mara auf all unsren Wegen.
Entzünde das Licht, erhebe das Wort,
vergiss deinen Wunsch nicht und schick ihn fort.
Hinaus auf die Wogen, so klar und so rein,
tausend Wünsche sollen im Wasser nun sein.
Sie spiegeln die Hoffnung, der Sterne ihr Zelt,
die Liebe sei unser Reichtum, der uns zusammenhält.
Mit den Brüdern und Schwestern, mit Wein und mit Brot,
beschenken wir einander in der Gunst wie in der Not.
Jeder Wunsch ein Sandkorn, der im Dunkeln erstrahlt,
ein Versprechen, das Leben, das die Angst uns wegstahlt.
So schicke dein Licht fort, es segne die Nacht,
mit tausend Hoffnungen, die uns stark gemacht.
Zusammen erheben wir Herzen und Hände,
vereint durch die Liebe, die niemals zu Ende.
Wir sind das Volk der Oase, die Kinder des Sandes,
verbunden im Glauben, im Bund dieses Landes.
Die Familien sind Palmen, mit Wurzeln so tief,
wo das Lied unseres Volkes, All´Maras Gnade, uns rief.
Achtsamkeit leuchte, im Geist und im Wort,
so tragen wir Gutes zwischen Menekaner fort.
In unseren Taten, so klar und so rein,
soll Ehre und Stolz für unser Volk zu finden sein.
Respektvoll die Blicke, die Hände so weit,
verbunden mit der All´Mara in alle Ewigkeit.
und das Licht, das euch wärmt und trägt,
