[Bau-RP] Aus einer verbrannten Tür wird eine neue!

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Lev Akeno Nahele
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[Bau-RP] Aus einer verbrannten Tür wird eine neue!

Beitrag von Lev Akeno Nahele »

Völlig ahnungslos bekam er diesen Auftrag. Diesen einen und er freute sich darüber. Es war sein erstes Mal, dass seine Kunst gefragt war und das auch noch für Bajard. Bei einigen war er dafür bekannt, dass er ständig in der Natur unterwegs war, und doch war jetzt die Zeit dafür gekommen etwas zu ruhen. Mehr da zu sein und seine Meisterwerke, die er gefertigt hatte, mehr unter die Leute zu bringen.

So kam es, dass er hier und da Kontakte knüpfte und einige Gespräche führte und offenbar bei einigen in Erinnerung blieb. Paar Tage später kam Ivy zu ihm, die eine Parzelle vor Bajard besaß und bat ihn darum, sich die verbrannte Tür anzusehen. Genau bei der Taverne vor Bajard. Er wunderte sich. Eine verbrannte Tür? Das hätte doch schon längst aufgefallen sein müssen. Zumal er dort fast täglich vorbeiging oder ritt, dass es ihm nicht mal selbst aufgefallen war. Doch natürlich war er neugierig und so folgte er ihr, um sich der Sache genauer anzusehen. Dort angekommen, sah man gleich das übel. Total verkohlt, jedoch die andere Tür war komplett intakt und auch der Rahmen war kaum berührt. Wäre dies ein normales Feuer gewesen, so hätte ja die gesamte Taverne brennen müssen. Die Vermutung war schnell geäußert. Entweder es war eine Warnung oder aber Magie war hier im Spiel. Man war sich fast sicher, denn anders könnte man es nicht erklären.

Frohen Mutes erklärte er sich, sich der Sache anzunehmen, denn schon bald würde der Winter kommen und der kalte Zug des Windes ihren Lauf nehmen und dort einkehren, überall würde es in der Taverne kühl werden und was das alles mit sich ziehen würde ... nicht auszudenken. Das konnte er auf jeden Fall nicht zu lassen. Da dort aber auch in den Türen Scharniere und Nägel verbaut worden waren, riet er den anderen einen Schmied dabei zu haben und so schlugen sie Emeron vor, er stimmte zu den ihm wurde er ebenfalls vorgestellt. Er suchte ihn gleich darauf auf, erklärte die Lage und er zeigte dem Schmied die Tür. Er stimmte nach seiner eigenen Prüfung zu, dabei zu sein und bei der neuen Tür zu helfen. Die Maße wurden ordnungsgemäß genommen, von oben bis unten, sowie alles andere auch. Die Tür soll ja auch passen, wäre schlimm wenns anders wäre!

Und da es dieses Mal eine robustere sein soll, war es nur noch eine Frage welches Holz. Weide? Zeder? Nein, zu biegsam ... und besser wäre es, wenn sie feuerfest wäre oder zumindest geschützt dadurch. Es schien ein schwieriges Unterfangen zu sein. Er konnte nicht versichern, dass sie feuerfest sein würde, da mussten wohl andere Mittel her. Und wenn es dunkleres Holz sein sollte, müsste diese fachgerecht lackiert werden, damit es auch zur Taverne passt. Stundenlang saß er noch bis in die Nacht über Zeichnungen und Entwürfe, sein Haar strubbelte schon bei jeder verworfenen Zeichnung, die er dann in den Müll warf und der sich auch schon ersichtlich füllte. Bis er endlich zum richtigen Ergebnis kam. Und auch für das Holz hatte er sich entschieden. Es sollte Eichenholz werden. Es war meist stabiler als die anderen und auch für die meisten Witterungen tauglich. Er befand, es war eine gute Wahl und so fing er an, die ersten Bretter dafür zu schustern.
Emeron Valderis

Ein Auftrag für die Bajarder Taverne

Beitrag von Emeron Valderis »

Die Sonne stand tief, als Lev den Weg zu meiner Schmiede fand. Sein Blick war ernst, doch in seinen Augen glomm eine freudige Erwartung. „Emeron,“ sagte er, „ich brauche deine Hilfe. Die Taverne vor Bajard hat eine Tür verloren – verbrannt, als hätte ein Fluch sie getroffen. Nur du kannst die richtigen Scharniere, Nägel und das Schloss schmieden.“

Ich legte den Hammer beiseite und lauschte. Dass gerade Lev der Schreiner mich aufsuchte, erfüllte mich mit Stolz. Als Mitbewohner von Bajard war es mir Ehre und Pflicht zugleich, bei diesem Werk mitzuwirken. Gemeinsam gingen wir zur Taverne.

Der Anblick war seltsam: Der Türrahmen stand unversehrt, die eine Flügeltür glänzte wie neu, doch die andere war nichts als verkohltes Holz, spröde und brüchig wie Asche im Wind. Ich strich mit den Fingern über die Brandspuren und spürte sofort, dass hier kein gewöhnliches Feuer gewütet hatte.

„Sie muss stark werden,“ murmelte Lev, „und dennoch schön – aber deine Nägel und Scharniere müssen sie tragen.“

Ich nickte. „Dann schmiede ich sie so, dass selbst der Winterwind Bajards sie nicht brechen kann.

„Wenn Du Dir im Klaren darüber geworden bist aus welchem Holz die neue Tür werden wird, gib mir Bescheid, ich entwerfe die passenden Scharniere und Nägel dafür“ „Die neue Tür soll ein Prachtstück werden“

Als alles besprochen war, kehrte Emeron wieder an seinen Wirkungsort zurück. Am nächsten Tag bekam Emeron die Nachricht, dass die neue Türe aus Eichenholz bestehen wird. Eichenholz, schwer und edel. Dieses Holz wird dem Winter mühelos trotzen.

Emeron schmiedete die passenden Nägel, Scharniere sowie das Schloss und verstaute es in seiner Aufbewahrungstruhe.

Er freue sich über das kommende Projekt und erwartete von Lev die Nachricht, wann der Einbau beginnen sollte.
Zuletzt geändert von Emeron Valderis am Mittwoch 17. September 2025, 08:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Ivy Salberg
Beiträge: 232
Registriert: Mittwoch 13. September 2017, 16:06

Beitrag von Ivy Salberg »

Ivy war noch nicht lange in Bajard und hatte erst vor ein paar Monden ihre Bleibe in der Herberge zur „Ratternden Ratte“ gefunden. Die verbrannte Tür auf der rechten Seite des Eingangs war ihr zwar aufgefallen, doch anfangs hatte sie sich nicht wirklich darum geschert. Alles in ihrem neuen Leben war neu, und sie musste sich zuerst um ihre kleine Parzelle und das Leben in Bajard zurechtfinden.

Doch nun rückte der Winter unaufhaltsam näher. Der Herbst begann langsam, seine Spuren zu hinterlassen: Die Bäume färbten sich, und die ersten Blätter fielen zu Boden. Die Tage wurden kürzer, und am Abend zog eine kühle Brise auf. Die kaputte Tür sah nicht so aus, als würde sie noch einen weiteren Winter überstehen. Schon jetzt pfiff der kalte Wind durch die Lücken, und Ivy ahnte, dass es den Gaststättenbesitzern Thelinde und Penrit keineswegs gefallen würde, in der Kälte zu sitzen.

Da sich anscheinend niemand sonst um die Sache kümmern wollte, nahm Ivy es selbst in die Hand – schließlich wohnte sie dort auch. Ein Schreiner und ein Schmied mussten gefunden werden. Als sie Lev, den Schreiner, die verbrannte Tür zeigte, war beiden sofort klar, dass hier etwas nicht stimmte. Wie konnte nur die rechte Seite des Eingangs so verkohlt sein, während der Rahmen und die andere Tür unversehrt blieben? Es war höchst merkwürdig und auch wenn sie keine Experten waren, war ihnen schnell klar, dass hier entweder ein Hexenwerk oder Magie im Spiel sein musste. Auch wenn Ivy diesen Gedanken schnell beiseiteschob, stand fest: Es musste eine neue Tür her. Sie bat Lev, sich der Sache anzunehmen und schlug ihm vor, auch Emeron der Schmied, mit ins Boot zu holen. Oswyn und sie selbst würde den beiden zur Seite stehen. Ivy war harte Arbeit gewohnt und packte gerne mit an, denn schließlich war dies eine Sache, die Bajard und all seinen Bewohnern zugutekam.
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Ivy Salberg
Beiträge: 232
Registriert: Mittwoch 13. September 2017, 16:06

Beitrag von Ivy Salberg »

Das sanfte Abendlicht tauchte das Dorf in goldene Farbtöne. Ein kühler Wind zog durch die Gassen, als Lev und Emeron sich auf den Weg zur Herberge machten. Sie trugen eine schwere Last, '' Die neue Eichentür.'' Das dunkle, massive Holz war ein wahres Meisterwerk, und es erforderte ihre gesamte Kraft, sie von Bajard zur Herberge zu transportieren. Mit vereinten Kräften, die Muskeln angespannt, balancierten sie das Gewicht. Jeder Schritt war bedacht, jeder Atemzug schwer. Sie spürten das Gewicht der Tür, aber auch die Wichtigkeit ihrer Aufgabe.
Bild
Die Eichentür, ein wahres Meisterwerk aus dunklem Holz, lag bereit. Ihre Maserung war ein Geflecht aus sanften Wellen und kräftigen Wirbeln. Lev strich mit der Hand über die glatte, makellose Oberfläche. Emeron hatte die Scharniere geschmiedet, schlicht, aber von beeindruckender Stärke, und das große, kunstvoll verzierte Schloss war eine Zierde für sich. Oswyn und Ivy, bereit für die harte Arbeit, traten hinzu. Oswyn hatte alles Werkzeug sorgfältig auf dem Boden ausgebreitet, während Ivy einen Korb mit frischen Speisen und Getränken in der Hand hielt. Vorsichtig hoben die vier die schwere Tür an. Gemeinsam schoben sie das gewichtige Stück Holz in den leeren Türrahmen. Es war eine heikle Angelegenheit, denn die Tür musste mit äußerster Präzision in den Rahmen gleiten, damit sie nicht klemmte. Mit vereinten Kräften war die Tür schließlich in Position. Sie passte wie angegossen – ein Beweis für die exakte Arbeit von Lev. Emeron nahm die ersten Nägel, die er selbst gefertigt hatte, und schlug sie fest. Dann befestigten sie Scharnier für Scharnier. Mit jedem gezielten Hammerschlag, der dumpf auf das Metall traf, schien die Tür fester in ihrem neuen Zuhause zu wurzeln. Die Männer hielten inne und nahmen dankbar das Essen entgegen, das Ivy ihnen reichte. Es war eine willkommene, stärkende Pause, bevor sie die letzten Arbeiten in Angriff nahmen. Schließlich hing die Tür vollständig im Rahmen. Die verkohlte Lücke war nun mit der neuen, robusten Eichentür gefüllt. Lev trat zurück, zog an der Klinke und schloss die Tür. Ein leises, zufriedenes "Klack" ertönte, als das neue Schloss einschnappte. Alles passte perfekt zusammen.

Lev, Serenya, Emeron, Oswyn und Ivy sahen sich zufrieden an. Eine schwere Aufgabe war mit vereinten Kräften und mit Geschick gelöst worden. Die Herberge hatte nun eine Tür, die stark genug war, um den kommenden Winter und vielleicht auch noch weitere seltsame Vorkommnisse abzuwehren.
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