Eiliges Schreiben zur Garde

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Auriane Treuwind
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Eiliges Schreiben zur Garde

Beitrag von Auriane Treuwind »

*Versehen mit dem Siegel der Praetora trudelt in den späten Nachmittagsstunden ein Schreiben eines abgehetzten Botens ein. Ausgestattet mit deutlich mehr Lohn als üblich wird er am Ende an der Kommandatur warten bis ihm jemand den Brief abnimmt.*

Des Allmächtigen Gunst und Segen mit der Legion,

besorgniserregende Veränderungen haben sich ausgebreitet. Nun ist nicht nur mehr das Gebiet nahe des Wortes von den Wurzeldämonen bevölkert, man könnte nun meinen, dass das vollständige Gebiet zwischen Düstersee und Rahal, nicht nur auf dem Wege sondern auch in den Wäldern daneben von diesen Biestern und ihren mächtigen Dämonen eingenommen wurde.

Zahlreiche Kadaver an Tieren, Dämonen und den Wurzelwesen fanden sich zusammen mit gefallenen Gardisten wie auch toten Pferden vor den Toren Düstersees, eine der Gestalten war gar so vorwitzig und hat sich nicht nur Zugang ins Innere der Stadt verschafft sondern versuchte gar durch ein Fenster in mein Heim zu gelangen. Den Bogen stets griffbereit, konnte ich das Wesen abwehren, doch fürchte ich, dass eine der ohnehin abgestellten Wachen den Wesen draußen vor dem Tor bereits vorher erlegen war.


Möge Er Seine schützende Pranke über uns alle halten!

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Praetora des Heiligen Alatarischen Reiches
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Jynela Dhara
Beiträge: 629
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Beitrag von Jynela Dhara »

Das Antwortschreiben wird wohl eher kurz ausfallen, nachdem der Hauptmann nach dem Gespräch mit dem Meister bereits die weiteren Befehle an seine Leute weitergeleitet hat.

Macht und Stärke, Praetora!

Im Gespräch mit dem Meister wurden heute bereits weitere Schritte geplant. Die Institutionen werden noch heute durch die Kinder des Einen aufgefordert am morgigen Abend den Kampf zu unterstützen, um die Wälder zu säubern. Die Kräfte der Garde alleine reichen gegen diese Übermacht nicht mehr aus. Es wird jeder im Kampf gebraucht.





Im Namen des All Einen, für den All Einen,


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Scharfschütze der Bruderschaft des Herrn
Hauptmann der Legion des Panthers


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Jynela Dhara
Beiträge: 629
Registriert: Montag 28. Dezember 2020, 18:02

Beitrag von Jynela Dhara »

Wenig später folge der Blick der Gardisten auf den Mauern von Rahal dem Hauptmann. Nicht mehr in der Uniform der Garde, aber in dem leuchtenden Rot und der schweren Montur der Bruderschaft, mit gezogenem Bogen. Die für sie typische Maske mit der Pantherfratze verdeckte ihr Gesicht und nur der Blick schärfer als Stahl, war im Schatten zu erkennen.

Und niemand, der sie sah, stellte noch Fragen.

Die Dämonen waren längst da. Nicht als Gerücht, nicht als Schatten am Horizont. Zwischen Hecken und Hügeln, mitten im Reich. Seit Tagen taten sie nichts anderes, als sie immer wieder zurück zu drängen, soweit es in ihrer Macht lag.

Und Jynela wusste, was das bedeutete. Und auch wenn das Gespräch mit dem Meister, auf seine seltsame Art und Weise erst wenig zuvor stattgefunden hatte, auch wenn sie wusste, dass der Aufruf erst noch folgen würde, sie zögerte nicht.

Das Reich war in Gefahr.
Nicht als Satz, sondern als Tatsache.

Und so sahen die Wachen auf der Mauer von Düstersee sie an der Kutsche auftauchen, eine Gestalt, eine Silhouette mit Bogen. Eine Linie gegen jeden kleinen Sturm, der sich ihr auf dem Weg von Rahal nach Düstersee in den Weg gestellt hatte.
Sie bewegte sich nicht wie jemand, der Befehle gab. Gerade jetzt und hier war sie alleine. Sondern wie jemand, der entschlossen war zu schützen, zu siegen, zu überleben.
Der Bogen in der Hand, drei Pfeile im Flug, bevor andere überhaupt begriffen, was geschah. Jeder Schuss ein Zeichen. Jeder Schritt ein Tanz mit dem Tod. Das hier war der einzige Tanz, den sie wirklich beherrschte.

Und dann – Feuer.

Eine Säule brach aus dem Boden, sengend und gleißend. Die Kreatur brüllte. Für einen Moment verloren die Wachen sie aus dem Blick. Nur Flammen, Rauch und das Krächzen des Ungeheuers.

„Sie ist gefallen“, keuchte der eine der beiden Wachen auf der Mauer von Düstersee und griff bereits nach der Waffe, bereit den Posten entgegen allen Regeln zu verlassen.

Doch dann: ein Pfeil.
Von oben.
Von der Seite.
Von nirgendwo.

Und sie tauchte wieder auf – das Gesicht rußgeschwärzt, die Waffe gezückt, als hätte das Feuer sie nur daran erinnert, wer sie war.

Der Kampf dauerte eine Ewigkeit und einen Atemzug. Der Dämon schlug mit Klauen, schleuderte Feuer, schrie vor Wut. Doch sie wich nicht. Sie brannte, ja – aber nicht aus Furcht.

Als er fiel, war es nicht still.
Sie sah ihn nicht triumphierend an. Nur lange.

Und als sie dort stand, das Herz noch rasend, die Finger verkrampft um den Griff ihres Bogens, blickte sie nicht in den Himmel. Sondern zurück zur Stadt.

Denn Jynela wusste, was es bedeutete, wenn Dämonen starben: dass neue schon auf dem Weg waren.

Düstersee war noch nicht sicher. Das Reich war es nicht. Die Menschen dort zählten auf sie. Qy’lhor zählte auf sie. Der Eine erwartete es von ihr.

Und sie tat, was sie immer tat.

Sie schützte das Reich.
Und die Orte, wo die Menschen leben.
Für den Rest des Abends.
In der Nacht.
Alleine.
Mit Gardisten an ihrer Seite.

Solange bis der finale Schlag am nächsten Abend mit allen Streitern dem ganzen hoffentlich ein Ende setzen würde, oder zumindest den Kindern des Einen die Zeit verschaffen würde, welche dringend nötig war.

Bis dahin sah man die Silhouette nicht nur in Düstersee, sondern auch in Grenzwart.
Sie passierte die Wachen, wechselte knappe Worte und verschwand wieder.
Umrundete die Zitadelle, der Blick der Letharenwachen folgte ihr sicher als sie wieder verschwand, sich auf den Weg am Hort vorbei gen Düstersee machte und weiter nach Rahal.

Und eine der Wachen war es auch, die nur kurz der Praetora Meldung machte, dass Düstersee für den Moment innerhalb der Mauern sicher war. Vor allem außerhalb, warnten auch weiterhin die Aushänge im ganzen Reich.
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Auriane Treuwind
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Beitrag von Auriane Treuwind »

*Und so wird eine ebenso knappe Antwort auf irgendwelchen Wegen noch zurück nach Rahal gelangen, verschlossen mit dem Siegel der Praetora.*

Des Herren Gunst und Segen Hauptmann!

Es ist schön zu lesen wie auch selber mitansehen zu können wie effektiv und zielgerichtet nicht nur die Garde sondern auch die Bruderschaft vorgeht um das zu schützen, was Sein Reich ist wie auch jene, die noch nicht selber imstande sind. Man konnte die Todesschreie der Dämonen gewiss nicht nur in Düstersee hören, dafür war ein jeder neue von ihnen eine Wohltat. Seid Euch gewiss, dass mein Bogen an diesem Abend wieder genauso wenig schweigen wird.

Habt vielen Dank für Euren steten Einsatz!


Möge Er Seine schützende Pranke über uns alle halten!

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Praetora des Heiligen Alatarischen Reiches
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