Home sweet home

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Siobhan Dandreon

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Beitrag von Siobhan Dandreon »

Die kleine doch drahtige Gestalt war wie so oft in den Wäldern umhergestreift, auf der Pirsch und auf Obacht nach Siechtum und Gefahr. Das Räuberlager hatte sie nun schon des öfteren besucht, doch Ihre freundlichen Worte stiessen wie immer auf taube Ohren.
Doch wer nicht hören will muss fühlen, dass hatte bereits ihre Mutter immer gesagt, und so ging es dem Räubergesindel an den Kragen.
Auf einer Lichtung im Wald, kurz darauf fand sie zerzauste Vögel, mit geknickten Federn und auch die Bäume und Büsche ringsrum sahen nicht besser aus. „Ein Sturm der auf so engem Raum wütete?“ fragte sie sich nachdenklich. Sie fing vorsichtig die zerbrechlichen Federtiere ein und kümmerte sich um die zerpflückten Gefieder.
Dann ging sie wieder los, etwas weiter weg von den Häusern der Lameriaster, bis sie endlich an diesem wunderherrlichen Baum ankam.

Vor einigen Tagen, hatte sie im Gewitter Unterschlupf unter seinen ausladenden Ästen gesucht und war in ihrer Unachtsamkeit mit dem Fuss in einen Spalt gerutscht.
Nach erstem Schmerz und auch einem Gewissen Mass an Wut über ihre eigenen Tölpelhaftigkeit hatte sie sich niedergekniet und sich den Spalt genauer betracht.
Dicke Wurzeln bildeten eine Art Wände, und nachdem sie etwas lockere Erde weggeschaufelt hatte mit ihren Händen, konnte sie ihren Kopf bis zu den Schultern in die Erde stecken. Ihre natürliche Gabe erlaubte es ihr, trotz des diffusen Lichts in dem Spalt zu erkennen, dass der Spalt ziemlich lang war, und am Ende sich zu verbreitern schien. Sie schnupperte mehrmals, konnte aber keinen frischen Tiergeruch bemerken. Fürs Erste zog sie nun ihren Kopf wieder heraus und sah sich um. Ein Busch in der Nähe kam ihr gelegen, und sie grub ihn samt Wurzel mit ihrem Messer aus. Dann setzte sie ihn auf den Spalt in der Erde unter eben jenem Baume.
„Muss sich ja kein Reh den Lauf brechen“ redete sie sich ein.

Und so wie auch in den Tagen seid dieser Entdeckung, konnte man die kleine junge Frau im Wald erblicken, meist mit einigen Beuteln schwerbepackt, die sie wohl aus den Steinbrüchen und Mienen der Gegend heranschleppte. Sie hatte den Gang von lockerer Erde geräumt, doch die Wurzeln drückten immer wieder Erde in ihn, so hatte sie angefangen, die Wände mit Steinen und Holz auszulegen. Stein hielt einfach besser, als das Holz welches sie im Wald so fand und nicht grad für Bögen und Pfeile gebraucht wurde.

Sie war recht emsig zugange, und meist traf man sie an, wenn sie mal wieder erdverschmiert in die Lagerhalle unter der Bank verschwand, oder gerade staubbedeckt aus dem Steinbruch oder der Miene kam.
Die einzigen, denen sie noch ein wenig ihrer Zeit widmete waren die kleinen Füchse und die kränkliche Füchsin. Diese bekamen sie dann auch mal in sauberem Zustand zu Gesicht, wenn sie mit ihnen tollte, sie nährte oder sie verarztete.
Siobhan Dandreon

Beitrag von Siobhan Dandreon »

Tagelang konnte man eine erdverdreckte Junge Fraum umherwandern sehen, oft kam sie so aus dem Wald als wäre sie in ein Erdloch gefallen. Schürfwunden und abgerissenen Fingernägel, aufgeschubberte Knie und ein blaues Auge.

So ging sie dann wohl auch einen aus dem Volke der Zwerge suchen, um ihn zu bitten ihr ihr kleines Reich unter dem wunderbaren Wurzelwerk des Baumes abzusichern. Damit weder Gang noch Höhle sich um sie herum für immer schlossen. Es war nicht leicht einen zu finden, der sich überhaupt mit einem Waldhüpfer abgeben wollte, und als er endlich zusagte, wollte er so eine riesige Summe Geldes haben, die sie sich im Traum nichtmal vorstellen konnte.
Entgegen ihrer Natur begann sie Bögen für Fremde zu schnitzen, natürlich waren die nicht so gut, wie wenn sie sie mit mehr Herz geschnitzt hätte, auch die gefundenen Kräuter verkaufte sie sonst nicht, sondern tauschte sie oder gab sie befreundeten Waldläufern.
Doch sie brauchte dieses dumme Geld, wenigstens lohnte sich nun den Räubern das Leben schwer machen doppelt. Es brachte ihr zufriedene Nächte und auch einen wachsenden Geldbeutel ein.
Dann hatte ihr noch ein guter Freund ein wenig Geld geliehen und endlich war es soweit.
Sie hatte die Holzbalken die der Zwerg angefordert hat mit einem geliehenen Pferd herangeschleppt und die Steine die sie aus der Höhle rausgeholt hatte aufgestapelt.
Sie musste auch nicht lange warten, da kam der Zwerg und hielt Wort. Mit dem üblichen Gemurre der Zwerge und ein paar Flüchen, stütze er die Decke der Höhle ab und befestigte die Seitenwände.

Er nahm das Gold und sie ihm das versprechen ab, niemandem von ihrem Heim zu erzählen.


[Vielen Dank GM Pearl]
Siobhan Dandreon

Fuchsbau

Beitrag von Siobhan Dandreon »

Seit ein paar Wochen schon, wagte sie sich immer wieder auf das wankende Schiff, welches sie nach Bajard brachte. Auch wenn sie jedesmal kreidebleich von Deck wankte, und sich jedesmal wieder schwor, nie wieder auf ein Schiff zu gehen. Für Ihre Wälder und die Tiere darinnen tat sie es dennoch.

Sie hatte in der nähe der Wehranlage von Bajard einen halb verhungerten Fuchswelpe entdeckt und ihn nach Lameriast in ihr neues Heim mitgenommen. Füchse schienen hier eine seltenheit, daher war sie überhaupt erstaunt gewesen einen zu sehen. Jetzt wollte sie nachschauen ob es noch mehr seiner Art gab, wo seine Mutter war und der Vater.
Mehrere Tage suchte sie nun schon und endlich schien sie glück zu haben, völlig verstört und jämmerlich jinxend hatte sie die Vixen mit einem anderen jungen Fuchs entdeckt, sie war unter einem Haus, halb begraben von Bauschutt. Ob hier jemand unwissentlich über den Fuchsbau sein Haus errichtet hatte?

Mühsam grub Sio sich durch das Geröll unter dem Haus, von wo das klägliche jinxen erklang. Die Vixen schnappte mehrmals nach ihrer Hand, als Sio jene tief genug in das Erdloch stecken konnte. So liess Sio etwas Fleisch in das Loch fallen, und wartete geduldig bis sich die kläglichen Laute verzogen hatten. Noch immer war das Loch nicht gross genug als, dass die Vixen mit ihrem Jungen hätte herauskönnen. Und Sio hatte Angst das die Wände des frisch gegrabenen Loches nachgeben könnten. So verbrachte sie die nächsten Tage damit, Wasser und Fleisch in das Loch zu geben, während sie aus Holz eine Art Eimer ohne Boden zusammenschnitzte. Sie schob den Bodenlosen Eimer tiefer in das Loch, das er einen hölzernen Tunnel abgab.
Dann erst wagte sich die Vixen langsam aus dem Bau heraus, Sio sammelt sie in einem Fellbeutel ein, sowie auch ihr Junges und brachte beide nach Lameriast zu dem kleinen Fuchsjungen.

Langsam wuchs die Familie, und Sios Heim wurde zu klein für die Familie, aber sie musste noch den Vater finden. Also zurück nach Gerimor, egal wie scheusslich es ihr dabei ging.
Wieder vergingen die Tage, und der Winter näherte sich mit grossen Schritten. Sie musste sich also eilen, wollte sie die ganze Fuchsfamilie auf Lameriast noch in einem neuen Zuhause unterbringen.

Sie fand alte Spuren, doch keinen Fuchs, und sie wollte schon fast aufgeben und sass erschöpft auf einem umgefallenen Baumstamm, als sie plötzlich von hinten am Kopf gestubst wurde. Sie drehte sich rasch um einen Dolch in der Hand. Erschrocken sah sie sich einem grossen graubraunen Wolf gegenüber. Doch diese knurrte nicht, sondern legte nur den Kopf schief um sie zu beobachten. So langsam beruhigte sich ihr Herz wieder, sollte das da, dieser grosse Wolf, mit der bereits angegrauten Schnauze.........Ja das musste er sein. Ly, ihr Begleiter in den Wäldern Gerimors.

Sie legte ihre Arme um seinen Hals und Freudentränen rannen ihre Wangen hinunter. Vergessen waren in diesem Augenblick die Füchse.

Ly war wieder da, das Rudel dem er im Frühling gefolgt war, für das er Sio verlassen hatte, hatte er scheinbar jetzt im aufkommenden Winter wieder verlassen.



Der erste Schnee war gefallen..... und wieder verschwunden, zu warm, als das er liegenbleiben konnte, war der Boden noch. Und sie war wieder auf dem Weg nach Gerimor. Es gab nur einen Kapitän, der sie samt Wolf mitzunehmen bereit war, aber das war ihr auch recht. Jede Ausrede nicht auf eines dieser schwankenden Dinger zu müssen kam ihr sehr gelegen.
Sie wollte nochmal mit Ly's Hilfe nach dem Fuchsvater suchen...........



...to be continued
Siobhan Dandreon

Beitrag von Siobhan Dandreon »

der Herbst war ausgebrochen, und sie hatte endlich die Fuchsfamilie zusammen, mit Lamiro zusammen hatte sie die kleinen Räuber nach Lameriast gebracht und dort in ein kleines Waldstück Abseits vielbegangener Wege angesiedelt.

Die Vixen und ihre 3 Jungen, sowie zwei ausgewachsene Füchse hatten Unterschlupf in einem kleinen verlassenen Wolfsbau gefunden. Bis der Winter hereinbrechen würde, würden sie sich eingerichtet haben. Und genau so war es auch, eines der Jungtiere war zwar immer etwas schwächlicher als die anderen Füchse, aber er schien sich zu mausern.

Selbst als der Schnee tief Lameriast überzogen hatte, besuchte sie immer mal wieder das kleine Waldstück, genug Hasen und andere Kleintiere waren in diesem Waldstück, so dass sie nicht zufüttern musste. Der erste Schritt war getan.
Lameriast bekam seine Räuber wieder.

Mal schaun, schliesslich hatte sie ein Versprechen gegeben, aber alles zu seiner Zeit.
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