"Stirb leise" - Teil 1 bis...

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Aaryon von Hohenfels
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"Stirb leise" - Teil 1 bis...

Beitrag von Aaryon von Hohenfels »

Originalpost in: Allgemeines Rollenspiel - [Q /MMT] Mit Schweiß und Blut für Berchgard

„Er ist tot, Zyn!“
„Nehmt Ihr an dem Ausfall teil?“, war er noch gefragt worden, er wusste gar nicht mehr, ob von Serina oder Cecilia. „Neiiin“, hatte er beruhigend gesagt. Er doch nicht. Hier waren eine Handvoll ernstzunehmende Kombattanten wie der Erzmagus oder Lady Helisande – aber insgesamt hatte er den Eindruck gewonnen: Hier waren sie, die Plänkler, eingeschlossen in der Stadt, und warteten, dass die „richtigen“ Truppen kamen. Die Ritter. Sir Beak. Die Eminenzen. Die Erzmag... ach, verdammt. Merrick tot. Nyome also. Leute jedenfalls, die dieser Schar aus Ahads, Tetrarchen, gruseligen Letharen, Rabendämongesocks und hochrangigen Magiern des Arkoritherordens etwas entgegen zu setzen hätten, verflucht! Trotz zahlenmäßiger leichter Überlegenheit hatten sie den ersten offenen Kampf gescheut und sich nach Berchgard zurückgezogen. Magister Silvan von Dragenfurt hatte ihm erklären müssen, warum. Aber immerhin konnte er das sachlich, die strategischen Überlegungen aufzeigend und nicht ‚für Dumme‘. Der Novize von adeligem Geblüt würde schon verstehen, und das war auch der Fall. „Ich werde eure Befehle nicht mehr in Frage stellen“, hatte Aaryon gesagt und meinte es so.
Ja… er würde sich in die hinterste Reihe schieben lassen, wenn sie es für nötig hielten. Ihn… den Jungspund. Den kleinen Novizen. Schlimmer: das Grafensöhnchen. Der junge von Hohenfels. Sie wussten es, und er war ja dankbar dafür. Was sollte er machen: sich vorne verheizen lassen? Trotzdem hätte er toben können vor Wut. Er wollte seinen Beitrag leisten, er wollte etwas bewegen, er wollte… vollwertig sein!
Und war es nicht.
Tja. Na schön.
Also hinterste Reihe.

„Mikh, du kommst mit.“
Blinzelnd schaute er auf. Was? Hatte von Tilianas damit bloß gemeint, dass er ihn jetzt zum Dorfkrug begleiten sollte? Wie ein Schatten folgte er, so oft es ging, dem Erzmagus und per Notstand reaktiviertem Oberst. Aber nein: es ging um den Stoßtrupp, den Arenvir selbst organisieren wollte.
Stoßtrupp. Angriff. Rein in den Feind. Etwas in ihm fiel wie ein kalter Klumpen zu Boden. Er stand wie versteinert zwischen den Leuten, die Arenvir ausgesucht hatte und fühlte sich fehl am Platz. Unwirklich. Das hier war ein Theaterstück? Jemand würde gleich lachen und alles auflösen?
Scheinbar nicht. Das Geschehen rauschte wie tosendes Wasser an ihm vorbei… er funktionierte. Eilte, sein Pferd zu holen. Stellte keine Fragen.
„Tilianas verlässt sich jetzt auf mich. Dass ich auf mich aufpasse, dem Trupp helfe und nicht zurück bleibe“, war das Einzige, was sich im Groben und Ganzen durch sein eingefrorenes Denken zog.

Erste Brücke kaputt. Zweite nicht. „Die ist doch viel zu schmal, das ist doch garantiert ein Hinterhalt!“, dachte er – aber es war keiner. Oder doch?
Ihr Anrücken wurde viel zu schnell bemerkt. Närrisch auch, die Pferde mit zu nehmen, wenn man sich anschleichen wollte… Aaryon ließ sein klobiges Waldarbeiterpferd am Ufer stehen und hielt sich an der Uferböschung im hohen Gras, während der Rest des Trupps die sich nähernden Feinde konfrontierte und band. Marlan Kabo ganz vorne. Arenvir dahinter, mit seinem Stab Zeichen in den Boden kratzend. „Braucht er meine Konzentrationskraft? Soll ich unterstützen?“ Er musste darauf vertrauen, dass der Erzmagier ihn schon rufen würde, wenn er ihn brauchte. Bis dahin schien es das Sinnvollste zu sein, hier im Gras halbwegs in Deckung zu bleiben und den Rückweg zur Brücke im Auge zu behalten. Versteckt bleiben. Wieder fühlte er sich so fürchterlich überflüssig.
Ein Lethar näherte sich. So langsam, abgeduckt, irgendwie unauffällig, dass Aaryon ihn fast trotz freier Fläche übersehen hätte und zwei Mal hinschauen musste, um überhaupt zu begreifen, dass diese hässliche Armbrust da eine ernste Gefahr in ihrer Flanke war! Und sie zielte auf Arenvir!
„Vorsicht!“ Hatte er das gerufen? Wie unsinnig! Er verriet sich bloß, und helfen tat es nichts. Einzig konnte er hoffen, dass der Schütze abgelenkt wurde und verschoss, als Aaryon einen Funkenschlag los jagte: dicht um den Letharen herum Hitze und Kälte schlagartig zusammenführte, wie man es ihn gelehrt und er es an etlichen Spinnen und Untoten geübt hatte, dass er jetzt immerhin kaum mehr darüber nachdachte und sofort seine Konzentration neu sammelte.

Was folgte, war so charmant und scheinbar unabwendbar wie die Schlinge eines Galgens, in der man mit dem Hals steckte:
Immer mehr Letharen kamen. Hässliche dicke Reitechsen, deren Kiefer er schon beim ersten Anblick nie von Nahem sehen wollte. Fächerförmig breiteten sie sich aus und drohten den Menschentrupp zwischen Festung und Fluss komplett zu umzingeln. Panik drohte, nach ihm zu greifen, als er nicht nur auf den Armbrustschützen, sondern weitere Feinde zaubern musste, in der Hoffnung, sie von seinem Mentor und Lehrer abzulenken. Aber jene, die Arenvir bedrängten, beeindruckten seine kleinen Novizenzauber nicht. Stattdessen wurden weitere Letharen auf die Stelle am Ufer aufmerksam, wo sich etwas bewegte… eine der Reitechsen im Schlepptau witterte und suchte nach etwas zu fressen. Zum Beispiel einen kleinen, leckeren Novizen…

Er wich zurück, langsam, innerlich selbst unter einer Spannung stehend, als hätte er seinen eigenen Funkenschlagzauber gefressen. Zurück ins Wasser. „Nicht ausrutschen!“ Zurück Richtung Berchgard... was direkt hinter der Festung entlang führte. Er duckte sich ins hohe Gras, schluckte einen der Unsichtbarkeitstränke von Ragai und schickte Stoßgebete zu Temora, dass die Wellen im Wasser nicht zu sehr auffielen! „Am besten nicht bewegen.“ Ja, das war besser: einer der Letharen, der auf das Ufer zugeschlurft war wie ein Zombie, drehte ab und marschierte auf Arenvirs Rücken zu. Verdammt, sollte er sich verkrümeln und seinen Trupp, seine Leute, seinen Mentor im Stich lassen?!
Ihm schossen Tränen in die Augen. Dann hörte er neben sich ein Schnüffeln, ein Sabbern und Schnaufen – die Echse. Hörte dahinter das Rascheln weiterer Letharen. Wenn sie ihn fanden, gefangen nahmen... Ein schuppiges, unglaublich breites und häßliches Maul schnappte neben ihm, gefühlt direkt neben seinem Ohr, nach einer Libelle, während er kurz davor stand, vor Angst in Ohnmacht zu fallen.
„Hau AB!“, dachte er nur und hätte, wie es in Geschichten stand, einen Stein in eine andere Richtung geworfen – aber hier war keiner. Kurz darauf sahen die Letharen wie auch die Echse, wie ein Büschel Gräser rechts von ihnen in Flammen aufging. Interessiert latschte die Echse dort hin, und Aaryon zog es vor, die andere Richtung zu wählen... leise...

Einer seiner letzten Blicke galt dem Feld, wo seine Kameraden standen. Alle am kämpfen, schwerst bedrängt. Aus der Festung kam etwas, das...
Götter!
WAS war das?! Ein Wesen, das er schon nicht mehr als „Kreatur“ bezeichnen mochte! Ein Avatar Alatars?
„Ein Wesen mit ledrigen Flügeln, zwei Beine, glaube ich, und Klauen“, hatte Barak Donnerfaust beschrieben. Das sollte es wohl sein. „Wie .. groß?“, hatte Aaryon noch gefragt, in Sorge, dass sie etwa auch noch einen schwarzen Drachen in der eingenommenen Festung hätten.
„Etwa so groß wie zwei Pferde“, hatte der Kalure nach etwas Überlegen geantwortet.
Zwei Pferde? Diese Kreatur überragte die gesamte verdammte Festungsmauer!!!
„Selbst schuld!“, schalt sich Aaryon, „Was fragst du auch einen Kaluren nach Größenvergleichen!“
Und dieses Ding hatte seinen Mentor im Visier... mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen schob sich Aaryon weiter die Böschung längs durch Wasser und Schlamm. Es sah wirklich so aus, als würde er hinter der Festung längs entkommen können.

Er sah zur Mauer hoch: ein Wehrgang. Ein hölzener Wehrgang, überdacht. Stirnfurchend stellte Aaryon fest, dass es eine Art Öffnung zum Innenhof sein könnte. Dort, wo die Katapulte standen, die sie doch zerstören mussten.
Holz...
Offen...
Seine Hand tastete nach zwei Phiolen, in denen sich Brandöl befand. Wenn er die werfen konnte, wenn nur eine traf... Arenvirs Meteore waren an einem magischen Schutzschild gescheitert – konnte nun wirklich die geschmissene Phiole eines kleinen Novizen, der sich grad verpisste, die Wende bringen? Konnte er zum Held werden?



Quatsch. Natürlich nicht.
„ACHTUNG!“, hörte er noch drinnen eine Frauenstimme brüllen, als eine der Phiolen an einer der hölzernen Wehrgangstreben zerschellte und Flammen hoch züngelten. Die zweite zerschellte knapp darunter an der Außenseite der Mauer. „Beschissener Winkel“, stellte Aaryon fest und führte bereits den nächsten Unsichtbarkeitstrank an die Lippen.
„Schöne Flugbahn“, dachte sich womöglich der Lethar auf der anderen Seite des Flusses, der die Böschung von drüben abgesucht hatte und nun zwischen dem Schilf eine nasse weiße Robe mit einer lächerlich auffälligen orangenen Kapuze darüber sah und die Armbrust wieder anlegte.
Ein Schuss. Ein Aufschrei. Ein Platschen.
Einige der Letharen kehrten zurück zu dem Ufer, wo sie zuvor die Spur des Burschen verloren hatten und starrten nun auf das Wasser, das sich teils seltsam bewegte, in dem sich rote Schlieren ausbreiteten, Seerosen wurden beiseite gedrückt...
Mit brennendem Schmerz in der Schulter hielt Aaryon unter Wasser verzweifelt die Luft an und mühte sich gleichzeitig, das Gift am Bolzen daran zu hindern, tiefer in seinen Körper zu gelangen. Verdammte Seerosen! Fast verhedderte er sich und das unter Wasser... Panik stieg wieder auf – ähnlich unaufhaltsam wie er. Wenn er auftauchte, würden sie ihn erschießen!
Mit einem kräftigen Armzug tauchte er noch ein Stück. „Keine Chance. Sie werden dich einsammeln, auslachen und dann erst aufhören, wenn du tot bist!

Erst wenn du tot bist.

Tot.
Sie verlieren das Interesse an dir, wenn du tot bist!“


Er sah hoch zu den Seerosen, die gerade über ihm fast ein schützendes Dach bildeten. Seine Hand griff an den Gürtel. Nicht zu den Unsichtbarkeitstränken. Sondern zu einem Narkosetrank, der einem in übelsten Notfällen rasch das Bewusstsein und damit die Schmerzen nahm, die Körperfunktionen drosselte – also auch die Atmung. Hoffte er.
„Wenn das nicht klappt, bist du tot.
Wenigstens kriege ich es dann nicht mit...“

Er trieb unter die Blätter der Seerosen, entkorkte die Phiole und leerte sie, so wie er einen letzten, tiefen Atemzug nahm.

Draußen beobachteten die Letharen, auch der Armbrustschütze, wie der Körper des Menschen, den er eben getroffen hatte, sichtbar und von der Strömung aus den Seerosen gezogen wurde, flussabwärts trieb:
mit dem Gesicht im Wasser. Reglos. Widerstandslos. Seinen Bolzen im Rücken und einem versiegenden Rinnsal an Blut, das von dort ins Wasser floß und sich verteilte...
"Wo der wohl wieder reingeraten ist... Der zieht das magisch an!"
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
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Aaryon von Hohenfels
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Beitrag von Aaryon von Hohenfels »

Berühmte letzte Worte
Hätte er mal auf sich selber gehört!
"Ich bin Novize, Sir, kein Architekt." Überfordert schaute er, im oberen Teil des Wehrganges stehend, auf die über zwei Schritt breite Bresche, die die Rahaler in die Ostmauer Berchgards geschossen hatten. Meterhoch türmte sich darin der Schutt, an den Seiten gewollt aufgeschüttet, damit die Lücke nach dem Eindringen der Rahaler ihrerseits wieder geschlossen war.
Nun wollte Kronritter von Alsted einen Trupp oben rüber auf die andere Seite führen, um den Wehrgang unter berchgarder Kontrolle zu bringen - und das möglichst unauffällig:
"Wenn wir da jetzt Bretter drüber legen, dann wissen sie sofort, was los ist." Verstehend nickte der junge Mann neben ihm. Eine Aufgabe! Heinrik zog IHN heran, um eine spezielle Lösung zu finden? Ha!
"Verdichtet den Schutt oder sonst etwas. Sucht Euch die nötige Hilfe. Es soll nur unauffällig sein, aber stabil."
Hilfe? Welche Hilfe denn? Serina heran zu holen, hieß, Bretter darüber zu legen, also das, was Heinrik nicht wollte. Steine aufzuschütten, würde sogar noch mehr Lärm machen. Mit mehr magischer Kraft als seiner den Schutt zu manipulieren, hieße, Arenvir hinzu zu ziehen. Der hatte ja auch sonst nichts zu tun... und wenn doch, löste er alles, ohne dafür einen popeligen Novizen zu brauchen.

Aber was, zum Kuckuck, sollt er hier schon tun?!
"Trotzdem ist das eine völlig neue Aufgabe, Sir. Ich werde sehen, was ich tun kann, aber kann nichts versprechen. Gebt mir ein paar Momente, ja. Ich... untersuche mal die Struktur."
Das immerhin konnte er tatsächlich. Sich auf die Umgebungsenergien einzustimmen und sie zu analysieren, hatte er in den letzten Monden mehr als gründlich geübt. Und hier ging es nun also um etwas - nun gut! In Gedanken krempelte er die Ärmel hoch; im Reellen zog er die dicken Stiefel seiner Lederrüstung aus. Wenn er spüren sollte, wie es um den Stein unter seinen Füßen bestellt war, dann erleichterte es die Sache, wenn man das als Liedwirker wortwörtlich nahm und direkten Kontakt zu den umgebenden Materialien herstellte.
Behutsam trat er dann an den Rand der Bodenplatte, die als letzte stabil wirkte. Trotzdem hörte er schon jetzt Steinstaub rieseln... au weia.
Konzentration!
"Erde... 'Groma'...", murmelte er und rief sich das bei Nyome gelernte und danach selbst erforschte über dieses Element in Erinnerung. Er begann, unerwünschte Einflüsse auszublenden und sich auf die Steinstruktur der Mauer zu konzentrieren. Unter den blanken Sohlen spürte er die Kühle der behauenen Bodenplatte, seine linke Hand legte er zum Abgleich an die gesichert noch stabile Steinsäule neben sich und schloss die Augen. Vor seinem geistigen Auge sah und spürte er die vermischten Strukturen, die Eluives Lied ausmachten und wusste, dass er eigentlich nur "Wald" sah, wo ein Elf einzelne Eichen wie alte Freunde voneinander unterscheiden konnte. "Erde"... das war so komplex! Stein, von Schiefer bis Granit. Hier in Berchgard jener Stein, wie er in großen Teilen das Bergmassiv des Nilzadan ausmachte. Dazwischen Mörtel. Sand. Staub. Und die Beimengungen anderen Elemente, wie sie in allem waren, was die für Menschen fühlbare Welt ausmachte: "Lufteinschlüsse... Sand... es gab Regen... also Wasser...", murmelte er für sich und tastete sich in Gedanken voran, um den Schuttberg vor sich wenigstens ansatzweise zu verstehen.

Hinter ihm sicherte Heinrik die Umgebung ab und wendete den Blick die meiste Zeit aus dem Wehrgang nach Westen heraus in die Stadt hinein, damit er und der Bursche sich zurück ziehen konnten, wenn Feinde kamen.
Barfuß im Wehrgang... über das Gebahren von Magiern wunderte er sich ohnehin schon lange nicht mehr.
"Vogelkot...", brummte Mikh verächtlich und tastete weiter die Strukturen ab, darum bemüht, Vergleiche zu finden, wie 'stabil' in den Umgebungsenergien auszusehen hatte und was das 'instabil' vor ihm ausmachte. Wenn er verstand, konnte er versuchen, zu manipulieren. Völlig geistesabwesend klingend gab er einen Teil seiner Beobachtung weiter:
"Etwa... gut eine Elle... vor und hinter dem Einsturz... ist... anders."
Welch Erkenntnis. Dezent genervt, nicht sofort Genaueres sagen zu können, holte er tief Luft, sammelte neu seine Konzentration und verwendete einen Teil davon für den nötigen "Selbstbetrug", wie es sich nannte, sich möglichst nur auf die arkanen Strukturen zu fokussieren. Dann tastete er die Struktur ab, ob er magische Manipulationen oder klar kontrolliert menschliche Eingriffe jüngerer Art feststellen konnte - oder, anders gesagt: ob der Feind hier Fallen platziert hatte.
"Keine Fallen."
Der Kronritter hinter ihm nickte für sich. "Schon einmal ein Fortschritt."

Hätte er es dabei nicht belassen können?
Tastend, testend und absolut ahnungslos, wofür seine Kraft ausreichen mochte, probierte der Novize sich darin, wie weit er die Stein bildende 'Erde'struktur greifen, also bündeln, und umschichten konnte, um den Schutt in sich zu stabilisieren oder den Geröllhaufen vor sich womöglich gar zu erhöhen, indem er sich an den Steinen, die bis vor die Mauern lagen, bediente. Schweiß trat ihm bei diesem ungewohnten Experiment auf die Stirn. Das war so eine irre Masse! Und so wirr alles durcheinander! Mauer, Dachschindeln, Bodenplatten, dazwischen plötzlich hölzerne Stützbalken...
Es knirschte im Schutthaufen, hier und da rieselten Sand und Kies.
Als der Schutt Geräusche von sich gab, blickte Heinrik kurz zum Loch und dann wieder aufmerksam in die Stadt.
"Leise, wenn es geht, Herr Mikh", brummte der Ritter nur gedämpft.
Schnaufend brach der Novize für den Moment ab und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Sonst noch Wünsche, Sir? Teppich drüber?", zischte er ungehalten. Und eigentlich war er verärgert darüber, wie wenig er im wahrsten Sinne des Wortes bewegte. Zum Glück quittierte der Kronritter es nur mit einem unbeeindruckten "Witzig..."
Mikh atmete zittrig durch und sortierte neu seinen Stand. Seinen auf arkane Sicht geänderten Blick hatte er kaum unterbrochen, stimmte sich erneut auf die Umgebungsenergien ein und legte die rechte Hand auf die stabile Mauer neben sich, um die Struktur des festen Steins als Vergleich zu haben.
Hätte er im Weltlichen besser hingesehen, hätte er dabei sicher auch den Umstand korrigiert, dass seine Finger einfach ungünstig eher auf dem trockenen Mörtel lagen als auf den Steinen an sich, aber nun gut.
Er begann, den Schutthaufen vor sich... - nein, das war zu viel. Er fing erst mal mit der Bodenplatte direkt vor seinen Füßen an und 'verdichtete' sie mit der Vergleichsstruktur unter seiner Hand.
Wieder trat Schweiß auf seine Stirn und er intensivierte seine Bemühung, einen dumpf angestrengten Laut von sich gebend. Dieser verdammte Stein musste sich doch verändern und füllen lassen! Es knirschte, aber das hörte er kaum. Eher spürte er, dass etwas in Bewegung geriet, dass er Strukturen verschob und sich die Gemengelage veränderte! Plötzlich ging das leichter, als er erwartet hätte! Ha!
"Die müsste jetzt fest sein", stellte er für sich nickend fest und trat auf die durch ihn veränderte Bodenplatte. "Nächstee...eaaaaAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHH!"

Der Kronritter ruckte herum, griff nach dem jungen Magier, sah aber nur noch die weiße Kutte und den dunklen Schopf in der Schwärze der Wehrmauer verschwinden und zwischen das Geröll stürzen, welches sich zwischen dem nun erst zutage tretenden gebrochenen Balkenlager auftat.
Bild
Mikh prallte auf und spürte, wie Steine auf ihn hernieder prasselten, dumpfe Aufschläge, Druck und Schmerz, als der von Evadna gefertigte Harnisch unter seiner Robe das Gröbste auffing und seinen Brustkorb davor bewahrte, zerquetscht zu werden. Ihm blieb die Luft für einen Moment weg und sein Überlebensinstinkt ließ ihn den Kopf in eine gefühlte Lücke pressen, die vor ihm zwischen zwei Felsstücken war. Der Rest der abgebrochenen Bodenplatte löste sich über ihm und stürzte fast senkrecht nach unten. Unglaublicher Schmerz jagte durch sein rechtes Bein, während er nicht einmal Luft zum Schreien just übrig hatte und raubte ihm das Bewusstsein. Über ihm machte sich Heinrik auf dem Boden lang und streckte seine Hand in das darunter liegende Geschoss des Wehrganges.
"Greif nach der Hand."
Aber es folgte keine Reaktion.
"Mikh?!
Mikh?"
Heinrik ließ sich über Geröll in das untere Geschoss gleiten und sah sich um. Zwischen Steinbrocken lugte ein Zipfel weißen - nun ja, staubgrauen - Stoffes hervor. Heinrik legte einen Ärmel frei und arbeitete gedämpft fluchend weiter, den Kopf des Burschen zu finden. Heinrik entdeckte die Lücke, in der der Kopf lag, die Haare staubgrau... wie auch das Gesicht. Neben dem ungleichen Paar wirkte ein Stück Balken wie verwachsen mit dem Stein, ein gruseliger Anblick, hätte man ihm Beachtung geschenkt. Gruseliger aber war der Haufen an Trümmern, der auf dem Novizen lag, das Gewicht eines gebrochenen Stützbalkens, der verkantet war und weg gestemmt werden musste und das Stück Zwischendecke, das auf den rechten Unterschenkel des Jungen gestürzt und danach auf seinen Fuß gekippt war und Fleisch und Knochen unter sich regelrecht zerquetscht hatte.
"Wie kann ein Kerl so viel Pech haben?"
"Wo der wohl wieder reingeraten ist... Der zieht das magisch an!"
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
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Aaryon von Hohenfels
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Beitrag von Aaryon von Hohenfels »

Der Feind neben meinem Strauch
Das Lager wurde bereit gemacht, um verlassen werden zu können.
Was so harmlos klang und so überwiegend geordnet wuselig wirkte, machte ihn innerlich so nervös und äußerlich so gesammelt und bei sich wirkend wie eine maximal zusammen gepresste Sprungfeder. Alle überflüssigen Pferde wurden fort gebracht. Die Katapulte nicht. Sie würden sie auch sicher nicht umsonst her gebracht haben, und er wunderte sich glatt, dass sie diesen dritten Tag überhaupt noch erlebten. Die ganze Zeit war ihm immer wieder der Gedanke gekommen, was Arenvir und sein Meteorregen mit diesem Holzlager, den Katapulten und den Zelten angestellt hätten: 'gefeiert'.

Aber nun gut. Die Steine lagen bereit, fast alles war gepackt, viele aßen noch eine Kleini...
"FEINDKONTAKT IM SÜDEN!"
"Das müssen sie dringend noch zu präzisieren lernen", schüttelte Aaryon fast synchron mit Valentin leicht den Kopf und beobachtete, wie viele Leute sich in Bewegung setzten. "Eine Rashari auf ihrem morgendlichen Waldlauf? Oder zwei handvoll Rabendiener, die sich vor dem Tor postieren?" "Komm...", sagte er nur leise, und Valentin folgte ihm. Zum Nordtor. Sie hatten schon in den wenigen Tagen zu viele Ablenkungsmanöver erlebt, um dieses nun verwaist zu lassen. Und so nickte er zufrieden, als er den Wachturm und die Plattformen am Nordtor trotz des Alarm besetzt vorfand.
Der junge Herr Taran, den er eigentlich als Heiler kennen gelernt hatte, marschierte an ihnen vorbei, öffnete das Tor und ging unter den ungläubigen Blicken aller Beobachter dieses Vorganges nach draußen.
"Öhm?", entfuhr es Valentin, ein "Was zum..." war von Gardist Elsinga zu hören.
"Auf eigene Gefahr", stellte Aaryon fest, auch wenn er die Skepsis teilte. "Aber nein: ihm werden jetzt nicht ungeordnet einzelne Leute hinterher laufen!"
"Ist der lebensmüde?!", rief Elsinga aus, was alle dachten und Aaryon befürchte, dass das jetzt der Punkt sein könnte, wo sich jemand oder etwas in Gang setzte, was sie dann nicht mehr aufhalten konnten...
"Ignorieren, weiter Wache", sagte er also viel härter und vor allem ruhiger, als er es gerade fühlte.
"Jawohl, Hochedler." Die aufgewallte Unruhe legte sich und alle sahen wieder nach draußen. Keiner hörte, wie dem jungen Studiosus ein Stein vom Herzen fiel.
"Wieso hören die eigentlich auf mich...?", raunte er, damit nur sein Leibwächter den Zweifel hören konnte: "Als hätte ich Befehlsgewalt..."
"Weil Ihr ein Hohenfels seid", erwiderte Valentin, als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt.
"Ist das so?", grübelte Aaryon, während er pflichtbewusst das geschlossene Tor anstarrte, als würde er freiwillig keinen fingerbreit Boden preis geben, während er eigentlich Angst hatte, dass gleich links und rechts die Wachen getroffen von ihren Plattformen fielen, das Tor aufkrachte, ein schwarzes rahaler Heer sich ins Lager ergoss und ihn als einen der ersten überrollte, während sie allen anderen in den Rücken fielen. "Ist das so? Nur weil ich ein 'von Hohenfels' bin? Dulden sie mich nur und gehorchen, so wie du, Valentin, eigentlich bloß meinem Vater?
Aber viele können mit dem Namen doch eigentlich schon fast nichts mehr anfangen. Sie bräuchten sich doch nur auf den hiesigen Adel oder ihre eigenen Vorgesetzten berufen.
Die sind aber gerade nicht hier. Wozu sollten sie sich auflehnen oder verweigern?
Ich bin hier nur Hochedler.
Du gibst doch keine unsinnigen Anweisungen. Du bekräftigst sie nur in einer Richtung, die ohnehin notwendig ist.
So, wie Vater?
So wie Vater."

Ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen und schien zeitlich schon kaum noch etwas mit Valentins Antwort zu tun zu haben.

Das Tor öffnete sich. Aber herein kamen nur erst Taran und bald darauf mehrere Thyren und Alaun. Sie hatten wirklich den Nerv gehabt und waren durch Grenzwarth marschiert, um letzte Verbliebene vor dem zu erwartenden Katapultbeschuss zu warnen. Sie hatten aber kaum wen gesehen. "Schien schon recht leer zu sein", meinte Djurgeirr. "Naja, 'recht leer' war es schon vor dem Angriff", erwiderte Aaryon trocken, "Halb bewohnt, bestenfalls. Wäre hier nicht diese verdammte Blauhaut-Festung, wäre mir dieses Nest absolut egal."
Ob sie den Ort aufgeben würden? So lange und ungestört, wie die Katapulte schossen, wirkte es, als wäre dem Feind die Siedlung selber egal.
"Nachladen", hieß es immer wieder. Sie verschossen tatsächlich sämtliche bereit gelegten Felsen, und das waren nicht wenige gewesen. Der Wehrturm, um den tags zuvor gekämpft worden war, brannte lichterloh.
Dann geriet mehr und mehr Bewegung in alles:
"AUFMARSCH IM NORDEN!" Dunkler Nebel waberte aus dem Wald heraus. Stöhnend wankten Untote auf das Nordtor zu: Zombies. Ganze... zwei.
Innerlich nickend wunderte sich Aaryon nicht, als die nächsten Alarmrufe von Südtor kamen und auch dringender klangen. Wenigstens schwappten nun nicht sämtliche Bewaffneten hin und her, bis sie aus der Puste waren, sondern ein Teil verharrte, wartete ab.
"Valentin? Robe oder Rüstung?"
"Ihr seid in der Robe eine Zielscheibe..."
In Ordnung. Er ließ die dünne Herbeirufung der Robe fallen und legte den grünen Umhang an. Sattgrün wie sein Wappen, und das fast völlig weiß gebleichte Balronleder, das Emilian erst vor wenigen Tagen fertig genäht hatte.
"Weniger Zielscheibe", nickte Valentin und gab sich damit schon zufrieden. Adel verpflichtete eben.

Es schien sich im Süden zu sammeln.
Sir Heinrik nahm, was noch beim Nordtor stand und führte die Leute in gestrecktem Schritt um den kleineren der Gebirgsausläufer herum nach Süden. Aaryon schwang sich auf den Krücken mit und war glatt stolz, dass er einigermaßen folgen konnte. Sie betraten den schmalen Waldausläufer, der an die Spitze der schwarzen Felsen stieß. Die ersten hatten ihn durchquert, Aaryon stand mitten drin, als er Sir Heinrik hörte:
"Ritter Drapenstein." Es klang glatt wie eine höflich-kühle Begrüßung. "Wir fallen den Feinden in den Rücken!", frohlockte Aaryon. Die Freude wich mittelprächtigem Entsetzen, als er registrierte, dass direkt auf der anderen Seite des Baumes, wo er stand, eine Klerikerin war - eine Hohepriesterin des Panthers! Die Robe und die Selbstverständlichkeit ihrer Haltung ließen kaum einen anderen Schluss zu. "Das wird hart!" Oder noch härter: Die handvoll, die sie stellten, schien nur ein Lockvogel gewesen zu sein. Während Aaryon noch fast wie gelähmt war und sich nicht recht traute, dem feindlichen Ritter näher zu kommen, strömten erst seine Leute an ihm vorbei, auch Valentin ging auf die Wiese... und er kam mit diesen verdammten Krücken im weichen Waldboden kaum voran, verflucht! - und dann kamen da Feinde. Viele Feinde.
Sehr viele.
"Scheiße, ich bin tot!"
Er stolperte zur Seite, drohte zu fallen, ließ sich auch fallen: in ein Gebüsch. Neben einem Stein. Und so, wie er zuerst die Tetrarchin im Gewirr der Bäume übersehen hatte, schien auch er nun übersehen zu werden - und er tat alles dafür, dass es auch so blieb! Das Gebüsch war hoch, und neben ihm war ein halbrunder, sperriger Felsen...
Moment, er erkannte, wo er war: hier hatte Andra doch lauter Fallen ausgelegt, weil man vom Felsen aus über die Palisade sehen konnte?!
Tatsache, da lag auch eine: regelrecht sauber abgebaut und zusammen gelegt. Wer auch immer das gewesen war, Aaryon dankte ihm in Gedanken kurz, aber heftig, weil er sich nicht ausmalen wollte, wie er hier in eine von Andras Fallen gelaufen aufgeschrien und damit garantiert sämtliche Aufmerksamkeit all dieser Letharen, Rabendiener, Schwarzgerüsteten und Arkorither auf sich gehabt hätte...!

Stattdessen beobachtete er, wie all diese finsteren Gestalten sich gruppierten und ihrerseits vorbereiteten: Rabendiener stimmten dunkle Liturgien an, dunkler Nebel wallte zunehmend durch die Bäume, und aus dem matschigen Waldboden gruben sich nicht nur Zombies, sondern auch Skelette und sogar ein Lich. "Die werden mich entdecken!" Nein. Sie folgten stöhnend, grunzend und klappernd ihren Beschwörern.
"Studiosus!", hörte er Lester rufen, "Zu mir!"
"Tut mir leid, ich kann grad nicht!", brüllte er zurück und hoffte, dass er es nicht tatsächlich laut gedacht hatte, während er auf die Bündelung schwarzer Arkoritherroben in seiner Nähe starrte. Ob es eine Espe war, zwischen deren Laub er gerade hockte? Er zitterte jedenfalls wie welches. Er hörte das Zischen von Letharen und hätte sich am liebsten in den Boden vergraben, aus dem das Skelett sich gerade raus gebuddelt hatte. Unsichtbarkeitstrank? Er hatte Angst, dass ihm die Phiole aus der zitternden Hand fiel. Zum Konvent teleportieren? Er hätte sich nicht mal konzentrieren können. Und irgend etwas in ihm weigerte sich selbst jetzt, sich einfach 'zu verpissen', während seine Leute sich erst zum Kampf stellen mussten.
Vielleicht zogen die Rahaler vorbei und er konnte in ihrem Rücken...
da bekam er einen Tritt in den Rücken ab, sah eine Frau stolpern und zog den Kopf ein, sank völlig in sich zusammen. "Jetzt ist es aus.
Sie wird mich sehen. Sie kann mich gar nicht übersehen."

Doch. Konnte sie. Denn in dem aufgezogenen dunklen Nebel war seine Rüstung beim besten Willen nicht vom hellen Stein zu unterscheiden, an dem er hockte, und sein fröhlich-grüner Umhang entsprach fast den Blättern des herbstresistenten Gesträuchs, in dem er hockte. Selbst seine Krücken fielen hier als so etwas ähnliches wie Äste kaum auf. Lange verschwendete die Frau auch keine Zeit auf den Grund ihres Stolperns: "Ich hab da noch was", sagte sie und hängte einen Beutel an die Palisade - offenbar gefüllt mit Schwarzpulver. Tatenlos musste Aaryon mit zusehen, wie keine fünf Schritt von ihm entfernt ein Lethar mit einer Feueraxt auf die Palisade einhieb und sich offenbar genau so gerne auf die andere Seite gewünscht hätte wie der junge Magier - nur aus anderen Gründen.
"INS LAGER!", brüllte Heinrik und Aaryon heulte fast. "Würd ich gern!"
Endlich bewegte der schwarze Pulk sich weiter. Er hockte da immer noch wie gelähmt. Wenn er sich jetzt bewegte und auf die Wiese trat, würde der Feind ihn dann entdecken? Er musste sich aber bewegen: in seiner Nähe waberte ein Lavaelementar über den Boden und drohte das Holz in der Nähe anzuzünden. Aaryon wusste hinterher gar nicht mehr, wie er es zurück in den Stand geschafft hatte, aber er torkelte an den Waldrand.
Da! Valentin! Er kam in seine Richtung und winkte ihn mit heftiger Geste heran.
"Kommt!"
Ohne viel Federlesens lotste er den kalkbleichen jungen Mann ins und durchs Lager.

Es blieb keine Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Nun an der Nordpalisade war Lester dabei, sowohl die offenbar zwischenzeitlich in Flammen gesetzte Palisade zu löschen und gegen Kreaturen vorzugehen, die draußen gegen die rußgeschwärzten Balken hämmerten.

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(ooc: Teilausschnitt, Originalpost in "Blutherbst", Seite 4, Allgemeines Rollenspiel: viewtopic.php?p=867190#867190
"Wo der wohl wieder reingeraten ist... Der zieht das magisch an!"
- Kronritter von Salberg *noch qualmend* -
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